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Held von Fukushima stirbt an Krebs

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima widersetzte sich Masao Yoshida einer Order des Betreibers Tepco - und verhinderte so Schlimmeres. Jetzt starb der ehemalige AKW-Chef an Speiseröhrenkrebs.

  Durch seine Reaktionen auf die Reaktorkatastrophe von Fukushima erlangte Masao Yoshida schnell dasVertrauen von Premierminister Naoto Kan

Durch seine Reaktionen auf die Reaktorkatastrophe von Fukushima erlangte Masao Yoshida schnell dasVertrauen von Premierminister Naoto Kan

Masao Yoshida war zur Zeit der Reaktorkatastrophe in Fukushima Betriebsleiter in dem Atomkraftwerk. Jetzt starb er mit 58 Jahren an Speiseröhrenkrebs. Seine Erkrankung soll laut der Betreiberfirma Tepco nichts mit dem Super-GAU zu tun haben. Mit seinem beherzten Verhalten kurz nach der Katastrophe hat er möglicherweise Schlimmeres verhindert. Yoshida sperrte sich einen Tag nach dem GAU gegen eine Order von Tepco. Zur Kühlung der explodierten Reaktoren ließ er massiv Meerwasser in das Atomkraftwerk pumpen.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass in Fukushima die radioaktive Belastung innerhalb weniger Tage massiv angestiegen ist. Tepco teilte am Dienstag mit, dass die zulässigen Grenzwerte im Grundwasser um ein Vielfaches überschritten worden seien und das Wasser in den Pazifik abzufließen drohe. So sei am Montag ein 90-mal höherer Wert an Caesium-134 gemessen worden als am Freitag. Die Messgeräte hätten 9000 Becquerel pro Liter angezeigt. Damit sei der Grenzwert um das 150-Fache überschritten worden. Die Belastung des Wassers mit Caesium-137, das eine Halbwertszeit von 30 Jahren hat, sei am Montag 85-mal so hoch gewesen wie am Freitag.

Energiewirtschaft will AKWs wieder ans Netz anbinden

"Wir wissen nicht, was den Anstieg verursacht hat", sagte eine Tepco-Sprecherin. Die Untersuchungen dauerten an. Das Atomkraftwerk Fukushima war 2011 bei einem Erdbeben und einem anschließenden Tsunami zerstört worden.

Am Montag waren in Japan neue Sicherheitsbestimmungen für Atomkraftwerke in Kraft getreten. Zeitgleich beantragte die Stromwirtschaft die Wiederinbetriebnahme von zehn Reaktoren. Die Entscheidung dürfte binnen eines Jahres fallen, sagte Kenzo Oshia von der Regulierungsbehörde. Derzeit sind nur zwei der 50 japanischen Reaktoren am Netz.

Der Super-GAU in Fukushima war das schwerste Atomunglück seit Tschernobyl 1986.

ins/ono/Reuters/Reuters

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