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+++ Ticker +++

Mitten in Frankfurt: Menschenmenge hindert Retter an Wiederbelebung

Madsen bekennt sich Leichenschändung schuldig +++ Hurrikan "Irma" stärker als "Harvey" +++ Mieterin will keinen Kompromiss mit Stefan Raab +++ Dieb klaut 150 Tuben Zahnpasta +++ Die News des Tages im Ticker.

An der Konstablerwache in Frankfurt stehen Menschen und warten auf ihren Bus oder ihre Straßenbahn

Nahe der Bus- und Straßenbahn-Haltestelle Konstablerwache in Frankfurt hat eine Menschenmenge die Rettung eines 19-Jährigen behindert (Symbolbild)

Die News des Tages im Überblick. 

+++ 23.31 Uhr: AfD-Kandidatin Weidel verlässt ZDF-Wahlsendung +++

Die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel hat am Abend die ZDF-Wahlsendung "Wie geht's, Deutschland" im Streit vorzeitig verlassen. Konkreter Auslöser war die Forderung von CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer, sich vom Co-Spitzenkandidaten Alexander Gauland und dem Thüringer AfD-Landesvorsitzenden und Rechtsausleger Björn Höcke zu distanzieren. Gauland habe Höcke als Seele der AfD bezeichnet, sagt Scheuer. "Für mich ist er einfach ein Rechtsradikaler." Weidel verließ daraufhin wortlos ihren Platz am Stehpult der Gesprächsrunde mit insgesamt sieben Politikern. Unter Beifall und Johlen des Publikums verließ sie das Studio. "Gehen Sie jetzt?", fragte Moderatorin Marietta Slomka und erntete ein Nicken.

Anschließend attackierten Weidel und Gauland Slomka. Sie habe sich "als parteiisch und vollkommen unprofessionell geoutet", hieß es in einer am Abend verbreiteten Pressemitteilung. "Sie hat sich mit der frechen Intoleranz und der plumpen Argumentation von SPD und Grünen gemein gemacht. Das ist eines öffentlich-rechtlichen Senders nicht würdig." Sie fügten hinzu: "Frau Slomka sollte ihre persönlichen Animositäten nicht in den eigenen Sendungen ausleben. Ein weiterer Grund, die Zahlung des Rundfunkbeitrages zu verweigern."

+++ 22.12 Uhr: "Dreamer" stirbt bei Rettungsaktion in Houston +++

Ein freiwilliger Helfer, der bei den Rettungsarbeiten im überschwemmten Houston ums Leben gekommen ist, war in von der US-Regierung beendeten Schutzprogramm für Kinder illegaler Einwanderer. Der 31-jährige Alonso Guillen wurde als "Dreamer" identifiziert, wie der texanische Abgeordnete Joaquin Castro und Bürgerrechtsaktivisten erklärten. Die von dem Schutzprogramm Daca profitierenden jungen Menschen werden nach einem ursprünglich vorbereiteten Gesetzentwurf namens "Dream Act" als "Dreamer" ("Träumer") bezeichnet.

Guillens Leiche wurde am Wochenende geborgen. Der junge Mann ist das jüngste Opfer des Hurrikans "Harvey", der in Houston schwere Überschwemmungen verursacht hatte. Guillens Mutter lebt in Mexiko und wartet auf die Erlaubnis, legal in die USA einwandern zu dürfen, wie die "Washington Post" berichtet. Sie dürfe nun zur Beerdigung ihres Sohnes nach Texas reisen.

Guillen habe die Not Anderer über seine eigene Sicherheit gestellt und sei gestorben, während er versucht habe, andere zu retten, erklärte der demokratische Politiker Castro. Guillen wurde just an dem Tag als Einwanderer identifiziert, der den Schutz des Daca-Programms genossen hatte, an dem US-Präsident Donald Trump eben dieses Programm außer Kraft setzte.

+++ 21.18 Uhr: Razzia im Kölner Bordell Pascha +++

Im Kölner Bordell Pascha hat es am Abend eine große Razzia gegeben. Etwa 250 Einsatzkräfte seien am Ort im Stadtteil Neuehrenfeld, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zu den Hintergründen der Razzia äußerte er sich nicht. Das Pascha nennt sich selbst auf seiner Webseite "das größte Laufhaus Europas".

Am Montag hatte das Augsburger Landgericht den Gründer des Pascha wegen Steuerhinterziehung zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Bei diesem Urteil ging es allerdings nicht um das Kölner Bordell, sondern um einen Betrieb in München. 

+++ 21.01 Uhr: Start in EM-Qualifikation: U21 müht sich zu Pflichtsieg gegen Kosovo +++

Deutschlands U21-Fußballer sind mit einem mühsamen Heimsieg in die EM-Qualifikation gestartet. Die neu formierte Auswahl von Trainer Stefan Kuntz bezwang U21-Debütant Kosovo mit 1:0 (1:0). Der Bremer Maximilian Eggestein traf vor 5331 Zuschauern in Osnabrück im ersten Pflichtspiel der U21 nach dem EM-Triumph zum 1:0 (45. Minute). Es war der 15. deutsche Sieg in Serie in der EM-Qualifikation, in der das Team seit September 2010 unbezwungen ist. Weitere Gegner des DFB-Nachwuchses in der Qualifikation für die Endrunde 2019 sind Norwegen, Aserbaidschan, Irland und Israel.

