Mobile Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere
Darstellung auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
HOME

Vier Deutsche sterben bei Lawinenunglück

Ein beliebtes Tourismusziel wird zur tödlichen Falle: Am Écrins-Massiv erfasst eine Lawine eine Gruppe von Alpinisten. Die Kletterer waren untereinander angeseilt. Sieben Menschen kommen ums Leben.

Drei Deutsche unter Opfern von Lawinenunglück in Frankreich

Ort der Katastrophe: Der Blick vom Col de Lautaret auf die Gletscher der Barre des Ecrins in den französischen Alpen

Bei einem Lawinenunglück in den französischen Alpen sind sieben Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sind zwei etwa 40 Jahre und ein etwa 50 Jahre alter Deutscher, wie der Staatsanwalt der Alpenstadt Gap, Raphaël Balland, sagte. Bei dem vierten toten Deutschen wurde das Alter zunächst nicht bekanntgegeben. Die drei anderen Toten seien Tschechen, sagte der Staatsanwalt. Als einzige aus der Gruppe überlebte eine deutsche Bergsteigerin das Unglück, sie wurde am Bein verletzt und musste operiert werden. Die Suche nach zunächst befürchteten weiteren Opfern stellten die Rettungskräfte am Dienstag ein, wie die Präfektur des Départements Hautes-Alpes mitteilte. 

Die Bergwacht hatte die Lawine gegen Mittag nahe des gut 4000 Meter hohen Gipfels Dôme de neige des Écrins entdeckt. Das Unglück ereignete sich nahe Pelvoux in dem Bergmassiv südöstlich von Grenoble. 

Suche mit Hubschraubern und Hundeführern

Die Rettungskräfte setzten laut Besnard sofort zwei Hubschrauber ein, ein dritter kam später hinzu. Neben Gendarmen machten sich auch Hundeführer und Ärzte auf den Weg zum Unglücksort. Zunächst war von fünf Toten und zwei Vermissten berichtet worden. 

Die Präfektur sprach von drei Seilschaften mit jeweils zwei oder drei Alpinisten, die in dem beliebten Gebiet unterwegs waren. Die Gruppe war gegen Mittag bei gutem - allerdings winterlichem - Wetter von der Lawine überrascht worden.

Als Ursache wurden Verwehungen nach ergiebigen Schneefällen am vergangenen Wochenende vermutet. Ein etwa ein Meter hohes Schneebrett löste demnach die rund 250 Meter lange Lawine aus. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve kündigte in Paris an, die Staatsanwaltschaft solle die Unglücksursache untersuchen. 

2015 bereits sechs Todesopfer in der Region

Die Region südöstlich von Grenoble ist bei Wintersporttouristen beliebt und wird von Alpinisten, Bergwanderern und Skifahrern intensiv genutzt. In diesem Jahr waren in der Region bei zwei Lawinenunglücken im Januar und im April bereits sechs Skifahrer ums Leben gekommen.

tim/DPA/AFP
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools