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Kehle durchgeschnitten - Bürgermeister in Belgien getötet

CDU-Politiker Heiner Geißler tot +++ Bürgermeister in Belgien die Kehle durchgeschnitten +++ Vier Franzosen bei Absturz von Kleinflugzeug auf Korsika getötet +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Kehle durchgeschnitten - Bürgermeister in Belgien getötet

Die Bürger der 60.000 Einwohner-Stadt Mouscron in Belgien sind erschüttert. Viele trugen sich gestern in ein Kondolenzbuch im Rathaus ein

Die Nachrichten des Tages für Sie im Überblick.

+++ 22.57 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat Kanzlerin Angela +++

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, sich noch vor der Wahl einem zweiten TV-Duell zu stellen. Im Schlagabtausch mit Merkel am 3. September seien viele Punkte, die die Bürger bewegten, gar nicht angesprochen worden: "Deshalb habe ich Frau Merkel heute einen Brief geschrieben und Sie aufgefordert, ein nächstes Duell mit mir zu machen, damit all' diese Punkte auch diskutiert werden können", sagte Schulz am Dienstagabend in der ZDF-Sendung "Klartext" unter Beifall des Studiopublikums. 

+++ 21.35 Uhr: Hubschrauber mit Hilfsgütern in Mexiko abgestürzt +++

Im Süden von Mexiko ist ein Hubschrauber mit Hilfsgütern für Erdbebenopfer abgestürzt. Der Militärhelikopter sei in einer bergigen Region im Bundesstaat Chiapas abgestürzt, sagte der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, am Dienstag im Fernsehsender Milenio. An Bord waren demnach sieben Soldaten und ein Mitarbeiter des Zivilschutzes. "Sie sind verletzt. Sie haben sich per Funk gemeldet. Die Rettungsarbeiten sind im Gange", sagte Puente.

Der Hubschrauber sollte Hilfsgüter in die vom starken Erdbeben besonders betroffenen Gebiete im Süden des Landes bringen. Das Beben der Stärke 8,2 hatte in der Nacht zum Freitag die Region erschüttert. Mindestens 96 Menschen kamen ums Leben, über 7000 Häuser wurden beschädigt.

+++ 20.53 Uhr: Denkmal erinnert an Besuch von Papst Benedikt XVI. in Regensburg +++

Vor elf Jahren besuchte der damalige Papst Benedikt XVI. seine Heimatstadt Regensburg - seit heute erinnert ein Denkmal an die Visite vom 12. September 2006.
Bischof Rudolf Voderholzer enthüllte das von Bildhauer Joseph Michael Neustifter in Form eines goldenen Hauses gestaltete Denkmal am Abend und segnete es. Erzbischof Georg Gänswein trug einen Gruß des inzwischen emeritierten Papstes alias Joseph Ratzinger (90) vor. "Ein Haus ist Heimat. Es schenkt Gemeinschaft und Geborgenheit." An der Feierstunde in der Kirche St. Jakob, vor der das Denkmal steht, nahm auch der Bruder des früheren Papstes, Georg Ratzinger (93), teil.

+++ 19.10 Uhr: Mord an Bürgermeister: 18-Jähriger in Untersuchungshaft +++

Einen Tag nach dem Mord am Bürgermeister einer belgischen Stadt ist gegen den 18-jährigen Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Mons-Tournai eröffnete gegen den jungen Mann ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes, ein Untersuchungsrichter ordnete Untersuchungshaft an. Der 18-Jährige hatte noch am Montagabend gestanden, nachdem er dem Bürgermeister der 60.000-Einwohner-Stadt Mouscron auf einem Friedhof die Kehle durchgeschnitten hatte.

Der Bürgermeister, der 71-jährige Alfred Gadenne, wurde am Montagabend tot auf dem Gelände eines Friedhofs gefunden, dessen Tore er täglich öffnete und schloss. Die Tat löste in ganz Belgien Betroffenheit aus. 

+++ 18.42 Uhr: Mindestens zwei Tote bei Karambolage auf A2 +++

Bei einer Karambolage auf der Autobahn 2 bei Oelde im Münsterland sind zwei Menschen ums Leben gekommen, mindestens 17 wurden verletzt. Mehrere Fahrzeuge, darunter ein Bus, seien am Nachmittag ineinandergefahren, sagte ein Sprecher der Polizei Dortmund. Rettungshubschrauber und Notärzte seien im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen. Die A2 Richtung Oberhausen wurde voll gesperrt. Die Unfallursache war zunächst unklar.

+++ 18.20 Uhr: Bremen seit Jahrzehnten mit Überschuss +++

Das hoch verschuldete Bundesland Bremen rechnet von 2020 an erstmals seit den 1960er Jahren wieder mit Haushaltsüberschüssen. Das teilten Regierungschef Carsten Sieling (SPD) und Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) mit.
Nach dem vom Senat beschlossenen Fünf-Jahres-Finanzplan für 2017 bis 2021 wird 2020 ein Überschuss von 89 Millionen Euro und 2021 ein Plus von 229 Millionen Euro erwartet.

+++ 17.58 Uh: Hurrikan "Irma" verhilft Verbrechern zur Flucht +++

Der Hurrikan "Irma" hat auf den britischen Jungferninseln mehr als hundert Schwerverbrechern zur Flucht aus einem Gefängnis verholfen. "Das Gefängnis wurde beschädigt, mehr als hundert sehr gefährliche Häftlinge sind geflohen", räumte der Staatsminister im britischen Außenministerium, Alan Duncan, vor dem Parlament in London ein. Der Massenausbruch stelle "eine ernsthafte Gefahr" dar und könne "zu einem vollständigen Zusammenbruch von Recht und Ordnung auf den britischen Jungferninseln" führen.
Duncan führte aus, dass rund um das Gefängnis die Armee im Einsatz sei, um die Sicherheit wiederherzustellen. Wie viele Ausbrecher bislang gefasst wurden, teilte der Staatsminister nicht mit.


+++ 17.45 Uhr: Hohe Preise: Diebe klauen in Tschechien Butter +++

 Der steigende Butterpreis treibt merkwürdige Blüten: In Tschechien hat ein Mann versucht, in einem Supermarkt auf einen Schlag 150 Packungen zu stehlen. An der Kasse kam er noch ohne zu bezahlen vorbei, doch vor dem Geschäft hielt ihn das Sicherheitspersonal fest. "Die Beute wollte er verkaufen", teilte eine Polizeisprecherin aus der Industriestadt Most (Brüx) im Norden des Landes mit.

Der Butterpreis hat nicht nur in Tschechien einen historischen Höchststand erreicht. Auch in Deutschland kostet die 250-Gramm-Packung inzwischen rund 1,99 Euro. Innerhalb eines Jahres hat sich der Butterpreis damit fast verdoppelt. 

+++ 17.39 Uhr: Merkel lehnt generellen Stopp von Rüstungsexporten in die Türkei ab +++

Trotz der angespannten deutsch-türkischen Beziehungen lehnt Kanzlerin Angela Merkel einen generellen Stopp der Rüstungsexporte in das Land ab. "Wir entscheiden von Fall zu Fall, was wir an Rüstungsgütern exportieren", sagte Merkel dem Radiosender NDR Info. Die CDU-Chefin verwies darauf, dass es sich bei der Türkei um einen Nato-Bündnispartner handele.

Sie betonte, die Exporte würden schon viel restriktiver gehandhabt.
"Dennoch sind wir in einem gemeinsamen Kampf gegen den IS, gegen den islamistischen Terror." Und Deutschland sei auch in Sicherheitsfragen auf die Zusammenarbeit mit der Türkei angewiesen. "Bei allen politischen Unterschieden muss man das auch immer wieder im Blick haben", sagte die Kanzlerin. Nach Angaben von Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) liegen die meisten Waffenexporte in die Türkei auf Eis. 

