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Polizei durchsucht Wohnung von mutmaßlichem IS-Kommandeur

Nahe Mainz hat die Polizei am Sonntag die Wohnungen zweier Männer überprüft, die verdächtigt werden, sich in Syrien an einer terroristischen Vereinigung beteiligt zu haben. Einer der beiden soll sich dem IS als Selbstmordattentäter angeboten haben.

Polizisten verlassen eine durchsuchte Wohnung - Sonntag Razzia in Mainz

Polizisten verlassen nach einer Razzia eine Wohnung in Hannover. Am Sonntag wurden in Mainz zwei weitere des Terrorismus verdächtigte Männer kontrolliert (Symbolbild)

In der Nähe von Mainz haben Ermittler bei einer Anti-Terror-Razzia die Wohnungen von zwei Männern durchsucht. Sie seien verdächtig, sich im syrischen Bürgerkrieg an einer ausländischen terroristischen Vereinigung beteiligt zu haben, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Sonntag. Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen lägen bisher nicht vor. Um welche Vereinigung es sich handele, müssten die Ermittlungen zeigen. Ob es Festnahmen gab oder die Ermittler Dinge sicherstellten, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Das gilt auch für die Nationalitäten der Verdächtigen. 

Zuerst hatte "Spiegel Online" über die Durchsuchungen berichtet. Demnach handelt es sich bei einem der Beschuldigten um einen mutmaßlichen ehemaligen Kommandeur der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Vor dem Mann warnten syrische Aktivisten im Internet, so das Nachrichtenportal. Demnach soll er sich einst als Selbstmordattentäter angedient haben. 

Razzia in Mainz zweiter Anti-Terror-Einsatz binnen einer Woche

Der 32-Jährige halte sich seit Herbst als Flüchtling in Deutschland auf. Auf Anfrage von Spiegel TV, die noch vor der Razzia stattfand, habe er bestritten, jemals beim IS gewesen zu sein. Dem Bericht zufolge fand der Polizeieinsatz am Sonntag in dem Dorf Sankt Johann im rheinhessischen Landkreis Mainz-Bingen statt. 

Bei dem Einsatz handelt es sich um die zweite Polizei-Aktion gegen mutmaßliche Dschihadisten binnen einer Woche. Bei einer Razzia am Donnerstag in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten Ermittler eine mutmaßliche islamische Terrorzelle zerschlagen. Vier IS-Anhänger sollen womöglich einen Anschlag in Berlin geplant haben. Ermittelt wird gegen vier Algerier im Alter zwischen 26 und 49 Jahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Es gab zwei Festnahmen.

Die Razzia am Sonntag in Rheinhessen bestätigte auch das Landeskriminalamt in Mainz, jedoch ohne weitere Details zu nennen.

mod/DPA
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