HOME
+++ Ticker +++

Auch Opel bietet Diesel-Prämie

Opel bietet Diesel-Prämie +++ Bergsteiger aus Baden-Württemberg sterben am Montblanc du Tacul +++ Washington weist zwei kubanische Diplomaten aus +++ Quadfahrer überschlägt sich auf Feld und stirbt +++ Die News des Tages.

Auch Opel bietet die Diesel-Prämie

Auch Opel bietet Diesel-Prämie

Die Nachrichten des Tages im -Newsticker.

+++ 19.32 Uhr: Auch Opel bietet Diesel-Prämie +++

Nach VW, Daimler, BMW und weiteren Autobauern hat jetzt auch Opel eine Abwrackprämie für ältere Diesel im Programm. Die deutsche Tochter des französischen PSA-Konzerns bietet den Besitzern von Wagen der Abgasnorm Euro 4 und niedriger verschiedene Beträge an, wenn sie einen Opel-Neuwagen kaufen.

Dieser "Umweltbonus" liegt zwischen 1750 Euro beim Kleinstwagen Karl und 7000 Euro beim Spitzenmodell Insignia, wie das Unternehmen in Rüsselsheim mitteilte. Der Käufer muss den Alt-Diesel verschrotten lassen. Andere Hersteller haben ähnliche Angebote - auch Ford. Der deutsche Ableger des US-Autokonzerns muss allerdings ein Dieselmodell der Mondeo-Reihe vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wegen des Verdachts illegaler Abgastechnik untersuchen lassen.

+++ 18.51 Uhr: Boot mit rund 50 Flüchtlingen überrascht Strandbesucher in Spanien +++

Die Ankunft eines Flüchtlingsbootes mit rund 50 Insassen hat Strandbesucher im Süden Spaniens in Aufruhr versetzt. Nachdem ihr Boot die gut besuchte Playa de los Alemanes in Zahara de los Atunes erreicht hatte, liefen die Afrikaner inmitten der perplexen Badegäste über den Strand, wie Videoaufnahmen zeigen.

Die Migranten hätten Spanien am Mittwochnachmittag erreicht, bestätigten die zuständigen Behörden. Ein Sprecher der paramilitärischen Polizeieinheit Guardia Civil teilte mit, die Ankunft so vieler Flüchtlinge am helllichten Tage und an einem belebten Strand sei zwar äußerst ungewöhnlich. Seit Wochen träfen aber an der Küste der Provinz Cádiz immer mehr Flüchtlingsboote ein.

Nach Angaben des spanischen Seerettungsdienstes wurden allein zwischen Mittwoch und Donnerstagvormittag vor der Südküste des Landes insgesamt 32 Flüchtlinge aus vier Booten gerettet. Auch auf der Urlaubsinsel Mallorca treffen in diesem Sommer deutlich mehr Migranten ein als in den vergangenen Jahren. Der Ansturm auf die spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla nahm zuletzt ebenfalls deutlich zu.


+++ 18.37 Uhr: Für Guam gilt keine offizielle Nato-Beistandspflicht +++

Im Fall eines nordkoreanischen Angriffs auf die US-Pazifikinsel Guam wären Nato-Staaten wie Deutschland nicht verpflichtet, die Amerikaner militärisch zu unterstützen. Wie ein Nato-Sprecher am Donnerstag bestätigte, gehört Guam nicht zu dem Gebiet, für das die Beistandspflicht im Nordatlantikvertrag festgeschrieben wurde. Demnach wäre es eine rein politische Entscheidung, ob die Alliierten bei einem Angriff gegen die etwa 2000 Kilometer östlich der Philippinen gelegene Insel den Bündnisfall nach Artikel 5 ausrufen.

In Artikel 5 des Nordatlantikvertrag haben die Verbündeten festgelegt, "dass ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen (...) als ein Angriff gegen sie alle angesehen werden wird." In Artikel 6 wird dann allerdings eine Gebietseinschränkung vorgenommen.


+++ 18.32 Uhr: Nach Auto-Attacke bei Paris: Tatverdächtiger im Krankenhaus +++

Nach der Auto-Attacke bei Paris mit sechs verletzten Soldaten suchen Anti-Terror-Fahnder nach möglichen Komplizen des 36 Jahre alten Tatverdächtigen. Der bei seiner Festnahme von der Polizei angeschossene Algerier konnte nach Medieninformationen zunächst nicht vernommen werden. Justizkreise bestätigten der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Paris, dass der Verdächtige in einem Krankenhaus behandelt wird.

