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+++ Ticker +++

Fünf Hochhäuser in London werden aus Sicherheitsgründen evakuiert

Nordkorea: Keine Folter von Otto Warmbier +++ 11,50 Euro: Krabbenbrötchen so teuer wie nie  +++  Mann in China gibt sich als CIA-Agent aus +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker

Der Grenfell Tower geriet durch einen defekten Kühlschrank in Brand

Der Grenfell Tower geriet durch einen defekten Kühlschrank in Brand

Die News des Tages im Ticker.

+++ 21.55 Uhr: Fünf Hochhäuser in London werden aus Sicherheitsgründen evakuiert +++

Nach der Brandkatastrophe im Londoner Grenfell-Tower werden fünf Hochhäuser in der britischen Hauptstadt evakuiert. Wegen Feuergefahr würden die Hochhäuser "umgehend geräumt", teilten die Behörden am Freitagabend mit. Bei dem verheerenden Brand im Grenfell-Tower waren in der vergangenen Woche mindestens 79 Menschen ums Leben gekommen; als Konsequenz aus der Katastrophe hatten die Behörden eine Untersuchung von ähnlich gebauten Hochhäusern in ganz England veranlasst.

+++ 19.07 Uhr: Gedenkstein für vermissten Pascal wird enthüllt +++

Der seit fast 16 Jahren vermisste Junge Pascal bekommt im Saarland einen Gedenkstein. Die Stele aus Quarzit wird am Samstagnachmittag auf dem Friedhof der katholischen Kirchengemeinde in Schwalbach enthüllt. Es solle ein Ort sein, an dem man sich an Pascal erinnern könne, sagt Pastor Hans-Georg Müller. Der Gedenkstein solle aber auch ein "Mahnmal für alle verschwundenen und missbrauchten Kinder" sein. Der fünfjährige Pascal war Ende September 2001 in Saarbrücken spurlos verschwunden. 

Nach wie vor ist sein genaues Schicksal ungeklärt, eine Leiche wurde nie gefunden. Den Gedenkstein hat der Siegburger Künstler Bruno Harich im Jahr 2010 als Anregung der "Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen" mit Sitz im Westerwald gefertigt. Nach Jahren der Suche sei nun ein guter Standort gefunden, sagt der Vereinsvorsitzende Johannes Heibel in Siershahn.

+++ 18.47 Uhr: App soll Radfahrer von Smartphone-Nutzung abhalten +++

Ein niederländisches Mobilfunkunternehmen hat eine App entwickelt, mit der Kinder von der Nutzung ihres Smartphones während des Radfahrens abgehalten werden sollen. "Fahrradfahren und Smartphones nutzen passt wirklich nicht zusammen", erklärte die Sprecherin des Unternehmens KPN, Victorina de Boer. Nach Angaben der niederländischen Vereinigung für Verkehrssicherheit sind immer mehr Jugendliche in Unfälle verwickelt, weil sie auf dem Fahrrad auf ihrem Smartphone herumtippen. Laut einer Studie des Mobilfunkunternehmens KPN lassen sich Zwölf- bis 18-Jährige auf dem Rad auch von Messengerdiensten wie Snapchat und Whatsapp ablenken. Mit der neuen App sollen Fahrradfahrer deshalb keine Verbindung zum Internet haben, während sie auf dem Sattel sitzen. Dafür soll das Rad mit dem Smartphone verbunden sein: Wird es aufgeschlossen, sollen alle Signale des Handys, bis auf den Notruf, gekappt werden. Beim Abschließen werden alle Verbindungen wieder hergestellt. Nach einer Testphase im Sommer soll die App für rund hundert Euro auf den Markt kommen.

+++ 17.45 Uhr: Neue Wendung in Roboterwagen-Streit von Google-Schwester und Uber +++

Im Streit zwischen der Google-Schwesterfirma Waymo und Uber um Roboterwagen-Technologie gibt es eine brisante neue Enthüllung. Der vor kurzem zurückgetretene Uber-Chef Travis Kalanick wusste bereits im März 2016, dass der später vom Fahrdienst-Vermittler angeheuerte Ex-Google-Entwickler Anthony Levandowski Informationen beim Internet-Konzern mitgenommen hatte. Kalanick habe ihn allerdings angewiesen, die Daten zu vernichten, erklärten Uber-Anwälte laut neu veröffentlichten Gerichtsunterlagen. Uber wolle keine Google-Informationen haben, habe Kalanick gesagt.

