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+++ Ticker +++

Titelverteidigerin Angelique Kerber scheitert bei US Open in Runde eins

Ex-BGH-Richter zeigt Gauland wegen Volksverhetzung an +++ Explosion nahe US-Botschaft in Kabul +++ Tote durch Tropensturm "Harvey" +++ Immer mehr Menschen mit Zweitjob +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Angelique Kerber

Die Krise von Angelique Kerber geht auch bei den US Open weiter

Die News des Tages im -Ticker: 

+++ 22.28 Uhr: Kleines Mädchen stürzt aus Fenster und stirbt +++

Ein knapp zwei Jahre altes Mädchen ist in Solingen aus einem Fenster in der vierten Etage gestürzt und tödlich verletzt worden. Es fiel rund 14 Meter tief und schlug auf dem Straßenpflaster auf, wie die Polizei am Dienstag. Ein Nachbar brachte die verzweifelten Eltern mit ihrem schwer verletzten Kind in ein Krankenhaus. Von dort wurde es mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Am Dienstagnachmittag starb das Mädchen an seinen schweren Verletzungen. Offenbar hatte es in einem unbeobachteten Moment zum Fenster hochklettern können. Die Polizei nahm Ermittlungen zu den Umständen des Sturzes auf.

+++ 20.20 Uhr: Titelverteidigerin Kerber scheitert bei US Open in Runde eins +++

Titelverteidigerin Angelique Kerber ist bei den US Open der Tennisprofis in der ersten Runde ausgeschieden. Die 29 Jahre alte Kielerin verlor in New York überraschend gegen die Japanerin Naomi Osaka 3:6, 1:6.

+++ 19.18 Uhr: AfD verteilt Pfefferspray am Infostand +++

Eine ungewöhnliche Wahlkampfaktion der AfD in Rheinland-Pfalz hat für Aufsehen und Kritik gesorgt. An einem Wahlkampfstand in Bad Kreuznach wurde Pfefferspray durch die Jugendorganisation der Partei verteilt. Zuvor hatte die "Rhein-Zeitung" darüber berichtet. Bei dem Infostand am Samstag wurden nach AfD-Angaben insgesamt 150 Sprays verteilt. Dabei habe man darauf hingewiesen, dass das Spray zur Tierabwehr sei, sagte der Landtagsabgeordnete Damian Lohr als Sprecher der Jungen Alternative Rheinland-Pfalz. Oder zur Abwehr von Menschen - "aber halt nur in absoluten Notsituationen", sagte Lohr. Hintergrund der Aktion sei das nächtliche Aufenthaltsverbot in drei Bad Kreuznacher Stadtparks. Auslöser des Ende Juli verhängten Verbots war ein Streit zwischen zwei Gruppen von Zuwanderern in einem der Parks, bei dem es Verletzte gab. "Rechtlich können wir nichts machen, aber es ist moralisch natürlich nicht hinnehmbar", sagte die Oberbürgermeisterin von Bad Kreuznach, Heike Kaster-Meurer (SPD), zu der Verteilaktion.

+++ 19.06 Uhr: Wuppertal von Mittwoch an wieder mit der Bahn erreichbar +++

Die wochenlange Sperrung des Bahnverkehrs in Wuppertal soll Mittwochmorgen enden. Als erster Zug nach der sechseinhalb Wochen langen Unterbrechung soll um 4.33 Uhr eine S-Bahn den Wuppertaler Hauptbahnhof in Richtung Solingen verlassen. Der komplette Stopp des Bahnverkehrs in der Stadt mit 350.000 Einwohnern war ein in Nordrhein-Westfalen bislang beispielloser Einschnitt. Die Maßnahme war nötig, um ein neues elektronisches Stellwerk zu errichten, das drei über 50 Jahre alte Einrichtungen in der Region ersetzt. Der Schienenverkehr soll nun schneller und störungsfreier sein. In den Sommerferien waren täglich Zehntausende Pendler zwischen Wuppertal, Solingen und Düsseldorf auf Busse mit viel längerer Fahrtzeit angewiesen. Der Fernverkehr mit ICE- und IC-Zügen wurde über das Ruhrgebiet umgeleitet.

 +++ 17.53 Uhr: Duterte: Familie von Ex-Diktator Marcos will Gold zurückgeben +++

Die Familie des ehemaligen philippinischen Diktators Ferdinand Marcos will angeblich einen Teil ihres unrechtmäßig erworbenen Reichtums zurückgeben. Dazu gehörten auch "ein paar Goldbarren", sagte Präsident Rodrigo Duterte. Demnach gebe es Gespräche zwischen der Familie Marcos und der Regierung. Ein ehemaliger Richter des Obersten Gerichts solle die offiziellen Verhandlungen führen. "Es ist nicht riesig. Es ist nicht Fort Knox", sagte der Präsident mit Bezug auf ein Depot mit Goldreserven, über das die Familie verfüge. "Sie haben mir gesagt, sie werden alles offenlegen und wahrscheinlich zurückgeben, was sie gefunden haben", fügte Duterte bei einer Veranstaltung in Manila hinzu. Der Familie Marcos wird vorgeworfen während der Präsidentschaft von Ferdinand Marcos (1965-86) geschätzte zehn Milliarden Dollar (8,3 Milliarden Euro) an Staatsgeldern veruntreut zu haben. Bisher hat die Regierung mehr als drei Milliarden Dollar zurückbekommen.

+++ 18.09 Uhr: Zwei Festnahmen in Marokko wegen möglichen Verbindungen zu Barcelona-Attentat +++

In Zusammenhang mit den Anschlägen in Spanien haben Ermittler in Marokko zwei Verdächtige festgenommen. Die Festnahmen seien der "permanenten Zusammenarbeit" der Behörden in Spanien und Marokko zu verdanken, sagte der spanische Innenminister Juan Ignacio Zoido in Marokkos Hauptstadt Rabat. Details zu den Festgenommenen wollte er unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen. Bei den Anschlägen in Katalonien waren 16 Menschen getötet worden. Die mutmaßlichen Täter waren Marokkaner oder hatten marokkanische Wurzeln.