Elitepolizisten hatten den Mann am Mittwoch auf der Autobahn in der Nähe von Boulogne-sur-Mer in Nordfrankreich gestellt. Dabei fielen Schüsse. Ermittler durchsuchten danach seine Wohnung in Bezons im Pariser Großraum. Der 36-Jährige hat nach Medienangaben eine Aufenthaltsgenehmigung und war den Geheimdiensten nicht wegen einer Radikalisierung bekannt.

Die Tageszeitung "Le Monde" berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, der Verdächtige sei allein unterwegs gewesen und habe keine Waffe gehabt.

+++ 17.50 Uhr: Frau würgt Frau grundlos in Berliner S-Bahn +++

Eine 31-Jährige ist in der Berliner S-Bahn von einer anderen Frau unvermittelt gewürgt worden. Das Opfer erlitt einen Schock und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Nach Angaben der Bundespolizei war die 31-Jährige am Morgen in der S5 unterwegs, als sie zwischen den Stationen Tiergarten und Bellevue von einer Mitreisenden ohne erkennbaren Grund von hinten gepackt wurde. Die 29-Jährige Angreiferin habe mit ihrem Unterarm die Frau unter dem Kinn festgehalten und zugedrückt. Sie wurde von alarmierten Polizisten festgenommen.

Die Angreiferin soll laut Bundespolizei psychisch labil sein und einen Betreuer haben. Es werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

+++ 16.44 Uhr: Wuppertaler "Mordprozess ohne Leiche": Entdeckte Tote identifiziert +++

Bei einer vor drei Wochen in Baden-Württemberg entdeckten Frauenleiche handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um die vor über zwei Jahren verschwundene Hanaa S. aus Solingen. Das sagte der Staatsanwalt im Mordprozess gegen fünf Verwandte der Verschwundenen am Landgericht Wuppertal. Ein zahnmedizinisches Gutachten zur Identifizierung der Toten habe dies ergeben, teilte ein Gerichtssprecher mit. In dem seit über einem Jahr laufenden Prozess wird den fünf Angeklagten gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen. Unter den Angeklagten sind der Ehemann und ein Sohn des Opfers. Sie sollen sich entschlossen haben, die sechsfache Mutter zu töten, um die Familienehre wiederherzustellen. Die Irakerin soll sich von ihrem Mann getrennt und eine neue Beziehung angefangen haben, was - so die Anklage - dem Ehrgefühl der Angeklagten widersprochen haben soll. Nach 69 Prozesstagen hatte überraschend der angeklagte Schwager der Verschwundenen ausgesagt, er wolle der Polizei den Ablageort der Leiche zeigen. Nach mehrtägiger Suche wurden in einem Waldgebiet bei Kronau tatsächlich die sterblichen Überreste einer Frau entdeckt.

+++ 16.35 Uhr: Auch Opel bietet jetzt Abwrackprämie für ältere Diesel +++

Opel zieht nach und bietet wie die anderen deutschen Hersteller eine Abwrackprämie für ältere Diesel-Pkw. Beim Kauf eines neuen Opel-Modells zahle das Unternehmen 1750 Euro bis 7000 Euro, teilt der Autobauer mit. Der alte Diesel der Abgasnorm Euro 1 bis 4 wird verschrottet. Er müsse mindestens sechs Monate auf den Kunden zugelassen sein. Die sogenannte Umweltprämie will Opel unabhängig vom Baujahr und vom Zustand des alten Diesel zahlen. Das Angebot sei bis Ende des Jahres gültig, erklärte das Unternehmen. Vor Opel haben bereits Ford, BMW, Daimler und VW mit mehreren Marken eine Umstiegsprämie eingeführt. Sie wollen nach eigenen Angaben mit der Verschrottung alter Dieselfahrzeuge einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Luftqualität vor allem in den Innenstädten leisten. 

+++ 16.11 Uhr: Zahl der Todesopfer nach Brand in Sozialunterkunft auf vier gestiegen +++

Nach dem verheerenden Brand in einer Sozialunterkunft im württembergischen Markgröningen ist die Zahl der Opfer auf vier gestiegen. Drei Tage nach dem Feuer erlag am Donnerstag ein 45-Jähriger in einer Klinik den Folgen seiner schweren Rauchgasvergiftung, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Das Feuer war am frühen Montagmorgen im Erdgeschoss der städtischen Unterkunft für sozial benachteiligte Menschen ausgebrochen. Später gestand ein 66-jähriger Bewohner, den Brand gelegt zu haben. Bei dem Feuer und in den Stunden danach waren eine 54-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 56 und 60 Jahren ums Leben gekommen. Der 45-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus gebracht, wo er nun starb.