+++ 17.14 Uhr: Tausende Polizisten schützen Tour-Auftakt in Düsseldorf +++

Der Auftakt der Tour de France in Düsseldorf wird von mehreren tausend Polizisten geschützt. Das gab Düsseldorfs Polizeipräsident Norbert Wesseler bekannt. "Wir sind gut aufgestellt und auf alles vorbereitet", sagte Wesseler. Es gebe zwar seit längerem eine abstrakt hohe Sicherheitsgefahr, aber keinerlei konkrete Hinweise auf bestimmte Szenarien in Düsseldorf. 

+++ 17.10 Uhr: Sargträger trugen leeren Sarg aus Kohls Haus +++

Laut Medienberichten war der Sarg, der gestern aus Helmut Kohls Haus getragen wurde, leer. Kohl war am 16. Juni im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim gestorben und anschließend dort aufgebahrt worden. Am Donnerstag hatten Helfer einen Sarg aus dem Haus getragen. Dabei soll es aber nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur darum gegangen sein, Abläufe zu klären für die spätere Abholung des Sarges mit Kohls Leichnam vor den Trauerfeierlichkeiten am 1. Juli. Kohls Leichnam soll sich demnach noch immer im Haus in Oggersheim befinden. Vertraute der Familie hatten am Wochenende nach Kohls Tod erklärt, der Leichnam werde voraussichtlich bis zu den Trauerfeierlichkeiten dort bleiben. Nach dpa-Informationen ist das nach jetzigem Stand weiter so vorgesehen.

Zur Würdigung von Kohls politischer Arbeit ist am 1. Juli ein europäischer Trauerakt im EU-Parlament in Straßburg geplant. Kohl soll als erster Politiker überhaupt mit einer solchen Zeremonie auf EU-Ebene geehrt werden. Direkt im Anschluss soll Kohls Sarg per Hubschrauber nach Deutschland gebracht und nach der Landung bei Ludwigshafen nach Speyer überführt werden. Dort ist im Dom am späten Nachmittag eine Totenmesse geplant und anschließend ein militärisches Abschiedszeremoniell. Danach soll Kohl beigesetzt werden. Kohl wird seine letzte Ruhestätte auf einem Friedhof in Speyer finden und nicht im Familiengrab der Kohls in Ludwigshafen.


+++ 16.55 Uhr: Koalitionsfraktionen einig bei Gesetz gegen Hetze im Internet +++

Nach langem Gezerre hat die große Koalition die letzten strittigen Punkten beim Gesetz zur Bekämpfung von Falschmeldungen und Hetze im Internet ausgeräumt. Damit könne das Gesetz von Bundesjustizminister Heiko Maas in der kommenden Woche vom Bundestag verabschiedet werden, teilten Fraktionsvertreter von SPD und CDU übereinstimmend mit. Das Gesetz nimmt Internetkonzerne wie Facebook in die Pflicht, rechtswidrige Inhalte schneller zu löschen.

+++ 16.16 Uhr: Baum stürzt auf Tiger-Gehehe - Zoo Magdeburg bleibt geschlossen +++

Sturmtief "Paul" hat im Zoo von Magdeburg große Schäden angerichtet. Rund die Hälfte der Bäume sei umgestürzt oder beschädigt worden, sagte Zoodirektor Kai Perret. Bis auf Weiteres bleibe der Zoo deshalb geschlossen. Wie hoch die Schäden tatsächlich seien, lasse sich erst nach den Aufräumarbeiten abschätzen. Die Gehege von Tigern und Leoparden sind den Angaben zufolge zum großen Teil zerstört worden. Ein Baum liege noch immer auf dem Tigergehege und müsse mit einem Autokran entfernt werden. Die Tiere müssen zunächst in den kleineren Innengehegen bleiben. Im Magdeburger Zoo leben Perret zufolge zwei Tiger und drei Leoparden. Je nach Dauer der Reparaturarbeiten werde überlegt, die Tiere so lange in anderen Zoos unterzubringen. 