+++ 17.53 Uhr: Duterte: Familie von Ex-Diktator Marcos will Gold zurückgeben +++

Die Familie des ehemaligen philippinischen Diktators Ferdinand Marcos will angeblich einen Teil ihres unrechtmäßig erworbenen Reichtums zurückgeben. Dazu gehörten auch "ein paar Goldbarren", sagte Präsident Rodrigo Duterte. Demnach gebe es Gespräche zwischen der Familie Marcos und der Regierung. Ein ehemaliger Richter des Obersten Gerichts solle die offiziellen Verhandlungen führen. "Es ist nicht riesig. Es ist nicht Fort Knox", sagte der Präsident mit Bezug auf ein Depot mit Goldreserven, über das die Familie verfüge. "Sie haben mir gesagt, sie werden alles offenlegen und wahrscheinlich zurückgeben, was sie gefunden haben", fügte Duterte bei einer Veranstaltung in Manila hinzu. Der Familie Marcos wird vorgeworfen während der Präsidentschaft von Ferdinand Marcos (1965-86) geschätzte zehn Milliarden Dollar (8,3 Milliarden Euro) an Staatsgeldern veruntreut zu haben. Bisher hat die Regierung mehr als drei Milliarden Dollar zurückbekommen.

+++ 17.51 Uhr: Ex-BGH-Richter zeigt Gauland wegen Volksverhetzung an +++

Nach "Spiegel"-Informationen hat der Jurist Thomas Fischer, ehemaliger Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof Alexander Gauland wegen Volksverhetzung angezeigt. Grund für Fischers Anzeige: die despektierlichen Aussage über die türkischstämmige SPD-Bundestagsabgeordneten und Staatsministerin für Migration, Aydan Özoguz, schreibt das Magazin. Der AfD-Spitzenkandidat hatte auf einer Wahlkampfveranstaltung der Partei in Thüringen unter Jubel der Zuhörer gerufen: "Ladet sie (Özoguz, d.Red.) mal ins Eichsfeld ein und sagt ihr dann, was spezifisch deutsche Kultur ist. Danach kommt sie hier nie wieder her, und wir werden sie dann auch, Gott sei Dank, in Anatolien entsorgen können." "Am Vorsatz des Beschuldigten, der promovierter Jurist mit zwei Staatsexamen ist, kann kein ernsthafter Zweifel bestehen", so Fischer in seiner Anzeige. Der frühere BGH-Richter weiter: Gaulands Verteidigung, er habe "spontan formuliert", werde durch den Videomitschnitt der Rede sowie durch seine "je nach propagandistischem Bedarf wechselnden öffentlichen Einlassungen" widerlegt.

+++ 17.27 Uhr: Missverständnis löst Suchaktion nach Babyleichen aus +++

Ein makaberes Missverständnis zwischen zwei Frauen hat in Thüringen eine Suche nach Babyleichen ausgelöst. Auf einem Privatgrundstück in dem Ort Schkölen stieß die Polizei bei der Aktion jedoch nicht auf tote Kinder, sondern auf ein Tiergrab mit zwei Hundekadavern. Das teilte die Staatsanwaltschaft Gera mit. Polizei und Staatsanwaltschaft waren einem Zeugenhinweis nachgegangen, wonach sich auf dem Gelände eine Grabstätte mit Frühchen oder Totgeborenen befinden sollte. Das hatte eine Frau der Polizei erzählt. Sie ist eine Bekannte der Bewohnerin des Anwesens. Nach Angaben eines Behördensprechers hatten sich die beiden Damen vor Wochen an der Grabstätte unterhalten. Dabei habe die Bewohnerin von ihren "Kindern" erzählt, die auf dem Gelände ruhten. Wie sich nun herausstellte, hatte sie damit ihre toten Hunde gemeint.

+++ 17.25 Uhr: Behörden in Texas ordnen nach Dammbruch sofortige Evakuierung an +++

Nach einem Dammbruch infolge des Tropensturms "Harvey" haben die Behörden im US-Bundesstaat Texas die betroffenen Anwohner zur sofortigen Evakuierung aufgefordert. "Sofort raus jetzt!!", schrieb die Verwaltung des Kreises Brazoria im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der Damm an den Columbia-Seen südlich der Großstadt Houston habe unter dem Druck der Wassermassen nachgegeben.

+++ 16.51 Uhr: Dackel zum dritten Mal aus demselben Dachsbau gerettet +++

Ein Dackel mit besonderer Vorliebe für ein und denselben Dachsbau hat der Freiwilligen Feuerwehr von Weilheim in Oberbayern zum dritten Mal einen tierischen Einsatz beschert. Mit der Alarmierung "Kleintierrettung" waren die Helfer an den Ammerdamm beordert worden. "Die Meldung kam uns irgendwie bekannt vor", sagte der stellvertretende Kommandant Stefan Herbst. Er nannte das Tier einen "Wiederholungstäter, ein Dackel, der nicht wirklich folgt und samt seiner Leine immer wieder seinen Dachsbau sucht". Bei sommerlicher Hitze mussten sich die Feuerwehrleute mit Schaufeln und Pickel zu dem Hund vorarbeiten. "Das Bellen des Dackels war leise, jedoch immer wieder an einer anderen Stelle wahrzunehmen", so Herbst über die Rettung vom Samstag. Schließlich musste ein Bagger den rund 100 Quadratmeter großen Dachsbau teils ausheben. Der Dackel wurde auch diesmal aus seiner misslichen Lage befreit. Allerdings brauchten die Helfer mehr als drei Stunden dafür.

+++ 16.25 Uhr: Ermittlungen gegen zweiten Mitarbeiter nach Kölner Seilbahn-Notfall +++

Nach dem Seilbahn-Notfall über dem Rhein in Köln hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen auf einen zweiten Mitarbeiter des Betriebs ausgeweitet. Das sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Der Vorwurf laute ebenfalls fahrlässige Körperverletzung. Weitere Details nannte er zunächst nicht. 