+++ 20.34 Uhr: Kolumbiens mächtigste Drogenbande erwägt Kapitulation +++

Das mächtigste Verbrechersyndikat Kolumbiens sondiert die Bedingungen für eine Kapitulation. Der Chef des Golf-Clans habe angeboten, sich mit seinen Männern der Justiz zu stellen, sagte Präsident Juan Manuel Santos. Justizministerium und Generalstaatsanwaltschaft würden das Angebot nun prüfen. Politische Verhandlungen soll es mit der Drogenbande nicht geben. Allerdings könne die Regierung den Kämpfern gewisse Zugeständnisse machen, wenn sie sich ergeben, sagte Santos.

Der Golf-Clan ist das mächtigste Verbrechersyndikat Kolumbiens. Die Bande ist aus rechtsgerichteten Paramilitärs hervorgegangen. Sie ist in Drogenschmuggel, illegalen Bergbau und Schutzgelderpressung verwickelt. Zudem ist die Gruppe für zahlreiche Morde und Vertreibungen verantwortlich. Der Anführer Dairo Úsuga alias "Ozoniel" ist der meistgesuchte Mann des Landes. Auf ihn ist ein Kopfgeld von fünf Millionen US-Dollar ausgesetzt. In der vergangenen Woche war sein Stellvertreter bei einem Polizeieinsatz getötet worden.  

+++ 20.15 Uhr: Kamera für Waffe gehalten: US-Polizist schießt auf Pressefotografen +++

Ein Polizist hat im US-Bundesstaat Ohio einen Pressefotografen angeschossen, nachdem er dessen Kamera offenbar mit einer Waffe verwechselt hatte. Andy Grimm hatte am Montagabend Fotos von einer Verkehrskontrolle machen wollen und war dabei, Kamera und Stativ in Position zu bringen. Offenbar hielt der Polizist das Equipment für eine Schusswaffe - er feuerte ohne Vorwarnung auf den Fotografen.

"Ich drehte mich um in Richtung Autos und dann machte es "Bumm, bumm"", sagte Grimm in einem Bericht der "New Carlisle News", des Mediums, für das der Fotograf arbeitet. Mindestens eine Kugel traf den Reporter demnach in die Seite. Wut hege der Angeschossene dennoch nicht gegenüber dem Polizisten. "Bitte macht den Deputy nicht schlecht. Andy sagt, er will nicht, dass Jake seinen Job deswegen verliert", schrieb die Zeitung in einem Statement auf Facebook. 

+++ 20.03 Uhr: Explosionsgefahr: A61 nach Unfall mit Gefahrgut-Lkw voll gesperrt +++

Ein Gefahrgut-Lastwagen mit hoch entzündlichem Ethanol an Bord hat in Rheinland-Pfalz Feuer gefangen und über viele Stunden die A61 blockiert. Die Autobahn war zwischen Pfalzfeld und Laudert in beide Richtungen voll gesperrt, wie die zuständige Autobahnpolizei mitteilte. Der Verkehr auf der wichtigen Verbindung staute sich am frühen Abend kilometerweit in beide Richtungen. Die Polizei rechnete am Abend damit, dass die Sperrung bis nach Mitternacht dauern könnte. Den Angaben zufolge bestand Explosionsgefahr. Es sei Ethanol in erheblicher Menge ausgetreten. Nach ersten Erkenntnissen war bei dem Lastwagen, der 30 000 Liter der leicht entzündlichen Flüssigkeit geladen hatte, ein Reifen geplatzt.

"Der Lkw ist von der Fahrbahn abgekommen und umgestürzt", sagte ein Polizist. Der Fahrer sei dabei leicht verletzt worden. Er war in Fahrtrichtung Süden unterwegs. Rund 100 Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Feuerwehr spritzte Löschwasser auf den Lastwagen, um die gefährliche Ladung zu kühlen. Sie sollte so kontrolliert abbrennen, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 19.47 Uhr: Sturm "Irma": Touristen müssen Florida Keys verlassen +++

Wegen des nahenden Hurrikans "Irma" sollen Touristen die Südwestspitze Floridas einschließlich der Inselkette Florida Keys verlassen. Nach Angaben der Behörden soll die Abreise für Besucher von Mittwochmorgen an (Ortszeit) verpflichtend werden. Später sollen auch Einwohner zum Verlassen des Gebietes aufgefordert werden.

"Wenn es jemals in den Keys einen ernstzunehmenden Sturm gegeben haben sollte, dann diesen", sagte Martin Senterfitt vom Katastrophenschutz des Bezirks Monroe County. "Irma" näherte sich als Hurrikan der stärksten Kategorie fünf der Karibik. Es war noch nicht klar, ob er am Wochenende auch auf das US-Festland trifft. "Je eher die Leute gehen, umso besser", sagte Senterfitt.


+++ 19.08 Uhr: Frankfurt: Menschenmenge hindert Retter an Wiederbelebung +++

Eine Gruppe mit bis zu 60 Personen hat Rettungskräfte in Frankfurt daran gehindert, einen 19-Jährigen wiederzubeleben. Der junge Mann habe an der Konstablerwache in der Innenstadt dringend Hilfe gebraucht, teilte die Polizei mit. Doch die Sanitäter und der Notarzt seien massiv bedrängt und bei ihrer Arbeit am Montagnachmittag gestört worden.

Polizeibeamte hätten versucht, beruhigend auf die einzuwirken und sie zurückzudrängen, doch zunächst ohne Erfolg. Ein Polizist sei geschubst worden. Erst mit Verstärkung habe eine Absperrung errichtet und die Erste Hilfe ungestört geleistet werden können. Der bewusstlose 19-Jährige sei dann ins Krankenhaus gebracht worden. Ein ebenfalls 19-Jähriger, der immer wieder lauthals zu Störungen aufgerufen habe, sei vorübergehend festgenommen worden. Zu den Motiven der Störer machte die Polizei keine Angaben.