+++ 15.48 Uhr: Ehefrau aus Eifersucht erstochen: Zwölf Jahre Haft +++

Ein 54-jähriger Mann ist wegen der gewaltsamen Tötung seiner 41-jährigen Ehefrau am Freitag vom Landgericht Stralsund zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Syrer im November in Bergen auf der Insel Rügen aus unbegründeter Eifersucht mehr als 20 Mal auf seine Frau eingestochen hatte. Die Frau war blutend auf die Straße geflüchtet und starb später im Krankenhaus. Der Mann hatte die Tat indirekt eingeräumt. Er war mit dem Messer in der Hand vor dem Haus festgenommen worden. Aufsehen erregte sein vor Gericht geäußerter Wunsch nach der Todesstrafe.

+++ 14.04 Uhr: Mord- und Terrorvorwürfe gegen Londoner Lieferwagen-Attentäter +++

Nach dem Lieferwagen-Anschlag auf eine Gruppe von Muslimen vor einer Londoner Moschee hat die Polizei den mutmaßlichen Täter wegen Mordes und versuchten Mordes in Verbindung mit Terrorismus angeklagt. Die britische Staatsanwaltschaft hat Scotland Yard eigenen Angaben zufolge am Freitag dazu bevollmächtigt. Der 47-jährige Darren O. aus Cardiff war in der Nacht zum Montag mit einem gemieteten Lieferwagen in eine Menschenmenge nahe einer Moschee in Finsbury Park im Norden der Hauptstadt gerast. Dabei hatte er einen Menschen getötet und weitere verletzt.

+++ 13.53 Uhr: Inder verkauft getrocknete Waran-Penisse als seltene Wurzeln +++

Die indische Polizei hat einen Betrüger festgenommen, der getrocknete Waran-Penisse als seltene kraft- und glücksspendende Wurzeln verkauft haben soll. Wie ein Vertreter der Forstbehörde sagte, wurden Proben der beschlagnahmten Ware zur Begutachtung in ein Labor geschickt. Bei Gericht sei Untersuchungshaft für den Verdächtigen Kalki Krishnan beantragt worden. Wenige Tage zuvor hatten indische und britische Ermittler mitgeteilt, dass sie auf einen heimlichen Online-Handel mit den Penissen gestoßen seien, die dort als Hatha Jodi-Wurzeln angeboten würden. Die getrockneten Waran-Penisse haben eine gewisse Ähnlichkeit mit der Hatha Jodi, die sich vor allem im zentralindischen Madhya Pradesh findet. Hatha Jodi ist die Wurzel einer äußerst seltenen Pflanze, ihr wird glücksbringende Kraft nachgesagt. In Indien werden pro Wurzel bis zu umgerechnet 56 Euro erzielt, im Ausland sogar bis zu knapp 230 Euro. Warane, zur Gattung der Schuppenkriechtiere zählende Echsen, sind nach dem indischen Gesetz geschützte Tiere.

+++ 13.48 Uhr: 2400 Passagiere übernachteten an Berliner Flughäfen +++

Wegen des Sturmtiefs "Paul" sind in der Nacht zum Freitag an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld hunderte Passagiere gestrandet. Etwa 2400 Menschen mussten nach Angaben eines Flughafensprechers dort übernachten. Es kam zeitweise zu chaotischen Zuständen am Flughafen Tegel. An Schaltern versuchten viele Passagiere Auskunft über ihre Weiterreise zu bekommen, es gab lange Schlangen an den Taxiständen, die wenigen Busse ins Zentrum waren vollkommen überfüllt. Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH stellte nach eigenen Angaben Feldbetten, Getränke und Decken bereit. Das Unternehmen unterstützte den Angaben zufolge jedoch lediglich die Airlines, die eigentlich für eine Unterbringung zuständig seien.

+++ 13.36 Uhr: Waffen und Munition bei Razzia in rechtsextremer Szene sichergestellt +++

Bei den Durchsuchungen in der rechtsextremen Szene in Thüringen und Niedersachsen hat die Polizei Waffen, Munition, Propagandamaterial, Drogen sowie Handys und Computer sichergestellt. Sie würden nun von Kriminaltechnikern untersucht, teilte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes in Erfurt mit. Ein Mann habe sich der Durchsuchung widersetzt und zwei Polizisten verletzt. Es wird wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung gegen 13 Beschuldigte ermittelt.