+++ 17.28 Uhr: UN: Zwei Millionen Südsudanesen vor Bürgerkrieg aus dem Land geflohen +++

Der blutige Konflikt im Südsudan hat inzwischen mehr als zwei Millionen Flüchtlinge in die Nachbarländer getrieben. Dies sei die höchste Zahl an südsudanesischen Flüchtlingen seit Erlangung der Unabhängigkeit im Jahr 2011, teilte das UN-Nothilfebüro mit. Eine Million Flüchtlinge leben demnach in Uganda, die anderen in Äthiopien, Kenia, im Kongo, in der Zentralafrikanischen Republik und im Sudan. Weitere 1,87 Millionen Menschen seien innerhalb des Landes geflohen. Somit ist fast ein Drittel der Bevölkerung auf der Flucht.

+++ 17.12 Uhr: Ein Jahr und drei Monate Jugendstrafe für 19-jährigen G20-Randalierer +++

Im vierten Prozess um die Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg ist ein 19-Jähriger zu einer Jugendstrafe in Höhe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt worden. Ob die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird, werde das Gericht dem Jugendstrafrecht entsprechend in sechs Monaten entscheiden, sagte ein Gerichtssprecher auf Anfrage. Außerdem müsse der junge Mann zehn Arbeitsleistungen mit jeweils sechs Stunden erbringen.

Nach Überzeugung des Amtsgerichts im Stadtteil St. Georg hat sich der junge Mann, der seit dem 8. Juli in Untersuchungshaft saß, wie von der Staatsanwaltschaft angeklagt der versuchten gefährlichen Körperverletzung, des schweren Landfriedensbruchs und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte schuldig gemacht. Ihm wurde vorgeworfen, sich am Abend des 8. Juli im Schanzenviertel mit 10 bis 15 Menschen zusammengetan zu haben, um gezielt Polizisten anzugreifen. So habe er Flaschen auf Beamte geworfen und umstehende Personen aufgefordert, es ihm nachzutun.

Das G20-Verfahren gegen den 19-Jährigen war das erste, das nach Jugendstrafrecht verhandelt wurde. 

+++ 17.01 Uhr: Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei in Paris +++

Am Rande einer Gewerkschaftsdemonstration gegen die geplante Lockerung des Arbeitsrechts ist es in Paris zu Ausschreitungen gekommen. Vermummte warfen Steine und andere Gegenstände, die Sicherheitskräfte reagierten mit dem Einsatz von Tränengas, wie Polizeikreise der Deutschen Presse-Agentur bestätigten. Eine Bilanz von Festnahmen werde es später geben.

An der Demonstration nahmen nach Veranstalterangaben rund 60.000 Menschen teil, berichteten französische Medien. Im ganzen Land protestierten Menschen gegen die geplante Arbeitsmarktreform. Sie war Ende August von der Regierung des konservativen Premiers Edouard Philippe vorgeschlagen worden.  

+++ 16.41 Uhr: Vier Franzosen bei Absturz von Kleinflugzeug auf Korsika getötet +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf der Mittelmeerinsel Korsika sind vier Franzosen ums Leben gekommen. Die aus dem südfranzösischen Cannes kommende Maschine verunglückte nahe der Landebahn des Flugplatzes der ostkorsischen Gemeinde Ghisonaccia, wie die Behörden mitteilten. Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben der Feuerwehr um zwei Männer und zwei Frauen. Überlebende gab es keine.

Hinweis: In den ersten Meldungen der Nachrichtenagenturen war als bestätigte Information angegeben, es handele sich bei den Toten um deutsche Staatsbürger. Die Feuerwehr auf Korsika hat ihre Angaben inzwischen korrigiert, die Meldung wurde entsprechend geändert. Wir bitten um Entschuldigung.

+++ 16.32 Uhr: Vier Tote bei Flugzeugabsturz auf Korsika +++

Beim Absturz einen kleinen Reiseflugzeugs sind auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika sind vier Menschen getötet worden. Das Unglück habe sich in der Nähe des Ortes Ghisonaccia im Osten der Insel ereignet, berichtete die Präfektur Haute-Corse auf dpa-Anfrage in Bastia. Die Hintergründe blieben zunächst unklar. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP kam das Flugzeug aus dem südfranzösischen Cannes. Bei den Opfern handele sich um zwei Frauen und zwei Männer, berichtete die Regionalzeitung "Corse-Matin" auf ihrer Internetseite. 

+++ 16.27 Uhr: Ankara: Aussetzen deutscher Waffenexporte schwächt Anti-Terror-Kampf +++

Mit dem weitgehenden Aussetzen deutscher Waffenexporte in die Türkei schwächt die Bundesregierung nach Einschätzung der türkischen Regierung den Kampf gegen den Terrorismus. Die Türkei nutze diese Waffen zum Kampf gegen Terrorgruppen wie den islamischen Staat oder die kurdische Arbeiterpartei PKK, sagte der türkische Europaminister Ömer Celik einem Besuch in London. Die Bundesregierung müsse unterscheiden mzwischen politischen Diskussionen und Sicherheitsthemen.

Celik sagte, er rate Bundesaußenministers Sigmar Gabriel auch im Wahlkampf zu ausgewogeneren Aussagen. Gabriel hatte am Montagabend gesagt, die meisten Rüstungsexporte in die Türkei lägen wegen der eskalierenden Krise mit der Türkei auf Eis. 

+++ 16.10 Uhr: Prozess gegen Terrorverdächtige - Zeuge berichtet von IS-Auftrag +++

Im Prozess gegen drei mutmaßliche Mitglieder des Islamischen Staates (IS) in Hamburg hat ein Zeuge über Details der Vorgehensweise der Terrororganisation berichtet. Der 30-jährige Algerier wurde nach eigenen Angaben im Herbst 2015 vom IS in Syrien nach Frankreich geschickt. Der IS habe ihm 3000 Dollar und ein Handy mit Telefonnummern und einem vorinstallierten Messenger-Dienst gegeben.

Sie seien zu viert über die Türkei und Griechenland gereist, sagte der Zeuge über eine Videoschalte vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts. "Die haben mich geschickt. Ich hatte einen Auftrag", übersetzte eine Dolmetscherin. Was er genau machen sollte, wollte der Mann nicht sagen. Ein Zwillingspaar, das mit ihm aus der syrischen Stadt Rakka gekommen sei, habe sich in Frankreich in die Luft gesprengt. Er selbst sei in Österreich festgenommen worden. Die Bundesanwaltschaft wirft den drei Angeklagten vor, sie seien ebenfalls vom IS nach Deutschland geschickt worden. Das Urteil in dem Prozess wird für Anfang November erwartet. 

+++ 15.17 Uhr: NSU-Prozess: Gericht prüft Haftbefehl gegen E. - Prozess unterbrochen +++

Im NSU-Prozess hat das Oberlandesgericht den Mitangeklagten André E. in Gewahrsam nehmen lassen. Bis Mittwoch will das Gericht den gegen E. beantragten Haftbefehl prüfen. Das gab der Vorsitzende Richter Manfred Götzl bekannt. Er ordnete an, E. in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim zu bringen.

Bundesanwalt Herbert Diemer hatte zuvor eine überraschend hohe Haftstrafe von zwölf Jahren für E. gefordert - und beantragt, ihn wegen Fluchtgefahr sofort in Untersuchungshaft zu nehmen. E. soll Beihilfe zum Bombenanschlag des "Nationalsozialistischen Untergrunds" auf ein Lebensmittelgeschäft in der Probsteigasse in Köln geleistet haben, indem er das Wohnmobil mietete, mit dem die Täter nach Köln fuhren.

+++ 15.08 Uhr: Mann stürzt bei Flucht vor Polizei vom Balkon - schwer verletzt +++

Auf der Flucht vor der Polizei ist in Hagen ein 30-Jähriger vom Balkon seiner Wohnung in der dritten Etage gestürzt.
Mit gebrochenen Beinen und einer Platzwunde kam er ins Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Er hatte demnach wegen einer Ordnungswidrigkeit noch 170 Euro zu zahlen, aber nicht auf amtliche Briefe reagiert.

+++ 15.03 Uhr: Fall Niklas: Mutter des toten Schülers in Antalya in U-Haft +++

Die Mutter des im Mai 2016 nach einer Prügelattacke in Bonn ums Leben gekommenen 17-jährigen Niklas sitzt in der Türkei in Untersuchungshaft. Der 48-Jährigen werde der Diebstahl eines Gepäckstücks vorgeworfen, teilte der Seelsorger der Familie, der Bonner Pfarrer Wolfgang Picken, mit. In Regierungskreisen ist der Fall bekannt. Die 48-Jährige werde konsularisch betreut, hieß es aus Berlin. Zuvor hatten mehrere Medien über die Verhaftung berichtet.

