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20. November 2009, 11:39 Uhr

Hopp-Erpresser fällt auf Blüten rein

Vom gefürchteten Verbrecher zum belächelten Depp: Millionen wollte ein 43-Jähriger vom Mäzen des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim, Dietmar Hopp, erpressen. Doch die Polizei drehte den Spieß um. Bei der Geldübergabe würde der Mann gelinkt.

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Geschickt selbst im Umgang mit Erpressern: Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp© Achim Scheidemann/EPA

Der Erpresser von Milliardär Dietmar Hopp ist auf Falschgeld reingefallen. Ein Sprecher des Landgerichts Heidelberg bestätigte am Freitag Medienberichte, wonach der 43-Jährige von einem verdeckten Ermittler in der Nähe von Trier Geldkoffer mit Blüten überreicht bekommen hatte. Am 5. September wurde der Fuhrunternehmer aus Gemmingen bei Heilbronn dann festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Vom 8. Dezember an muss er sich wegen versuchter räuberischer Erpressung vor Gericht verantworten. Laut Anklage bedrohte er den 69-jährigen Hopp, Mäzen des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim, seit dem 17. August in Briefen und forderte 5,5 Millionen Euro.

Filmreife Geldübergabe

Hopp äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Den Berichten zufolge schaltete der Mitbegründer des Softwareunternehmens SAP die Kripo ein. Danach kam es zu einer filmreifen Geldübergabe. Bei einem vereinbarten Termin gab sich ein Ermittler als Freund Hopps aus, der dem mutmaßlichen Erpresser die Millionen in Geldkoffern übergeben solle.

Der Speditionsunternehmer kam, so die Medien, mit einem seiner Lastwagen zu dem Treffen. Dann fuhr er mit dem Falschgeld in den Koffern nach Hause. Wenige Tage später stürmten Polizisten sein Haus. Der 43-Jährige wartet nun im Gefängnis in Heidelberg auf seinen Prozess. Den Berichten zufolge schweigt er bislang zu den Vorwürfen.

Laut Gericht ist nach derzeitigem Stand nicht damit zu rechnen, dass Milliardär Hopp vor Gericht als Zeuge aussagen muss. Die Justiz hatte sich so lange wie möglich um Diskretion bemüht. Für den Prozess im kommenden Monat hat das Gericht zunächst zwei Verhandlungstage am 8. und 9. Dezember angesetzt.

DPA
 
 
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