+++ 18.31 Uhr: Nordkorea kündigt Vertrag für Hostel in Berlin +++

Nach dem Streit um die Verpachtung eines Hostels durch die nordkoreanische Vertretung in hat die Botschaft nun die Mietverträge mit den Betreibern gekündigt. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es dazu, dies sei ein weiterer Schritt, um die sanktionswidrige Praxis zu beenden. Zunächst hatte "Spiegel Online" berichtet.

Die nordkoreanische Botschaft vermietet in Berlin seit Jahren große Teile ihres noch aus DDR-Zeiten stammenden Geländes. Allein das Cityhostel Berlin in bester Innenstadtlage soll Pjöngjang monatlich 38.000 Euro zahlen. Seit der UN-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen nach einem Atomtest im November 2016 verschärft hat, sind solche Aktivitäten illegal. Die Mieteinnahmen soll Nordkorea nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR jahrelang nicht versteuert haben. Das kommunistische Regime schuldet dem Land Berlin deshalb angeblich Steuern von rund zehn Millionen Euro.

+++ 18.25 Uhr: Mali: Zwei Blauhelmsoldaten sterben bei Explosion +++

In Mali sind zwei Soldaten der UN-Friedenstruppe in dem westafrikanischen Land bei einer Explosion getötet worden. Ein Fahrzeug eines Konvois der Blauhelmsoldaten sei in der Nähe des Ortes Aguelhok in der Region Kidal auf eine Mine oder Sprengfalle gefahren, teilten die Vereinten Nationen mit. Bei der darauffolgenden Explosion wurden zudem zwei Soldaten schwer verletzt.

 Die UN teilten zunächst nicht mit, aus welchem Land die Blauhelme stammten. In der gefährlichen Region Kidal sind vor allem Soldaten aus afrikanischen Ländern stationiert. Die rund 900 an der UN-Mission beteiligten Bundeswehrsoldaten sind hauptsächlich in der weiter südlich gelegenen Stadt Gao konzentriert. 

+++ 18.07 Uhr: Angriff mit Machete - Motiv vermutlich Eifersucht +++

Vermutlich aus Eifersucht hat ein 33 Jahre alter Mann im saarländischen Dudweiler in der Nacht einen 49-Jährigen mit einer Machete angegriffen. Der mutmaßliche Täter hatte sich zuvor mit seiner Freundin gestritten, die daraufhin zu dem 49-Jährigen gegangen war. Das teilte die Polizei mit. Der 33-Jährige folgte ihr und griff den anderen Mann an, als dieser vor die Tür trat. Er verletzte den 49-Jährigen schwer am Hals. Das Opfer musste mit mehreren Stichen im Krankenhaus genäht werden, Lebensgefahr bestand aber nicht. Die Polizei vermutet Eifersucht als Motiv. Der mutmaßliche Täter hatte sich den Angaben zufolge zunächst vom Tatort davongemacht, kehrte aber später zurück und sagte den dort eingetroffenen Polizeibeamten, er wisse nichts von der Tat. Er wurde vorläufig festgenommen. Die Machete und eine Schreckschusswaffe wurden in der Nähe in einem Gebüsch gefunden. Die Polizei hofft nun, dass Zeugen mehr Licht in den Fall bringen.

+++ 17.16 Uhr: Baby verschläft Rettung aus verschlossenem Auto +++

Dieses Baby hat einen guten Schlaf: In Baden-Württemberg ist ein vier Monate altes Mädchen von der Feuerwehr aus einem verschlossenen Auto befreit worden. Von der Aufregung bekam die Kleine allerdings nichts mit - sie verschlief die Rettungsaktion auf einem Parkplatz in Weinheim. Wie die Polizei mitteilte, hatte die 35-jährige Mutter die Tochter ins Auto gesetzt und beim Beladen die Beifahrertür angelehnt. Dabei schloss die Verriegelung der Tür, der Schlüssel lag im Innern des Autos. Die Frau rief die Polizei, die die Feuerwehr anforderte. Diese schlug ein kleines Fenster an der Beifahrertür ein, um das Auto zu öffnen - und die Frau konnte ihr Kind wieder in den Armen halten.

+++ 17.03 Uhr: Tödlicher Motorradunfall - Gaffer filmt vergeblichen Rettungsversuch +++

Ein Gaffer soll in Bayern den vergeblichen Rettungsversuch bei einem tödlichen Motorradunfall gefilmt haben. Der verunglückte Fahrer war mit zwei Biker-Freunden auf der Autobahn bei Burgau unterwegs, als er aus bisher unbekannter Ursache mit seinem Zweirad in eine Leitplanke prallte, wie die Polizei mitteilte. Der 59 Jahre alte Mann erlag an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Seine Freunde erlitten einen Schock. Als Ersthelfer nach dem Unfall noch versuchten, das Leben des Verunglückten zu retten, war ein Fahrer aus seinem Lastwagen ausgestiegen und hatte die Szene mit seinem Smartphone gefilmt. Die Polizei nahm ihm das Handy ab und erstatteten Anzeige wegen Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen. Seit einiger Zeit berichtet die Polizei immer wieder über Probleme mit Gaffern bei Rettungseinsätzen.

