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22. Mai 2009, 11:38 Uhr

Neuer Verdacht im Fall Madeleine

Zwei Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden der kleinen Madeleine haben die Privatermittler der Eltern einen neuen Verdächtigen ins Visier genommen. Der Brite ist als Pädophiler verurteilt und hält sich derzeit in Deutschland auf.

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So wie auf dem rechten Bild könnte die kleine Maddy heute aussehen - daneben ein Foto von vor zwei Jahren© AFP

Ein verurteilter britischer Pädophiler ist im Fall der vermissten kleinen Madeleine ins Visier der Ermittler gerückt. Britische Zeitungen berichten, dass der 64-Jährige vor zwei Jahren, als das englische Mädchen verschwunden ist, in Südportugal gelebt habe. Der Mann soll derzeit nach Angaben des "Daily Mirror" in einem deutschen Krankenhaus wegen Krebs behandelt werden. Die Frau des Briten ist Deutsche.

Der Sprecher von Maddies Eltern, Clarence Mitchell, sagte, der Brite sei für die Privatermittler der McCanns "von Interesse". Er betonte jedoch, es sei eine von mehreren Spuren, der die Ermittler nachgingen. Die Polizei der Grafschaft West Yorkshire teilte mit, den Mann im Zusammenhang mit rund 30 Jahren zurückliegenden Taten befragen zu wollen. Der Brite hatte mehrmals wegen Sexualstraftaten an jungen Mädchen im Gefängnis gesessen.

Madeleine war im Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus einem Ferienappartement in Praia da Luz an der Algarve-Küste verschwunden, als ihre Eltern beim Abendessen waren. Die portugiesische Polizei hatte die Ermittlungen im vergangenen Jahr ergebnislos eingestellt. Erst vor wenigen Wochen hatten die Eltern ein neues Phantombild eines Verdächtigen sowie ein neues Foto von Madeleine veröffentlicht. Es zeigt, wie sie im Alter von sechs Jahren aussehen würde.

Nach Medienangaben hatte ein Paar, das in Portugal Urlaub gemacht und den 64-jährigen Briten getroffen hatte, Alarm geschlagen. Er soll mit seiner deutschen Frau und sechs Kindern von Campingplatz zu Campingplatz gezogen sein und bizarre Kommentare gemacht haben. Unter anderem habe er erzählt, wie "Zigeuner-Touristen" ihm ein Kind abkaufen wollten und dass er nach Marokko für einen "Business-Trip" müsse. In Marokko wurde Madeleine vermeintlich öfters gesichtet. Der Mann selbst betonte nach Angaben des "Daily Mirror", er habe ein Alibi für jene Tatnacht und sei nicht schuldig.

Der Sprecher der McCanns sagte nicht, in welchem Krankenhaus in Deutschland der Mann behandelt wird. In Großbritannien müssen sich verurteilte Sexualstraftäter in ein Register eintragen und auch über eventuelle Reisen informieren. Dies habe der Mann jedoch offenbar nicht getan, sagte Mitchell. Die Polizei müsse nun entscheiden, was sie mit den neuen Informationen machen will.

DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
butcher99 (22.05.2009, 19:03 Uhr)
warum
Warum immer wieder neue völlig blödsinnige Beiträge?
Sind die armen Eltern nicht schon gestraft genug?
Auch falls sie selbst beteiligt sind.
Who knows?
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