Die Ermittler haben damit nun zwei Mitarbeiter der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), zu denen die Seilbahn gehört, im Visier. Auch im ersten Fall geht es um den Anfangsverdacht der fahrlässigen Körperverletzung.

Bei dem Notfall am 30. Juli hatte sich eine Gondel verhakt und die komplette Anlage zum Stillstand gebracht. 

+++ 15.59 Uhr: Reifen bei Air-Berlin-Maschine geplatzt +++

Bei der Landung eines Air-Berlin-Flugzeugs auf dem Saarbrücker Flughafen Ensheim ist ein Reifen geplatzt. Die Maschine aus Berlin sei dennoch ganz normal gelandet, ausgerollt und auf der Bahn zum Stehen gekommen, sagte Flughafen-Sprecher Ludwin Vogel. Dann hätten die 35 Passagiere die Maschine unbeschadet über die Treppe verlassen und seien in einem Bus zum Flughafengebäude gebracht worden. "Der Vorfall ist nicht meldepflichtig", sagte Vogel. Der Tower hatte routinemäßig Alarm ausgelöst: Daraufhin waren Rettungskräfte und Feuerwehr ausgerückt, die aber nicht gebraucht wurden. Im Anschluss wurde der geplatzte Reifen repariert. Deshalb sei ein Air-Berlin-Flug am Nachmittag annulliert worden.

+++ 15.52 Uhr: Deutsche Gletscherleiche nach über 40 Jahren im Eis identifiziert +++

Der nach Jahrzehnten im Eis gefundene deutsche Alpinist hat vor seinem Tod in den Tiroler Bergen in Rheinland-Pfalz gelebt. Die Herkunft des Mannes konnte von der Polizei bestätigt werden. Dokumente in seiner Brieftasche und ein Fahrzeugschein würden mit der Vermisstenmeldung aus dem Jahr 1974 übereinstimmen. Damals brach der Sportler aus dem Pfälzerwald auf und kehrte nie mehr ins Tal zurück. Der Berg namens Alpeiner Ferner im Bezirk Innsbruck-Land gab seine Gletscherleiche nun wieder frei. Der Leichnam wies bereits starke Mumifizierungsmerkmale auf.

Ein Bergführer hatte den auf rund 3000 Metern Höhe in Neustift im Stubaital aus dem Eis ragenden Leichnam am Sonntag entdeckt. Neben der Leiche wurden ein alter Eispickel und ein Messer gefunden. Zu den genauen Todesumständen werden noch Ermittlungen geführt.

+++ 15.31 Uhr: Fluggesellschaft Germania zieht wegen Bürgschaft für Air Berlin vor Gericht  +++

Die Fluggesellschaft Germania zieht wegen der Bürgschaft der Bundesregierung zugunsten von Air Berlin vor Gericht. Germania habe beim Landgericht Berlin ein Eilverfahren eingeleitet, teilte die Justizpressestelle mit. Dadurch solle dem Bund untersagt werden, den Kredit in Höhe von 150 Millionen Euro zu gewären, bevor die EU-Kommission diese Form der Beihilfe genehmigt habe.

+++ 14.28 Uhr: Kim Wall: Polizei sucht nach Hohlräumen in U-Boot +++

Die Polizei in Kopenhagen hat begonnen, das U-Boot "Nautilus" mit einem Scanner abzusuchen. Das geschehe aufgrund zahlreicher Hinweise, dass U-Boote im Allgemeinen und konkret das des Erfinders Peter Madsen über Hohlräume verfügten, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Gesucht werde nach Spuren eines Verbrechens und einer möglichen Tatwaffe. Man habe aber keine konkreten Hinweise darauf, dass etwas in dem U-Boot verborgen sei.


+++ 13.55 Uhr: US-Neonazi-Website "Stormfront" ist offline +++

Die US-Neonazi-Website "Stormfront", eine der ältesten rechtsradikalen Internetseiten, ist vom Netz genommen worden. Die Adresse stormfront.com war nicht mehr zu erreichen. US-Medien berichteten, dass der Provider Web.com aus Florida die Seite bis auf weiteres abgeschaltet hat, nachdem die US-Bürgerrechtsorganisation "Lawyers' Committee For Civil Rights Under Law" in einem Brief darauf hingewiesen hatte, dass Stormfront die Grundsätze von Web.com verletzt. "Stormfront" war 1995 vom ehemalige Ku-Klux-Klan Mitglied Don Black gegründet worden. 

+++ 13.37 Uhr: Sea Shepherd gibt Jagd auf japanische Walfänger auf +++

Die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd hat für dieses Jahr ihre Störaktionen gegen japanische Walfänger aufgegeben. "Wir können nicht mit militärischer Technologie mithalten", erklärte der Vorsitzende der Organisation, Paul Watson. Demnach plane Japan dieses Jahr zum ersten Mal, seine Walfänger mit militärischen Mitteln zu schützen. In den vergangenen zwölf Jahren war es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Walfängern und Umweltschützern im Südpolarmeer gekommen. Watson teilte mit, dass die Organisation kaum noch Chancen habe, die Walfänger in der Antarktis zu blockieren. Demnach nutzen die Jäger militärische Überwachungsmethoden via Satellit, um die Schiffe der Umweltschützer zu meiden. Die Schiffe von Sea Shepherd legten in der Vergangenheit von Australien aus ab. Doch die Organisation werde künftig eine andere, erfolgversprechendere Strategie im Kampf gegen den japanischen Walfang führen, kündigte Watson an.

Ein Mitarbeiter der japanischen Fischereibehörde teilte mit, die Erklärung von Sea Shepherd zur Kenntnis genommen zu haben: "Doch es gibt auch andere Anti-Walfang-Organisationen und wir könnten von ihnen gestört werden". Japan hatte sich stets auf wissenschaftliche Studien berufen, um ein 1986 verhängtes Verbot des kommerziellen Walfangs zu umgehen. Allerdings macht Tokio keinen Hehl daraus, dass das Fleisch getöteter Wale verzehrt wird. Japan setzte 2015 die Fangquote von 1000 herab - zuletzt wurden mehr als 300 Zwergwale erlegt.

