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Liberia setzt Quarantäne mit scharfer Munition durch

Liberias Regierung hat in der Hauptstadt Monrovia den Bezirk West Point abgeriegelt, um die Ebola-Ausbreitung einzudämmen Fliehende Einwohner wurden mit Waffengewalt aufgehalten.

Die Sicherheitskräfte in Liberia haben mit scharfer Munition und Tränengas die Einhaltung einer Ebola-Quarantäne in Monrovia durchgesetzt. "Sie haben nicht auf friedliche Bürger geschossen", sagte ein Militärsprecher am Mittwoch in der Hauptstadt. Dort war es zuvor zu Zusammenstößen im Bezirk West Point gekommen. Augenzeugen zufolge wurden vier Menschen verletzt, ein Junge hatte schwere Beinverletzungen. Es war zunächst unklar, ob die Opfer angeschossen wurden.

Patienten aus Quarantänestation ausgebrochen

West Point wurde Anwohnern zufolge am Mittwochmorgen ohne Vorwarnung abgeriegelt. Am Wochenende hatte dort eine aufgebrachte Menschenmenge 17 Patienten aus einer provisorischen Ebola-Quarantänestation herausgeholt.

Liberia ist von der Ebola-Epidemie in Westafrika am stärksten betroffen. Um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern, haben die Behörden Quarantäne-Zonen auch im Grenzgebiet zwischen Guinea, Liberia und Sierra Leone eingerichtet. In Nigeria sind ebenfalls Fälle aufgetreten. Die Zahl der Todesopfer insgesamt liegt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Mittwoch bei 1350.

stb/Reuters/Reuters

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