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Staatsanwalt ermittelt gegen Busunternehmer

Bei der Suche nach den Schuldigen für das Busunglück in Süditalien ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen drei Verdächtige. Neben dem Busunternehmer sind Mitarbeiter der Autobahngesellschaft im Fokus.

  Hätte die Leitplanke auf der Brücke dem Aufprall nicht standhalten müssen? Diese Frage stellen sich die Ermittler nach dem Bunsunglück bei Neapel.

Hätte die Leitplanke auf der Brücke dem Aufprall nicht standhalten müssen? Diese Frage stellen sich die Ermittler nach dem Bunsunglück bei Neapel.

Nach dem verheerenden Busunglück mit 38 Toten in Süditalien ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen drei Verdächtige wegen fahrlässiger Tötung. Staatsanwalt Rosario Cantelmo untersuche, ob der Eigentümer des Busunternehmens, der zugleich der Bruder des bei dem Unfall getöteten Busfahrers ist, eine Mitschuld trage, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag unter Berufung auf Justizkreise. Außerdem werde gegen zwei Mitarbeiter der Autobahn-Gesellschaft Autostrade ermittelt.

Der Reisebus mit 48 Passagieren hatte am Sonntag auf einer Brückenstraße nahe Avellino mehrere Autos gerammt, bevor er die Seitenbegrenzung der Straße durchbrach und etwa 30 Meter in die Tiefe stürzte. 38 Menschen kamen ums Leben. Es handelte sich um eines der schwersten Busunglücke in Europa in den vergangenen Jahren.

Bus soll 800.000 Kilometer gelaufen sein

Der 1995 gebaute Reisebus hatte dem Bericht zufolge seit seiner Zulassung bereits mehr als 800.000 Kilometer zurückgelegt. Die Staatsanwaltschaft von Avellino prüfe daher, ob das Fahrzeug noch verkehrstüchtig war. Unmittelbar vor dem Unfall sollen sich mehrere Fahrzeugteile gelöst haben.

Eine Überlebende hatte nach Angaben ihres Onkels berichtet, unmittelbar vor dem Unfall sei ein Reifen des Busses geplatzt. Augenzeugen zufolge könnte der Bus auch Probleme mit den Bremsen gehabt haben. Laut Polizei fanden sich am Unfallort keine Bremsspuren des Busses.

Untersucht wird überdies, ob die Straßenbegrenzung am Unfallort den Anforderungen entsprach. Die aus Zement hergestellte Begrenzung erscheint wegen ihrer geringen Höhe wenig geeignet, große Fahrzeuge wie einen Reisebus vor einem Sturz in die Tiefe zu bewahren. Am Unglücksort hatten sich schon mehrfach schwere Unfälle ereignet.

tkr/DPA/AFP/DPA

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