+++ 13.27 Uhr: Nach Streit ausgesperrt: Nackter Mann hockt auf Hausdach +++

Einen nackt auf einem Hausdach sitzenden Mann hat die Feuerwehr in Landshut gerettet. Der 27-Jährige hatte mit seiner Freundin gestritten und war von ihr aus der Wohnung geworfen worden, wie die Polizei mitteilte. Der Ausgesperrte versuchte, die Wohnung über ein Dachfenster wieder zu entern - das jedoch schloss die Freundin und verließ dann die Wohnung. Der Nackte auf dem Dach in 15 Metern Höhe fiel schließlich einer Passantin auf, die die Polizei alarmierte. Die Feuerwehr holte den Mann mit einer Drehleiter vom Dach, die Polizei brachte ihn nach Hause.

+++ 13.14 Uhr: Hamburger Oberverwaltungsgericht verbietet G20-Protestcamp +++

Das Hamburger Oberverwaltungsgericht hat das von den Gegnern des G20-Gipfels im Stadtpark geplante Protestcamp verboten. In der Gesamtbetrachtung handle es sich bei dem Camp nicht um eine grundrechtlich geschützte Versammlung, entschied das Gericht und gab damit einer Beschwerde der Hansestadt statt. Gegen die Entscheidung sind keine Rechtsmittel möglich, die Gegner können allenfalls das Bundesverfassungsgericht anrufen.

+++ 13.10 Uhr: ICE-Strecke Berlin-Köln wieder in beiden Richtungen frei +++

Die ICE-Strecke von Berlin nach Düsseldorf und Köln ist in beiden Richtungen wieder frei. Das teilt die Deutsche Bahn mit. Zuvor hatte es eine stundenlange Sperrung der wichtigen Ost-West-Achse gegeben. Bei Gütersloh hatte der Sturm "Paul" die Oberleitung abgerissen. Das Sturmtief war am Donnerstag und in der Nacht mit Gewittern, Starkregen, Hagel und einem Tornado über die Nordhälfte Deutschlands gezogen. Mindestens zwei Menschen starben.

+++ 12.41 Uhr: Messi entgeht voraussichtlich Haftstrafe in Steueraffäre +++

Fußballstar Lionel Messi entgeht voraussichtlich seiner Haftstrafe wegen Steuerbetrugs. Die Staatsanwaltschaft von Barcelona hat sich bereiterklärt, die 21-monatige Haftstrafe gegen den Star des FC Barcelona in eine Geldstrafe umzuwandeln. Er soll demnach für jeden Tag seiner Strafe 400 Euro zahlen, insgesamt rund 250.000 Euro. Messis Verteidigung hatte diese Option vorgeschlagen. Die letzte Entscheidung liegt nun beim Gericht. Der fünfmalige Weltfußballer aus Argentinien und sein Vater Jorge Horacio waren im vergangenen Juli von einem Gericht in Barcelona wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe zu 21 Monaten Haft verurteilt worden. Im Mai bestätigte der Oberste Gerichtshof Spaniens die Haftstrafe gegen Messi, die Haftstrafe seines Vaters wurde auf 15 Monate gekürzt. Da Haftstrafen unter zwei Jahren in Spanien für gewöhnlich auf Bewährung ausgesetzt werden, blieben beide auf freiem Fuß.

+++ 12.07 Uhr: Londoner Hochhausbrand durch Kühlschrank verursacht +++

Der katastrophale Brand in einem Londoner Hochhaus mit mindestens 79 Todesopfern ist von einem defekten Kühlschrank ausgelöst worden. Es habe sich nicht um Brandstiftung gehandelt, sagte Fiona McCormack von Scotland Yard vor Reportern.

+++ 11.10 Uhr: Nordkorea weist Folter-Vorwürfe zurück +++

Nordkorea hat den Verdacht zurückgewiesen, der verstorbene US-Student Otto Warmbier sei in nordkoreanischer Haft gefoltert oder misshandelt worden. Alle zuständigen Behörden behandelten "alle Kriminellen" in "vollständiger Übereinstimmung mit örtlichen Gesetzen und internationalen Standards", sagte ein Sprecher des Nationalen Rates für Aussöhnung laut einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA am Freitag. Dies gelte auch für Warmbier. Kritiker, die "absolut keine Ahnung haben, wie gut wir Warmbier unter humanitären Bedingungen behandelt haben", unterstellten Nordkorea nun Misshandlung und Folter, sagte der Sprecher.