Laut Picken hatte die Mutter von Niklas einen zweiwöchigen Urlaub in der Nähe von Antalya verbracht. Am 15. Juli sei sie beim Transfer zum Flughafen verhaft worden. Ihrer Schilderung zufolge handele es sich um eine Verwechslung, berichtete der Pfarrer. Beim Auschecken habe sie in der Hotellobby eine falsche Gürteltasche gegriffen. Als sie ihren Fehler auf dem Weg zum Flughafen bemerkte, sei der Bus schon von der Polizei angehalten worden. In der Tasche hätten sich zwei Handys befunden.    

+++ 15.01 Uhr: Entwarnung nach Amokalarm an Ulmer Schule +++

Nach einem Großeinsatz wegen eines Amokalarms an einer Schule in Ulm hat die Polizei am Nachmittag Entwarnung gegeben. In dem Gebäude seien keine Hinweise auf Gefahren gefunden worden, sagte ein Sprecher. Mehrere Schüler waren nach Auslösung des Alarms am Vormittag in den Klassenräumen der betroffenen Friedrich-List-Schule geblieben. Sie wurden nach Aufhebung des Alarms von Polizisten nach draußen begleitet. 

+++ 14.52 Uhr: Eltern und Kind sterben in Krater von Vulkanfeld bei Neapel +++

Ein elfjähriger Junge und dessen Eltern sind in der Nähe von Neapel in einem Krater eines Vulkanfelds ums Leben gekommen.
Wie es zu dem Unglück in der Solfatara in Pozzuoli kam, sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher in Neapel kurz nach dem Unglück.

Medienberichten zufolge wollten der 45-Jährige und seine 42 Jahre alte Frau den Sohn retten, der einen gesperrten Bereich innerhalb des Vulkankraters betreten hatte. Wie an vielen Stellen der Solfatara seien dort heiße Gase ausgeströmt und der Untergrund sei bröselig gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Der Junge habe das Bewusstsein verloren. Bei ihren Rettungsversuchen seien kurz darauf auch der Vater und dann die Mutter ums Leben gekommen, hieß es. Ein anderes Kind der Familie aus Turin habe überlebt. 

+++ 14.50 Uhr: Merkel würdigt Geißler als "brillant, streitbar und selbstbewusst" +++

Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel hat den gestorbenen Ex-CDU-Generalsekretär Heiner Geißler als einen der markantesten Köpfe der Christdemokraten gewürdigt. Der im Alter von 87 Jahren gestorbene Geißler sei "intellektuell herausragend, rhetorisch brillant, streitbar und selbstbewusst" gewesen, erklärte Merkel am Dienstag gemeinsam mit Generalsekretär Peter Tauber in Berlin. Geißler habe der CDU von 1977 bis 1989 als Generalsekretär gedient, so lange wie niemand vor und nach ihm.

Geißler "war maßgeblich und mit großem Erfolg daran beteiligt, aus der Honorationenpartei CDU eine echte Mitglieder- und Programmpartei zu machen", schrieb Merkel. So sei in seiner Amtszeit das erste Grundsatzprogramm "Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit" beschlossen worden. Auch die eigene Partei habe er nicht mit offenen Worten geschont, wenn er dies für nötig gehalten habe, beispielsweise bei der Durchsetzung der neuen Frauenpolitik der CDU.

+++ 14.46 Uhr: Youtube nimmt 112 Seiten mit rechtsradikalen Videos vom Netz +++

Die Video-Plattform Youtube hat nach einem Hinweis von Medienaufsehern 112 Seiten mit rechtsradikalen Musikvideos für den deutschen Markt gesperrt. Dabei handelte es sich um unzulässige und jugendgefährdende Musikvideos, die von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert worden waren, teilte die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) in Norderstedt mit. Youtube verstoße gegen Vorschriften des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags, wenn es die Inhalte zugänglich mache.  

+++ 14.44 Uhr: Nordkorea verurteilt neue UN-Sanktionen als "boshaft" +++

Nordkorea hat die jüngsten Sanktionen des UN-Sicherheitsrates gegen das abgeschottete Land als "boshaft" verurteilt und den USA mit Rache gedroht. "Die bevorstehenden Maßnahmen" Nordkoreas würden den USA "das größte jemals erlebte Leid ihrer Geschichte zufügen", drohte der nordkoreanische UN-Botschafter Han Tae Song vor der Genfer Abrüstungskonferenz der Vereinten Nationen.

Der UN-Sicherheitsrat hatte zuvor einstimmig weitere Strafmaßnahmen gegen Pjöngjang als Reaktion auf Nordkoreas jüngsten Atomwaffentest verhängt. Beschlossen wurden unter anderem ein Verbot von Textilimporten aus Nordkorea, ein Gasembargo sowie Beschränkungen bei Öllieferungen. Die Resolution war von den USA eingebracht worden, die zunächst aber deutlich härtere Maßnahmen verlangt hatten.

+++ 13.57 Uhr: Kehle durchgeschnitten - Bürgermeister in Belgien getötet +++

Dem Bürgermeister einer belgischen Kleinstadt ist beim örtlichen Friedhof die durchgeschnitten worden. Verdächtig sei der Sohn eines Feuerwehrmanns. Der Vater des Verdächtigen soll sich vor zweieinhalb Jahren nach dem Verlust seines städtischen Jobs umgebracht haben. Die Nachrichtenagentur Belga berichtete unter Berufung auf eigene Quellen über den Fall.

Die Leiche des Bürgermeisters von Mouscron, Alfred Gadenne, war am Montagabend beim Friedhof entdeckt worden, den er laut Belga morgens auf- und abends wieder zuschloss. Der 71-Jährige wurde dort den Angaben zufolge gegen 20 Uhr getötet. Nach Informationen eines Regionalsenders soll der Verdächtige 18 Jahre alt sein. 

+++ 13.45 Uhr: EU-Parlament stimmt für kostenloses WLAN an öffentlichen Orten +++

Das Europaparlament hat grünes Licht für Tausende -finanzierte Internet-Hotspots auf öffentlichen Plätzen, in Krankenhäusern oder Büchereien gegeben. Die Abgeordneten stimmten einer entsprechenden Vorlage in Straßburg offiziell zu.

Unterhändler der EU-Staaten und des EU-Parlaments hatten sich zuvor bereits darauf verständigt, in ganz Europa bis zu 8000 kostenlose öffentliche Internet-Zugänge einzurichten. Gemeinden und öffentliche Einrichtungen sollen sich nun direkt über ein Online-Portal für Internet-Gutscheine bewerben können, mit denen bis zu 100 Prozent der Anfangskosten abgedeckt werden sollen.

Nutzer sollen sich damit künftig über einen in ganz Europa einheitlichen Log-in in unterschiedlichen Sprachen mit dem Internet verbinden können.  

+++ 13.42 Uhr: Armeeflugzeug in der Schweiz verschwunden +++

Ein Flugzeug der Schweizer Armee ist verschwunden. An Bord befand sich nach ersten Angaben nur der Pilot. Das bei Schulungen eingesetzte Flugzeug vom Pyp PC-7 sei in Payerne rund 60 Kilometer westlich der Hauptstadt Bern gestartet und nicht planmäßig in Lugano gelandet, teilte ein Armeesprecher mit. Trainingsflugzeuge dieser Art würden nicht permanent per Radar überwacht. Die Suche sei im Gange. Die Flugstrecke führt über die Alpen. Ein Wrack sei noch nicht gesichtet worden.

+++ 13.38 Uhr: Flugausfälle kosten Air Berlin mehrere Millionen +++

Mehr als 100 Flugausfälle wegen kranker Piloten bei verschärfen nach Angaben des Unternehmens die Lage der insolventen Airline. "Der heutige Tag kostet uns mehrere Millionen Euro", teilte Vorstandschef Thomas Winkelmann mit. Ein stabiler Betrieb sei zwingende Voraussetzung dafür, dass die Verhandlungen mit Kaufinteressenten gelingen. Bisher seien die Beschäftigten professionell mit der schwierigen Situation umgegangen. "Das, was wir jedoch heute bei einem Teil der Belegschaft sehen, ist ein Spiel mit dem Feuer." 