+++ 15.05 Uhr: Zwei Festnahmen im Eier-Skandal in den Niederlanden +++

Im Skandal um mit Fipronil belastete Eier sind in den Niederlanden zwei Verdächtige festgenommen worden. Es handle sich um zwei Manager des Unternehmens, das das Insektengift in Agrarbetrieben angewandt habe, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Niederländischen Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Unternehmen um die niederländische Firma Chickfriend.

+++ 14.52 Uhr: Nach Fund von Leichenteilen noch keine heiße Spur in Hamburg +++

Nachdem Spaziergänger und Bootsfahrer in Hamburg auf Leichenteile einer vermissten Frau gestoßen sind, haben die Ermittler noch keine "heiße" Spur von dem Täter. Auch der Hintergrund der Tat liege noch im Dunkeln, sagte eine Polizeisprecherin. Die Mordkommission ermittele in alle Richtungen. Der Täter hat nach Erkenntnissen der Ermittler die 48 Jahre alte Prostituierte wahrscheinlich zerstückelt und die Körperteile über die Gewässer der Hansestadt verteilt. Die Fundorte liegen teils mehr als 20 Kilometer voneinander entfernt. Es sei unwahrscheinlich, dass die Strömung die fünf Leichenteile binnen einer Woche über das Stadtgebiet verteilt habe, sagte die Sprecherin. Ein DNA-Schnelltest hatte erwiesen, dass die Körperteile zu einem Leichnam gehören.

+++ 13.16 Uhr: Zwei deutsche Bergsteiger am Montblanc-Massiv erfroren +++

Zwei Bergsteiger aus Baden-Württemberg sind bei einer Gipfelbesteigung im Montblanc-Massiv erfroren. Die Leichen wurden vom Montblanc du Tacul geborgen, wie ein Vertreter der Hochgebirgs-Gendarmerie in Chamonix sagte. Nach Angaben der Polizei in Offenburg stammen die Männer aus dem Raum Lahr. Todesursache war nach Angaben der Gendarmerie Unterkühlung.

Die beiden etwa 40 Jahre alten Männer seien am frühen Montagmorgen gegen 2 Uhr von einer Schutzhütte aus aufgebrochen, um den 4248 Meter hohen Gipfel zu erklimmen. Dabei hätten sie die schwierige Route über den sogenannten Teufelsgrat gewählt. Zuletzt seien sie am Montagnachmittag gegen 14 Uhr von anderen Bergsteigern gesichtet worden.

Angehörige alarmierten die Bergwacht am Dienstagabend. Wie es genau zu dem Unglück kam, ist unklar. Die Bergsteiger hätten aber offensichtlich länger gebraucht, als üblich - die am Montag guten Wetterbedingungen hätten sich erst am Abend verschlechtert.

+++ 13.13 Uhr: Neun Journalisten klagen wegen Ausschluss vom G20-Gipfel +++

Wegen des Entzugs ihrer Akkreditierung für den G20-Gipfel in Hamburg haben neun Journalisten Klage beim Berliner Verwaltungsgericht eingereicht. Die Klage richte sich gegen das Bundespresseamt, sagte ein Gerichtssprecher. Demnach soll das Gericht feststellen, dass der nachträgliche Entzug der Gipfelakkreditierung unrechtmäßig war.

Insgesamt 32 Journalisten wurden nach Beginn des Gipfeltreffens in der Hansestadt Anfang Juli wieder ausgeschlossen. Neun Journalisten mussten nach Polizei-Kontrollen in Hamburg ihre Sonderausweise abgeben. Bei 23 weiteren Journalisten geschah das nur deswegen nicht, weil sie nicht am Pressezentrum erschienen waren. Regierungssprecher Steffen Seibert begründete die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken.

