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13 Tote bei heftigem Unwetter in Moskau

Tiger tötet Tierpflegerin in britischem Zoo +++ Frau mischt ihrer Chefin jahrelang Abführmittel unter +++ Weißer Hai springt in Fischerboot +++ Facebook kritisiert Gesetz gegen Internethass +++ Die News des Tages im stern-Newsticker.

Unwetter Moskau

Das ist heftiger Regen: Moskau am Montag

Die aktuellsten Nachrichten für Sie im Überblick.

+++ 21:30 Uhr: 13 Tote bei heftigem Sturm in Moskau +++

Bei einem schweren Sturm sind in Moskau und Umgebung 13 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere wurden verletzt, hunderte Bäume entwurzelt, wie die Behörden mitteilten. Die Gesundheitsbehörden warnten, dass die Zahl der Toten noch steigen könne. Bürgermeister Sergej Sobjanin sagte laut der Nachrichtenagentur Interfax, 70 Menschen seien schwer verletzt worden. Er sprach von einer "beispiellosen" Tragödie. Dass es so viele Opfer gebe, sei darauf zurückzuführen, dass der Sturm am helllichten Tage gewütet habe. Die meisten der Todesopfer wurden offenbar von umstürzenden Bäumen und herumfliegenden Gegenständen getroffen. Das Unwetter führte auch zu Verspätungen an den Flughäfen der russischen Hauptstadt. Der Wetterdienst warnte überdies vor einem weiteren Sturm, der in der Nacht zum Dienstag über Moskau hinwegziehen könnte.

+++ 21.29 Uhr: Gluthitze lässt Munitionskiste explodieren +++

Vermutlich durch die große Hitze ist in Hennef an der Sieg (Nordrhein-Westfalen) unerlaubt gelagerte Weltkriegsmunition in die Luft geflogen. Verletzt wurde niemand. Die Explosion führte zu einem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr. Mehrere Häuser wurden geräumt, wie die Polizei berichtete. Die Einsatzkräfte waren am Nachmittag wegen eines Explosionsgeräuschs zu einem Haus gerufen worden. Als sie dort ankamen, gab es weitere Detonationen, eine Garage brannte vollständig ab. Weil weitere Explosionen nicht auszuschließen waren, musste sich die Feuerwehr sogar vorübergehend zurückziehen. Es stellte sich schließlich heraus, dass in einer großen Kiste Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg gelagert waren, die vermutlich durch die starke Hitze explodierten. Der 51-jährige Hausbewohner sagte, er habe die Munition auf einem Trödelmarkt erworben. Gegen ihn wird jetzt wegen Verstoßes gegen das Waffen- beziehungsweise Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt.

+++ 21.04 Uhr: Venezuela: Polizei stoppt Marsch in Gedenken an Protestopfer +++

Die in Venezuela hat einen Gedenkmarsch für die 60 Toten der jüngsten Proteste gegen die Regierung gestoppt. Die Beamten setzten Tränengas und Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein, die in der Hauptstadt Caracas zum Sitz des Ombudsmanns ziehen wollten. "Das ist kriminelles Verhalten", sagte der oppositionelle Abgeordnete Luis Florido. "Es war ein Überfall. Aber wir werden die Proteste fortsetzen und ausweiten, denn die Stunde des Wandels in Venezuela ist gekommen." Seit Anfang April gehen in Venezuela fast täglich Menschen auf die Straße, um gegen eine Aushöhlung der Demokratie unter dem sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro zu protestieren.

+++ 20.48 Uhr: AfD-Abgeordnete in Sachsen-Anhalt tritt aus Fraktion aus +++

Nach monatelangen internen Streitigkeiten verliert die AfD-Fraktion im Landtag von ihr erstes Mitglied. Die Abgeordnete Sarah Sauermann hat ihren Austritt erklärt. Sie wolle das Wahlprogramm der Partei weiterhin vertreten, heißt es in ihrem Schreiben. In der AfD-Fraktion sei eine konstruktive Arbeit im Sinne der Sache jedoch nicht möglich. Fraktionschef André Poggenburg sagte dazu, er sei per Mail informiert worden. "Daher gehe ich davon aus, dass Frau Sauermann austreten wird, aber ich begrüße es nicht."

+++ 20.15 Uhr: Tiger tötet Tierpflegerin im Zoo +++

In einem britischen Zoo wurde eine Tierpflegerin von einem getötet, wie die Polizei in der südostenglischen Grafschaft Cambridgeshire bekanntgab. Die Raubkatze hatte sich demnach mit der Pflegerin in einem Gehege des Zoos in Hamerton befunden. Die Pflegerin sei noch an Ort und Stelle gestorben. Der Tierpark war am späten Vormittag geräumt worden, die Polizei sprach zunächst nur von einem "ernsten Zwischenfall". Die Beamten rückten nach eigenen Angaben mit einem Rettungshubschrauber an. Für Besucher habe keine Gefahr bestanden. Es sei auch kein Tier ausgebrochen, teilte die Polizei mit. Auf dem 10 Hektar großen Zoogelände leben etwa 500 Tiere.

+++ 19.44 Uhr: Syrische Rebellen geben weiteren Stadtteil von Damaskus auf +++

Auf der Grundlage von zuvor ausgehandelten Sicherheitsgarantien haben die syrischen Aufständischen einen nördlichen Stadtteil von Damaskus aufgegeben. Der Gouverneur der syrischen Hauptstadt, Beschr Assaban, teilte mit, im Laufe des Tages hätten mehr als tausend Menschen den Stadtteil Barseh verlassen, darunter 455 bewaffnete Männer. Seit Beginn der Vereinbarungen über die Evakuierung Barsehs verließen rund 2300 Aufständische das Stadtviertel. Die Vereinbarungen zwischen den Aufständischen und der Regierung von Präsident Baschar al-Assad betreffen drei Stadtviertel. Bereits vor der Räumung von Barseh übernahmen die Regierungseinheiten wieder die Kontrolle über die Stadtviertel Kabun und Tischrin.

+++ 18.57 Uhr: Sechs russische Skilangläufer bleiben vorerst gesperrt +++

Der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne hält die Dopingsperre gegen sechs russische Skilangläufer vorerst bis Ende Oktober aufrecht. Wenn eine Kommission des Internationalen Olympischen Komitees IOC die Fälle bis dahin geklärt habe, entfalle die Sperre, urteilte das Gericht am Montag. Zu den Sportlern zählen Alexander Legkow, Goldmedaillengewinner über 50 Kilometer bei den Winterspielen in Sotschi 2014, und der dreifache Silbermedaillist Maxim Wyschelagin. Den sechs Athleten wurde nicht direkt Doping vorgeworfen. Ihre Urinproben könnten aber in Sotschi im Kontrolllabor manipuliert worden sein, ergab ein Bericht des Ermittlers Richard McLaren im Auftrag der Welt-Antidoping-Agentur WADA. Deshalb hatte das IOC im vergangenen Dezember Ermittlungen gegen die vier Läufer und zwei Läuferinnen begonnen. Der Ski-Weltverband FIS hatte sie vorläufig gesperrt. Dagegen hatten die Sportler in Lausanne geklagt.

+++ 18.15 Uhr: Tiger Woods wegen Alkohol am Steuer verhaftet +++

Tiger Woods

Polizeifoto von Tiger Woods nach seiner Verhaftung


Der einstige Superstar des Golf-Sports wurde in Jupiter Island in Florida kurzzeitig verhaftet. Grund: Er war offenbar alkoholisiert Auto gefahren, wie die der Sender "West Palm Beach" berichtet. war in den vergangenen Jahren immer wieder wegen privater und sportlicher Krisen aufgefallen.


+++ 17.34 Uhr: Umstands-Uniformen für schwangere Bundeswehr-Soldatinnen geplant +++

Schwangere Soldatinnen bei der Bundeswehr müssen derzeit zu ziviler Kleidung greifen, wenn die Uniform nicht mehr über den Babybauch passt. Nach dem Willen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) soll das ab dem kommenden Jahr anders werden: Dann sollen flächendeckend Umstands-Uniformen zur Verfügung stehen. Diese werden nun in einem "Trageversuch" getestet, wie die Bundeswehr mitteilte. Über 60 Freiwillige nehmen demnach an dem Test teil. Nach Angaben der Bundeswehr wurde von einem Projektteam "Umstandsmode in den Bekleidungsvarianten Dienstanzug und Feldbekleidung" entwickelt. Die Testerinnen sollen unter anderem "Passform" und "Tragekomfort" bewerten, ehe die Kleidung in größerer Stückzahl angeschafft wird. Den Angaben zufolge sind derzeit rund 400 der 20.000 Soldatinnen bei der Bundeswehr schwanger. Die Entscheidung der Ministerin für eine eigene Umstands-Uniform für Schwangere fiel demnach bereits Ende 2015.

+++ 16.56 Uhr: Halber Schweinekopf und Tierkadaver auf künftigem Moscheegelände in Erfurt entdeckt +++ 

Auf einem Grundstück, auf dem die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde in Erfurt den Bau einer Moschee plant, haben Unbekannte neun Holzspieße mit Tierkadavern gesteckt. Auf den bis zu 1,5 Meter hohen Spießen seien unter anderem ein halber Schweinekopf, Schweinepfoten und Innereien angebracht worden, teilte die Polizei in Erfurt mit. Das Schwein ist im Islam ein Tier, dessen Verzehr verboten ist. Nach Polizeiangaben führt der Staatsschutz der Kriminalpolizei die Ermittlungen. Gegen den Moscheebau im Erfurter Ortsteil Marbach hatte es bereits in der Vergangenheit Proteste gegeben. Moschee-Gegner hatten auf einem Nachbargrundstück große Holzkreuze errichtet.

+++ 16.40 Uhr: Tote Frau neben lebendem Neugeborenem in Auto entdeckt +++

In Weinböhla bei Dresden ist in einem Auto eine tote Frau mit ihrem lebendem Neugeborenen entdeckt worden. Passanten fanden die leblose Frau am vergangenen Mittwoch und alarmierten die Beamten, wie die Polizei in Dresden mitteilte. Mit im Wagen befand sich ein kleiner Junge, der umgehend in ein Krankenhaus gebracht wurde. Dem Baby geht es den Angaben zufolge gut.
Nach den bisherigen Erkenntnissen brachte die 38-jährige Frau das Kind allein in ihrem Auto zur Welt. Bei der Geburt sei es zu Komplikationen gekommen, an deren Folgen die Mutter starb. Dies ergab die Obduktion. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gibt es nach Polizeiangaben nicht.

+++ 16.15 Uhr: "Ernster Zwischenfall": Englischer Zoo wird evakuiert +++ 

Großeinsatz für die Rettungskräfte in Hamerton im Südosten Englands. Der Tierpark "Hamerton Zoo Park" musste wegen eines "ernsten Zwischenfalls" geräumt werden, berichtet unter anderem die Tageszeitung "The Sun". Was hinter der Evakuierung steckt, ist demnach zurzeit noch unklar. Berichte, wonach ein Tiger ausgebrochen sei, dementiert die Polizei.

Laut BBC sind Rettungshubschrauber und Polizei vor Ort, für die Öffentlichkeit soll keine Gefahr bestehen.

+++ 16.01 Uhr: Toter bei Wohnungsbrand in Ulm: 15-Jähriger in Haft +++

Wenige Tage nach der Entdeckung einer Leiche bei einem Wohnungsbrand in Ulm hat die Polizei einen Jugendlichen festgenommen. Der 15-Jährige stehe unter dem dringenden Tatverdacht, am Dienstagabend vergangener Woche einen 64 Jahre alten Mann in dessen Wohnung mit zahlreichen Messerstichen getötet zu haben. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Danach soll er das Feuer gelegt haben.