Rund 200 der 1500 Piloten hatten sich krank gemeldet, viele nach Unternehmensangaben erst unmittelbar vor dem Flug. Nach Informationen der Zeitung "B.Z." verliert Air Berlin durch die Ausfälle vier bis fünf Millionen Euro. Hinzu kämen drei bis vier Millionen Euro Verlust, die die Fluggesellschaft ohnehin pro Tag schreibe.

+++ 13.36 Uhr: Alarm an Ulmer Schule löst Großeinsatz aus +++

Ein Alarm an einer Schule in Ulm hat einen Großeinsatz der ausgelöst. Zahlreiche Beamte, teils mit Maschinenpistolen bewaffnet, waren im Bereich der Friedrich-List-Schule unweit der benachbarten Ulmer Volkshochschule in der Innenstadt im Einsatz. Über dem Gebiet kreiste ein Hubschrauber.

Ein Polizeisprecher bestätigte die Alarmauslösung und den Einsatz, nannte aber keine Einzelheiten. "Wir haben einen Alarm an Schule #Ulm und prüfen ob es ein Fehlalarm ist", teilte die Polizei auf Twitter mit. "Wir haben viele Einsatzkräfte vor Ort und die Schule ist gesichert." Der betroffene Bereich wurde großräumig abgesperrt. Schüler sagten Reportern, es sei in der Friedrich-List-Schule ein Amokalarm augelöst worden. Das war nach Angaben der Ulmer "Südwest Presse" im vergangenen Schuljahr schon einmal geschehen, damals habe es sich um einen Fehlalarm gehandelt.

+++ 13.30 Uhr: Im Jemen entführter Priester nach eineinhalb Jahren frei +++

Der im Jemen entführte indische Priester Tom Uzhunnalil ist nach eineinhalb Jahren wieder frei. Der Salesianerpater sei gerettet worden, teilte Indiens Außenministerin Sushma Swaraj auf mit. Uzhunnalil war am 4. März vergangenen Jahres bei einem Angriff islamistischer Extremisten auf ein Pflegeheim der von Mutter Teresa gegründeten Ordensgemeinschaft "Missionarinnen der Nächstenliebe" in der jemenitischen Stadt Aden verschleppt worden. Bei der Attacke waren 14 Menschen getötet worden, unter ihnen vier katholische Ordensfrauen.

+++ 12.46 Uhr: Saudi-Arabien: Terroranschlag auf Verteidigungsministerium vereitelt +++

Saudi-arabische Sicherheitskräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Anschlag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf das Verteidigungsministerium des Landes vereitelt. Zwei Männer aus dem Jemen seien auf ihrem Weg zu Gebäuden, in denen Büros des Ministeriums untergebracht sind, festgenommen worden, berichtete das Informationsministeriums unter Berufung auf die Sicherheitskräfte des Landes.

Es seien zwei Sprengstoffgürtel, neun Handgranaten, Schusswaffen und Messer sichergestellt worden. Die Männer hätten zudem gefälschte Ausweise bei sich gehabt. Zwei Saudis, die Kontakt zu den mutmaßlichen Terroristen gehabt haben sollen, wurden der Stellungnahme zufolge ebenfalls verhaftet. 

+++ 12.32 Uhr: Tod von Heiner Geißler: Große Trauer in der Union +++

Politiker von Union, SPD und Grünen haben erschüttert auf den Tod des früheren CDU-Generalsekretärs und Bundesministers Heiner Geißler reagiert und ihre Hochachtung für die Lebensleistung des Rheinland-Pfälzers ausgedrückt. Kanzleramtschef Peter Altmaier schrieb am Dienstag auf Twitter, Geißler habe die CDU geprägt: "Soziale und ökologische Verantwortung, Menschlichkeit. Ich bin tief erschüttert. Sein Vermächtnis bleibt." 

Geißlers Sohn Dominik hatte der dpa den Tod seines Vaters bestätigt. Geißler starb im Alter von 87 Jahren. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" über den Tod berichtet. Weitere Reaktionen und Informationen in folgendem Stück:


+++ 12.25 Uhr: Nach Unwettern in der Toskana weitere Leiche geborgen +++

Nach den heftigen Unwettern in Italien haben Einsatzkräfte eine weitere Leiche gefunden. Der leblose Körper eines 67-Jährigen sei in der toskanischen Stadt Livorno geborgen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf neun an. Die starken Regenfälle hatten den Küstenort am Wochenende besonders schlimm getroffen. Wasser- und Schlammmassen richteten schwere Schäden an. Am Dienstag gingen die Aufräumarbeiten weiter. Zuvor waren Vorwürfe laut geworden, wonach die Unwettergefahr unterschätzt worden und Warnungen nicht scharf genug gewesen waren.

+++ 12.24 Uhr: Pilzsammler findet Tasche mit Knochen in Waldstück bei Viernheim +++

Ein Pilzsammler hat in einem Waldstück in Hessen eine Tasche mit womöglich menschlichen Knochen entdeckt. Nach dem grausigen Fund am Samstag verständigte der Mann die Polizei, wie die Ermittler in Darmstadt mitteilten. Demnach könnte es sich "nach erstem Anschein um menschliche Überreste handeln". Die Kochenteile wurden untersucht, ein detailliertes Ergebnis lag jedoch zunächst nicht vor.

+++ 12.15 Uhr: Kleinflugzeug rast in Baum +++


+++ 12.12 Uhr: Mindestens 15 Tote bei schwerem Autounfall in Ägypten +++

Mindestens 15 Menschen sind bei einem schweren Autounfall in Ägypten getötet worden. Mitarbeiter von Gesundheitsministerium und Sicherheitskräften teilten mit, ein Minibus sei etwa 120 Kilometer südlich der Hauptstadt Kairo mit einem Lastwagen zusammengestoßen. Die private Zeitung "Al-Masry al-Youm" berichtete, der Bus sei auf der Überlandstraße mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen.

+++ 12.09 Uhr: NSU-Prozess: Anklage fordert 12 Jahre Haft für Wohlleben +++

Für den mutmaßlichen Terrorhelfer Ralf Wohlleben hat die Bundesanwaltschaft im NSU-Prozess zwölf Jahre Haft wegen Beihilfe zum Mord in neun Fällen gefordert. Wohlleben soll die "Ceska"-Pistole beschafft haben, mit der die Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" später neun Menschen ausländischer Herkunft ermordete. Zwölf Jahre seien unter Berücksichtigung aller Umstände angemessen, sagte Bundesanwalt Herbert Diemer zum Abschluss des mehrtägigen Anklage-Plädoyers vor dem Münchner Oberlandesgericht. 

Für Carsten S., der die Waffe einst zusammen mit Wohlleben beschafft haben soll, forderte der Ankläger eine Jugendstrafe von drei Jahren. Zugunsten von S. wertete Diemer dessen Aufklärungshilfe und dessen eigenes Schuldeingeständnis. Ohne Carsten S. hätte die Anklage nicht wie geschehen erhoben werden können, argumentierte Diemer.

+++ 11.47 Uhr: Spitzenplatz für Deutschland bei Mint-Fächern +++

Deutschland belegt Spitzenplätze bei den Studentenzahlen in den Mint-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der Anteil der Hochschulabsolventen in diesen Studienfächern liegt bei 37 Prozent und damit so hoch wie in keinem anderen Industriestaat, wie aus der jährlichen Vergleichsstudie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hervorgeht. 40 Prozent der jungen Menschen, die in Deutschland ein Studium oder eine vergleichbare Ausbildung aufnehmen, entscheiden sich demnach für ein Mint-Fach. Auch diese Quote ist im internationalen Vergleich unerreicht - der OECD-Durchschnitt liegt bei 27 Prozent.