+++ 16.25 Uhr: Flüchtlinge überstehen 1000 Kilometer in Lkw-Hohlraum +++

Eingequetscht in einen gerade mal 30 Zentimeter hohen Mini-Hohlraum: Fahnder von Bundes- und Landespolizei haben im bayerischen Waidhaus acht Flüchtlinge aus einer Luke unter der Ladefläche eines Kleinlastwagens befreit. Der 41 Jahre alte Fahrer des aus Rumänien kommenden Wagens wurde festgenommen, wie die Polizei mitteilte. In einem 1,20 Meter breiten, 3,30 langen und lediglich 30 Zentimeter hohen Hohlraum lagen sieben Männer und eine Frau. Die 18 bis 37 Jahre alten Migranten stammten aus dem Irak und der Türkei. Sie hatten während der 1000 Kilometer langen Strecke in ihrem Versteck verharrt - eine lebensgefährliche Tortur. "Wir haben ja schon viel gesehen, aber Menschen in so eine Luke reinzupferchen, das ist unglaublich", sagte ein Polizeisprecher. "Es ist wirklich Wahnsinn, was die Schlepper mit den Menschen machen." Die Flüchtlinge hätten nach ihrer Entdeckung Probleme gehabt, aus der Luke zu kriechen. "Die waren völlig starr." Sie hätten kaum zu trinken gehabt und sich kaum bewegen können.

+++ 16.18 Uhr: Ausländerfeindlicher Rentner beleidigt Museumschef - und wird verurteilt +++

Wegen eines Schmähschreibens an den Chef eines hessischen Museums ist ein Rentner aus Rostock zu 1000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. "Er hat den Geschäftsführer mit Worten wie "Trottel" und "Volksverräter" beleidigt", sagte der Richter im Bad Homburger Amtsgericht. Das Freilichtmuseum Hessenpark in Neu-Anspach war Anfang 2016 im Internet heftig angefeindet worden, weil es Flüchtlingen freien Eintritt gewährt hatte. Der 70 Jahre alte Angeklagte hatte seine Verunglimpfungen per Mail an den Geschäftsführer geschrieben. In seinem Urteil folgte der Richter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Rechtsanwalt des Angeklagten hatte einen Freispruch gefordert, da die Äußerungen nicht beleidigend gemeint gewesen seien. Nach Auskunft des Hessenpark-Geschäftsführers gehörte die Mail des Rentners noch zu den harmloseren Beleidigungen. Es sei auch angedroht worden, Hessenpark-Mitarbeitern etwas anzutun.

+++ 16.10 Uhr: Verstorbener Unternehmer vermacht seinen Mitarbeitern Firma +++

Der Chef eines Unternehmens in Italien hat nach seinem Tod seinen engsten Mitarbeitern das Geschäft vermacht. Sie hätten erst nach dem Tod von dem Vermächtnis erfahren, sagte eine der fünf Angestellten der Autowerkstatt. Ihr Chef Andrea Comand sei im Juli mit 39 Jahren an den Folgen eines Tumors gestorben. Diese Woche öffnete die Firma "Garage srl" in nordöstlichen Gemeinde Mortegliano unter neuer Führung wieder. Die neuen Geschäftsführer würdigten den Verstorbenen in einem Brief: "Wir werden auch zukünftig eine vereinte Familie bleiben, die seinen Traum fortlebt", heißt es darin. "Wir wollen ihm zeigen, was für ein großer Meister er war." Comand habe ihnen beigebracht, selbstständig ihren Weg zu gehen. Die Mitarbeiter bedankten sich auch bei den Angehörigen des Verstorbenen für deren Vertrauen und Unterstützung.

+++ 16.06 Uhr: Zwei Bergsteiger aus Sachsen im Kaukasus verschollen +++

Zwei sächsische Bergsteiger sind im Kaukasus in Georgien verschollen. Die Chance, dass sie noch lebend gefunden würden, sei gering, sagte der Geschäftsführer des Sächsischen Bergsteigerbundes (SBB), Christian Walter. Zwei Suchaktionen unter anderem mit einem Hubschrauber seien erfolglos geblieben. Die Männer aus Dresden und Sebnitz sind bereits seit dem 14. August als vermisst gemeldet, wie ein Sprecher der Dresdner Polizei sagte. Zu dem Zeitpunkt hätten Angehörige schon eine Woche lang keinen Kontakt mehr zu den beiden gehabt. Die Vermissten waren nach Angaben von SBB-Geschäftsführer Walter auf dem Uschba unterwegs gewesen, einem 4737 Meter hohen Berg in Georgien. Dann sei der Kontakt zu ihnen abgebrochen. Beide Bergsteiger waren demnach Mitglieder des SBB.

+++ 15.42 Uhr: Malaria-Tod einer Vierjährigen in Italien gibt Ärzten Rätsel auf +++

Der Malaria-Tod einer Vierjährigen in Norditalien gibt den Ärzten ein Rätsel auf. Ihm sei völlig schleierhaft, wie sich die Kleine mit der Tropenkrankheit infizieren konnte, sagte der Experte Claudio Paternoster am Krankenhaus Santa Chiara in Trient, in dem das Mädchen behandelt wurde: "So einen Fall habe ich noch nie gesehen. Sie hätte sich eigentlich unmöglich anstecken können." Sofia Zago, wie die italienischen Medien die Vierjährige nennen, war noch nie in ein Land gereist, in dem Malaria auftritt. Den Sommer verbrachte sie mit ihrer Familie an der Küste der nordostitalienischen Region Venetien. Wegen einer anderen Erkrankung kam die Kleine zunächst in die Kinderabteilung des Santa-Chiara-Hospitals. Zwar hatte sie dort Kontakt mit zwei Kindern, die sich während eines Aufenthalts in Burkina Faso mit Malaria infiziert hatten. Doch wird die Krankheit "nur von bestimmten Mückenarten von Mensch zu Mensch übertragen", sagte Paternoster, der die Abteilung für Infektionskrankheiten leitet und am Wochenende in Sofias Fall hinzugezogen wurde. "Und diese Mücken gibt es nicht in Italien".