+++ 11 Uhr: Indische Rakete bringt 31 Satelliten in Umlaufbahn +++

Indien hat 31 Satelliten in die Erdumlaufbahn gebracht. Eine Rakete mit einem größeren und 30 Nano-Satelliten startete am Freitag vom Raumhafen auf der Insel Sriharikota an der Südostküste, wie die indische Weltraumbehörde ISRO mitteilte. Die Nano-Satelliten stammen aus 15 verschiedenen Ländern, darunter Deutschland, die USA, Großbritannien und Frankreich. Die Trägerrakete PSLV - kurz für "Polar Satellite Launch Vehicle" - nimmt bei vielen Starts auch fremde Satelliten gegen Bezahlung mit ins All. Der größere Satellit soll Indien hochauflösende Bilder von der Erde liefern und könnte Experten zufolge auch militärischen Zwecken dienen.

+++ 9.45 Uhr: Polizisten sterben bei Erdrutsch auf Autobahn in Nepal +++

Bei einem Erdrutsch auf einer Autobahn in Nepal sind zwei Polizisten ums Leben gekommen. Zwei weitere Beamte seien vermisst, teilte ein Polizeisprecher mit. Heftiger Monsunregen hatte den Erdrutsch ausgelöst, der den Geländewagen der Streife unter sich begrub. Der Schlamm fegte auf der Prithvi-Autobahn, die als wichtige Lebensader die Hauptstadt Kathmandu mit dem Rest des südasiatischen Landes verbindet, auch einen Lastwagen davon. Der Fahrer blieb unverletzt, sein Beifahrer kam in ein Krankenhaus. Während der Monsunzeit zwischen Juni und September sind Naturkatastrophen im gebirgigen Nepal keine Seltenheit.

 +++ 9.37 Uhr: Unwetter in Tschechien: Stromausfälle und gesperrte Bahnstrecken +++

Ein Gewittersturm hat in Tschechien zahlreiche Bäume entwurzelt und Stromleitungen beschädigt. Die Feuerwehren rückten landesweit mehr als 800 Mal aus, um Straßen und Bahnstrecken von Ästen und Baumstämmen zu befreien, wie eine Sprecherin mitteilte. Im regionalen und internationalen Bahnverkehr kam es zu Verspätungen von teils weit mehr als einer Stunde. Menschen in Tausenden Haushalten mussten vorübergehend ohne Elektrizität auskommen, weil Hochspannungsleitungen ausfielen - besonders betroffen war die Region Südböhmen an der Grenze zu Bayern. Im nördlichen Riesengebirgsort Mala Upa (Kleinaupa) ging das Dach eines Hauses in Flammen auf, nachdem ein Blitz eingeschlagen war.

 +++ 9.34 Uhr: Neugeborene könnten 90 Jahre und älter werden +++

Die Babys von heute leben vielleicht noch länger als bisher erwartet. 2017 geborene Jungen könnten durchschnittlich bis zu 90 Jahre, Mädchen bis zu 93 Jahre alt werden, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Voraussetzung ist, dass sich die Lebensverhältnisse wie bisher weiterentwickeln. Grundlage der Schätzung sind neue Modellrechnungen des Statistiker. Sie basieren auf den sogenannten Kohortensterbetafeln der Geburtsjahrgänge von 1871 bis 2017.


+++ 9.15 Uhr: Nordkorea hat neuen Raketenantrieb getestet +++

Nordkorea hat nach Angaben eines US-Behördenvertreters einen neuen Raketenantrieb getestet. Mit diesem könne eine Interkontinentalrakete ausgerüstet werden, sagte der Vertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Der Kommandeur der US-Marine, Gary Ross, teilte auf Anfrage mit, die Aktionen Nordkoreas würden aufmerksam verfolgt. Zu vorliegenden Informationen gebe es jedoch keinen Kommentar. Der Militär forderte Nordkorea zugleich auf, "jede provozierende Aktion zu unterlassen", sich an seine "internationalen Verpflichtungen" zu halten und "ernsthafte Verhandlungen" aufzunehmen.