In anderen Bereichen diagnostiziert die Studie hingegen Stagnation in Deutschland. Erheblichen Nachholbedarf sieht OECD-Bildungsforscher Andreas Schleicher etwa bei der individuellen Förderung von Grundschülern, der Weiterbildung von Erwachsenen und bei der sogenannten sozialen Mobilität. Der Anteil der Hochschulabsolventen, deren Eltern keinen entsprechenden Abschluss haben, stagniert seit Jahren unterhalb der 15-Prozent-Marke. 

+++ 11.32 Uhr: Bundesanwaltschaft fordert auch Sicherungsverwahrung für Zschäpe +++

Im NSU-Prozess fordert die Bundesanwaltschaft nicht nur lebenslange Haft für die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe, sondern auch eine anschließende Sicherungsverwahrung. Das sagte Bundesanwalt Herbert Diemer in seinem Plädoyer vor dem Münchner Oberlandesgericht.

+++ 11.29 Uhr: Ölteppich nach Tankerunglück vor griechischer Insel +++

Nach dem Untergang eines Tankers vor der Küste Athens haben Bergungskräfte versucht, einen Ölteppich einzudämmen. Nach Angaben der griechischen Küstenwache ist eine ganze Bucht an der Südostküste der Insel Salamis von der Verschmutzung betroffen. Der Ölteppich erstrecke sich über 1,5 Kilometer. Die "Agia Zoni II" war am Sonntag gesunken. In ihren Tanks befanden sich 2,5 Tonnen Treibstoff. Experten rechneten mit mindestens vierwöchigen Säuberungsarbeiten in der Bucht. Auf dem Wasser wurden Ölsperren ausgelegt. Dennoch wurden den Angaben zufolge größere Küstenabschnitte der Bucht verschmutzt. Die Behörden wiesen Fischer an, die Gewässer zu meiden.

Die Ursache für die Havarie war zunächst unklar. Zur Zeit des Unglücks herrschte gutes Wetter. Dem Kapitän und dem Chefingenieur des Schiffs werden Fahrlässigkeit angelastet. Sie sind auf freiem Fuß, ihnen droht aber ein Prozess.

+++ 11.10 Uhr: CDU-Politiker Heiner Geißler ist tot +++

Der CDU-Politiker Heiner Geißler ist gestorben. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Geißlers Sohn Dominik Geißler. Heiner Geißler wurde 87 Jahre alt. Er war von 1977 bis 1989 Generalsekretär seiner Partei und außerdem mehrere Jahre lang Minister für Jugend, Familie und Gesundheit.

+++ 10.54 Uhr: Becker reizt Job als Trainer von Tennis-Talent Zverev +++

Boris Becker reizt der Job als Trainer von Deutschlands Tennis-Toptalent Alexander Zverev, er sieht die Zeit dafür aber noch nicht gekommen. "Wir haben auch darüber gesprochen, aber ich glaube nicht, dass das, was ich ihm heute beibringen könnte, heute notwendig ist", sagte der neue Herren-Chef des Deutschen Tennis Bundes. "Wenn ich in die Psychologie des Spiels gehen würde oder in Matchsituationen, dann muss er noch mal 150 oder 200 Matches spielen, um auch zu verstehen, was ich dann sagen würde."

Der 20-jährige Zverev wird von seinem Vater trainiert und arbeitet seit dem Auftakt der Hartplatzsaison in Nordamerika auch mit dem ehemaligen spanischen Weltranglistenersten Juan Carlos Ferrero zusammen. "Er braucht vor allem seine Familie, er braucht einen Ferrero jetzt, um einfach das Einmaleins im Tennis noch weiter zu lernen", sagte der dreimalige Wimbledonsieger.

+++ 10.30 Uhr: Gericht in Mecklenburg-Vorpommern stellt Auschwitz-Prozess ein +++

Ein Mordprozess in Mecklenburg-Vorpommern gegen einen 96-jährigen früheren SS-Sanitäter in Auschwitz ist wie erwartet eingestellt worden. Der Angeklagte sei aufgrund seiner Demenz nicht mehr verhandlungsfähig, erklärte der Sprecher des Landgerichts Neubrandenburg. Das hätten zwei Gutachter unabhängig voneinander festgestellt.

Dem Mann war Beihilfe zum Mord in 3681 Fällen vorgeworfen worden. Er war 1944 einen Monat im KZ Auschwitz-Birkenau als Sanitäter tätig - nach Angaben seiner Verteidigung betreute er KZ-Personal. In dem Zeitraum wurden mindestens 3681 Menschen aus Deportationszügen in Gaskammern umgebracht. Mit der Einstellung des Verfahrens folgte die Strafkammer Anträgen von Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung.

+++ 10.25 Uhr: Christ aus Afghanistan in Berlin angegriffen +++

Zwei Männer haben in Berlin aus christenfeindlichen Motiven einen Mann aus Afghanistan angegriffen und verletzt. Der 23-Jährige war am Montagabend in der Nähe des S-Bahnhofes Neukölln unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Nach Angaben des 23-Jährigen kamen zwei Männer auf ihn zu und sprachen ihn auf eine lange Kette mit einem Kreuz an und fragten, warum er Christ geworden sei. Einer der beiden vermutlich muslimischen Angreifer soll dem Opfer dann die Kette vom Hals gerissen haben. Anschließend habe er ihn mehrmals mit einer Faust ins Gesicht geschlagen. Der zweite Mann soll dann den 23-Jährigen festgehalten haben, während ihm der erste Angreifer zwei Schnittverletzungen am Oberkörper zufügte. Anschließend flohen die Täter.

+++ 10.21 Uhr: Niederländischer König von "Irma"-Verwüstungen erschüttert +++

Der niederländische König Willem-Alexander ist tief bestürzt über die Verwüstungen auf der Karibikinsel Sint Maarten durch den Hurrikan "Irma". "Das übersteigt alle Vorstellungskraft", sagte der Monarch in der Hauptstadt Philipsburg dem niederländischen Fernsehen. Die niederländisch-französische Insel war vor knapp einer Woche von dem Hurrikan schwer getroffen worden. "Überall sieht man Zerstörung und Entsetzen", sagte der König nach einer Rundfahrt sichtlich erschüttert. "So etwas habe ich noch nie gesehen. Und ich habe ziemlich viel Naturgewalt und Kriegsgewalt gesehen."

Willem-Alexander war gestern auf Sint Maarten gelandet, um sich über das Ausmaß der Zerstörung und die angelaufenen Hilfsmaßnahmen zu informieren. Er hatte auch mit Opfern gesprochen. Die niederländische Armee und das Rote Kreuz leisten Nothilfe. Mit Marineschiffen und Armeeflugzeugen versorgen sie die rund 40.000 Einwohner mit Wasser, Nahrung und Zelten. Rund 500 Soldaten sorgen zudem für die öffentliche Ordnung nach Plünderungen und bewaffneten Überfällen.

+++ 10.13 Uhr: Bundesanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Zschäpe +++

Die Bundesanwaltschaft hat im NSU-Prozess lebenslange Haft für die Hauptangeklagte Beate Zschäpe gefordert. Wegen der vom NSU verübten Morde und Sprengstoffanschläge solle Zschäpe zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt werden, forderte Bundesanwalt Herbert Diemer vor dem Oberlandesgericht München. Zschäpe ist als Mittäterin der zehn Morde, zwei Bombenanschläge und 15 Raubüberfälle, die dem rechtsextremen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) vorgeworfen werden, angeklagt.

+++ 9.49 Uhr: Terminal am Flughafen Kopenhagen wegen verdächtigen Gepäckstücks evakuiert +++

Die Polizei in Dänemark hat am Morgen ein Terminal am Flughafen von Kopenhagen wegen eines verdächtigen Gepäckstücks vorübergehend evakuiert und abgeriegelt. "Terminal 2 ist bis auf Weiteres geschlossen", teilte der Flughafen auf Twitter mit. Ein Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, es gebe "einen Zwischenfall", nannte aber keine weiteren Details. Es sei mit Flugverspätungen und -ausfällen zu rechnen. Zwei Stunden später meldete der Flughafen, das Terminal sei wieder geöffnet.

