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Copilot fliegt betrunken aus Cockpit

In Detroit ist der Start einer Passagiermaschine abgebrochen worden. Eigentlich sollte das Flugzeug Richtung Philadelphia abheben. Doch der Copilot saß betrunken im Cockpit. Wieso er es überhaupt bis dahin schaffte, ist unklar.

Eine Maschine der American Airlines

Weil der Copilot betrunken war, musste eine Maschine der American Airlines am Boden bleiben

Dass Passagiere an Bord zu Alkohol greifen, um etwa ihre Flugangst in den Griff zu kriegen, ist schon öfter vorgekommen. Doch von der Crew sollte man eigentlich erwarten können, dass sie nüchtern ist. Das gilt vor allem für die Piloten. Doch in den USA hat man einen Copiloten noch vor Start aus dem Cockpit geworfen, weil er betrunken war.

Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Samstag. Der 50-Jährige wurde noch am Flughafen festgenommen, nachdem er durch zwei Nüchternheitstest gefallen war. Wie CNN berichtete, ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von 0,8 Promille. Das doppelte des für den Piloten normalerweise zulässigen Höchstwert. Der Flug 736 American Airlines von Detroit nach Philadelphia wurde schließlich gestrichen. "Sicherheit ist unsere höchste Priorität und wir entschuldigen uns bei unseren Kunden für die Störung ihrer Reisepläne“, erklärte eine Sprecherin der Fluggesellschaft.

Copilot wankte durch die Sicherheitskontrolle

Der Copilot stritt zunächst ab, etwas getrunken zu haben. Später gab er laut "CBS News" jedoch zu, am Vorabend wenigstens einen Drink zu sich genommen zu haben. Wie der Mann es in seinem Zustand bis ins Cockpit schaffte, ist noch unklar. Einem Sicherheitsmitarbeiter soll er bereits zuvor bei der Sicherheitskontrolle aufgefallen sein. Er habe nach Alkohol gerochen und sei beim Gehen leicht gewankt. Daraufhin alarmierte er die Flughafenpolizei.

Die gerufenen Beamten fanden ihn schließlich schräg im Cockpit-Stuhl sitzend, wo er den Beamten erklärte, er habe Probleme mit dem Sitz. Der Pilot der Maschine habe sie daraufhin gebeten, den Copiloten mitzunehmen.

Die Fluggesellschaft will den Ermittlern jetzt helfen, den Fall zu untersuchen und aufzuklären. "Das ist eine ernste Angelegenheit und wir werden sie entsprechend behandeln. Die Sicherheit und die Betreuung unserer Kunden ist uns sehr wichtig", erklärte ein Sprecher der American Airlines gegenüber CNN.

jek
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