+++ 15.27 Uhr: Nürnberg will wegen Gauland AfD-Veranstaltung verhindern +++

Die Stadt Nürnberg will aus Sorge um ihren guten Ruf eine Wahlveranstaltung der AfD platzen lassen. Wegen einer angekündigten Rede von AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland kündigt die Kommune den Mietvertrag für den Veranstaltungsort. Das sagte ein Sprecher der Stadt. Hintergrund ist eine umstrittene Äußerung Gaulands über die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz. Bei einer Wahlkampfveranstaltung im thüringischen Eichsfeld hatte er kürzlich davon gesprochen, Özoguz in der Türkei zu "entsorgen". "Es ist nicht auszuschließen, dass Herr Gauland so etwas wieder sagen wird", sagte der Sprecher.

Begründet wird die Kündigung mit den Vertragsbedingungen. Darin heißt es, dass die Stadt nach vorheriger Abmahnung und einer angemessenen Frist den Vertrag widerrufen kann - wenn eine Störung der öffentlichen Ordnung oder eine Schädigung des Ansehens der Stadt zu befürchten seien. Die Stadt hatte die AfD am Freitag aufgefordert, bis zu diesem Dienstag zu versichern, dass Gauland bei der Wahlkampfveranstaltung am Samstag in der Meistersingerhalle nicht sprechen werde. Dem sei die Partei nicht nachgekommen, sagte der Sprecher. Vielmehr habe die AfD in einem Schreiben an die Stadt den Auftritt Gaulands bekräftigt.

+++ 15 Uhr: Putin: Trump ist nicht meine Braut +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hofft trotz politischer Schwierigkeiten weiter auf tragfähige Kompromisse mit seinem US-Kollegen Donald Trump. Er nannte am Dienstag die Frage eines Reporters naiv, ob er von Trump enttäuscht sei. "Er ist nicht meine Braut; und ich bin weder seine Braut noch sein Bräutigam", sagte Putin bei einem Besuch in der chinesischen Stadt Xiamen. Beide seien Staatsmänner und verfolgten die Interessen ihrer Länder. Sie trügen große Verantwortung für die internationale Sicherheit, zitierte die Agentur Tass den Kremlchef.

+++ 14.34 Uhr: Madsen bekennt sich Leichenschändung schuldig +++

Der dänische Tüftler Peter Madsen will sich vor Gericht der Leichenschändung schuldig bekennen. Indem er den Körper der toten schwedischen Journalistin Kim Wall dem Meer überlassen habe, habe er die Totenruhe gestört, sagte seine Anwältin vor der Verhandlung der dänischen Boulevardzeitung "BT". Madsen sitzt nach dem Untergang seines U-Boots "Nautilus" seit 24 Tagen in Untersuchungshaft. Ihm werden Mord und Leichenschändung vorgeworfen. Bislang hatte er beides bestritten.

Der Däne hatte ausgesagt, Wall sei an Bord der "Nautilus" ums Leben gekommen. Wie, ist nicht bekannt. Der Torso der 30-Jährigen war später südlich von Kopenhagen angeschwemmt worden, von ihren Gliedmaßen, ihrem Kopf und ihrer Kleidung fehlt jede Spur. Das Gericht in Kopenhagen soll festlegen, ob Madsen weiter in Untersuchungshaft bleibt.


+++ 14.23 Uhr: Oben-ohne-Fotos von Herzogin Kate: Magazin verurteilt +++

Wegen der Veröffentlichung von Oben-ohne-Fotos der britischen Herzogin Kate hat die französische Justiz das People-Magazin "Closer" verurteilt. Das Strafgericht der Pariser Vorstadt Nanterre verhängte gegen zwei Verantwortliche des Magazins Höchststrafen von jeweils 45.000 Euro. Das Gericht sprach Kate und ihrem Ehemann Prinz William zudem wegen Verletzung ihrer Privatsphäre jeweils mehr als 50.000 Euro Schadenersatz zu. Das Paar hatte 1,5 Millionen Euro verlangt.
Die Veröffentlichung der Paparazzi-Fotos der barbusigen Kate hatte vor fünf Jahren für Aufsehen gesorgt und das britische Königshaus empört.  

+++ 14.15 Uhr: Hurrikan "Irma" noch stärker als "Harvey" +++

Hurrikan "Irma" hat auf dem Weg in die Karibik weiter an Stärke zugenommen: Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) der USA in Miami stufte ihn auf die höchste Kategorie 5 der Hurrikan-Skala und damit als "extrem gefährlich" ein. Er ist damit noch stärker als der Wirbelsturm "Harvey", der Ende August die US-Bundesstaaten Texas und Louisiana heimsuchte.

+++ 13.40 Uhr: Mieterin will keinen Kompromiss mit Stefan Raab +++

In einem Rechtsstreit zwischen Stefan Raab und einer Mieterin von ihm ist eine gütliche Einigung vorerst gescheitert. Richter Martin Blaschczok hatte in einer Verhandlung am Dienstag vor dem Landgericht Köln vorgeschlagen, die beiden Parteien sollten ihr Mietverhältnis beenden. Außerdem solle Raab der Mieterin gut 17.000 Euro zahlen. Die Mieterin lehnte dies jedoch als unzureichend ab. Eine Entscheidung soll nun am 27. Oktober verkündet werden. 