+++ 12.32 Uhr: Forscher finden 106 Jahre alten "perfekt erhaltener" Kuchen in der Antarktis +++

106 Jahre alt und noch immer (fast) zum Anbeißen: Neuseeländische Wissenschaftler haben in einer entlegenen Hütte in der Antarktis einen perfekt konservierten Früchtekuchen entdeckt. Der einst von der britischen Firma "Huntley und Palmers" hergestellte Kuchen war noch in Papier gewickelt und befand sich in einer verzinnten Dose, teilte die Stiftung Antarctic Heritage Trust am Donnerstag in Christchurch mit. Die Wissenschaftler hatten eine Reihe verrosteter Blechdosen untersucht, die in den 1899 von norwegischen Forschern erbauten Hütten auf der Landzunge Kap Adare gefunden worden waren. 1911 hatten Mitglieder der vom Unglück verfolgten Antarktis-Expedition des Briten Robert Falcon Scott die Hütten genutzt. Die Wissenschaftler nehmen an, dass der Kuchen von Scotts Team stammt. Es sei eine große Überraschung gewesen, diesen "perfekt erhaltenen" Früchtekuchen zu finden, sagte die Leitern des Forschungsprojektes, Lizzie Meek. Früchtekuchen sei wegen seines hohen Energiegehaltes ideal für antarktische Bedingungen.

+++ 12.02 Uhr: Lokführer raucht Joint - und überfährt Haltesignal +++

Einen kiffenden Lokführer hat die Polizei in Hamburg erwischt. Der 40-Jährige rangierte nach bisherigen Erkenntnissen vermutlich berauscht einen 40 Waggons langen Güterzug mit 3800 Tonnen Gewicht, wie die Polizei mitteilt. Ein Zeuge sah den Lokführer demnach am frühen Mittwochmorgen auf dem Bahnsteig in Bahrenfeld einen Joint rauchen. Bei seiner Fahrt habe der Zugführer ein Haltesignal überfahren und mit dem letzten Waggon seines Zuges fast eine Barriere gerammt. Ein Drogentest auf dem Präsidium schlug laut Polizei auf THC, einen Bestandteil der Hanfpflanze, an. Seinen Lok-Führerschein sei der 40-Jährige nun los, hieß es. Gegen ihn werde ermittelt.

+++ 11.45 Uhr: Anklage fordert im Terrorprozess gegen Syrer zehn Jahre Haft +++

Im Prozess gegen einen Mann, der wegen mutmaßlicher Anschlagspläne vor dem Landgericht Saarbrücken steht, fordert die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren. Der Verteidiger des 39-jährigen Syrers beantragte hingegen einen Freispruch für seinen Mandaten. Dem Mann wird vorgeworfen, die Terrormiliz IS per Internetchat um 180.000 Euro für Anschläge in Deutschland gebeten zu haben. Zu einer Geldübergabe kam es allerdings nicht. Ein Urteil will das Gericht morgen  verkünden. Oberstaatsanwalt Guntram Liebschner sagte, die Botschaften des Angeklagten im Internet seien eindeutig gewesen. Auch die Tatsache, dass er keinen falschen Namen verwendet habe, spreche dafür, dass er sich tatsächlich dem IS ausliefern wollte und es mit den Anschlags-Plänen ernst gemeint habe. Allerdings habe es keine konkreten Hinweise auf Komplizen oder Autos zum Ausführen von Anschlägen gegeben, auch sei bei dem Mann nach der Verhaftung am 31. Dezember kein Sprengstoff gefunden worden.

+++ 11.37 Uhr: Unbekannte stehlen Lego im Wert von 30.000 Euro aus Lastwagen in Bayern +++

Lego-Spielzeug im Wert von rund 30.000 Euro haben Unbekannte in der Nacht aus einem Lastwagen in Bayern gestohlen. Wie die Polizei in Würzburg mitteilte, verschafften sich die Täter auf einer Rastanlage Zugang zu einem dort abgestellten Anhänger. Sie konnten mit ihrer Beute unerkannt entkommen. Insgesamt erbeuteten die Diebe den Angaben zufolge sieben Paletten mit Lego-Spielwaren. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein und bat mögliche Zeugen, sich zu melden.