Fahnder seien dem Verdächtigen nach Zeugenhinweisen und umfangreichen Recherchen auf die Spur gekommen. Indizien und Spuren untermauerten den Verdacht. Zudem habe der am Samstag festgenommene Beschuldigte bei Vernehmungen die Messerstiche eingeräumt. Ein Richter erließ Haftbefehl. Im Zuge der Ermittlungen gelang es laut Polizei, dem 15-Jährigen weitere Straftaten nachzuweisen, darunter vor einer Woche eine Brandstiftung in einem Wohnhaus in Beimerstetten nördlich von Ulm.

+++ 15.54 Uhr: Facebook bedauert Posse um Herkules-Statue in Kassel +++

Facebook bedauert die Posse um den nackten Hintern der Kasseler Herkules-Statue. Das Unternehmen habe sich bei den Werbetreibenden aus Hessen entschuldigt und das Problem behoben, berichtete eine Agentur, die das soziale Netzwerk bei der Pressearbeit im deutschsprachigen Raum unterstützt. "Unsere Mitarbeiter sichten pro Woche Millionen von Werbebildern. In manchen Fällen liegen wir dann auch falsch. Dieser Fehler wurde behoben und Herkules kann sich nun auf Facebook wieder zeigen, wie er ist", sagte ein Sprecher. Die Tourismuswerber von "GrimmHeimat NordHessen" hatten dem Denkmal, das zum Weltkulturerbe gehört, für eine Fotostrecke mit einem Bildbearbeitungsprogramm eine Badehose angezogen, nachdem Facebook eine Rückenansicht der Statue als "anstößigen Inhalt"
gesperrt hatte.


+++ 14.30 Uhr: Macron empfängt Putin zu Gesprächen im Schloss von Versailles +++

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Schloss von Versailles zu einem ersten Treffen empfangen. Auf dem Programm standen unter anderem Gespräche über den Anti-Terror-Kampf und die Konflikte in Syrien und in der Ukraine. Macron hatte im Vorfeld einen "anspruchsvollen Dialog" ohne "Zugeständnisse" angekündigt.

+++ 14.19 Uhr: Zehn Monate nach Putschversuch in Türkei 50.000 Verdächtige in U-Haft +++

Im Zusammenhang mit dem Putschversuch in der Türkei sitzen inzwischen mehr als 50.000 Verdächtige wegen angeblicher Verbindungen zur Gülen-Bewegung in Untersuchungshaft. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete unter Berufung auf das Justizministerium, unter diesen 50.136 Untersuchungshäftlingen seien 8816 Polizisten, 6982 Soldaten (davon wiederum 167 Generäle), 2431 Richter und Staatsanwälte sowie 23 Provinzgouverneure. Nach 7112 Verdächtigen werde gefahndet. Die Regierung macht die Bewegung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch vom Juli vergangenen Jahres verantwortlich.

+++ 13.40 Uhr: Frau mischte Chefin Abführmittel ins Wasser - drei Jahre Haft +++

Weil sie ihrer Chefin jahrelang Abführmittel ins Wasser mischte, ist eine 55-jährige Frau in Tschechien zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Juristin, die in der staatlichen Verwaltung arbeitete, muss ihrer Vorgesetzten zudem eine Million Kronen (knapp 38.000 Euro) an Entschädigung zahlen. Das entschied ein Gericht in Prag der Agentur CTK zufolge.

Die Chefin hatte erstmals im Mai 2013 über unerklärliche gesundheitliche Probleme geklagt - Durchfall und Erbrechen, heftige Bauchschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Gliederschmerzen. Ärzte konnten sich keinen Reim darauf machen. Erst als auf Verdacht hin eine versteckte Kamera im Büro installiert wurde, kam die Tat ans Licht: Aufnahmen zeigten den Angaben zufolge, wie ihre Kollegin eine große Dosis Abführmittel ins Trinkglas mischte - und mit einem Kugelschreiber umrührte.

+++ 13.25 Uhr: Polizei nimmt bundesweit agierenden Cyberkriminellen hoch +++

Experten für Computerkriminalität der Polizei in Bielefeld haben einen bundesweit agierenden Interneterpresser hochgenommen. Der 24-jährige Informatiker aus Voerde am Niederrhein soll die Internetseiten namhafter deutscher Firmen lahmgelegt und Lösegeldzahlungen verlangt haben, wie die Staatsanwaltschaft Bielefeld mitteilte. Der Täter soll demnach unter dem Pseudonym "ZZB00t" über ein sogenanntes Botnetz - eine Vielzahl gekaperter Rechner unbeteiligter Menschen - die Internetseiten der Firmen angegriffen haben. Er verlangte im Gegenzug für einen Stopp der Angriffe Lösegeldzahlungen in Bitcoins, einer anonymen Onlinewährung.

+++ 13.11 Uhr: John Travolta verschenkt Boeing an Museum in Australien +++

Der amerikanische Filmstar John Travolta hat sein Flugzeug verschenkt. Er habe seine "geliebte" Boeing 707 einem Luftfahrtmuseum im australischen Albion Park, rund 140 Kilometer südlich von Sydney, vermacht, schrieb der Hobby-Pilot und Schauspieler auf seiner Website. Es sei ihm "eine große Freude", diese Ankündigung zu machen. Die Maschine sei ab 1964 für die australische Fluglinie Qantas im Einsatz gewesen und nach drei Jahrzehnten in Privatgebrauch übergeben worden. Fachkräfte der Gesellschaft zur Restaurierung historischer Flugzeuge in Albion Park müssten die Boeing nun für den Flug von den USA nach Australien fit machen. Er selbst hoffe, bei der Überführung an Bord sein zu können.

+++ 12.20 Uhr: Prozess gegen Schlecker-Ehefrau eingestellt +++

Im Prozess um die Pleite der Drogeriemarktkette Schlecker vor dem Landgericht Stuttgart ist das Strafverfahren gegen Christa Schlecker gegen Zahlung einer Geldauflage vorläufig eingestellt. Falls die Ehefrau des Unternehmensgründer Anton Schlecker 60.000 Euro bezahlt, drohe ihr keine Verurteilung mehr und sie gelte weiterhin als nicht vorbestraft, teilte ein Sprecher des Gerichts mit. Vergangene Woche waren bereits die Verfahren gegen zwei angeklagte Wirtschaftsprüfer ebenfalls gegen Zahlung von Geldauflagen eingestellt worden. Der Hauptangeklagte Anton Schlecker muss sich seit Anfang März vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, im Zuge der Insolvenz Vermögen beiseite geschafft zu haben. Der einstige Drogeriemarktkönig hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Angeklagt sind in Stuttgart nun auch noch die beiden Kinder der Schleckers.

+++ 11.56 Uhr: Getötetes Baby neben Strohballen entdeckt +++

Ein Jugendlicher hat in der Nähe eines Bauernhofs in Baden-Württemberg ein totes Baby gefunden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Ravensburg entdeckte er das kleine Mädchen am Samstagnachmittag neben mehreren Strohballen, die zwischen dem Hof bei Mengen im Kreis Sigmaringen und der daran vorbeiführenden Bundesstraße gelagert waren. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Säuglings feststellen.

Die Polizei geht davon aus, dass der Säugling im Bereich des Aussiedlerhofs - eventuell in einem Auto oder an dort liegenden Strohballen - geboren wurde. Eine blutverschmierte kurze Jeanshose vom Tatort dürfte demnach von der unbekannten Mutter stammen.
Die Ermittler suchen nun nach möglichen Zeugen. Wer in den vergangenen Tagen Verdächtiges im Bereich des Hofs festgestellt habe oder eine Frau kenne, die im Mai noch schwanger gewesen sei und nun kein Kind habe, werde gebeten, sich zu melden.

+++ 11.51 Uhr: Streit um größtenteils schwarzen Frauen vorbehaltenes Festival in Paris +++

Ein größtenteils schwarzen Frauen vorbehaltenes Festival hat in Paris für Streit gesorgt. Bürgermeisterin Anne Hidalgo forderte ein Verbot der Veranstaltung, die "für Weiße verboten" sei. Sie werde den Pariser Polizeipräfekten und möglicherweise auch die Justiz einschalten, schrieb die Sozialistin auf Twitter. Kritik kam auch von Anti-Rassismus-Verbänden. Die Veranstalter bezeichneten sich dagegen als Opfer einer von Rechtsextremen angestifteten Desinformationskampagne.

Den Organisatoren zufolge finden 80 Prozent der Veranstaltungen in einem "nicht gemischten", ausschließlich "schwarzen Frauen" vorbehaltenen Bereich statt. Es gibt auch einen Bereich für "schwarze Personen" - also schwarze Frauen und Männer - und einen Bereich, der "für alle offen" ist.

+++ 10.56 Uhr: Australischem Fischer springt großer Weißer Hai ins Boot +++

Den Schreck seines langjährigen Fischerlebens hat der 73-jährige Terry Selwood vor der Küste Australiens erlebt: Ein 2,70 Meter langer weißer Hai sprang in sein kleines Fischerboot und verletzte ihn schwer am Arm. Selwood verbrachte gerade einen ruhigen Tag an Bord in den Gewässern von Evans Head vor New South Wales, als er plötzlich einen Schatten über dem Boot bemerkte, wie er dem Sender Australian Broadcasting Corporation erzählte. Da traf ihn schon eine Brustflosse des Fischs - der Fischer wurde zu Boden geschleudert.

"Er kam geradewegs über den Motor geschossen und knallte aufs Deck", sagte Selwood, der nach eigenen Worten in nahezu 60 Jahren Fischerei so etwas noch nicht erlebt hatte. "Ich war auf allen Vieren und er starrte mich an und ich ihn und dann begann er herumzutanzen". Er habe sich nicht schnell genug in Sicherheit bringen können. "Ich habe große Mengen an Blut verloren, ich war wie betäubt, ich habe nicht kapiert, was passierte und dachte 'O mein Gott', ich muss hier raus." Selwoods Boot ist lediglich 4,50 Meter lang und 2,70 Meter breit. Dann sei es ihm gelungen, sich das Funkgerät zu schnappen und die Küstenwache zu alarmieren, die ihn aufnahm und versorgte. Ein Fachmann habe den Hai dann als einen großen Weißen Hai identifiziert.

+++ 10.44 Uhr: Durchsuchungen bei Berliner Polizisten im Fall Amri +++

Nach der mutmaßlichen Manipulation von Akten im Fall des Attentäters Anis Amri ist das Umfeld eines beschuldigten Berliner Beamten durchsucht worden. Seit Freitag seien zudem Wohnräume und Arbeitsplätze von mehreren seiner Kollegen des Landeskriminalamtes durchsucht worden, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Montag. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Beschlagnahmt wurden Handys, Laptops und Speichermedien. Die Kollegen des Beschuldigten gelten laut Staatsanwaltschaft als Zeugen.

+++ 9.19 Uhr: Polizei jagt entlaufenen Bullen mit Hubschrauber +++

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat einen entlaufenen Bullen mit Hilfe eines Hubschraubers gejagt. Das Rindvieh war von einem Bauernhof bei Kleve entwischt, wie die Polizei mitteilte. Um das Tier wegen einer nahen Bundesstraße möglichst schnell einzufangen, wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Nachdem der Bulle durch den Hubschrauber aus der Luft geortet worden war, konnte er am Boden von einem Tierarzt betäubt werden. Gegen halb fünf Uhr am Morgen war das Rind schließlich wieder in Sicherheit.

+++ 8.45 Uhr: Explosion in Mehrfamilienhaus verletzt sechs Menschen +++

Offenbar unsachgemäßer Umgang mit Gaskartuschen hat in einem Mehrfamilienhaus in Flensburg eine Explosion ausgelöst. Sechs Menschen wurden dabei verletzt und mussten in ein Krankenhaus gebracht werden, teilte die Polizei mit. Zwei von ihnen erlitten schwere Brandverletzungen. Die Explosion war so heftig, dass Fenster und Türen der Wohnung im ersten Stock herausgesprengt wurden. Herumfliegende Trümmerteile beschädigten vor dem Haus geparkte Autos.

+++ 8.19 Uhr: Facebook kritisiert Maas-Gesetz gegen Hass im Internet +++

Facebook hat den Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas zur Bekämpfung von Hassbotschaften im Internet kritisiert. Das Gesetz sei "ungeeignet", um Drohungen, Beleidigungen und Falschmeldungen zu bekämpfen, zitierte die "Wirtschaftswoche" aus einer Stellungnahme des sozialen Netzwerks. "Der Rechtsstaat darf die eigenen Versäumnisse und die Verantwortung nicht auf private Unternehmen abwälzen", heißt es darin.

Die Verhinderung und Bekämpfung von Hassbotschaften und sogenannten Fake News sei eine "öffentliche Aufgabe, der sich der Staat nicht entziehen darf", erklärte Facebook dem Bericht zufolge weiter. Mit dem vom Justizministerium erarbeiteten Gesetz sollen die sozialen Netzwerke dazu verpflichtet werden, offensichtlich rechtswidrige Inhalte aus ihren Angeboten zu löschen. Maas will seine Pläne noch vor der Sommerpause durch das Parlament bringen.

+++ 7.13 Uhr: Mindestens fünf Tote bei Massenpanik vor Stadion in Honduras +++

Bei einer Massenpanik vor dem Endspiel um die Fußballmeisterschaft von Honduras sind am Nationalstadion in Tegucigalpa mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 25 weitere wurden verletzt, wie die Behörden des mittelamerikanischen Landes mitteilten.

Zu der Massenpanik kam es, als die Veranstalter die Stadiontore öffneten und tausende Fußballfans zu den Tribünen strömten. Die Zeitung "La Prensa" berichtete von einem "Chaos" an den Zugängen und von Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Fans, nachdem zu viele Tickets verkauft worden seien.

Das Spiel zwischen Gastgeber Motagua und Honduras Progreso fand trotzdem statt. Motagua-Manager Eduardo Atala schrieb auf Twitter, die Sicherheitskräfte hätten empfohlen, dass Spiel nicht abzusetzen, weil das Stadion voll war. Motagua gewann das Spiel mit 3:0. 

+++ 6.11 Uhr: Weitere Festnahme nach Terroranschlag von Manchester +++

Ein 23-Jähriger ist im Zusammenhang mit dem Terroranschlag von Manchester festgenommen worden. Das teilte die Polizei in der nordenglischen Stadt über Twitter mit. Damit hat sich die Zahl der Verdächtigen in Gewahrsam der Polizei auf nunmehr 14 erhöht. 

+++ 3.03 Uhr: Nordkorea feuert erneut ballistische Rakete ab +++

Trotz mehrerer UN-Verbotsresolutionen und internationaler Appelle hat Nordkorea nach Angaben Südkoreas erneut eine ballistische Rakete getestet. Die Rakete sei nach dem Start an der Ostküste nahe Wonsan 450 Kilometer weit in Richtung offenes Meer geflogen, teilte der Generalstab der südkoreanischen Armee mit. Tokio verurteilte den Abschuss auf das Schärfste. Die Rakete stürzte demnach möglicherweise in die 200-Meilen-Zone vor seiner Küste ins Wasser.

+++ 0.23 Uhr: Mann tötet acht Menschen im US-Bundesstaat Mississippi +++

Ein Mann hat im US-Bundesstaat Mississippi laut Medienberichten acht Menschen getötet. Der 35-Jährige habe die Menschen am Samstagabend in zwei kleinen Dörfern erschossen, berichteten US-Medien am Sonntag. Unter den Opfern ist demnach auch ein stellvertretender Sheriff. Motiv des festgenommenen Täters soll ein Sorgerechtsstreit sein. Der Mann, der die Taten rund 100 Kilometer südlich der Stadt Jackson verübte, war den Berichten zufolge polizeibekannt. Er sei bereits mehrfach festgenommen worden, unter anderem wegen bewaffneten Raubs.

ivi/wue/AFP/DPA

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