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Mindestens fünf Menschen sterben im Gazastreifen

Erneut ist die Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern im Gazastreifen eskaliert. Militante Palästinenser eröffneten das Feuer, die Armee schoss zurück. Und traf vor allem Zivilisten.

  Nach den Gefechten begleiten bewaffnete Palästinenser einen Verletzten ins Krankenhaus

Nach den Gefechten begleiten bewaffnete Palästinenser einen Verletzten ins Krankenhaus

Bei einem israelischen Panzerangriff im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens 5 Menschen getötet und 26 verletzt worden. Zuvor hatten militante Palästinenser einen israelischen Panzerjeep auf Patrouillenfahrt am Grenzzaun beschossen, teilte das israelische Militär am Samstagabend mit. In dem zerstörten Fahrzeug seien vier Soldaten verletzt worden, zwei von ihnen schwer.

Verteidigungsminister Ehud Barak warnte, Israel werde eine weitere Eskalation der Gewalt nicht tolerieren. An dem schwer bewachten Grenzzaun waren in den vergangenen Wochen immer wieder Sprengstoffanschläge gegen die israelischen Truppen verübt worden.

Die israelische Armee erklärte zum jüngsten Vorfall, ihr Ziel sei eine "Einheit im Norden des Gazastreifens" gewesen, die "Raketen auf den Süden Israels abgefeuert" habe. Insgesamt seien 25 Raketen abgeschossen worden, ohne dass Menschen zu Schaden gekommen oder größere Sachschäden angerichtet worden seien.

Palästinenser schießen mit Kleinraketen zurück

Nach dem Einschlag der Rakete in den Panzerjeep hätten Panzer die Angreifer in Setun, einem Stadtteil im Osten von Gaza-Stadt, unter Feuer genommen, teilte die israelische Armee weiter mit. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza-Stadt kamen dabei 5 Zivilisten ums Leben, 26 seien verletzt worden.

Die meisten der Opfer seien von Granatsplittern getroffen worden, sagte der Sprecher Ashraf Al Kedra. Krankenwagen hätten wegen des intensiven Beschusses, bei dem auch schwere Maschinengewehre zum Einsatz gekommen seien, nicht zu den Verletzten gelangen können. Sie wurden nach Augenzeugenberichten mit Privatautos ins Krankenhaus gebracht.

Kurz darauf begannen militante Palästinenser, Israel mit selbst gebauten Kleinraketen zu beschießen. Die ersten Geschosse schlugen in unbewohntem Gebiet ein, von Opfern wurde zunächst nichts bekannt. Die israelischen Behörden hatten zuvor schon alle Bewohner in Grenznähe aufgerufen, sich nur noch in nächster Nähe zu Bunkern aufzuhalten. Zwischen dem Beginn eines Luftalarms und dem Einschlag einer Rakete liegen meist nur 15 Sekunden.

Berichte über einen israelischen Luftangriff im Süden des Gazastreifens bestätigten sich zunächst nicht. Dort waren bei einem Zwischenfall früher am Tage vier Palästinenser durch den Beschuss israelischer Panzer verletzt worden. Auch das Minarett einer Moschee sei zerstört worden.

kgi/AFP/DPA/DPA

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