. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
25. Dezember 2009, 08:30 Uhr

Verwirrte Frau fällt Papst Benedikt an

Schrecksekunde im Petersdom: Beim Einzug zur Christmette hat eine Frau den Papst angegriffen und zu Fall gebracht. Benedikt blieb unverletzt. Die Frau hatte schon einmal versucht, zu ihm vorzudringen.

Papst Benedikt, Weihnachtsmesse, Rom, Angriff, Angegriffen

Angriff auf den Papst: Das Bild aus einem Amateurvideo zeigt, wie die Frau über die Absprerrung springt© AP

Papst Benedikt XVI. ist vor der traditionellen Christmette am Heiligen Abend im Petersdom von einer offenbar geistig verwirrten Frau angegriffen worden. Das Oberhaupt der katholischen Kirche stürzte in dem Getümmel zu Boden, blieb aber unverletzt, wie Vatikansprecher Ciro Benedettini am Donnerstagabend mitteilte. Leibwächter konnten die Frau überwältigen.

Der Fernsehsender Sky News brachte später Videoaufnahmen eines Gläubigen von dem Zwischenfall. Sie zeigen, wie eine Frau mit roter Kapuzenjacke die Absperrung zum Mittelgang überspringt und auf den Papst zustürzt. Trotz der raschen Reaktion eines Sicherheitsbeamten bekommt sie den Papst am Kragen zu fassen und zieht ihn zu sich. Benedikt stürzt zu Boden. Er verliert seine Mitra und seinen Bischofsstab, kann sich mit Unterstützung jedoch rasch wieder aufrichten und die Prozession zum Altar fortsetzen.

Obwohl er mehrere Meter entfernt war, stürzte auch der prominente französische Kardinal Roger Etchegaray. Nach Angaben von Vatikansprecher Federico Lombardi brach sich der 87-Jährige ein Bein und musste ins Krankenhaus.

Nicht der erste Angriffsversuch der Frau

Die offenbar geistig verwirrte Frau wurde von der Vatikan-Polizei festgenommen und verhört. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, sagte sie aus, sie habe den Papst lediglich umarmen wollen. Laut Vatikansprecher Lombardi hatte die Frau bereits vor einem Jahr vergeblich versucht, während der Christmette die Absperrungen zu durchbrechen, um zum Papst zu gelangen. Die Sicherheitsbeamten betrachteten die Episode damals als unerheblich. Es geschieht öfters, dass Gläubige während der Messen und Auftritte versuchen, Sperren zu überwinden, um sich Benedikt nähern zu können.

Nach dem Angriff begleiteten Personenschützer den Papst zum Altar. Der 82-Jährige wirkte erschüttert und musste sich bei Gehilfen abstützen. Benedikt erwähnte den Zwischenfall zu Beginn seiner Messe aber nicht. Er eröffnete sie mit den traditionellen Worten "Pax vobis" ("Friede sei mit Euch").

"Nur die Waffen der Wahrheit und der Liebe benutzen"

In seiner Predigt rief Benedikt die Menschen dazu auf, den Egoismus zu überwinden und Gott höchste Priorität einzuräumen. "Der Streit in der Welt, die Unversöhnlichkeit miteinander rührt daher, dass wir eingeschlossen sind in die eigenen Interessen und Meinungen", erklärte er im dicht besetzten Petersdom. Der Mensch könne Gott ähnlich werden, aber nur, wenn er Demut und so die wahre Größe lerne. Es gehe darum, der Gewalt zu entsagen "und nur die Waffen der Wahrheit und der Liebe zu benutzen", fügte Benedikt an.

Die meisten Menschen wohnten aber weit weg von Jesus Christus, dem Menschgewordenen, beklagte der Papst. "Wir leben in Philosophien, in Geschäften und Arbeiten, die uns ganz ausfüllen und von denen aus der Weg zur Krippe weit ist", erläuterte er. In der Liste der Prioritäten stehe Gott also häufig so ziemlich an letzter Stelle, obwohl doch das Evangelium sage, dass er höchsten Vorrang habe: "Wenn irgendetwas in unserem Leben Eile ohne Aufschub verdient, dann doch allein die Sache Gottes." Das aber erscheine den meisten Menschen nicht vordringlich.

