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15. Dezember 2010, 19:50 Uhr

Bus kracht in Wohnhaus - zwei Tote

Auf eisglatter Straße ist ein Linienbus im Spessart mit voller Wucht in ein Wohnhaus gekracht. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, neun weitere erlitten einen Schock.

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Der verunglückte Linienbus steckt in einer Hauswand fest© DPA

Da gab es kein Halten mehr: Bei Glätte ist ein Linienbus im Spessart am Mittwoch mit Wucht in ein Wohnhaus gekracht. Zwei Menschen kamen ums Leben. Neun weitere erlitten einen Schock. Der Bus war im unterfränkischen Miltenberg bei Schnee und Eis von der Straße abgekommen.

"Der Bus ist auf der abschüssigen, schnee- und eisglatten Straße nicht einer leichten Linkskurve gefolgt, sondern geradeaus gerutscht", erklärte der Würzburger Polizeisprecher Peter Rettinger. Dann sei er an einem zweistöckigen Haus vorbeigedonnert und habe dessen Balkone abgerissen. Keine 20 Meter von der Straße entfernt sei der Bus schließlich erst in dem Mehrfamilienhaus zum Halten gekommen. Der Aufprall war so stark, dass das Fahrzeug bis zur Hinterachse durch die Mauer im Erdgeschoss verschwand.

Ein Fahrgast war sofort tot. Der Busfahrer erlag wenig später seinen Verletzungen. Acht Bewohner aus dem völlig zerstörten Wohnhaus und dem benachbarten Anwesen erlitten einen Schock. Auch eine Autofahrerin musste wegen eines Schocks behandelt werden. Sie war dem Bus auf der Straße entgegenkommen, hatte aber noch ausweichen können.

Weil die Einsatzkräfte unter und im Bus weitere Opfer vermuteten, rückte am Abend ein Kran an, um das Wrack aus dem Wohnhaus zu ziehen. "Der Bus steht bis kurz vor der Hinterachse in dem Anwesen", sagte Rettinger. "Das ist ein ganz normaler Linienbus" - gut 12 Meter lang, etwa 40 Sitze. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei saßen in dem Bus nur der Fahrer und ein Fahrgast. Das sei aber noch nicht sicher. "Es ist nicht auszuschließen, dass noch jemand unter den Trümmern liegt."

Miltenbergs Bürgermeister Joachim Bieber (CSU) zeigte sich erschüttert. "Der Bus steckt völlig in dem Wohnhaus drin", sagte er kurz nach dem Unfall gegen 17 Uhr. "So etwas habe ich noch nie gesehen. Das ist schrecklich."

zen/DPA
 
 
 
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