Kachelmann & Co. machen Sonne und Stürme zur Show. Doch wer es genauer wissen will, wird im Internet besser informiert und manchmal auch telefonisch. Ein Überblick aus aktuellem Anlass.

Dieser Sommer in Deutschland steckt voller Überraschungen© Wolfgang Kumm/DPA
Es gibt Menschen, die gucken morgens aus dem Fenster, um sich übers Wetter zu informieren. Man erkennt sie daran, dass sie abends unbeschirmt klatschnass nach Hause kommen. Andere lauschen beim Zähneputzen mit einem Ohr der Vorhersage im Radio. Die deckt oft gleich ein ganzes Bundesland ab und ist daher meist unpräzise. Die Wetter-Entertainer im Fernsehen können zwar mit animierten Wolkenbildern und Wetterflügen protzen - aber echte Information wird von dieser Effekthascherei oft ähnlich verdrängt wie von misslungenen Gags. Und die Wetterkarte in der Tageszeitung ist schon veraltet, während sie gedruckt wird. Wo also gibt's vernünftige Prognosen?
Die besten Informationen finden sich im Internet - auf zahllosen Websites mit Wetterdaten in jeder Rezeptur: roh in Expertenqualität als Satellitenbild, Infrarotkarte der Temperaturverteilung oder als Radarbild der Regenverteilung. Verständlich angerichtet in bewegten Übersichtskarten oder als Fast-Food-Wetter mit bunten Symbolen ohne meteorologische Ballaststoffe. Segler, Golfer, Wanderer oder Radfahrer werden durch spezielle Vorhersagen bestens bedient. Auch unterwegs, zum Beispiel am Urlaubsort, sind diese Informationen zugänglich: per Handy, Telefon oder Fax. Der stern hat die wichtigsten Wetterdienste gesichtet. Fazit: Mit ein bisschen Engagement kann sich jeder aus der Fülle der Informationen seinen eigenen Wetterbericht zusammenstellen - und der ist dann genauer und aussagekräftiger als das meiste, was die Wetter-Unterhalter in den Massenmedien zu bieten haben.
Dirk Liedtke
Mitarbeit: Mascha Jacoby, Birte Schiffhauer