+++ 11.16 Uhr: Erneut Leichenteil in Hamburger Gewässer gefunden +++

In Hamburger Gewässern tauchen immer mehr Leichenteile auf. Nach den Funden der vergangenen Tagen entdeckte ein Zeuge am Mittwoch an einer Schleuse im Stadtteil Rothenburgsort erneut einen Körperteil, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten gehen davon aus, dass alle Leichenteile zu einer 48-Jährigen gehören, die seit dem 1. August vermisst wird und mutmaßlich getötet wurde. Das Ergebnis der DNA-Tests der beiden jüngsten Funde vom Dienstag und Mittwoch steht aber noch aus. Zunächst war ein Spaziergänger am Donnerstag vergangener Woche am Elbstrand in Hamburg-Rissen auf Körperteile gestoßen. Am Montag und Dienstag wurden in verschiedenen Kanälen dann ein Torso und ein weiterer Körperteil entdeckt. Der Fund an der Schleuse an der Bille vom Mittwoch ist insgesamt der dritte. Die Hintergründe des Verbrechens sind bisher noch unklar. Die Mordkommission ermittelt.


+++ 11.05 Uhr: Journalisten klagen wegen Akkreditierungsentzug bei G20 +++

Neun Journalisten haben wegen des Entzugs der Akkreditierung für den G20-Gipfel in Hamburg Klage gegen das Bundespresseamt eingereicht. Wie ein Sprecher des Berliner Verwaltungsgerichts bestätigte, wollten die Journalisten nachträglich feststellen lassen, dass der Schritt damals rechtswidrig war. Weder das Bundeskriminalamt noch das Bundespresseamt hätten bisher stichhaltige Gründe für den Schritt genannt, begründete die Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Journalisten-Union Cornelia Haß, die Klage. "Jetzt müssen die Gerichte klären, ob der Umgang mit unseren Mitgliedern einer juristischen Prüfung standhält. Ich habe da berechtigte Zweifel", sagte Haß. Auf dem G20-Gipfel im Juli hatten 32 überprüfte Journalisten kurzfristig ihre Zulassung wieder verloren.


+++ 10.13 Uhr: ARD und Mehmet Scholl einigen sich auf Vertragsauflösung +++

Die ARD und Mehmet Scholl haben sich darauf geeinigt, ihre Zusammenarbeit ab sofort zu beenden. Damit endet eine neunjährige Kooperation der ARD mit dem Fußballexperten. Mehmet Scholl bedankte sich für tolle und ereignisreiche Jahre als Experte: "Es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht." ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sagte: "Wir bedanken uns bei Mehmet Scholl für die großartige Zeit mit einem meinungsstarken, streitbaren und originellen Experten, der unsere Sendungen extrem bereichert hat. Er hat den Zuschauern einen tiefen Einblick in den Fußball ermöglicht und sie bestens unterhalten."

+++ 9.26 Uhr: Bauernverband kritisiert Krisenmanagement im Eier-Skandal +++

Der Deutsche Bauernverband hat das europäische Krisenmanagement bei der Aufarbeitung des Skandals um mit Fipronil belastete Eier kritisiert. "Es darf nicht wieder passieren, dass Behörden solche Informationen zurückhalten", sagte der Vize-Generalsekretär des Verbands, Udo Hemmerling, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Dadurch haben wir wertvolle Zeit verloren, um die Verbreitung der Eier im EU-Binnenmarkt einzugrenzen." Damit nahm er Bezug auf die belgischen Behörden, die bereits Anfang Juni von einer möglichen Belastung von Hühnereiern durch das Insektizid Fipronil erfahren hatten. Aufgrund von Betrugsermittlungen wurde diese Information nach Angaben der belgischen Behörde für Lebensmittelsicherheit aber nicht öffentlich gemacht. Belgien wiederum warf den Niederlanden am Mittwoch vor, bereits im November 2016 von belasteten Eiern gewusst, allerdings nicht darüber informiert zu haben.

+++ 9.12 Uhr: Wieder Panne in Alt-Atomkraftwerk Fessenheim +++

Im umstrittenen elsässischen Atomkraftwerk Fessenheim an der Grenze zu Deutschland ist es bei Wartungsarbeiten zu einer Panne gekommen. Ein Baustellenkabel hätte vermutlich das Schließen einer Schleuse zum radioaktiven Bereich des Reaktors 1 verhindern können, wie der Betreiber EDF berichtete. Der Reaktor 1 war im Juli für einige Wochen angehalten worden, um einen Teil der Brennstäbe auszutauschen und die Anlage zu warten und zu kontrollieren. Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag vergangener Woche. Er habe keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlage gehabt, so der Betreiber. Die französische Atomaufsicht sei über einen Fall der Stufe eins informiert worden. Die Skala reicht bis zur Stufe sieben, dies ist dann ein schwerer Unfall.