+++ 9.10 Uhr: Tesla plant eigenen Musik-Streamingdienst +++

Der US-Elektroautobauer Tesla plant offenbar einen eigenen Musik-Streamingdienst. Das Unternehmen wolle seinen Kunden ein besonderes Fahrerlebnis ermöglichen und dazu gehöre auch, "dass sie jede Musik hören können, die sie möchten", sagte ein Tesla-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Tesla reagierte damit auf Berichte, das Unternehmen sei bereits in direkten Gesprächen mit verschiedenen Musiklabels. Die Technologie-Website Recode hatte unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, dass es bereits erste Treffen mit Vertretern der Musikbranche gab. Ein eigener Streaming-Dienst könnte demnach direkt in die Elektroautos integriert werden, die bereits mit dem Internet verbunden sind. Der Autobauer, der im vergangenen Jahr 84.000 Elektrofahrzeuge produziert hatte, würde damit vor allem dem Marktriesen Spotify Konkurrenz machen. Auch Anbieter wie Apple Music, Deezer und Tidal sind mittlerweile fester Bestandteil der Streaming-Branche.

 +++ 9.05 Uhr: Reallöhne nur unterdurchschnittlich gestiegen +++

Trotz anziehender Verbraucherpreise haben viele Arbeitnehmer in Deutschland unter dem Strich mehr im Geldbeutel - das Plus fiel zuletzt aber mäßig aus. Im ersten Quartal 2017 stiegen die Reallöhne der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Schnitt um 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Der Zuwachs fiel damit erstmals seit dem vierten Quartal im Jahr 2013 wieder unter die Marke von einem Prozent. Grund für das eher geringe Reallohnplus ist die wieder anziehende Teuerung, die zum Jahresstart in der Bundesrepublik um 1,9 Prozent und damit so stark wie seit 2012 nicht anstieg. Dass der gesetzliche Mindestlohn zum 1. Januar von 8,50 Euro auf 8,84 Euro angehoben wurde, machte sich in den Zahlen nicht offensichtlich bemerkbar, wie die Behörde erklärte. 

+++ 8.10 Uhr: Fernverkehr zwischen Berlin und Düsseldorf unterbrochen +++

Wegen eines Unwetterschadens auf der Bahnstrecke zwischen Bielefeld und Gütersloh ist der Fernverkehr zwischen Berlin und Düsseldorf seit dem frühen Morgen unterbrochen. Auch der Regionalverkehr ist betroffen, wie eine Bahnsprecherin sagte. Ein ICE musste seine Fahrt auf der Strecke kurz vor Mitternacht unterbrechen und wurde mit einer Diesellok abgeschleppt. Die Fahrgäste mussten mehrere Stunden in dem Zug ausharren. Starke Unwetter in Deutschland hatten bereits am Donnerstag für Beeinträchtigungen auf zahlreichen Bahnstrecken gesorgt. Am Freitagmorgen war die Route zwischen Hamburg und Hannover weiterhin gesperrt. Auch im Raum Magdeburg kam es zunächst noch zu Einschränkungen. Die Strecke zwischen Hamburg und Bremen war in der Nacht hingegen wieder freigegeben worden. Mit Verspätungen und einzelnen Zugausfällen müsse dort aber weiterhin gerechnet werden, sagte die Sprecherin.

+++ 7.20 Uhr: Mindestens fünf Tote bei Bombenanschlag in Südpakistan +++

 Bei einer Bombenexplosion nahe einer Polizeiwache  und einer Mädchenschule sind in der südpakistanischen Provinz mindestens fünf Menschen getötet und 16 verletzt worden. Das bestätigte ein Polizeibeamter der Provinzhauptstadt Quetta, Khodaidad. Es sei nicht klar, was das Ziel des Anschlags war. Vier der Toten seien Zivilisten; auch ein Polizist sei getötet worden. Der Sprecher der Provinzregierung, Anwar Haq Kakar, sprach zu Medien von einer Autobombe. Wer hinter der Tat steckt, blieb zunächst unklar. Baluchistan ist die unruhigste Provinz Pakistans. Dort sind viele Terror- und Aufständischengruppen aktiv.


+++ 7.17 Uhr: Erneut Demonstrant in Venezuela erschossen +++

Bei Demonstrationen gegen die sozialistische Regierung in ist erneut ein Mann ums Leben gekommen. Der 22-Jährige sei in Caracas erschossen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Vorfall habe sich ereignet, als Demonstranten von Sicherheitskräften auseinandergetrieben wurden. Damit steigt die Zahl der Toten der zwei Monaten andauernden Proteste auf 76. Mehr als 1000 wurden verletzt.