+++ 13.21 Uhr: Studie: Erschreckend hohe Doping-Dunkelziffer im Spitzensport +++

Im Spitzensport wird wesentlich mehr gedopt, als durch Doping-Kontrollen nachgewiesen wird. Mindestens 30 Prozent der Starter der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2011 und 45 Prozent der Sportler bei den Pan-Arabischen-Spielen 2011 gaben bei einer Studie der Universität Tübingen und der Harvard Medical School an, Dopingmittel genommen zu haben. Mit zeitgleich durchgeführten biologischen Testverfahren wurde nur ein Bruchteil der Dopingfälle erkannt: 0,5 Prozent der Tests bei der WM in Daegu waren positiv. Bei den Pan-Arabischen-Spielen in Doha waren es 3,6 Prozent. Die Studie hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur in Auftrag gegeben. Allerdings verweigerten die WADA und der Leichtathletik-Weltverband IAAF jahrelang die Zustimmung für eine Veröffentlichung. Bereits 2015 waren schon Einzelheiten der Untersuchung in den USA und im Zusammenhang mit dem systematischen Doping in Russland bekannt geworden. Bis 2015 war Lamine Diack Präsident der IAAF. Die französische Justiz ermittelt gegen den Senegalesen unter anderem wegen mutmaßlicher Vertuschung von Doping gegen Geld im Amt.

+++ 12.56 Uhr: Autofahrer aus Erfurt seit 30 Jahren ohne Führerschein unterwegs +++

Bei einer Verkehrskontrolle hat die in Erfurt einen Autofahrer erwischt, der seit rund 30 Jahren ohne Führerschein unterwegs war. Der 61-Jährige wurde wegen eines Gurtverstoßes angehalten und kontrolliert, wie die Beamten in der thüringischen Landeshauptstadt mitteilten. Einen Führerschein habe er dabei nicht vorweisen können. "Der 61-Jährige gab zu, kein solches Dokument zu besitzen", erklärte die Polizei. Er habe angegeben, "mehrfach an der Fahrerlaubnisprüfung gescheitert" zu sein und daher "seit etwa 30 Jahren ohne Führerschein" zu fahren. Die Beamten nahmen ihm die Autoschlüssel ab und erstatteten Anzeige.

+++ 12.17 Uhr: Air Berlin nimmt bis 15. September Kaufangebote an +++

Für die insolvente können Kaufinteressenten nach Unternehmensangaben bis zum 15. September Angebote abgeben. "Air Berlin wird den Investorenprozess zügig abschließen", sagte ein Sprecher. Er widersprach jedoch Informationen aus dem Umfeld des Gläubigerausschusses, wonach die Bieterfrist schon am 13. September ende und das Gremium zwei Tage später bereits erste Entscheidungen treffen könne. Eine Gläubigerversammlung werde es zu einem späteren Zeitpunkt geben, sagte der Sprecher. Air Berlin verhandelt nach eigenen Angaben mit der Lufthansa und drei weiteren Unternehmen über einen Verkauf. Als Interessenten für Teile der Fluggesellschaft gelten neben der Lufthansa die britische Easyjet und der Ferienflieger Condor. An diesem Mittwoch ist ein Gespräch mit dem Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl geplant, der die Fluggesellschaft als Ganzes übernehmen will.

+++ 11.59 Uhr: IOM: Seit 20 Tagen keine Toten im Mittelmeer gemeldet +++

Auf der Route von Migranten über das Mittelmeer sind fast drei Wochen ohne Meldung von Todesopfern vergangen. Das berichtete die Organisation für Migration (IOM) in Genf. In diesem Jahr seien über das Mittelmeer nach Italien, Griechenland und Spanien bis Ende August gut 121.000 Menschen geflüchtet, nach gut 272.000 Menschen im gleichen Zeitraum 2016. Im vergangenen Jahr registrierte die Organisation in diesem Zeitraum 3228 Tote, in diesem Jahr 2410.

Die Zahl der Migranten geht seit Juli deutlich zurück. Nach Meinung der -Grenzschutzagentur Frontex geht das vor allem auf die stärkere Präsenz der libyschen Küstenwache zurück. Private Seenotretter hatten sich vor gut zwei Wochen aus dem Rettungsgebiet vor Libyen vorerst zurückgezogen, nach ihren Angaben wegen Drohungen libyscher Behörden. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen befürchtete seinerzeit, dass dadurch mehr Menschen ertrinken. Nach Angaben der libyschen Küstenwache sind aber deutlich weniger Flüchtlingsboote unterwegs.

+++ 11.51 Uhr: Opfer des Berliner Anschlags haben bislang 1,5 Millionen Euro bekommen +++

Opfer des islamistischen Terroranschlags in Berlin und Hinterbliebene haben bisher mehr als 1,5 Millionen Euro an Unterstützung erhalten. Das sagte der Opferbeauftragte Kurt Beck der "Berliner Zeitung". Es sei aber "noch einiges offen". Das Geld kam sowohl vom Bund - über das Opferentschädigungsgesetz für Gewaltopfer und einen Härtefallfonds des Bundesamtes für Justiz - sowie von der Verkehrsopferhilfe der Versicherungen.

+++ 11.39 Uhr: Umfrage: Knappe Mehrheit für Tempolimit auf Autobahnen +++

Eine gute Mehrheit der deutschen Autofahrer befürwortet ein Tempolimit auf Autobahnen. In einer Umfrage für den Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) waren 52 Prozent der Befragten der Meinung, dass es ein generelles Limit geben sollte, 47 Prozent verneinten das. Ebenfalls 52 Prozent der Befragten gaben an, dass dadurch nach ihrer Überzeugung die Zahl der Verkehrstoten gesenkt werden könne.

