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Fünf Jahre nach dem Tsunami: Der langsame Wiederaufbau Japans

18.500 Menschen kamen beim Tsunami in Japan im März 2011 ums Leben. Satellitenbilder und Street-View-Aufnahmen von Google zeigen, dass der Weg zurück ein schwerer ist.

  Miyako wurde besonders heftig getroffen, wie die Satellitenbilder zeigen.

Miyako wurde besonders heftig getroffen, wie die Satellitenbilder zeigen.

Auf den Tag genau fünf Jahre ist es her, dass sich am 11. März 2011 um 14:46 Uhr Ortszeit vor der Sanriku-Küste der Region Tōhoku eine Überschiebung der Pazifischen Platte und der Nordamerikanischen Platte ereignete. Das löste ein Seebeben in 32 Kilometern Tiefe aus. Beim Hauptbeben wurde das Energie-Äquivalent von 780 Millionen Hiroshima-Bomben freigesetzt.

Satellitenbilder zeigen den Wiederaufbau

Die Folgen waren furchtbar. Allein in der Präfektur Miyagi starben 9.500 Menschen, in Iwate 4.700. Der vom Beben ausgelöste Tsunami prallte mit bis zu zehn Metern Höhe auf die Küste vor Sendai und Sanriku, wobei in einzelnen Gebieten noch viel höhere Wellen gemessen wurden.

Miyako wurde besonders heftig getroffen, wie auf den von Google bereitgestellten Satellitenbilder zu sehen ist. Die Wellen hatten hier eine Höhe von 37,9 Metern, wie eine Studie der Universität Tokio im Nachhinein ergab. Das Rückgrat der Wirtschaft der 55.000-Einwohner-Stadt war vor allem der Fischfang. 960 Boote ruhten normalerweise im Hafen, den Tsunami überlebten nur zwischen 30 und 60.

Miyako im Zeitraffer:

In der kleinen Minamisanriku wurden 95 Prozent der Stadt völlig zerstört, 1.200 Menschen wurden getötet. Nur nach und nach kann die Stadt wieder aufgebaut werden.

Minamisanriku im Zeitraffer:

Ähnlich erging es der Kleinstadt Rikuzentakata. 5.000 Haushalte wurden überflutet, das entspricht etwa 80 Prozent des Stadtgebiets. 1.500 Menschen wurden in der Stadt mit nicht einmal 20.000 Einwohnern getötet, 700 als vermisst gemeldet.

Die Gegend war berühmt für ihre Kiefern. 70.000 standen im Stadtgebiet, eine einzige überlebte den Tsunami. Sie galt als Symbol des Wiederaufbaus, starb aber 2012, weil ihre Wurzeln komplett mit Meerwasser bedeckt waren.

Rikuzentakata im Zeitraffer:

In Onagawa hate der Tsunami eine Höhe von 15 Metern, er reichte bis einen Kilometer ins Land hinein. Hier gab es 300 Tote und 1.000 Vermisste.

Onagawa im Zeitraffer:

Aufnahmen aus der Nähe zeigt das folgende Video von Google Street View, das den Wiedraufbauprozess in den Präfekten Ibaraki, Iwate, Fukushima und Miyagi begleitete. Die Bilder zeigen vor allem eines: Der Weg ist ein weiter.

gos
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