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20. April 2011, 09:44 Uhr

Alkoholfahne soll den Motor blockieren

Alkoholsünder könnten künftig ihren Führerschein früher wiederbekommen - wenn sie sich ein sogenanntes Alkolock ins Auto einbauen lassen. Dabei handelt es sich um eine Wegfahrsperre, die sich bei einer Fahne des Fahrers aktiviert.

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Bitte pusten: Das Alkolock setzt die Zündung außer Kraft, wenn der Fahrer unter Alkoholeinfluss steht© Herbert Pfarrhofer/DPA

Wer nach dem Kneipenbesuch in seinen Wagen einsteigt, könnte demnächst vom eigenen Auto am Fahren gehindert werden: In den Koalitionsfraktionen von Union und FDP gibt es Überlegungen für die Einführung sogenannter Alkolocks - elektronischer Wegfahrsperren, die von einer Alkoholfahne des Fahrers aktiviert werden.

Die Fraktionen fordern nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" in einem gemeinsamen Antrag Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) auf, den Einsatz der Geräte zu prüfen. Alkoholsünder sollen die Geräte demnach freiwillig einbauen lassen - und dafür den Führerschein früher wiederbekommen.

Zur Belohnung Punkte weg?

Schwarz-Gelb will dem Bericht zufolge damit Fahrer zur Vernunft bringen, die wegen Trunkenheit am Steuer wiederholt aufgefallen sind. Es werde überlegt, die Zeit des Führerscheinentzugs zu verkürzen oder Punkte in Flensburg zügiger abzubauen, wenn sich Autofahrer ein solches Gerät in ihren Wagen einbauen lassen, sagte der FDP-Verkehrsexperte Oliver Luksic der Zeitung.

Eine Sprecherin des Verkehrsministeriums sagte dem Blatt, man stehe dem freiwilligen Einsatz von Alkolocks aufgeschlossen gegenüber. Der ADAC äußerte sich ähnlich. Eine obligatorische Ausrüstung aller Kraftfahrzeuge oder eine Pflicht nur für bestimmte Personengruppen wie Berufskraftfahrer sieht man im Ramsauer-Ressort kritisch. Schließlich müsste dann jeder Kfz-Halter ein solches Gerät einbauen, auch wenn er gar kein Alkoholproblem habe.

Ohne Pusten springt Wagen nicht an

Die rund 1000 Euro teuren Geräte sehen einem Navigationsgerät ähnlich, verfügen allerdings über ein Mundstück. Der Motor funktioniert erst, wenn der Fahrer gepustet hat und als fahrtüchtig angesehen wird. Die Wegfahrsperren werden in anderen Ländern bereits erprobt oder eingesetzt.

fw/DPA
 
 
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