Das Terminal 2 ist eines der beiden Hauptterminals am Flughafen der dänischen Hauptstadt. Von dort gehen sowohl internationale Verbindungen als auch Inlandsflüge ab.

+++ 9.19 Uhr: Bundesweite Razzien gegen Scheinehen +++

Die Polizei ist am Morgen bundesweit mit Razzien gegen Scheinehen vorgegangen. Insgesamt seien 40 Objekte durchsucht worden, Schwerpunkt war Berlin. Dort waren 400 Polizisten im Einsatz. Ein Mann und vier Frauen wurden verhaftet, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Sie sollen die Köpfe einer Schleuserbande sein. Gegen den 50-Jährigen und die Frauen im Alter von 46 bis 64 Jahren sei im Vorfeld der Aktion Haftbefehl erlassen worden, so der Sprecher. Sie sollen Portugiesinnen für Scheinehen mit nigerianischen Männern angeworben haben. Die Männer aus Afrika hätten so eine EU-Aufenthaltskarte erhalten, die in der Regel für fünf Jahre ausgestellt wird. Dafür seien eine Reihe von Urkundenfälschungen begangen worden.

Nach Angaben des Bundespolizeisprechers sind der Staatsanwaltschaft Berlin, die seit November 2016 in den Fällen ermittele, mehr als 70 Fälle bekannt. Die nigerianischen Männer hätten für die Scheinehe rund 13.000 Euro an die Schleuserbande zahlen müssen. Ein Teil des Geldes hätten die Portugiesinnen erhalten.

+++ 9.05 UIhr: Verfassungsschutz warnt vor wachsender Radikalisierung der AfD +++

Laut Thüringer Verfassungsschutz greifen "einzelne Mitglieder der AfD zunehmend auf rechtsextremistischen Sprachgebrauch" zurück. Das habe eine Prüfung offener Quellen ergeben, sagte Behördenchef Stephan Kramer dem "Handelsblatt". Mit Sorge betrachten demnach Verfassungsschützer den Einfluss der sogenannten Patriotischen Plattform auf die Partei. Deren Vertreter und Protagonisten beziehen laut Kramer vermehrt offen rechtsextremistische Positionen. Sprecher der parteiinternen Gruppe ist der Magdeburger AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Thomas Tillschneider. Zum Vorstand gehört auch der Dresdner Richter Jens Maier, der für den Bundestag auf Listenplatz zwei der sächsischen AfD kandidiert.

Kramer zufolge gibt es direkte Kontakte zwischen AfD-Akteuren und Rechtsextremisten. "Entscheidend ist die Frage, ob die AfD von solchen Rechtsextremisten möglicherweise unterwandert und dann maßgeblich gesteuert wird", sagte er. Hierfür seien derzeit in Thüringen aber keine tatsächlichen Anhaltspunkte erkennbar.

+++ 8.50 Uhr: Türkei kauft russisches Raketenabwehrsystem +++

Die Türkei hat sich mit Russland auf den Kauf eines russischen Raketenabwehrsystems geeinigt. Ein entsprechender Vertrag über den Erwerb des S-400-Raketenabwehrsystems sei unterzeichnet worden, sagte der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan laut türkischen Medienberichten. Es ist der erste größere Rüstungskauf der Türkei von Russland.

+++ 8.39 Uhr: Unbekannte spießen Schweinekopf an Bauplatz von Flüchtlingsunterkunft auf +++

Auf einem Baugelände für eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Gottmadingen in Baden-Württemberg haben unbekannte Täter einen halben Schweinekopf aufgespießt. Sie hinterließen vermutlich in der Nacht zum Samstag zudem ein Schreiben, in dem sie Asylbewerber ablehnten, wie die Polizei in Konstanz mitteilte. Die Ermittler gehen von einer fremdenfeindlichen Straftat aus. Die Polizei sucht nun Zeugen, die am Wochenende Verdächtiges auf dem Baugelände beobachtet haben.

+++ 8.32 Uhr: Air Berlin streicht zahlreiche Flüge aus "operativen Gründen" +++

Air Berlin hat erneut Dutzende Flüge abgesagt. "Aus operativen Gründen muss Air Berlin heute Flüge streichen", teilte die insolvente Fluggesellschaft auf Anfrage mit. "Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Gäste", so eine Sprecherin. Das Unternehmen bat Passagiere, vor der Anfahrt zum Flughafen den Status ihres Fluges unter www.airberlin.com/fluginfo zu prüfen. Reisende, die von Streichungen betroffen seien, solle die "bestmögliche Reisealternative" angeboten werden.

Nähere Angaben etwa zur Zahl der gestrichenen Flüge und zu den Gründen machte die Airline nicht. Am Flughafen Berlin-Tegel fielen laut den online genannten Abflügen knapp 20 Flüge aus, etwa ebenso viele waren es am Flughafen Düsseldorf. 

+++ 7.53: Al-Kaida wird offenbar wieder stärker +++

Das Al-Kaida-Netzwerk gewinnt nach Einschätzung von US-Experten wieder an Stärke. Zwar stelle die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) derzeit "die größte terroristische Bedrohung" dar, Al-Kaida in Syrien sei aber "besorgniserregend", sagte der frühere Anti-Terrorismus-Chef des Weißen Hauses, Joshua Geltzer, bei einer Diskussion der Stiftung New America. Sorge bereitet den Experten vor allem die sunnitische Gruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) in Syrien. Diese hatte im August die Kontrolle über die nordsyrische Stadt Idlib übernommen. HTS sei lediglich eine "Neuauflage" von Al-Kaida, sagte Geltzer. Die Gruppe präsentiere sich gemäßigter als der IS und hoffe somit auf neue Anhänger.

Geltzer und andere Experten rechnen damit, dass die Gruppe angesichts der Verluste des IS in Syrien und im Irak eine zentrale Rolle einnehmen wird. Die jüngeren HTS-Anführer folgten dem Beispiel des IS, über soziale Medien neue Mitglieder zu gewinnen, so die Experten. Die Gruppe konzentriere sich auf Anhänger, die vom noch extremeren Vorgehen des IS abgeschreckt seien. Al-Kaida könne demnächst wieder die größte Bedrohung darstellen.

+++ 7.07 Uhr: Oberstes US-Gericht bekräftigt Teile von Trumps Einreisebann +++

Der Oberste Gerichtshof der USA hat Teile des umstrittenen Einreiseverbots von US-Präsident Donald Trump bekräftigt. Der Supreme Court setzte die Entscheidung eines Berufungsgerichts vorübergehend aus, mit dem das Einreiseverbot für Staatsangehörige aus sechs überwiegend muslimischen Ländern abgeschwächt werden sollte, und gab damit einem Antrag des Justizministeriums statt. Damit müssen nun rund 24.000 Menschen, deren Asylanträge bereits bewilligt wurden oder die ihre Kinder, Enkel oder andere enge Angehörige in den USA besuchen wollen, weiter auf ihre Einreise warten. Das Berufungsgericht in San Francisco hatte am Freitag geurteilt, die US-Regierung habe nicht ausreichend dargelegt, warum der Einreisestopp für bestimmte Familienmitglieder gelten solle.

Trumps Verordnung ist seit Ende Juni in Kraft, nachdem der Supreme Court sie damals vorläufig gebilligt hatte. Seither gilt ein 90-tägiges Einreiseverbot für Bürger aus dem Irak, Syrien, dem Jemen, Libyen, Somalia und dem Sudan. Außerdem dürfen Flüchtlinge aus aller Welt für 120 Tage nicht einreisen. Trump begründet den Einreisebann mit dem Kampf gegen den Terrorismus.

+++ 6.10 Uhr: 162 Condor-Fluggäste mit drei Tagen Verspätung in Köln gelandet +++

Mit fast dreitägiger Verspätung sind 162 Condor-Fluggäste in der Nacht am Flughafen /Bonn gelandet. Die Fluglinie hatte ein Ersatzflugzeug zur Verfügung gestellt, wie ein Pressesprecher am Morgen mitteilte. Die Passagiere hätten bereits am späten Samstagabend zurück nach Köln fliegen sollen. Wegen technischer Probleme verschob sich der Abflug. Weil die Reparaturarbeiten an dem Flieger auch am Montag noch andauerten, wollte Condor ein anderes Flugzeug einsetzen.