+++ 11.29 Uhr: Medien: BVB-Attentäter wird wegen versuchten Mordes angeklagt +++

Die Staatsanwaltschaft hat wegen des Sprengstoff-Anschlags auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund Medienberichten zufolge Anklage gegen den 28-Jährigen Sergej W.
erhoben. Er solle sich wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten, berichteten "Süddeutsche Zeitung" und "Bild". Von der Staatsanwaltschaft war dafür zunächst keine Bestätigung zu erhalten. Nach dpa-Informationen sollen Details aus der Anklage noch am Dienstag veröffentlicht werden. Bei dem Anschlag auf den Mannschaftsbus am 11. April wurden Abwehrspieler Marc Bartra und ein Polizist verletzt.


+++ 11.26 Uhr: Wien: Rentnerin vertreibt Einbrecher mit Staubsaugerrohr +++

Mit einem Staubsaugerrohr hat eine Rentnerin in Wien einen bewaffneten Einbrecher in die Flucht geschlagen. Der Mann habe die 74-Jährige in ihrem Haus mit einem Messer bedroht und Geld verlangt. Sie habe ihm eine Geldbörse gegeben, dann aber zum Staubsaugerrohr gegriffen und den Mann mit Schlägen und lautem Schreien vertrieben, teilte die Wiener Polizei mit. Zutritt soll sich der Unbekannte über eine Terrassentür verschafft haben, die die Frau am Montagmorgen zum Lüften geöffnet hatte. Nach dem Angreifer wurde zunächst erfolglos gefahndet.

+++ 11.05 Uhr: Gutachten: Berliner Flughafen Tegel muss geschlossen werden +++

Eine mögliche Weiternutzung des alten Berliner Flughafens Tegel ist einem Rechtsgutachten im Auftrag des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zufolge nicht mit dem Planungsrecht vereinbar. Laut dem veröffentlichten Gutachten des Rechtsanwalts Karsten Sommer würde eine Offenhaltung die Änderung des Landesentwicklungsplans (LEP) Berlin-Brandenburg nötig machen. Eine Änderung, die zu mehr Fluglärm führe, sei aber gerichtlich kaum durchzusetzen.

Parallel zur Bundestagswahl stimmen Berlins Wahlberechtigte am 24. September über einen Volksentscheid ab, der den rot-rot-grünen Senat des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) zur Weiternutzung Tegels auffordert. Die Landesregierung aber lehnt diese maßgeblich von der FDP auf den Weg gebrachte und von Berlins CDU unterstützte Forderung ab.

+++ 10.30 Uhr: AfD-Chefin Frauke Petry verliert ihre Immunität +++

Die parlamentarische Immunität von AfD-Chefin Frauke Petry ist aufgehoben. Die Widerspruchsfrist des sächsischen Landtages sei um Mitternacht ausgelaufen, "es hat keiner widersprochen", sagte Parlamentssprecher Ivo Klatte in Dresden. Damit ist der Weg frei für eine Anklage gegen Petry wegen des Verdachts des Meineides oder des fahrlässigen Falscheides.

+++ 10.24 Uhr: Juncker: "Türkei entfernt sich von Europa" +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die türkische Regierung für den Stillstand in den Beitrittsverhandlungen mit der verantwortlich gemacht. "Die Türkei entfernt sich mit Riesenschritten von Europa", sagte Juncker bei der jährlichen Konferenz der EU-Botschafter in Brüssel. Er warf dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor, dieser wolle den Europäern die Schuld für den Bruch mit der EU zuschieben.

+++ 10.05 Uhr: Diebe klauen Imker fast vier Millionen Bienen +++

Rund 3,8 Millionen Bienen haben unbekannte Diebe einem Imker im Süden Luxemburgs gestohlen. Die Honigbienen lebten in insgesamt 47 Bienenstöcken, die allesamt entwendet wurden, wie die Polizei in Luxemburg-Stadt mitteilte. "Das müssen Leute gewesen sein, die sich ausgekannt haben", sagte ein Polizeisprecher. Der Schaden werde auf rund 50.000 Euro geschätzt: Die Stöcke, die alle im Wald standen, waren noch nicht abgeerntet. Einen Diebstahl von Bienen "in diesem Ausmaß" habe es in Luxemburg noch nicht gegeben.

+++ 9.17 Uhr: Kinder spielen mit Feuer - Gutshaus brennt nieder +++

Zwei Kinder haben in Zapel in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Dachboden gezündelt und dadurch ihr Elternhaus zerstört. Bei dem Feuer wurde der 69 Jahre alte Vater leicht verletzt. Er habe noch versucht, die Flammen allein zu löschen, sagte eine Polizeisprecherin. Das ehemalige Gutshaus brannte am Montagabend fast komplett ab. Die Kinder und die Mutter konnten sich rechtzeitig aus dem Haus retten.

Nach ersten Untersuchungen sollen der zehnjährige Junge und seine sieben Jahre alte Schwester mit Streichhölzern und Kerzen auf dem Dachboden gespielt haben. Dabei seien abgebrannte Streichhölzer in einem Papierkorb gelandet, wodurch das Feuer ausbrach. "Die Flammen griffen ganz schnell auf den Dachstuhl über", sagte die Sprecherin. Der Vater hatte noch versucht, mit Wasser aus dem Gartenschlauch das Feuer einzudämmen bis die Feuerwehr kam. Dabei erlitt er eine leichte Rauchvergiftung. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein altes verputztes Gutshaus, das noch nicht saniert war. Der geschätzte Schaden liegt bei 150.000 Euro.

+++ 9.15 Uhr: Kim Jong Un soll zum dritten Mal Vater geworden sein +++

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist zum dritten Mal Vater geworden. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap mitteilte, hat die nordkoreanische First Lady Ri Sol Ju das Kind bereits im Februar bekommen. Über Geschlecht und Namen des möglichen Nachwuchses sei jedoch nichts bekannt. Nordkorea bestätigte die Geburt eines Babys nicht.

Kim und seine Frau Ri sollen bereits zwei Kinder haben, die 2010 und 2013 geboren worden. Gerüchten zufolge ist das zweite Kind ein Mädchen, das Geschlecht des ersten Kinds bleibt unbekannt. Für die Koreaner beiderseits der Grenze ist das Thema von Interesse. Mit einem Sohn wäre der Herrscherfamilie ein möglicher Stammhalter geboren. In dem Land regiert die Kim-Familie in dynastischer Erbfolge seit über 60 Jahren.