Die Mieterin betreibt in den Räumlichkeiten in der Kölner Innenstadt ein spanisches Restaurant. Wegen einer defekten Belüftungsanlage ist es derzeit allerdings geschlossen. Das Gericht neigt der Meinung zu, dass Raab für die defekte Belüftungsanlage verantwortlich ist. Es soll nun ein Sachverständigen-Gutachten eingeholt werden. Der Entertainer, der sich Ende 2015 vom Bildschirm zurückgezogen hatte, erschien nicht selbst vor Gericht.

12.45 Uhr: Belgisches Hotel vermietet Goldfische an einsame Gäste +++

Ein belgisches Hotel vermietet Goldfische an einsame Gäste und macht damit nicht nur bei seiner Kundschaft, sondern auch im Internet Furore. "Wir wollten ursprünglich an der Rezeption stehenden Gästen damit die Wartezeit verkürzen", sagte der Manager des Charleroi Airport Hotel südlich von Brüssel, David Dillen, am Dienstag. Das an der Rezeption stehende Goldfischglas samt dem Hinweis "Rent-a-Fish" wird von Gästen seitdem nicht nur fotografiert und in sozialen Medien gepostet, sondern die insgesamt drei Fische werden tatsächlich auch ausgeliehen. 3,50 Euro pro Tag kostet die Goldfischmiete, Familien mit Kindern können einen Fisch gratis mit aufs Zimmer nehmen.

Ein Fisch wurde sogar bereits von einem Mädchen aus den Niederlanden entführt, erzählte Dillen. Das Kind hatte den Fisch in kurzer Zeit so liebgewonnen, dass es ihn heimlich ins Auto stellte. Später rief der Vater von unterwegs an, inzwischen lebt der Fisch als Dauerleihgabe in Holland. 

+++ 12.40 Uhr: Vier Verletzte nach Schüssen in Schule nahe Moskau +++

Eine Lehrerin und drei Klassenkameraden sind nach Schüssen in einer Schule nahe Moskau schwer verletzt worden. Ersten Ermittlungen zufolge habe ein Jugendlicher Rauchbomben in das Klassenzimmer geworfen und dann mit einem Luftgewehr mehrere Schüsse abgegeben, sagte ein Sprecher des regionalen Polizei der Agentur Tass. Berichten zufolge wollte der 15-Jährige seine Lehrerin wegen eines Streits verletzten. Die Mitschüler seien daraufhin aus Angst

aus dem Fenster gesprungen.

Die vier Opfer wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagvormittag in der Stadt Iwantejewka nordöstlich von Moskau. Polizisten nahmen den 15-Jährigen fest, alle Schüler wurden nach Hause geschickt. Die Behörden gehen von Rowdytum aus, ein Terrorhintergrund wird bislang ausgeschlossen.

+++ 12.27 Uhr: Neonazis wegen Terrorverdachts in Großbritannien festgenommen +++

Wegen Terrorverdachts sind vier mutmaßliche Neonazis in Großbritannien festgenommen worden. Sie sollen der verbotenen Jugendorganisation Nationale Aktion (National Action) angehören. Die Männer seien zwischen 22 und 32 Jahren alt und stammten aus England und Wales, teilte die Polizei von West Midlands am Dienstag mit. Die Männer stehen im Verdacht, Terrorhandlungen vorbereitet zu haben. Details nannte die Polizei allerdings nicht.

Die Neonazi-Gruppe war nach wiederholten rassistischen, homophoben und antisemitischen Äußerungen im vergangenen Jahr verboten worden. Damals wurde die Zahl ihrer Anhänger auf weniger als 100 geschätzt.

+++ 12.08 Uhr: Gefängnisausbruch im Kongo - mehr als 100 Häftlinge entkommen +++

Bei einem Gefängnisausbruch im Kongo sind mehr als 100 Häftlinge entkommen. Die Insassen der Haftanstalt im Ort Kabinda in der zentralen Provinz Lomami überwältigten die Wärter und flohen, wie Gefängnisdirektor Mutanade Nyongoli am Dienstag erklärte. Knapp 120 Insassen war am Montag die Flucht gelungen, zehn von ihnen wurden bis Dienstagmorgen wieder aufgegriffen. Unter den geflohenen Häftlingen waren demnach auch Dutzende, die noch nicht verurteilt waren und in Untersuchungshaft saßen. Seit Mai sind im zentralafrikanischen Kongo bei verschiedenen Ausbrüchen bereits rund 4000 Häftlinge entkommen. 

+++ 11.56 Uhr: Ureinwohner der Osterinseln schaffen größtes Meeresschutzgebiet Lateinamerikas +++

Die Ureinwohner der zu Chile gehörenden Osterinsel haben sich in einem Volksentscheid für die Schaffung eines riesigen Meeresschutzgebiets im Pazifik ausgesprochen. Chiles Umweltminister Marcelo Mena sagte am Montag, mit der Zustimmung der Rapanui werde das größte Meeresschutzgebiet Lateinamerikas entstehen. Gemeinsam mit einem bereits bestehenden Meeres-Nationalpark wird das Schutzgebiet rund um die 3500 Kilometer westlich von Chile gelegene Osterinsel 720.000 Quadratkilometer umfassen.