+++ 8.57 Uhr: Leiharbeiter sind länger krank als Festangestellte +++

Leiharbeiter sind länger krankgeschrieben als Festangestellte. Das geht aus einer Untersuchung der Techniker Krankenkasse hervor, über die die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten. Leiharbeiter fehlten demnach im Jahr 2016 an durchschnittlich 20,3 Tagen. Das sind 5,6 Tage mehr als bei Arbeitnehmern in regulären Jobverhältnissen, die im Schnitt 14,7 Tage fehlten. In den vergangenen Jahren verschlechterte sich demnach die Situation noch. 2008 zum Beispiel waren Leiharbeiter nur an 14,7 Tagen krank. In anderen Branchen waren es elf Tage. Vor allem Muskel-Skelett-Erkrankungen führten bei Leiharbeitern zu mehr Krankheitstagen. Sie fehlten aus diesem Grund im Schnitt 4,5 Tage im Jahr. Festangestellte waren wegen dieser Diagnose 2,8 Tage krankgeschrieben. Bei psychischen Erkrankungen waren es bei Leiharbeitern der Kasse zufolge durchschnittlich 3,4 Krankheitstage pro Jahr gegenüber 2,4 Tagen im Rest der Wirtschaft.

+++ 8.37 Uhr: Knappe Mehrheit der Deutschen begrüßt Kaufprämien für Dieselautos +++

Eine knappe Mehrheit der Deutschen begrüßt einer Umfrage zufolge die Kaufprämien für ältere Dieselfahrzeuge. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine repräsentative Befragung durch das Institut Insa berichtete, finden 52 Prozent der Befragten den Kaufanreiz richtig, gut 30 Prozent sagten, er sei falsch. Alle anderen hatten keine Meinung dazu. Die Frage, ob die Umstiegsprämie sie zum vorzeitigen Kauf eines Neuwagens bewegen könne, bejahten außerdem 48,6 Prozent der betroffenen Dieselfahrer. Das Insa-Institut bezeichnete dieses Ergebnis als einen "enorm hohen Wert". Zugleich wurde der Umfrage zufolge klar, dass die Deutschen noch immer am Verbrennungsmotor hängen - nur jeder Fünfte der Befragten, die tatsächlich abwracken wollen, kann sich demnach vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen. Insa befragte am Dienstag 1028 Deutsche.

In den vergangenen Tagen und Wochen hatten fast alle deutschen Autohersteller eine Umstiegsprämie für Besitzer älterer Dieselautos angekündigt, darunter nach Ford und BMW auch VW. Die Kunden sollen je nach Modell einen Nachlass von 2000 bis 10.000 Euro beim Kauf eines Neuwagens bekommen.


+++ 8.36 Uhr: Auto-Attacke in Frankreich: Tatverdächtiger im Krankenhaus +++

Der nach einer Auto-Attacke auf Soldaten festgenommene Tatverdächtige wird nach Medieninformationen weiter in einem Krankenhaus behandelt. Wegen seiner Verletzungen konnte der 36-Jährige bisher nicht von französischen Anti-Terrorermittlern vernommen werden, wie der Nachrichtensender Franceinfo unter Berufung auf Justizkreise berichtete. Einen Tag nach der Attacke in einem Pariser Vorort, bei der sechs Soldaten verletzt wurden, suchten die Fahnder nach möglichen Komplizen des Mannes, der nach Medienformationen Algerier ist und eine Aufenthaltsgenehmigung hat. Er war am Mittwoch auf der Autobahn in der Nähe von Boulogne-sur-Mer festgenommen worden. Polizisten hatten den Verdächtigen mit mehreren Schüssen verletzt. Ermittler durchsuchten danach seine im Pariser Großraum gelegene Wohnung. Die verletzten Soldaten gehören zum Antiterroreinsatz Sentinelle (Wache), bei dem Armeeangehörige auf Straßen und vor öffentlichen Gebäuden patrouillieren. Das Parlament hatte den Ausnahmezustand vor Kurzem bis Anfang November verlängert.

+++ 7.27 Uhr: Washington hat zwei kubanische Diplomaten ausgewiesen +++

Nach einer mysteriösen Erkrankung mehrerer US-Diplomaten in hat Washington zwei kubanische Diplomaten ausgewiesen. Die beiden Botschaftsmitarbeiter seien bereits im Mai zur Ausreise aufgefordert worden, teilte das US-Außenministerium mit. Zuvor hätten einige Mitarbeiter der US-Botschaft in Havanna über "Vorfälle" geklagt, die zu verschiedenen "körperlichen Symptomen" geführt hätten. Einige US-Diplomaten hätten wegen der Erkrankung in die USA zurückkehren müssen.

