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Ein Toter nach Gasexplosion nahe BASF-Werksgelände

Bei Arbeiten an einer Gasleitung ist es in Ludwigshafen am Donnerstagmittag zu einer heftigen Explosion gekommen. Ein Bauarbeiter kam ums Leben, zehn weitere Menschen wurden verletzt.

  Nach einer Explosion in Ludwigshafen steigt eine meterhohe Stichflamme in den Himmel auf

Nach einer Explosion in Ludwigshafen steigt eine meterhohe Stichflamme in den Himmel auf

Eine gewaltige Explosion bei Arbeiten an einer Gasleitung in Ludwigshafen hat einen Bauarbeiter getötet, vier weitere sind schwer verletzt worden. Ein Wohnhaus in der Nähe der Unglücksstelle geriet in Brand, zahlreiche weitere Gebäude wurden beschädigt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Insgesamt wurden bei dem Unglück laut Polizei elf Menschen verletzt. Der Bautrupp hatte an einer Hochdruckgasleitung gearbeitet.

Die Wucht der Detonation in Ludwigshafen am Rhein war so gewaltig, dass noch in rund 100 Meter Entfernung Scheiben von Häusern und geparkten Autos platzten. Mehrere Fahrzeuge brannten völlig aus. An einer Häuserreihe in der Nähe fegte die Druckwelle Ziegel hinweg, Bäume blieben als verkohlte Stümpfe zurück. Die ungeheure Hitze ließ an Autos, die auf einem rund 150 Meter von der Explosion entfernten Parkplatz abgestellt waren, die Kunststoffteile schmelzen. Erst nach zweieinhalb Stunden hatte die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle.

Explosion unweit des BASF-Werksgeländes

Der Tote konnte wegen der großen Hitzeentwicklung auch mehrere Stunden nach der Detonation noch nicht geborgen werden. Die Polizei riegelte das Gebiet in einem Umkreis von 300 Metern ab. Der Unglücksort im Stadtteil Oppau liegt in der Nähe eines Werksgeländes des Chemiekonzerns BASF. Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Die Bauarbeiten an der Leitung wurden von der Kasseler Gastransport-Firma Gascade in Auftrag gegeben, einem Gemeinschaftsunternehmen der BASF und dem russischen Gazprom-Konzern. Geschäftsführer Christoph von dem Bussche sprach Familien und Freunden der Opfer sein Mitgefühl aus. "Die Rettungsmaßnahmen sind schnellstmöglich eingeleitet worden. Die Rettungskräfte haben schnell und umfassend gehandelt. Dafür danken wir ihnen vielmals", sagte von dem Bussche.

mod/ono/DPA/DPA
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