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Rostocker Polizei auf der Spur der Vogelspinnen

Als die Rostocker Polizei zu diesem Einsatz gerufen wird, befürchtet sie das Schlimmste. In Terrarien, die im Sperrmüll liegen, sind Vogelspinnen. Viel beunruhigender: in einigen nicht mehr.

Vogelspinne

Das Gift der Vogelspinne kann für den Menschen zwar schmerzhaft sein, ist aber in der Regel nicht tödlich

Es ist einer der ungewöhnlichsten Einsätze, den die Rostocker Polizisten je erlebt haben. In der Nacht rufen Anwohner die Beamten, als sie insgesamt 15 Terrarien als Sperrmüll auf dem Gehweg finden, fein säuberlich gestapelt. Beim Durchleuchten sehen die Beamten zunächst sechs Vogelspinnen – und rufen die Bundesfeuerwehr zu Hilfe. Einige der Terrarien sind sogar beschädigt. Die große Sorge der Beamten: Dass weitere Vogelspinnen ausgebrochen sein könnten.

Zusammen mit einem Beamten der Tierrettung laden die Polizisten die Terrarien in das Feuerwehrauto. Das Drama klärt sich erst später auf: Der Besitzer der ungewöhnlichen Haustiere meldet sich bei der Polizei und stellt klar, dass er schon seit langem nicht mehr genutzte Terrarien als Sperrmüll zur Entsorgung am Straßenrand deponiert hat. In den Glasbehältern befänden sich nur noch die völlig harmlosen Häute von Spinnen. Das bestätigten laut Polizei auch die Tierrettung der Feuerwehr und das Veterinäramt. Dass sich weitere Vogelspinnen in der Nähe des Fundorts befinden könnten, schließt die Polizei aus.

Der Vogelspinnen-Fall hat noch ein Nachspiel

Für die Bewohner in Rostock ist das Thema Vogelspinne damit erledigt. Den Besitzer der giftigen Tiere hingegen erwartet noch eine Strafe. Die von ihm gewählte Entsorgung entspricht nicht den Vorschriften des Tierkörperbeseitigungsgesetzes. Deshalb leitet die Polizei nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen ihn ein.

js/DPA
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