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9. Januar 2009, 17:53 Uhr

Althaus bleibt zehn Tage in Klinik

Thürigens Ministerpräsident Dieter Althaus ist nach seinem schweren Ski-Unfall nach Hause zurückgekehrt. Mit einem Hubschrauber wurde er ins Universitätsklinikum nach Jena gebracht. Sein behandelnder Arzt rechnet damit, dass Althaus noch acht bis zehn Tage in der Klinik bleiben muss.

Dieter Althaus, Althaus, Ski-Unfall

Der Hubschrauber mit Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus an Bord setzt zur Landung in Jena an© Jens Schlüter/DDP

Der bei einem Skiunfall schwer verletzte thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) muss mindestens zehn Tage im Uniklinikum Jena bleiben und sich danach noch einer Reha-Behandlung unterziehen. Das teilten die behandelnden Ärzte der Uniklinik Jena mit. Dorthin war Althaus am Freitag verlegt worden, nachdem er zuvor wegen seiner schweren Schädel-Hirn-Verletzungen in Österreich behandelt worden war.

In Jena werde Althaus interdisziplinär behandelt, auch Psychologen und Physiotherapeuten seien beteiligt, sagte der medizinische Vorstand der Uniklinik, Klaus Höffken. Die Behandlung in der Klinik für Neurochirurgie des Uniklinikums könne weitere acht bis zehn Tage dauern, genau sei dies aber noch nicht abzuschätzen. "Wir sind überzeugt, dass der Ministerpräsident auf dem Weg der Besserung schnell voranschreiten wird", sagte Höffken. Althaus sei gegen 14.15 Uhr wohlbehalten per Hubschrauber angekommen und freue sich, zurück in seiner Heimat zu sein.

Der Direktor der Jenaer Neurochirurgie, Rolf Kalff, erklärte, Althaus sei wach und ansprechbar, allerdings zeitlich und örtlich noch nicht voll orientiert. Es lägen aber keine neurologischen Ausfälle vor. Damit bestätigte Kalff die Befunde der österreichischen Ärzte.

Kalff berichtete zugleich, er kenne Althaus von früher und habe bereits mit ihm Fußball gespielt. Diese Bekanntschaft sei auch der Grund gewesen, warum der CDU-Politiker im Jenaer Uniklinikum behandelt werden wollte. Für Althaus wurde nach Klinikangaben ein Teil einer Station gesperrt. Damit solle die Privatsphäre des Ministerpräsidenten gesichert werden. Es würden auch nur ihm nahe stehende Angehörige vorgelassen, erklärte die Klinik. Ein Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die sich derzeit in Erfurt aufhält, ist damit ausgeschlossen.

Genesungswünsche von Merkel

Kanzlerin Merkel überbrachte Althaus unterdessen ihre Anteilnahme. "Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung", sagte Merkel am Freitagabend auf dem Neujahrsempfang der Erfurter CDU. "Natürlich sind wir auch in Gedanken bei der Familie, die ihre Frau und Mutter verloren hat." Der Familie des tödlich verletzten Unfallopfers Beata C. drücke die CDU ihr "herzliches Beileid" aus. Der Ski-Unfall habe gezeigt, "was für ein kostbares Gut Gesundheit ist", sagte Merkel. Die CDU-Parteispitze tagt bis zu diesem Samstag in der thüringischen Landeshauptstadt.

Thüringens Vize-Regierungschefin Birgit Diezel (CDU) sandte ebenfalls herzliche Genesungswünsche. "Lieber Dieter Althaus, wir brauchen Dich, und es ist schön, dass Du wieder bei uns bist." Der Ministerpräsident war am Neujahrstag auf einer Skipiste in der Steiermark mit der 41 Jahre alten Beata C. zusammengestoßen. Sie starb bei dem Unfall, Althaus erlitt schwere Schädelverletzungen.

AP
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
moranet (09.01.2009, 21:37 Uhr)
Geisterfahrer
für mich war der Althaus als Geisterfaher unterwegs und wie heißt es jetzt immer so schön: Althaus sei wach und ansprechbar, allerdings zeitlich und örtlich noch nicht voll orientiert. Das wäre ich an seiner Stelle auch nicht um mich von meiner Schuld freizusprechen. Es wäre ja auch sehr ungewöhnlich wenn ein Politiker ohne Abfindung Schuld auf sich nehmen würde
chatahootchee (09.01.2009, 20:51 Uhr)
GESCHICKT GEMACHT
von 'stern.de'.
Man kitzelt an den niederen Instinkten vieler Leser und die Masse springt auch an mit Verdaechtigungen und Beleidigungen und anderem Schmutz. Viele interessantere Themen werden nicht zur Kommentierung freigeschaltet. Ich gebe Ihnen Recht, diese ganze Diskussion um den Unfall ist unwuerdig aber wird nicht durch Leser, sondern viele tage durch 'stern.de' am Leben gehalten. Ich erinnerer mich an eine andere Diskussion (Oberhof / Stasi); die konnte gar nicht schnell genug abgewuergt werden.
Blacky007 (09.01.2009, 20:09 Uhr)
Warum wird dieser Unfall so breit getreten?
Unfälle dieser Art geschehen täglich an vielen Orten und nur eine handvoll sind es den Medien wert, überhaupt erwähnt zu werden.
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Warum scheint die Tragödie in diesem Fall größer und schlimmer, als bei anderen, nur weil ein Politker daran beteiligt ist.
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Das Schicksal der ganzen anderen Unfallopfer und Getöteten ist nicht minder tragisch und schlimm für die Betroffenen und Angehörigen. Die scheinen -trauriger Weise- nur weniger Wert zu sein, als ein Politker.
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