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Russische Rakete hinter Abschuss vermutet

Der Verdacht existiert schon seit dem Absturz, jetzt hat er sich erhärtet: Der Absturz des Fluges MH17 über der Ostukraine geschah mutmaßlich durch eine russische Buk-Rakete.

  Der Absturzort in der Ostukraine im vergangenen Jahr: Australische und niederländische Experten untersuchen das Wrack der Passagiermaschine MH17

Der Absturzort in der Ostukraine im vergangenen Jahr: Australische und niederländische Experten untersuchen das Wrack der Passagiermaschine MH17

Nach dem Absturz der Passagiermaschine von Malaysia Airlines in der Ostukraine am 17. Juli kam gleich der Verdacht auf, dass die Boeing mit einer Boden-Luft-Rakete vom Typ Buk abgeschossen wurde. Dieser Verdacht hat sich durch den vorläufigen Zwischenbericht der Ermittler vom Dienstag erhärtet.

Das Mitte Juli über der umkämpften Ostukraine abgestürzte Passagierflugzeug war einem vorläufigen Ermittlungsbericht zufolge von "Objekten" durchsiebt und ist während des Fluges in mehrere Teile zerborsten. Das gab die niederländische Flugsicherheitsbehörde in Den Haag bekannt. Die Maschine war mit 298 Menschen an Bord über dem Konfliktgebiet abgeschossen worden. Buk-Raketen, die das Flugzeug mutmaßlich zerstörten, explodieren unmittelbar vor Erreichen ihres Ziels und treffen dieses dann mit Splittern. Dies unterscheidet sie etwa von Raketen, die von Flugzeugen aus abgefeuert werden.

Die mobilen Buk-Systeme russischer Bauart werden auf Militärfahrzeugen installiert und sind darauf ausgerichtet, etwa Flugzeuge, Helikopter oder andere Raketen zu zerstören. Die Buk-Raketen mit einem Gewicht von 700 Kilogramm werden von der Nato auch als SA-11 Gadfly bezeichnet.

Auch die Flughöhe erhärtet den Verdacht

Grund für den Verdacht, dass die Maschine MH17 von einer Buk-Rakete zerstört wurde, ist neben der Funktionsweise auch die Reichweite der russischen Flugkörper: Sie können Ziele bis zu einer Höhe von 25 Kilometern treffen, die Malaysia-Airlines-Maschine mit 298 Insassen an Bord befand sich auf einer Reiseflughöhe von etwa zehn Kilometern.

Diese Höhe könne nicht mit einfacheren Raketen erreicht werden, die der Schütze auf seine Schulter lege und abfeuere, sagte der US-Verteidigungsexperte Edward Hunt von IHS Jane's. Mit solchen Raketen seien zuletzt andere ukrainische Militärfluggeräte von den Separatisten abgeschossen worden, die jedoch auf geringerer Höhe als die Boeing der Malaysia Airlines unterwegs waren.

and/AFP/AFP
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