Insgesamt mussten am Wochenende mehr als 300 Condor-Fluggäste nach und Köln ihren Mallorca-Urlaub unfreiwillig verlängern. Eine Maschine, die am Sonntagmorgen nach Düsseldorf fliegen sollte, war am Montag mit knapp 30 Stunden Verspätung in Palma gestartet. Auf dem vorherigen Flug sei ein Vogel ins Triebwerk gelangt, weshalb dieses untersucht worden sei, sagte ein Condor-Sprecher. Betroffen waren 161 Passagiere.

+++ 6.08 Uhr: Angeklagte im "Cumhuriyet"-Prozess bleiben in U-Haft +++

Im "Cumhuriyet"-Prozess in der Türkei müssen die fünf seit Monaten inhaftierten Angeklagten weiter in Untersuchungshaft bleiben. Das Gericht in Silivri bei Istanbul folgte mit dieser Entscheidung dem Antrag der Staatsanwaltschaft, wie "Cumhuriyet" und die Nachrichtenagentur DHA berichteten. Bei den Betroffenen handelt es sich um Chefredakteur Murat Sabuncu, Herausgeber Akin Atalay, den Kolumnisten Kadri Gürsel, den Investigativjournalisten Ahmet Sik und den Buchhalter Emre Iper.

Insgesamt sind 18 "Cumhuriyet"-Mitarbeiter angeklagt, von denen fünf seit Monaten in Untersuchungshaft sitzen. Ihnen wird die Unterstützung verschiedener Terrororganisationen vorgeworfen. Sabuncu, Atalay und Gürsel waren am Montag seit 316 Tagen in U-Haft, Sik seit 255, Iper seit 158. Der Prozess soll am 25. September in Istanbul fortgesetzt werden. In U-Haft muss auch ein sechster Angeklagten in dem Prozess bleiben, der aber nicht für "Cumhuriyet" arbeitet. Bei ihm handelt es sich um einen Twitter-Nutzer, der wegen seiner Twitter-Nachrichten angeklagt wird, Anführer einer Terrororganisation zu sein.

+++ 5.15 Uhr: Grüne wollen mehr Geld für Kinder aus armen Familien +++

Im Fall einer Regierungsbeteiligung wollen die Grünen Kinder aus einkommensschwachen Familien stärker unterstützen. "Alle Kinder sind gleich viel wert, egal was die Eltern verdienen", sagte Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Daher braucht es die gezielte Förderung von Kindern aus Familien mit geringem Einkommen anstatt der Steuergeschenke der Union." Nach den Plänen der Partei sollen demnach einkommensschwache Familien zusätzlich zum Kindergeld einen Kinderbonus erhalten, so dass pro Kind monatlich bis zu 364 Euro gezahlt werden. Der Kinderbonus der Grünen soll dem Bericht zufolge zusammen mit dem Kindergeld in Höhe von derzeit 192 Euro im Monat überwiesen werden, ohne bürokratischen Mehraufwand.

+++ 5.02 Uhr:Auch wer auf dem Balkon raucht, gefährdet seine Kinder +++

Auch Eltern, die nur im Freien rauchen, können die Gesundheit ihrer Kinder gefährden. Darauf haben Experten vor dem 20. Deutschen Lungentag hingewiesen. "Wer auf dem Balkon oder vor der Haustür raucht, schleppt anschließend in seinen Haaren und in der Kleidung Rauch in die Wohnung", sagte die Lungenspezialistin Christiane Lex von der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Wenn Kinder damit in Kontakt kommen, könne dies unter anderem zu Bronchitis oder Asthma führen.

Lex, die an der UMG den Schwerpunkt Kinder-Lungenheilkunde leitet, organisiert in diesem Jahr die Zentralveranstaltung des Lungentages am 16. September in Göttingen. Der Lungentag mit dem Schwerpunktthema "Prävention" wird von wissenschaftlichen Gesellschaften der Lungenheilkunde und Patientenorganisationen getragen.

+++ 5.00 Uhr: Amerika zuerst" schadet US-Wirtschaft +++

Die Devise "Amerika zuerst" im Welthandel würde nach Berechnungen des Ifo-Instituts zu einem Bumerang für US-Präsident Donald Trump. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, die sich auf die Ifo-Zahlen stützt, führt die Abschottungspolitik im ungünstigsten Fall zu einem Rückgang der US-Wirtschaftsleistung um langfristig 2,3 Prozent. Auf Basis der aktuellen Zahlen würde dies bedeuten, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 415 Milliarden US-Dollar sinkt. 2016 lag das amerikanische BIP bei rund 18,6 Billionen Dollar (rund 15,5 Bio Euro).

Das Ifo-Institut hat im Auftrag der Gütersloher Stiftung verschiedene Szenarien durchgerechnet, um die Folgen für 43 Staaten und den Rest der Welt aufzuzeigen. Demnach würde eine Abschottung in der Handelspolitik auch die US-Exporte sinken lassen.

+++ 4.49 Uhr: ISS-Besatzung geht vor erhöhter Sonnenaktivität in Deckung +++

Wegen einer Sonneneruption hat sich die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS vor möglichen Strahlungsschäden in Sicherheit gebracht. Die drei Raumfahrer hätten von ihren jeweiligen Bodenstationen am Sonntag die Anweisung bekommen, bestimmte weniger geschützte Bereiche der ISS vorübergehend zu meiden, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos in Moskau mit. Derzeit arbeiten auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde der Russe Sergej Rjasanski, der US-Amerikaner Randolph Bresnik und der Italiener Paolo Nespoli.

Anlass für die Warnung war Berichten zufolge erhöhte Sonnenaktivität. Am Sonntagabend war die ISS demnach hoher Protonen-Aktivität und Strahlung ausgesetzt. Die Werte waren nach Einschätzung russischer Experten gefährlicher als nach der Rekord-Sonneneruption vom 6.
September. Diese galt als die größte seit zwölf Jahren. "Ein gewaltiger Protonenstrom könnte die Hülle der ISS durchdringen", sagte der Atomphysiker Michail Panasjuk der Agentur Ria Nowosti.

+++ 4.08 Uhr: FDP fordert endlich klare Ansage der Bundesregierung an Erdogan +++

Nach der erneuten Festnahme deutscher Staatsbürger in der Türkei hat die FDP die Bundesregierung aufgefordert, Präsident Recep Tayyip Erdogan endlich eine klare Ansage zu machen. Erdogan begreife nur, "dass wir es ernst meinen, wenn er es spürt", sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki. "Wir müssen aufhören zu reden und öffentlich zu deklamieren."

In der Türkei ist offensichtlich erneut ein deutsches Ehepaar türkischer Abstammung in Istanbul in Polizeigewahrsam gekommen worden. Es sei aber davon auszugehen, dass einer der beiden am Sonntag festgenommenen Ehepartner immer noch von der Polizei festgehalten werde, hieß es aus dem Auswärtigen Amt.

+++ 3.09 Uhr: Mutter und Kind tot aufgefunden - Tatverdächtiger auf der Flucht +++

Eine 24 Jahre alte Frau und ihr sechsjähriges Kind sind gestern Abend im nordrhein-westfälischen Detmold bei Bielefeld tot aufgefunden worden. Die Polizei geht nach Angaben vom frühen Morgen von einem Tötungsdelikt aus. Als tatverdächtig gilt ein 53 Jahre alter Hausbewohner, der flüchtig ist. Eine aus 16 Beamten bestehende Mordkommission des Polizeipräsidiums Bielefeld und der Kreispolizeibehörde Lippe nahm die Ermittlungen auf. In welchem Verhältnis der Tatverdächtige zu den beiden Opfern steht, teilte die Polizei nicht mit. Auch zu den Todesumständen äußerte sie sich nicht.