+++ 9.10 Uhr: Mindestens fünf Tote bei Selbstmordanschlag in Kabul +++

Bei einem Selbstmordanschlag vor einer Bank in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Das sagte der Sprecher der Kabuler Polizei, Basir Mudschahid. Mindesten neun weitere Menschen seien verletzt worden. Vor einer Filiale der Kabul Bank am belebten Massud-Platz habe sich ein Mann in die Luft gesprengt. In Afghanistan beginnen in einigen Tagen wichtige religiöse Feiertage. Banken sind dann besonders voll, weil viele Menschen ihre Gehälter und Boni abholen, um Opfertiere, neue Kleider und Delikatessen einzukaufen.

Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu der Tat. Es war der zwölfte große Anschlag in der afghanischen Hauptstadt seit Januar. Hunderte Menschen wurden seither getötet oder verletzt.

+++ 9.07 Uhr: Merkel kann sich Flüchtlingskontingente aus Afrika vorstellen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält Kontingente für eine legale Einwanderung aus Afrika für denkbar. "Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir mit afrikanischen Ländern Kontingente vereinbaren, wonach eine bestimmte Anzahl von Menschen hier studieren oder arbeiten kann", sagte Merkel in einem Interview mit der "taz". Dies würde Anreize für legale Wege schaffen. "Nur zu sagen, Illegalität geht nicht und gar nichts anzubieten, ist falsch", fügte die CDU-Chefin hinzu.

Die Kanzlerin machte erneut deutlich, dass zwischen Flüchtlingen und Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen nach Europa gelangen wollten, unterschieden werden müsse. "Flüchtlingen, die nach Deutschland gekommen sind, müssen wir Schutz vor Krieg und politischer Verfolgung gewähren", sagte sie. Bei Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen in die Bundesrepublik kommen wollen, "geht es natürlich darum, dass diejenigen kommen, die wir brauchen, Pflegekräfte beispielsweise".

+++ 8.52 Uhr: Spinne verursacht Unfall mit zwei Rollerfahrern +++

Eine Spinne hat in Lemgo in Nordrhein-Westfalen gleich zwei Rollerfahrer zu Fall gebracht. Eine 17-Jährige war am Montagnachmittag mit ihrem Zweirad unterwegs, als sich plötzlich vor ihren Augen eine Spinne abseilte, wie die Polizei mitteilte. Die junge Frau erschrak dermaßen, dass sie mit dem Vorderrad gegen den rechtsseitigen Bordstein geriet und stürzte. Ein hinter ihr fahrender 45-Jähriger wollte noch ausweichen, stürzte aber ebenfalls. Beide Rollerfahrer kamen mit leichten Verletzungen davon.

+++ 8.32 Uhr: Nach Messerattacke in Turku: Zwei Männer freigelassen +++

Die finnische Polizei hat zwei nach der Messerattacke in Turku festgenommene wieder freigelassen. Es gebe keinen Grund mehr, sie zu verdächtigen, teilte die Polizei mit. Bei dem Angriff auf zwei Plätzen in Turku waren zwei Frauen getötet und acht weitere Menschen verletzt worden.

Zwei sitzen nun noch in Untersuchungshaft. Den beiden werden Terrorabsichten vorgeworfen. Der Hauptverdächtige, ein 22 Jahre alter Marokkaner, hatte die Angriffe vom 18. August gestanden, nicht aber die Tötungsabsicht.

+++ 8.05 Uhr: Explosion nahe US-Botschaft in Kabul +++

Nahe der schwer gesicherten US-Botschaft in Afghanistans Hauptstadt Kabul hat es eine Explosion gegeben. Das sagte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Weitere Details konnte er zunächst nicht nennen.

+++ 7.58 Uhr: Geburtstagskind verprügelt Partygast +++

Ein 29-Jähriger hat bei seiner eigenen Geburtstagsfeier in Gera einen Gast verprügelt und ihn dabei leicht verletzt. Das Geburtstagskind geriet mit seinem Kumpel am späten Montagabend aus noch ungeklärter Ursache in Streit, wie die Polizei mitteilte. Dabei schlug er dem 31-Jährigen mit der Faust ins Gesicht und zerstörte seine Brille. Die Polizei schritt ein und nahm eine Anzeige auf. Gut zwei Stunden später stritt sich das Geburtstagskind wieder mit dem 31-Jährigen: Die Gäste riefen erneut die Polizei, um Schlimmeres zu verhindern. Die Beamten nahmen den Mann zum Ausnüchtern mit.

+++ 7.29 Uhr: Bislang 65 Laserpointer-Attacken auf Piloten +++

Bundesweit sind in den ersten sieben Monaten des Jahres 65 Fälle bekannt geworden, in denen Piloten von Laserpointern geblendet wurden. Das teilte Cornelia Cramer, Sprecherin des Luftfahrt-Bundesamtes in Braunschweig, der Deutschen Presse-Agentur mit. Die meisten Angriffe wurden demnach rund um den Flughafen Berlin-Tegel (zehn Fälle) gemeldet, gefolgt von Frankfurt am Main (neun) und Hamburg (sieben). Wie viele Fälle es zum vergleichbaren Zeitpunkt im vergangenen Jahr gab, konnte die Behörde nicht sagen.

+++ 7.17 Uhr: Kolumbien hofft auf Waffenruhe vor Papst-Besuch +++

Die kolumbianische Regierung und die letzte aktive Rebellengruppe des Landes wollen sich noch vor dem Besuch von Papst Franziskus im September auf eine Waffenruhe einigen. Anlässlich der Reise des Kirchenoberhauptes in das südamerikanische Land seien die ELN-Guerilla und die Regierung entschlossen, einen "großen Schritt Richtung Frieden" zu gehen und eine erste Waffenruhe zu vereinbaren, sagte Regierungschefunterhändler Juan Camilo Restrepo am Montag bei Gesprächen beider Seiten in Ecuadors Hauptstadt Quito.