Die ersten dieser Fälle seien Ende 2016 bekannt geworden, sagte Außenamtssprecherin Heather Nauert. Zur Zahl der betroffenen US-Diplomaten und zur Art ihrer Symptome machte sie keine Angaben. "Als Folge davon haben wir zwei Kubaner aufgefordert, die zu verlassen und das haben sie", sagte die Sprecherin. Die kubanische Regierung bestätigte die Angaben. Havanna hatte demnach gegen die Ausweisung der beiden Diplomaten protestiert und die US-Regierung aufgefordert, bei der Aufklärung der mysteriösen Vorfälle zusammenzuarbeiten.

+++ 5.06 Uhr: Eier-Skandal: Niedersachsens Agrarminister will EU-Task-Force +++

Nach dem Eier-Skandal hat sich Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer für eine intensivere Lebensmittelüberwachung durch die ausgesprochen. "Ich fordere eine EU-Task-Force mit Kontrollkompetenzen auf europäischer Ebene zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher", sagte der Grünen-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Mit Unverständnis reagierte Meyer auf die Niederlande und Belgien. "Es kann nicht sein, dass Informationen zum Schutz der Gesundheit von Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern in Europa nur deshalb liegen bleiben, weil sich nationale Behörden streiten."

+++ 3.35 Uhr: McDonald's rüstet bei Heißgetränken auf Porzellan und Glas um +++

Die Fastfood-Kette will bei heißen Getränken weniger Einweg-Verpackungen verwenden. Das Unternehmen beginnt ab sofort damit, in einem Teil seiner Restaurants Kaffee, Tee und Kakao in Porzellan- und Glasgeschirr auszuschenken. Bis Ende 2019 soll ein Großteil der deutschen Filialen auf das neue Konzept umgestellt werden, teilte es in München mit.

Bereits im vergangenen Herbst hatte die Kette damit begonnen, Kaffee in von Gästen mitgebrachten Tassen und Bechern abzufüllen. McDonald's betreibt in Deutschland knapp 1500 Schnellrestaurants. Bisher gab es Porzellangeschirr für Gäste der McCafé-Kaffee-Bars, nicht aber an der normalen McDonald's-Theke. Umweltschützer kritisieren seit Jahren den Müll, den der Trend zum Mitnehm-Kaffee in Einwegbechern verursacht.

+++ 2.47 Uhr: Quadfahrer überschlägt sich auf Feld und stirbt +++

Ein Quadfahrer ist mit seinem Gefährt auf einem Rapsfeld verunglückt und gestorben. Bauern fanden die Leiche des 38-Jährigen auf dem Feld im Landkreis Rostock, wie die Polizei mitteilte. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Mann aus Schleswig-Holstein am Mittwochabend allein auf einer Spritztour über das abgeerntete Feld bei Groß Roge, als er vermutlich gegen eine Bodenwelle fuhr und sich überschlug. "Er wurde von seinem Quad erschlagen", sagte eine Polizeisprecherin. Ein Quad ist eine Art vierrädriges Geländemotorrad.

+++ 0.02 Uhr: Schlepper stoßen junge Flüchtlinge ins Meer - Mindestens 29 Tote +++

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind vor der Küste des Jemen mindestens 29 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Sie seien ertrunken, nachdem Schlepper sie ins Meer gestoßen hätten, erklärte die IOM unter Berufung auf Augenzeugen. Die überlebenden Flüchtlinge hätten die Leichen notdürftig an einem Strand in der südlichen Provinz Schabwa verscharrt. Mindestens 22 Menschen würden noch vermisst.

Insgesamt befanden sich auf dem Schiff demnach mehr als 120 Flüchtlinge aus Somalia und Äthiopien. "Die Schlepper haben die Migranten absichtlich ins Wasser gestoßen, weil sie fürchteten, beim Erreichen der Küste aufgegriffen zu werden." Danach seien sie umgekehrt, um neue Flüchtlinge zu holen. Die UN-Behörde nannte die Tat "schockierend und inhuman". Nach Einschätzung der IOM waren die Flüchtlinge auf dem Boot im Schnitt 16 Jahre alt. Unter den Toten und Vermissten sind demnach viele Kinder. 

fin/DPA/AFP

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren