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D'r Zoch kütt – nicht! Auch Düsseldorf sagt Rosenmontagszug ab

Nach Mainz und Essen nun auch Düsseldorf: In der Jecken-Hochburg fällt der Rosenmontagszug wegen des stürmischen Wetters aus. In Köln soll er stattfinden - mit zahlreichen Einschränkungen.

Ein Karnevalswagen in einer Halle

Horst Seehofer wartet in einer Halle für Karnevalswagen auf seinen Einsatz: Die politischen Mottowagen sollen nach der Absage des Rosenmontagszuges in Düsseldorf vor dem Rathaus der Landeshauptstadt auffahren.

Tief "Ruzica" verdirbt nun auch den Düsseldorfern den Rosenmontagsumzug: Wegen des heftiger werdenden Sturms könne der Umzug in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt in diesem Jahr nicht stattfinden, teilte der Pressesprecher des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC), Hans-Peter Suchand, am Montagmorgen mit. Die zuständige Koordinierungsgruppe sei bei den Beratungen am frühen Morgen zu dem Ergebnis gekommen, dass der erwartete Sturm den Umzug nicht zulasse, sagte ein Sprecher. Eigentlich hätte der Düsseldorfer Umzug am späten Vormittag starten sollen.

Der Umzug solle aber nachgeholt werden, teilte das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) weiter mit. Eine Entscheidung über einen Termin will das CC "schnellstmöglich" bekanntgeben. Statt des ausgefallenen Zuges sollen am Vormittag die politischen Mottowagen vor dem Rathaus auffahren.


Die ersten Ausläufer von "Ruzica" hatten am frühen Morgen den Westen Nordrhein-Westfalens erreicht. Das Sicherheitskonzept des Düsseldorfer Rosenmontagszugs sah vor, dass der Zug ab Windstärke 8 abgesagt werden muss.

Rosenmontagszüge in Köln und Bonn finden statt

Am Sonntagabend waren bereits die Rosenmontagszüge in Karnevals- und Fastnachtshochburgen wie Mainz, Essen, Mülheim und weiteren Städten im Rheinland und Ruhrgebiet abgesagt worden. In Köln soll der Zug trotz des Sturmtiefs stattfinden. Es werde aber zahlreiche Einschränkungen geben, teilte das Festkomitee Kölner Karneval am Montagmorgen mit. "Die Prognosen weichen nicht von gestern ab", sagte Zugleiter Christoph Kuckelkorn. Deshalb bleibe es bei den bereits geplanten Veränderungen.

Zuvor hatten die Veranstalter bereits mitgeteilt, dass die sonst üblichen 500 Pferde nicht am Zug teilnehmen würden. Die Prunkwagen samt Figuren sollten aber wie geplant rollen. Nur Großfiguren in den Fußgruppen seien nicht zugelassen, ebenso wie Fahnen und Trageschilder.

Auch die Rosenmontagszüge in Bonn und Aachen finden den Veranstaltern zufolge trotz der Sturmwarnungen statt. "Wir fahren", bestätigte Axel Wolf, Zugleiter beim Festausschuss Bonner Karneval. Gegebenenfalls werde man höchstens auf den Einsatz von Reitpferden verzichten. Man rechne trotz des regnerischen Wetters mit etwa 200.000 Zuschauern. In Aachen wird es ebenfalls einen Rosenmontagszug geben, wie der Festausschuss Aachener Karneval bestätigte.

Kleiner Musikumzug in Mainzer Altstadt

In der Fastnachtshochburg Mainz planen einige Garden trotz der Absage des großen Rosenmontagszuges einen kleinen Musikumzug. Die "Mutter aller Garden" organisiere ab 13.11 Uhr zusammen mit anderen Garden einen Zug durch die Mainzer Altstadt, teilte der Ehren-Generalfeldmarschall der Mainzer Ranzengarde, Johannes Gerster, am Montagmorgen mit. Die "echten Idealisten der Määnzer Fassenacht" wollten trotz Sturmwarnung und Absage des Zuges auf ihre Weise Rosenmontag feiern.

Der Mainzer Rosenmontagszug wird möglicherweise nachgeholt. "Es schwebt so ein bisschen dieser Gedanke jetzt im Raum, ob wir vielleicht zum 200. Jubiläum von Rheinhessen irgendwann einen Umzug machen", sagte der Sprecher des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), Michael Bonewitz. Eine Entscheidung über einen Nachholtermin sei aber noch nicht gefallen.

mad/DPA/AFP
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