Pablo Beltrán, Unterhändler der ELN-Rebellen sagte, er hoffe, dass am Freitag eine Einigung auf eine Waffenruhe erreicht werden könne. Papst Franziskus wird vom 6. bis 10. September zu einem Besuch in Kolumbien erwartet.

+++ 6.24 Uhr: Mehr als 200.000 Kriegsvertriebene in Afghanistan seit Jahresbeginn +++

In Afghanistan sind seit Jahresbeginn mehr als 200.000 Menschen vor Gefechten zwischen radikalislamischen Taliban und Sicherheitskräften aus ihren Heimatorten geflohen. Das geht aus einem Bericht der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) hervor. Zwischen dem 1. Januar und dem 22. August seien 212 439 Afghanen heimatlos geworden.

+++ 5.54 Uhr: Tote durch Tropensturm "Harvey" +++

Der verheerende Tropensturm "Harvey" hat den US-Bundesstaat Texas weiter fest im Griff. Rettungskräfte kämpften bis in die Nacht gegen die Fluten. Die Küstenwache sprach von mehr als 3000 Menschen, die allein am Montag aus den überschwemmten Gebieten gerettet worden seien. Bis zum Abend (Ortszeit) bestätigten die Behörden offiziell drei Tote, manche US-Medien berichteten aber von höheren Zahlen. Zahlreiche Menschen wurden vermisst. US-Präsident Donald Trump sagte den Betroffenen rasche Hilfe zu. Er beschwor den Zusammenhalt der Bevölkerung. Der Präsident will am Dienstag nach Texas reisen, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen.


+++ 5.21 Uhr: Experte: Alkoholsucht trifft immer mehr Frauen +++

Alkoholsucht trifft nach Darstellung von Experten immer häufiger auch Frauen. Ihr Alkoholkonsum nähert sich zusehends dem von Männern an. "War ein problematisches Trinkverhalten zu Beginn des letzten Jahrhunderts bei Männern noch dreimal so verbreitet wie bei Frauen, lagen zum Ende des 20. Jahrhunderts nur noch geringfügig vorne", erläutert der Chefarzt der Oberbergklinik Berlin/Brandenburg, Bastian Willenborg.

Insbesondere junge Menschen trinken heute annähernd gleich viel, sagt der Spezialist für Suchterkrankungen. Bei Menschen, die zwischen 1991 und 2000 geboren wurden, bestünden kaum noch geschlechtsspezifische Unterschiede in Bezug auf ihren Alkoholkonsum, wie internationale Studien zeigten.

+++ 4.59 Uhr: 65 Piloten von Laserpointern geblendet +++

Bundesweit sind in diesem Jahr bis Ende Juli 65 Fälle bekannt geworden, in denen Hubschrauber- und Flugzeug-Piloten von einem Laserpointer geblendet wurden. Das teilte das Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig der Deutschen Presse-Agentur mit. Wie viele Fälle es zum vergleichbaren Zeitpunkt im vergangenen Jahr gegeben hat, konnte die Behörde nicht sagen.

+++ 4.04 Uhr: Immer mehr Menschen mit Zweitjob +++

Immer mehr Menschen in Deutschland gehen zusätzlich zu ihrem Hauptberuf einem Nebenjob nach. Laut Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit gingen im Dezember 2016 insgesamt fast 2,7 Millionen Menschen im Nebenjob einer geringfügigen Beschäftigung nach. Darin enthalten sind auch Selbstständige. Der Forscher Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) schätzt, dass mittlerweile fast zwei Millionen angestellte Arbeitnehmer neben ihrem Hauptjob einem Minijob nachgehen.

Mehr als die Hälfte der angestellten Nebenjobber macht den Minijob zusätzlich zur Vollzeitbeschäftigung. In den vergangenen Jahren habe es einen starken Anstieg bei Nebenjobbern gegeben: "Seit den Hartz-Reformen hat sich die Zahl mehr als verdoppelt", sagte Weber der Nachrichtenagentur DPA. 2003 gingen lediglich 1,2 Millionen Menschen im Nebenberuf einem Minijob nach.

Vor allem Menschen mit einem unterdurchschnittlichen Verdienst im Hauptjob hätten einen zusätzlichen Minijob, meint der Forscher. Doch nicht immer sei die finanzielle Not der Grund. Viele empfänden die geringen Abgaben auch als praktisch, denn "brutto ist wie netto".


+++ 3.49 Uhr: Tote durch Schüsse in US-Bücherei +++

Zwei Menschen sind durch Schüsse in einer Bücherei im US-Bundesstaat New Mexico nach Behördenangaben ums Leben gekommen. Vier weitere Menschen seien verletzt worden, wie der Direktor der Stadt Clovis, Tom Phelps, der Zeitung "The Eastern New Mexico News" mitteilte. Ein tatverdächtiger Mann sei gefasst worden, erklärte Phelps weiter. Die Polizei hatte das Gebäude mehr als eine Stunde lang umstellt.

Eine Augenzeugin teilte der Zeitung mit, dass ein Mann die Bücherei betreten und zunächst in die Luft geschossen habe. Sie habe zusammen mit ihrem Sohn schnell die Flucht ergriffen. Über das Motiv des Schützen wurde zunächst nichts bekannt.

+++ 3.03 Uhr: Inzwischen drei Tote nach Erdrutsch in China +++

Die Zahl der Toten nach einem Erdrutsch im Südwesten Chinas ist auf mindestens drei gestiegen. 32 weitere Menschen wurden noch vermisst, wie chinesische Staatsmedien berichteten.Das Unglück hatte sich am Montag in Bijie ereignt, das zur südwestchinesischen Provinz Guizhou gehört. Häuser von 34 Familien seien von Geröll und Schlamm getroffen worden. Rettungskräfte zogen zehn Menschen lebend aus den Trümmern.

+++ 3.01 Uhr: Trotz Kritik: Gauland bleibt bei Attacke gegen Özoguz +++

AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland bleibt einem Zeitungsbericht zufolge im Kern bei seiner scharfen Attacke gegen die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD). "Das war eine scharfe Formulierung, aber es ist Wahlkampf", sagte Gauland der "Bild". Auf einer Wahlkampfveranstaltung hatte Gauland gesagt, Özoguz im türkischen Landesteil Anatolien "entsorgen" zu wollen und damit eine Welle der Empörung ausgelöst.