+++ 7.02 Uhr: Panda-Baby in Tokio ist ein Mädchen +++

Das Warten hat endlich ein Ende: Der Zoo von Tokio hat mitgeteilt, dass es sich bei dem kürzlich geborenen Panda-Baby um ein Mädchen handelt. Dies hätten chinesische Experten nach dem Einsenden eines Fotos festgestellt, sagte ein Sprecher des Ueno-Zoos in der japanischen Hauptstadt. Dem Tier gehe es offenbar gut. Dank der Milch seiner Mutter Shin Shin wiege es nun 283,9 Gramm und sei 17,6 Zentimeter lang. Auch das charakteristische schwarz-weiße Fell beginne sich schon zu zeigen. Bei der Geburt sind Pandas haarlos und wiegen etwa 100 Gramm. Die Geburt des noch namenlosen Tieres am 12. Juni hat dem Ueno-Zoo einen Besucherandrang beschert. Es ist der erste Panda-Nachwuchs dort seit fünf Jahren. Ein 2012 geborenes Panda-Baby war kurz nach der Geburt gestorben. Pandabären tun sich schwer mit der Fortpflanzung.

+++ 6.32 Uhr: Chinese legt bei Verkehrskontrolle gefälschten CIA-Ausweis vor +++

Ein Motorradfahrer in China hat mit Hilfe eines gefälschten CIA-Agentenausweises versucht, sich einer Polizeiinspektion zu entziehen. Der Chinese wurde von Beamten auf einer Schnellstraße in der ostchinesischen Stadt Nanjing angehalten, weil er ohne Nummernschild unterwegs war. Laut der habe der Mann, der zudem eine Uniform mit dem Schriftzug "U.S. Army" trug, zur Identifikation die gefälschte Dienstmarke vorgelegt. Das Dokument wies ihn nicht nur als CIA-Agenten aus, sondern auch als Mitarbeiter des "?IMF" - jener fiktiven Geheimorganisation, für die Tom Cruise in den "Mission: Impossible"-Filmen auf Verbrecherjagd geht.  Viele Internetnutzer amüsierten sich über das Verhalten des Mannes. "Ist es nicht viel schlimmer, als Agent enttarnt zu werden, als gegen ein paar Verkehrsregeln zu verstoßen?", fragte ein Nutzer des Kurznachrichtendienstes Weibo. Laut der Polizei in Nanjing wurde der Mann, der auf dem Weg zu einem Motorrad-Treffen war, "den Gesetzen entsprechend" bestraft. 

+++ 6.24 Uhr: Judenrettung: Bolivien sieht zweiten "Oskar Schindler" +++

Der aus Deutschland stammende Unternehmer Moritz Hochschild soll während des Nationalsozialismus bis zu 10.000 Juden mit falschen Pässen und Schiffspassagen nach Bolivien gerettet haben. Nach dem Auftauchen hunderter Dokumente, die von der Unesco zum historischen Erbe erklärt worden sind, gibt es aber noch viele Fragezeichen. "Eigentlich bräuchten wir deutschsprachige Historiker, die die ganzen Dokumente mit uns aufarbeiten", sagt der Direktor des nationalen Minenarchivs, Edgar Ramírez, der Nachrichtenagentur DPA. Für Ramírez ist Hochschild ein "Oskar Schindler Boliviens".  Der 1881 in Hessen geborene Hochschild wanderte mit knapp 30 Jahren nach Südamerika aus und wurde in Bolivien einer der einflussreichsten Minenbesitzer. "Vieles ist noch nebulös", sagte Archivleiter Ramírez.

+++ 5.39 Uhr: Sklaverei im Luxushotel? Urteil gegen arabische Prinzessinen erwartet +++

 Eine Witwe eines arabischen Scheichs und ihre Töchter sollen in einem Brüsseler Hotel ihre Bediensteten wie Sklaven ausgebeutet haben. In dem als "Prinzessinnen-Prozess" bekannt gewordenen Verfahren gegen die Frauen und einen Verwalter wird am Freitag das Urteil in Brüssel erwartet. Den Angeklagten drohen Haft und eine Geldstrafe von insgesamt fast 1,9 Millionen Euro. Die Ereignisse, auf die sich der Prozess bezieht, liegen inzwischen mehr als neun Jahre zurück: Die Scheichfamilie hatte eine gesamte Etage eines Luxushotels in der belgischen Hauptstadt auf Jahresbasis gemietet. Dort mussten die mehr als 20 Angestellten den Prinzessinnen laut Anklägern Tag und Nacht zu Diensten sein. Die Anklage wirft den Prinzessinnen Menschenhandel, Freiheitsberaubung sowie unmenschliche und erniedrigende Behandlung ihrer Opfer vor. Die Witwe und ihre Töchter waren bei der Verhandlung bisher nicht anwesend und wiesen die Anschuldigungen zurück.