Auf dem Petersplatz vor der Basilika verfolgten Tausende Menschen die Weihnachtsmesse zur Geburt Jesu bei Regenwetter und starkem Scirocco-Wind auf Videoleinwänden. Zuvor wurde auf dem Petersplatz die traditionelle Krippe enthüllt. Die Messe zwei Stunden vor Mitternacht wurde von zahllosen TV- und Radio-Sendern weltweit meist live gezeigt. Sie war in diesem Jahr früher als sonst angesetzt. Der Grund war ausgerechnet mehr Ruhe: Der 82-jährige Papst sollte sich vor der Weihnachtsbotschaft und dem Segen "Urbi et Orbi" am Freitag noch etwas erholen können.

dre/APD/AFP/DPA/Reuters/
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
kruemelmonster (26.12.2009, 14:24 Uhr)
Verwirrt und angegriffen ???
Typisch für die Medien heutzutage, ich denke sie wollte ihn nur umarmen? Ist man deshalb gleich Verrückt? Ist so etwas schon ein Attentat?
jaja.. (25.12.2009, 15:36 Uhr)
@chrgue
Lieber chrgue, dann überlegen Sie doch mal scharf was könnte jaja.. noch heißen? Gar nicht so schwer. Vielleicht können Sie für Ihre Uninformiertheit nichts, jedoch für den mangelden Willen einfach zu googeln und ein bischen zu recherchieren. Alleine was ich aus der 'normalen' Presse aufschnappe ist genug. Und da man davon ausgehen kann dass es nur die Spitze des Eisberges ist, sollte man von seiner Naivität Abschied nehmen. Vor zwei, drei Jahren war ein Bankenskandal in der Presse von 11 italennischen Banken, die in Waffengeschäfte verwickelt waren von denen 9 dem Vatikan gehörten. Eine der katholischen Kirche nahestehende Bank hat dieses Jahr in Deutschland nach einem kurzen Presseaufschrei die Aktien der Firmen, die an der Herstellung von Waffen oder Kondomen (das ist allerdings schon lächerlich) beteiligt waren, gleich wieder zurückgezogen und korrigiert. Das sowas mal an die Presse kommt ist nur Zufall sonst nichts. Und jetzt habe ich noch nicht mal recherchiert.
(und das mit dem jaja nehmen Sie bitte nicht persönlich es war nicht an Sie gerichtet ausser sie fühlen sich angesprochen)
Sternchen2020 (25.12.2009, 12:21 Uhr)
Kirche im Dorf lassen,
denn der Papst ist durch das entstandene Gemenge gestürzt, nicht durch die Berührung durch die Frau an sich. Die Berichterstattung macht ein Attentat daraus. das war es sicher nicht. nicht. Und ob die Frau tatsächlich verwirrt war, muss ich auch noch zeigen.

Ich tippe auf die Überreaktion der Bodyguides darauf, dass eine ansonsten harmlose Person einmal den Papst berühren wollte. Diese Überreaktion hat dann die ganze Hektik mit dem Sturz erst ausgelöst. .

Aber klar, für eine Schlagzeile reicht das in einer ansonsten Info-armen zeit allemal aus.
Bebuquin (25.12.2009, 11:46 Uhr)
An der Planung sollten...
... einige in Italien aber noch arbeiten. Die Intentionen sind soweit ja schon ganz gut. Aber die Durchführung...
chrgue (25.12.2009, 11:04 Uhr)
@jaja
Lieber jaja, was bedeutet dieser Name eigentlich? Ist mir allerdings sowas von egal...

Woher wissen Sie denn diese ganzen Dinge ("auch die Kirche investiert in Aktien von Waffengeschäften...")

Und weshalb erdreisten Sie sich über einen Artikel, der Ihnen eben nicht gefallen hat? ("Als Jesus den Kopf verlor") Lassen Sie ihn einfach unkommentiert. Möglicherweise gefällt er ja anderen...

Ich habe mich lediglich darüber geärgert, dass auf die Papst-Attacke von zwei Usern unsäglich und unsachlich reagiert wurde, schlichtweg am Thema vorbei.