Im "Bild"-Talk "Die richtigen Fragen" sprach Gauland Özoguz zudem "eine Kenntnis des deutschen Landes" ab. "Wer von spezifisch deutscher Kultur nichts wissen will, gehört nicht in dieses Land", sagte Gauland. Zugleich beteuerte er demnach, beim Verwenden des Begriffes "entsorgen" nicht an "Müll" gedacht zu haben.

+++ 2.19 Uhr: Herrenloser Koffer: Hauptbahnhof Kiel gesperrt +++

Wegen eines herrenlosen Koffers ist der Kieler Hauptbahnhof in der Nacht für zwei Stunden gesperrt worden. Das Gepäckstück fuhr in einem Zug von Neumünster nach Kiel mit und war einer Zugbegleiterin aufgefallen, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei sperrte zunächst den Zug und suchte unter anderem mit Lautsprecherdurchsagen im Bahnhof nach dem Besitzer des Koffers - allerdings ohne Erfolg. Daraufhin wurde der Bahnhof geräumt und der Kampfmittelräumdienst alarmiert. Die Spezialisten röntgten den Koffer, werteten die Bilder aus und öffneten das Gepäckstück. Darin befanden sich Nahrungsmittel.

+++ 1.55 Uhr: Merkel: Freilassung von Yücel hat hohe Priorität +++

Die Freilassung des in der Türkei inhaftierten "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel hat für Bundeskanzlerin Angela Merkel eine hohe Priorität. Zwar hätten alle Bemühungen bislang nicht zur Freilassung geführt, "aber nichts würde ich mir mehr wünschen als das", sagte sie der "taz". Merkel fügte hinzu: "Wir setzen uns auf allen Kanälen für ihn ein. Das ist leider sehr kompliziert, weil Deniz Yücel Doppelstaatler ist und wir da konsularisch nicht so viele Rechte haben." Trotzdem tue die Regierung alles in ihrer Macht Stehende für ihn, öffentlich, aber vor allem auch in den Kontakten mit türkischen Behörden.

Merkel sagte, dass sich die Bundesregierung auch um die deutsche Übersetzerin Mesale Tolu, den deutschen Menschenrechtler Peter Steudtner sowie die weiteren Inhaftierten sorge. "Wir haben die Reisehinweise für die Türkei verändert und gehen weit restriktiver an wirtschaftliche Kontakte heran", fügte sie hinzu.  

+++ 0.34 Uhr: Trump verteidigt Mauerpläne +++

Donald Trump hat erneut den milliardenschweren Bau einer Grenzmauer zu Mexiko verteidigt. "Wir brauchen die Mauer aus Sicherheitsgründen", sagte Trump. Sie sei wichtig im Kampf gegen illegale Einwanderung, vor allem aber im Kampf gegen illegalen Drogenhandel. Mexiko werde am Ende dafür bezahlen müssen.

Er hoffe sehr, dass für die Finanzierung des Mauerbaus zum südlichen Nachbarn kein Regierungsstillstand wegen Erreichens der Schuldenobergrenze in Kauf genommen werden müsse. "Ich glaube nicht, dass dies nötig ist", sagte er. Kritiker des Mauerbaus, eines Prestigeprojekts Trumps, erwarten dies allerdings.

Die Verhandlungen mit dem Nachbarland Mexiko um die Neufassung des nordamerikanischen Freihandelsabkommen Nafta bezeichnete Trump erneut als schwierig. "Vermutlich müssen wir die Aufhebung vorbereiten, ehe wir zu einem fairen Deal kommen können", sagte er in Washington. 


+++ 0.22 Uhr: Spahn will offenbar umstrittene Startup-Beteiligung aufgeben +++

Finanzstaatssekretär Jens Spahn (CDU) will seine umstrittene Beteiligung an einem Startup aufgeben. Der CDU-Politiker sagte der "Süddeutschen Zeitung", er wolle die Anteile an der Firma aus der Finanzbranche wieder verkaufen. SPD und Grüne hatten Spahn einen "klaren Interessenkonflikt" vorgeworfen, da er für solche Technologie-Unternehmen zuständig ist. Spahn sagte dem Blatt, er sei auf der Suche nach einem Käufer. Sobald dieser gefunden sei, werde er auch den staatlichen Zuschuss zurückzahlen, den er für das Investment bekommen habe.

+++ 0.02 Uhr: Japan meldet Überflug nordkoreanischer Rakete +++

Eine von Nordkorea abgefeuerte Rakete hat nach Angaben der Regierung in Tokio Japan überflogen. Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte an, Japan werde "alle Schritte" unternehmen, um die Bevölkerung zu schützen. Das südkoreanische Militär hatte zuvor mitgeteilt, Nordkorea habe um 5.57 Uhr (Ortszeit, 22.57 MESZ) von Pjöngjang aus ein "nicht identifiziertes" Geschoss abgefeuert.


+++ 0.00 Uhr: Trump verteidigt Begnadigung von Ex-Sheriff Arpaio +++

US-Präsident Donald Trump hat die Begnadigung des berüchtigten Ex-Sheriffs Joe Arpaio verteidigt. "Viele Leute sind der Meinung, dass das richtig war", sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Arpaio sei ein Patriot, der von der Vorgängerregierung von Präsident Barack Obama "sehr unfair" behandelt worden sei.

Der heute 85 Jahre alte Arpaio war wegen seiner äußerst harschen und erniedrigenden Behandlung von Gefangenen, seines harten Vorgehens gegen illegal eingewanderte Menschen und Gesetzesverstößen immer wieder in die Schlagzeilen geraten.  Im Juli wurde er von einem Bundesgericht in Phoenix für schuldig befunden, als Sheriff eine gerichtliche Anordnung missachtet zu haben, wonach er die Diskriminierung und ethnische Verfolgung von Immigranten zu unterlassen habe.

wue/tkr/DPA/AFP

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