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Mütter schnupfen Heroin während ihre Babys auf der Rückbank sitzen

Die Polizei im US-Bundesstaat Florida hat unter der Woche zwei junge Mütter festgenommen, die eine Heroin-Überdosis erlitten hatten. Die beiden Frauen nahmen die Droge in einem geparkten Auto, in dem auch ihre Neugeborenen saßen.

Mit diesem Facebook-Post will das Boynton Beach Police Department verhindern, "dass so etwas wieder passiert"

Mit diesem Facebook-Post will das Boynton Beach Police Department verhindern, "dass so etwas wieder passiert"

"Wir teilen diese Geschichte in der Hoffnung, dass so etwas nicht wieder passiert und um Drogenabhängige dazu zu bewegen, sich Hilfe zu suchen", schreibt das Boynton Beach Police Department am Freitag auf seiner Facebook-Seite. Die Beamten aus dem US-Bundesstaat Florida berichten, dass am Donnerstag zwei junge Mütter, 27 und 28 Jahre alt, gemeinsam in einem geparkten Auto Heroin geschnupft haben während ihre neugeborenen Babys auf der Rückbank lagen. Die Kinder sind demnach erst einen und zwei Monate alt.

Eine der beiden habe nach dem Drogenkonsum Erscheinungen einer Überdosis gezeigt, woraufhin die andere den Notruf wählte, doch kurz darauf selbst zu krampfen begann. Glücklicherweise, so berichtet es die , war jedoch ein "guter Samariter" in der Nähe und beobachtete den Vorfall. Dieser habe dann den Hörer übernommen und mit der Notrufleitstelle telefoniert.

Mütter von Krankenhaus in Gefängnis verlegt

Als die Beamten vor Ort eintrafen, haben sie demnach die beiden ins Krankenhaus bringen lassen und sich der beiden Babys angenommen. Nach einigen Stunden auf der Polizeiwache, auch davon teilen die Beamten Bilder, seien die Neugeborenen dann letztlich an Familienangehörige übergeben worden. Die beiden jungen Frauen wurden nach ihrem Krankenhausaufenthalt ins Gefängnis überführt. Ihnen wird Kindesvernachlässigung vorgeworfen.

"Dies ist eine unfassbar tragische Situation und am Ende sind es diese beiden unschuldigen, wunderschönen Babys, die am meisten davon betroffen sind", schreiben die Beamten auf . "Wir hoffen, dass dies ein Weckruf für die beiden Mütter war und sie sich Hilfe suchen gegen ihre Drogensucht."

Die USA haben seit Jahren mit einer sich ausbreitenden -Epidemie zu kämpfen. Allein in New York City etwa sei die Zahl der tödlichen Überdosen durch Heroin und andere Opioide in den Jahren 2000 bis 2015 um 300 Prozent angestiegen, berichtet die "FAZ" unter Berufung auf die städtische Gesundheitsbehörde. Der "New York Times" zufolge starben im Jahr 2016 fast 60.000 Menschen in den USA an einer Drogenüberdosis.

fin

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