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Die Herren überschätzen leider die Länge ihres Gliedes

Achtung, keine Satire: Ein Gutachten klärt, warum es auf der Herrentoilette im Bremer Landtag so übel riecht. Das Ergebnis: Die Urinale funktionieren, aber den Männern geht wohl öfter mal ein Tröpfchen daneben.

  Nein, das ist nicht die Herrentoilette im Bremer Landtag. Glaubt man dem Gutachten ist es dort auch deutlich ekliger. Der Grund dafür sei ein "Männerproblem".

Nein, das ist nicht die Herrentoilette im Bremer Landtag. Glaubt man dem Gutachten ist es dort auch deutlich ekliger. Der Grund dafür sei ein "Männerproblem".

An dieser Stelle nehmen wir die große Überraschung vorweg: Nein, die Urinale sind nicht kaputt. Technisch ist alles in bester Ordnung. Und das wird nicht nur einfach behauptet, sondern durch ein hochoffizielles Gutachten des Bremer Landtages bestätigt. Aber warum stinkt es denn dann in der Herrentoilette im Haus der Bürgerschaft in Bremen ?

Was ist kaputt bei der Toilette?

Ein "übler Geruch" muss von den sanitären Anlagen ausgegangen sein. Und zwar ein solch fieser Gestank, dass ein offizielles Gutachten eingeholt werden musste. Kaputte Leitung, kaputtes Porzellan, defekte Wasserleitung - ja, bei so einer Toilette (offensichtlich eine Raketenwissenschaft!) kann ja auch echt eine Menge schief gehen. 

Nun liegt endlich das Ergebnis vor. Also nicht dem Landtag, der hat das Gutachten bereits 2012 erhalten - nein, endlich kann sich auch die Öffentlichkeit über den kriminalistischen Spürsinn der Bremer Politiker freuen. Denn sie haben mit wissenschaftlicher Unterstützung das Problem ausfindig machen können. Horst Monsees, Sprecher der Bürgerschaft, kann es sogar in einem Wort zusammenfasen: "Männerproblem".

Kleckern ohne Zielwasser

Denn technisch konnte dem Klo kein Vorwurf gemacht werden - nur den Benutzern halt. Laut "Bild-Zeitung" kleckern offenbar die Herren der Bürgerschaft, wenn sie zur Toilette gehen. Aber nicht nur sie, nein, auch Diplomaten und Besuchergruppen nutzen dieses stinkende Örtchen. Und die scheitern offenbar alle an dem gleichen Problem: "Die Länge des Gliedes und die Wurfweite bei der Blasenentleerung werden oft überschätzt. Dadurch wird der Abstand zu groß gewählt", zitiert der "Weser-Kurier" aus dem Gutachten. Reste und Tropfen würden sich rund ums Becken verteilen.

Ein Schritt nach vorn

Aber das Gute an solch einem Gutachten ist ja, dass es gleich noch eine Handlungsempfehlung gibt. In diesem Fall heißt da: "Man kann nur an die Benutzer appellieren, sich näher an das Urinalbecken zu stellen und so die Benetzung des unteren Randes und der Fläche vor den Urinalbecken zu vermeiden", schreibt der "Weser-Kurier". 

Was allerdings nicht bekannt wurde, sind die Kosten, die dieses Gutachten verursacht hat.

kg mit Agenur

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