Worüber Sie sich bei mir aufregen, ist mir allerdings schlichtweg schleierhaft.

Omom (25.12.2009, 10:19 Uhr)
KORREKTUR:
Mein Kommentar bezieht sich natürlich auf
mramorak (25.12.2009, 09:49 Uhr)
Omom (25.12.2009, 10:15 Uhr)
Obermafioso Berluconi
Anmerkung zu chrgue (25.12.2009, 09:17 Uhr):
Sie möchten wohl den Obermafioso Berlusconi zum Opfer der "Linken" hochstilisieren. Vergessen Sie´s!
In der Pose der verfolgten Unschuld vom Lande kommt Berlusconi äußest schlecht rüber!
jaja.. (25.12.2009, 09:51 Uhr)
@chrgue
Lieber chrgue, was bedeutet dieser Name eigentlich? Das was die Schreiberlinge sagen wollen ist doch klar. Wenn interessiert eigentlich der Papst. Die Kirche investiert auch in Aktien von Waffengeschäften. Die Kirche ist ein Konzern und er Papst ihre Gallionsfigur.
Christilich hin oder her wir sind im Krieg. Es geht um die Abendländische Kultur. A propos Abendländische Kultur. Der Artikel "Als Jesus den Kopf verlor" hat genauso wenig mit Weihnachten zu tun. Ich habe für meine Nichte auch gleich so einen Hobby-Autor aus Marzipan nachgebastelt, es hat ihr gut geschmeckt. Aber ich belästige doch nicht die ganze Leserschaft mit so einem Mist (Online Hauptartikel zum 24., gute Nacht). Noch dazu setzt er sich nicht wirklich mit der Realität auseinander. Dieses Blatt sollte keine Soap-Opera werden, sondern etwas Ernsthaftes, Reales. Keine rosarot getünchte MickyMouseShow. Deshalb finden immer mehr reißerische Schlagzeilen in den Printmedien Einzug und in den Nachrichten ist schon lange dieser senstionsgeile überdramatisierte und affektierte (eher von Affe) Berichterstattungston salonfähig geworden. - Das will man damit sagen, hat aber keine Lust mehr es auch noch jedem erklären zu müssen.
mramorak (25.12.2009, 09:49 Uhr)
Schnelles Urteil
Der 2. Überfall auf einen konservatieven Mann in Italien und immer war das Urteil der liken Medien zur Stelle: Verwirt. Ja, aber das sind die linken Medien-Richter. Denn nur Verwirte können so schnell "denken"!
chrgue (25.12.2009, 09:17 Uhr)
Liebe Mituser
Was soll denn dieses dumme Geschreibse? Was ihr hier von euch gebt, hat mit dem Artikel aber rein gar nichts zu tun, zeugt dennoch von geistiger Unterbelichtung.
MEHR ZUM ARTIKEL
Urlaubsunfall Papst Benedikt bricht sich Handgelenk

Seinen Sommerurlaub im norditalienischen Aosta-Tal hat sich der Papst sicherlich anders vorgestellt: Benedikt XVI. ist am frühen Morgen in seinem Ferienhaus ausgerutscht und hingefallen. Vorsorglich wurde das Oberhaupt der katholischen Kirche in ein nahes Krankenhaus gebracht. mehr...

Archäologie-Fund Papst lässt Paulus-Grab öffnen

Archäologische Sensation in Rom: Das Paulus-Grab in Rom enthält offenbar tatsächlich die Knochen des Apostels. Sein Sarkophag soll nun unter dem Altar der römischen Basilika geöffnet werden. Papst Benedikt XVI., der den Fund sichtlich bewegt verkündete, ist von der Echtheit der Knochen überzeugt. mehr...

Priesterweihe Piusbrüder trotzen dem Papst

Machtprobe mit dem Vatikan: Gegen den Widerstand des Papstes und der deutschen Amtskirche hat die erzkonservative Piusbruderschaft im bayerischen Zaitzkofen drei Priester geweiht. Deutsche Bischöfe sehen darin einen "Affront gegen die Einheit der Kirche". mehr...

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe