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Fahrdienstleiter machte zweiten fatalen Fehler

Das tragische Zugunglück von Bad Aibling kostete elf Menschen das Leben. Jetzt wurden mehr Details zur Katastrophe bekannt. Demnach machte der Fahrdienstleiter einen weiteren fatalen Fehler.

Bad Aibling

Bei dem Zugunglück von Bad Aibling rasten zwei Regionalzüge frontal ineinander

Das schwere Zugunglück in Bad Aibling mit elf Toten geht nach Angaben der bayerischen Landesregierung allein auf Fehler des zuständigen Fahrdienstleiters zurück. "Es war eine ganz besonders tragische Verkettung von gleich zwei Fehlleistungen", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) der "Bild"-Zeitung. Demnach gab der 39-jährige Fahrdienstleiter am 9. Februar die eingleisige Strecke für zwei Züge gleichzeitig frei.

Als er seinen Irrtum bemerkt habe, habe er einen Warn-Funkspruch an die beiden Lokführer schicken wollen, schreibt das Blatt weiter. Möglicherweise aus Aufregung habe er jedoch die falsche Taste gedrückt. Der Funkspruch sei an die Fahrdienstleiter in der näheren Umgebung gegangen, die sich daraufhin bei ihm gemeldet hätten. Anschließend habe der Fahrdienstleiter einen zweiten Funkspruch an die Lokführer geschickt. Doch diese Warnung erreichte sie zu spät.

Unglück von Bad Aibling hätte vielleicht verhindert werden können

"Wäre der erste Funkspruch bei den Lokführern angekommen, hätte das Unglück womöglich noch verhindert werden können", sagte Herrmann. Technische Defekte als mögliche Ursache konnten dem Innenminister zufolge komplett ausgeschlossen werden. Laut Herrmann läuft es auf eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen den verantwortlichen Fahrdienstleiter hinaus. Ihm drohten bis zu fünf Jahre Haft.

Bei dem schweren Unglück waren zwei Regionalzüge der Bayerischen Oberlandbahn frontal zusammengeprallt. Elf Menschen kamen ums Leben, 24 Menschen wurden schwer und 61 Menschen leicht verletzt.

jek/AFP
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