Ureinwohner der Osterinseln schaffen größtes Meeresschutzgebiet Lateinamerikas

Ureinwohner der Oserinseln wollen ein 720.000 Quadratkilometer großes Meeresschutzgebiet schaffen

DPA

In dem Meer um die Insel laichen der Thunfisch, der Blaue Marlin und Haie. Darüberhinaus beherbergt es mehrere Korallenriffe. Flora und Fauna des Gebiets sind jedoch von der Hochseefischerei und den Klimawandel zunehmend bedroht. Mit ihrer Volksabstimmung erreichten die Rapanui auch, dass rund um die Osterinsel nur noch mit traditionellen Methoden gefischt werden darf. Die Überwachung dieser Richtlinien gewährleisten sie gemeinsam mit der Regierung Chiles.

+++ 11.51 Uhr: Erst gerettet dann verendet: Fast 100 geschmuggelte Tiere in Thailand gestorben +++

Erst gerettet, dann doch verendet: Fast 100 artengeschützte Schuppentiere sind in Thailand in Obhut der Behörden gestorben. Die tannenzapfenförmigen Insektenfresser gehörten zu etwa 136 ihrer Art, die am vergangenen Mittwoch im Süden des Landes als Schmuggelgut vom Zoll entdeckt worden waren. Während des anderthalb Tage dauernden Transports zu Pflegestationen hätten sie weder Futter noch Wasser bekommen und in dem Lastwagen zudem unter Platzmangel sowie Hitze gelitten, sagte Veterinär Benjarong Sangkharak. "Von den 106 Exemplaren, die wir in Pflege bekamen, sind nur 40 übrige geblieben. Ich hoffe, dass von diesen nun mindestens zehn Prozent überleben".

Die Schuppentiere hätten sofort Wildhütern und Tierärzten übergeben werden müssen, sagte Edwin Wiek von der Tierschutzgruppe Wildlife Friends Foundation Thailand. Stattdessen seien sie zunächst über Nacht 300 Kilometer nach Bangkok für eine Pressekonferenz gebracht worden und anschließend weitere 200 Kilometer zu einem Pflegezentrum.

+++ 11.26 Uhr: Mann nach Streit mit Partnerin auf Autobahn überfahren +++

Nach einem Streit mit seiner Partnerin ist ein Mann auf der Autobahn 70 bei Thurnau in Bayern überfahren und tödlich verletzt worden. Die 39-jährige Lebensgefährtin des Mannes hatte aufgrund einer Auseinandersetzung auf dem Standstreifen angehalten, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Ihr ebenfalls 39 Jahre alter Freund stieg daraufhin am Montagabend aus dem Wagen aus und überquerte die Autobahn bis zur Leitplanke in der Mitte. Dann entschloss er sich, wieder zurück zum Standstreifen zu gehen. Auf diesem Weg wurde er vom Auto eines 65-Jährigen erfasst und tödlich verletzt.

Warum der Mann über die Autobahn lief, ist bisher unklar. "Über den Inhalt des Streits ist nichts bekannt", sagte ein Polizeisprecher. Der 39-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Der Unfall sei "sehr, sehr tragisch", sagt der Sprecher - auch für den Rentner, der den Mann angefahren hatte.

+++ 11.03 Uhr: Dieb klaut 150 Tuben Zahnpasta +++

Auf ungewöhnliche Beute hat es ein Dieb im Südharzer Ferienort Bad Lauterberg (Niedersachsen) abgesehen: In einem Lebensmittelmarkt räumte er das Zahnpasta-Regal leer und entkam mit rund 150 Tuben im Wert von etwa 300 Euro, berichtete die Polizei am Dienstag. Dass Zeugen nach der Tat am Montagabend das Berliner Kennzeichen seines Autos erkannten, half den Beamten bei der Aufklärung des Diebstahls nicht weiter: Das Nummernschild war gefälscht.

+++ 9.04 Uhr: CDU und SPD verlieren laut Umfragen beide leicht +++

Union und SPD haben in einer Umfrage für die "Bild"-Zeitung leicht an Zustimmung verloren. CDU und CSU fielen in der Erhebung des Insa-Instituts um einen halben Prozentpunkt auf 36,5 Prozent. Die Union bleibt aber weiter stärkste Kraft. Die SPD kam auf 23,5 Prozent und büßte damit ebenfalls einen halben Punkt ein. AfD und FDP legten jeweils leicht um einen halben Prozentpunkt zu. Die AfD kam auf 10,5 Prozent, und die Liberalen standen bei 8,5 Prozent. Linke (zehn Prozent) und Grüne (6,5 Prozent) blieben im Vergleich zur Vorwoche stabil.
Für den Insa-Meinungstrend wurden vom 1. bis zum 3. September 2017 insgesamt 2048 Bürgerinnen und Bürger befragt.

+++ 7.58 Uhr: Bei Absturz getöteter Bergsteiger nach zwei Wochen gefunden +++

Zwei Wochen nach seinem unbemerkten Absturz haben Rettungskräfte am Watzmann die Leiche eines Bergsteigers gefunden. Der leblose Körper des 70-Jährigen lag Polizeiangaben zufolge seit Mitte August in einer Schutt-Wasserrinne an der Ostwand, ehe ihn die Bergwacht am Montag fand. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Mann aus Nordrhein-Westfalen auf einer mehrtägigen und anspruchsvollen Tour durch die Bayerischen Alpen unterwegs. Dabei sei er wohl gestürzt und an einer Steilwand 150 bis 200 Meter in die Tiefe gefallen, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Seine von ihm getrennt lebende Frau hatte den Mann am Montag als vermisst gemeldet, nachdem sie seit dem 20. August nichts mehr von ihm gehört hatte. Ein Eintrag in einem Hüttenbuch brachte die Retter auf eine erste Spur, zudem hatte ein Polizeibergführer bereits einige Tage zuvor Verwesungsgeruch unweit des späteren Fundorts wahrgenommen.

