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Pilot wollte offenbar mit Passagierflugzeug abstürzen

Kurz bevor Andreas Lubitz mit einer Germanwings-Maschine in den Alpen zerschellte, drohte offenbar ein italienischer Pilot mit einer ähnlichen Tat. Einem Medienbericht zufolge soll er den Absturz eines Flugzeugs mit 200 Menschen an Bord geplant haben.

Italien: Ein Pilot soll damit gedroht haben, ein Passagierflugzeug auf dem Weg von Rom nach Japan zum Absturz zu bringen

Ein Pilot soll damit gedroht haben, ein Passagierflugzeug auf dem Weg von Rom nach Japan zum Absturz zu bringen

Nur zwei Monate bevor Andreas Lubitz eine Germanwings-Maschine zum Absturz brachte und 149 Menschen mit in den Tod riss, drohte offenbar ein italienischer Pilot mit einer ähnlichen Tat. Wie die britische Zeitung "The Times" berichtet, soll der Mann seiner Frau nach einem Streit eine SMS geschickt haben, in der er ankündigt, im Falle der Trennung ein Passagierflugzeug zum Absturz zu bringen.

Dem Bericht zufolge soll der Pilot den erweiterten Suizid auf einem Flug von Rom nach Japan geplant haben. Nachdem die Ehefrau des Mannes die SMS mit der Drohung erhalten habe, soll sie sofort die Polizei verständigt haben. Nur wenige Minuten vor dem Start des Flugs habe die Polizei schließlich den Piloten abfangen können. 200 Passagiere sollen sich laut der "Times" an Bord des betroffenen Flugzeugs befunden haben.

Über ein Jahr geheim gehalten

Der Flug wurde aber offenbar trotzdem planmäßig durchgeführt. Unbemerkt von den Passagieren soll der Pilot durch einen Kollegen ersetzt worden sein.

Der Vorfall soll sich im Januar 2015 ereignet haben, sei aber bislang geheim gehalten worden, heißt es in dem Bericht weiter. Schon davor soll der Pilot seiner Frau mit Selbstmord gedroht haben, falls diese sich von ihm trennen würde. Als dies nicht funktionierte, habe der Mann schließlich mit einem Absturz der Passagiermaschine gedroht, so die "Times".

Der Pilot sei nach dem Vorfall vom Dienst suspendiert worden und soll sich in psychotherapeutischer Behandlung befinden.

Lubitz litt schon 2008 unter massiven psychischen Problemen

Der Fall erinnert an die Germanwings-Katastrophe. Am 24. März 2015 zerschellte ein Flugzeug der Fluggesellschaft auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den Alpen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 27-jährige Pilot Lubitz die Maschine absichtlich zum Absturz brachte. Wie erst vor wenigen Tagen bekannt wurde, litt Lubitz schon kurz nach Beginn seiner Ausbildung zum Piloten im Jahr 2008 unter massiven psychischen Beschwerden - darunter Schlafprobleme, Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn und Hörstörungen. Ärzte hätten dies als schwere depressive Episode eingestuft, berichtete die "Bild"-Zeitung.

ivi
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