+++ 3 Uhr: Kalifornien reicht Klage gegen Trumps "Dreamer"-Entscheid ein +++

Der US-Staat Kalifornien geht gerichtlich gegen die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump vor, ein Schutzprogramm für die Kinder von illegalen Einwanderern abzuschaffen. "Wir werden es Donald Trump nicht erlauben, das Leben junger Immigranten zu zerstören, die Kalifornien und unser Land stärker machen", teilte Kaliforniens Justizminister Xavier Becerra mit. Die US-Staaten Minnesota, Maryland und Maine schlossen sich dem Schritt zum Schutz der sogenannten Dreamers (Träumer) an. Vorige Woche hatten bereits 15 Staaten und die Hauptstadt Washington Klage bei einem Gericht in New York eingereicht.

Trump hatte zuvor das per Dekret erlassene Daca-Programme seines Vorgängers Barack Obama aus dem Jahr 2012 revidiert, das Hunderttausenden Kindern von illegalen Einwanderern eine Arbeitserlaubnis einräumte und die "Dreamers" so vor der Abschiebung schützte. Nun soll der Kongress bis zum Frühjahr eine Neuregelung finden. Bis dahin wird es keine Neuaufnahmen in das Programm geben.

+++ 2.49 Uhr: Streit über Selfie vom Affen Naruto beigelegt +++

Ein langjähriger Gerichtsstreit über die Urheberschaft eines Affen an seinem Selfie ist mit einem Vergleich beigelegt worden. Nach Mitteilung der Tierrechtsorganisation Peta einigte sich die Organisation mit dem britischen Naturfotografen David J. Slater nun außergerichtlich. Der Streit drehte sich um die Urheberrechte an "Affen-Selfies", die ein Makake auf der indonesischen Insel Sulawesi im Jahr 2011 aufgenommen hatte. Der Affe Naruto drückte damals auf den Auslöser von Slaters Kamera. Im Jahr 2015 klagte Peta im Namen des Affen auf die Rechte an den Bildern. Der Fall wurde in zweiter Instanz vor einem Gericht in San Francisco verhandelt, nachdem die Klage zunächst abgewiesen worden war.

Slater habe sich bereiterklärt, 25 Prozent seiner künftigen Einnahmen von den Selfie-Bildern gemeinnützigen Organisationen zu stiften, die sich für den Schutz von Naruto und seinen Artgenossen in Indonesien einsetzen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Dieser Gerichtsstreit hätte wichtige Fragen aufgeworfen, die rechtlichen Interessen von "nicht-menschlichen Tieren" auszubauen, teilten beide Parteien mit. 

+++ 1.42 Uhr: Brexit-Gesetz nimmt erste Hürde im britischen Parlament +++

Das britische Parlament hat am frühen Morgen in zweiter Lesung für das EU-Austrittsgesetz gestimmt. Für den Gesetzesvorschlag der Regierung votierten 326 Abgeordnete, 290 stimmten dagegen. Premierministerin Theresa May entging damit vorerst einer Niederlage. Doch weitere Abstimmungen stehen an, bevor das Gesetz verabschiedet werden kann.

Die Regierung will mit dem Gesetz die Geltung von EU-Recht in Großbritannien nach dem Brexit beenden. Gleichzeitig sollen mehr als 12.000 EU-Vorschriften aus allen Lebensbereichen in nationales Recht übertragen werden, damit am Tag des Austritts kein Chaos entsteht. Dabei geht es etwa um Arbeitnehmerrechte sowie Verbraucher- und Umweltschutz. Großbritannien wird die EU Ende März 2019 verlassen.

+++ 1.07 Uhr: Flugzeug landet wegen Feueralarms in Toulouse statt in Düsseldorf +++

Ein Flugzeug hat auf seinem Weg von Fuerteventura nach Düsseldorf wegen Feueralarms einen Zwischenstopp in Toulouse in Frankreich eingelegt. An Bord des Fluges XG2830 der Fluggesellschaft SunExpress sei ein Brand gemeldet worden, teilten mehrere auf den Luftverkehr spezialisierte Seiten in der Nacht über Twitter mit. Nach der Sicherheitslandung am Montag gegen 22 Uhr sei aber kein Feuer entdeckt worden. Mehrere Passagiere twitterten, dass sie die Maschine erst eine Stunde nach der Landung hätten verlassen dürfen und sie mit Bussen in eine Halle gebracht worden seien. Die Fluggesellschaft war zunächst nicht zu erreichen. Zuerst hatten Zeitungen der Funke Mediengruppe über den Zwischenfall berichtet.

+++ 0.29 Uhr: Gröhe prangert Pöbeleien von AfD-Anhängern bei Merkel-Auftritten an +++

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat die Pöbeleien von AfD-Anhängern bei Wahlkampfauftritten von Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel scharf verurteilt. "Die Gesichter von AfDlern, die Angela Merkel als Volksverräterin beschimpfen, müssen dem letzten klarmachen: Das sind weiß Gott keine Wertkonservativen. Das sind rechtspopulistische Bratzen, die Hass verbreiten", sagte Gröhe der "Rheinischen Post". "Das erschüttert mich." Bei Wahlkampfauftritten Merkels war es zuletzt zu teils massiven Störaktionen gekommen.

+++ 0.18 Uhr: UN-Sicherheitsrat verhängt neue Sanktionen gegen Nordkorea +++

Nach dem jüngsten Atomtest Nordkoreas hat der UN-Sicherheitsrat neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Ein deutlich abgeschwächter Resolutionsentwurf der USA wurde in New York einstimmig angenommen. Er sieht ein Verbot von Textilimporten aus Nordkorea sowie Beschränkungen bei Öl- und Gaslieferungen vor.

Als Reaktion auf Nordkoreas sechsten Atomwaffentest vor gut einer Woche hatten die USA ursprünglich zahlreiche drastische Strafmaßnahmen gegen Pjöngjang gefordert: So sollten alle ausländischen Guthaben von Machthaber Kim Jong Un eingefroren und Geldtransfers nordkoreanischer Bürger in ihr Heimatland unterbunden werden. Vorgesehen waren zudem ein sofortiges und umfassendes Ölembargo sowie Zwangsdurchsuchungen nordkoreanischer Schiffe auf hoher See. In der nun verabschiedeten Resolution ist davon nur noch das Verbot von Textilimporten übrig. Die Veto-Mächte China und Russland hatten sich den schärferen Sanktionen widersetzt.

+++ 0.05 Uhr: Hilfsorganisationen fordern mehr Schutz für minderjährige Flüchtlinge +++

Missbrauch und Ausbeutung minderjähriger Flüchtlinge auf dem Weg von Afrika nach Europa haben das UN-Kinderhilfswerk und die Internationale Organisation für Migration (IOM) angeprangert. Drei Viertel der unbegleitet über das Mittelmeer flüchtenden Kinder und Jugendlichen seien schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt, heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisationen, der heute in Brüssel vorgestellt wird. Dazu wurden 22.000 Flüchtlinge befragt, die Hälfte davon Minderjährige. Insbesondere in Libyen würden junge Flüchtlinge Opfer von Milizen und kriminellen Banden.

"Die erschütternde Realität ist, dass es inzwischen übliche Praxis ist, dass Kinder auf der Mittelmeerroute Missbrauch, Menschenhandel, Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt sind", sagte Unicef-Regionaldirektor Afshan Khan. Afrikanische Kinder sind nach dem Bericht stärker betroffen als solche aus anderen Krisenregionen, wofür Rassismus wohl die Ursache sei. Die EU-Regierungschefs rief er zur Schaffung legaler Fluchtrouten mit Schutzkorridoren sowie einer Alternative zum Wegsperren von Flüchtlingskindern in Lagern auf.

+++ 0.01 Uhr: Norwegens Arbeiterpartei-Chef Støre gesteht Niederlage ein +++

Der Kandidat der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, Jonas Gahr Støre, hat seine Niederlage bei der Parlamentswahl in Norwegen eingestanden. "Es sieht nicht so aus, als könnten wir die Regierung ablösen", sagte er vor seiner Partei. Das Ergebnis sei eine "große Enttäuschung". "Wir werden zurückkommen und die Tagesordnung in diesem Land bestimmen", versprach Støre.

Nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmen hat das konservative Lager um Ministerpräsidentin Erna Solberg die Wahl gewonnen. Støres Arbeiterpartei wurde zwar stärkste Kraft, kann mit ihren Partnern aber keine Regierung bilden. 

mad/fs/tyr/wue/DPA/AFP

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