+++ 6.04 Uhr: Masern-Virus greift in diesem Jahr wieder verstärkt um sich +++

In Deutschland sind in diesem Jahr schon mehr als zweieinhalb mal so viele Masern-Fälle gemeldet worden wie im gesamten Vorjahr. 860 Menschen erkrankten nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) nachweislich an dem hochansteckenden Virus. Im gesamten Vorjahr gab es demnach 325 Masern-Infektionen.

Mit gut 510 Masern-Fällen am stärksten betroffen ist in diesem Jahr das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen, vor allem die Städte Duisburg und Essen. Höhere Fallzahlen waren in NRW zuletzt 2006 gezählt worden. Kein Bundesland ist gänzlich masernfrei, mehrere berichten allerdings nur von Einzelfällen, darunter Bremen (3), das Saarland (2) und Mecklenburg-Vorpommern (1).

Masern gehen zunächst mit grippeähnlichen Symptomen und später einem charakteristischen Hautausschlag einher. Die Infektion schwächt das Immunsystem und kann in sehr seltenen Fällen tödlich enden. Gefährlich sind Masern vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern.

 +++ 5.47 Uhr: Drogen im Garten - 13-Jähriger verpfeift seine Mutter +++

Erst machte er sich im Internet über Pflanzen schlau, dann rief er die Polizei: Ein 15-Jähriger aus dem baden-württembergischen St. Leon-Rot (Rhein-Neckar-Kreis) hat seine Mutter bei der Polizei verpfiffen, weil sie seiner Ansicht nach Cannabis im Garten anbaute. Wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte, bestätigte sich der Verdacht des Sohnes bei einer Kontrolle: 19 Cannabispflanzen mit einer Größe von bis zu 1,5 Metern gediehen im Garten der Familie. Die Mutter zeigte sich wenig erfreut über die folgende Ernte von amtlicher Seite sowie von den Internetrecherchen ihres Sohnes. Da sie nicht zu beruhigen war, mussten die Beamten den 15-Jährigen zu seiner eigenen Sicherheit mit aufs Revier nehmen und das Jugendamt einschalten. Gegen die Frau wird nun wegen Drogenbesitzes ermittelt. 

+++ 4.10 Uhr: Bereits 40 Länder von Eier-Skandal betroffen +++

Von dem Skandal um mit Fipronil belastete Eier sind mittlerweile 40 Länder betroffen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatten bis Anfang dieser Woche 24 der 28 EU-Staaten gemeldet, dass bei ihnen mit dem Insektengift verunreinigte Eier oder Eierprodukte aufgetaucht sind. Hinzu kamen Meldungen von 16 Nicht-EU-Staaten. In der seien bis zuletzt lediglich Litauen, Portugal, Zypern und Kroatien nicht betroffen gewesen, bestätigte die zuständige EU-Kommissionssprecherin Anca Paduraru.

Nach den bisherigen Ermittlungen gelangte das Insektengift in die Eier, weil es unerlaubterweise zur Reinigung von Ställen eingesetzt wurde. Seit dem Bekanntwerden des Skandals wurden bereits riesige Mengen an Eiern vernichtet - obwohl Experten angesichts der meist sehr geringen Fipronil-Rückstände nicht von einer akuten gesundheitlichen Gefährdung der Verbraucher ausgehen. 

+++ 2.21 Uhr: Arbeiter in Paris von abgestürzter Aufzugkabine erschlagen +++

Tragischer Unfall mitten in Paris: Ein Arbeiter ist am Montag von einer Aufzugkabine erschlagen worden, die vermutlich über mehrere Stockwerke hinweg abgestürzt war. Die Rettungskräfte hätten dem Mann nicht mehr helfen können, der unter der Aufzugkabine eingeklemmt war, wie die Feuerwehr in der französischen Hauptstadt mitteilte. Das Haus im achten Arrondissement im Zentrum von Paris stand leer.

Der Bürgermeister des Bezirks, Jérôme Coumet, teilte mit, dass das Gebäude abgerissen werden sollte. Gas und Elektrizität seien abgeschaltet gewesen, der Aufzug nicht in Betrieb. Er fügte hinzu: "Ich kann mir nicht erklären, wie das passieren konnte." 

+++ 0.33 Uhr: Hurrikan "Irma" nimmt vor der Karibik an Fahrt auf +++

Hurrikan "Irma" hat vor der Karibik kräftig an Fahrt aufgenommen. Der Wirbelsturm wurde am Montag auf die Kategorie vier der fünfstufigen Skala hochgestuft, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) der USA mitteilte. Mit Windgeschwindigkeiten von 215 Stundenkilometern bedroht "Irma" die Karibik und den US-Bundesstaat Florida.

Bis Mittwoch dürfte der Hurrikan noch bedrohlich an Stärke zulegen, wie das Hurrikanzentrum weiter bekanntgab. Mehrere Inseln der Kleinen Antillen sowie das US-Außengebiet Puerto Rico wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Auch der Gouverneur von Florida, Rick Scott, rief den Notstand zur Vorbereitung auf den Hurrikan auf, der gegen Ende der Woche dort erwartet wird.

Experten warnten, dass der Sturm eine Kraft entwickeln könnte wie Hurrikan "Harvey", der Ende August für Zerstörungen und Überschwemmungen im Süden der USA gesorgt hatte. Laut NHC könnte "Irma" auf seinem Durchzug einen Anstieg des Meeres um drei Meter, Starkregen und "große zerstörerische Wellen" auslösen. 

tyr/jek/tkr/fs/DPA/AFP

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