+++ 5.33 Uhr: 11,50 Euro: Krabbenbrötchen so teuer wie nie +++

Krabben sind derzeit so teuer wie nie: Für ein Brötchen mit Nordseegarnelen müssen die Verbraucher tief in die Tasche greifen. 11,50 Euro kostet der Snack in der beliebten Fischbude "Brücke 10" an den St. Pauli Landungsbrücken in Hamburg, im Nordseebad Fedderwardersiel werden 7,50 Euro verlangt. "So einen hohen Preis hatten wir noch nie", sagte eine Mitarbeiterin der Butjadinger Fischereigenossenschaft. Grund dafür sind die geringen Fangmengen. Schon im vergangenen Jahr hatten die Krabbenfischer an der Nordsee einen Negativ-Rekord vermeldet. Sie hoffen auf eine Erholung des Bestandes ab Spätsommer.

+++ 5.18 Uhr: Korruptionsaffäre in Südkorea: Freundin von Ex-Präsidentin verurteilt +++

Im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal um Südkoreas Ex-Präsidentin Park Geun Hye ist ihre umstrittene Vertraute Choi Soon Sil zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Seouler Bezirksgericht habe es als erwiesen angesehen, dass Choi dank der Beziehungen zu Park ihren Einfluss geltend gemacht habe, um ihrer Tochter auf illegale Weise Zugang zu einer Universität in Seoul zu verschaffen, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Choi ist die Schlüsselfigur in dem Skandal, der im März zur Amtsenthebung Parks als Staatschefin geführt hatte. Ihre langjährige Vertraute Choi soll sich unter anderem in die Regierungsgeschäfte eingemischt haben, obwohl sie kein öffentliches Amt innehatte.

+++ 4.34 Uhr: Merkel lobt May-Angebot zum Brexit +++

Großbritannien hat ein erstes konkretes Angebot für die Brexit-Verhandlungen vorgelegt und damit Anklang bei Bundeskanzlerin gefunden. Nach dem britischen Vorschlag sollen alle 3,2 Millionen EU-Bürger im Vereinigten Königreich eine Chance auf ein dauerhaftes Bleiberecht bekommen. Das sei ein "guter Anfang", sagte Merkel beim EU-Gipfel in Brüssel. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs geht mit Beratungen über Wirtschaft, Handel und Migrationspolitik weiter. Die britische Premierministerin Theresa May hatten den Staats- und Regierungschefs der verbleibenden EU-Staaten am Donnerstagabend vorgeschlagen, wie nach dem Brexit die Rechte der EU-Bürger in Großbritannien gesichert werden könnten. Wer derzeit rechtmäßig im Vereinigten Königreich lebt, soll demnach nicht gezwungen werden, das Land zu verlassen.

+++ 2.41 Uhr: USA stoppen Einfuhr von frischem Rindfleisch aus Brasilien +++

Die USA stoppen die Einfuhr von frischem Rindfleisch aus Brasilien. Diese geschehe aus Sicherheitsgründen angesichts des Gammelfleischskandals in dem südamerikanischen Land, teilte das US-Landwirtschaftsministerium mit. Das Einfuhrverbot werde so lange Bestand haben, bis das brasilianische Landwirtschaftsministerium zufriedenstellende Maßnahmen ergreife. Der Skandal in dem Land, dem größten Rindfleischexporteur der Welt, war am 17. März bekannt geworden. Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden sollen den Ermittlungen zufolge bestochen worden sein, um den Verkauf von verdorbenem Fleisch zuzulassen.

+++ 1.22 Uhr: Nach Unwetter-Unterbrechung: Guns N' Roses spielen Konzert zu Ende +++

Die Band Guns N' Roses haben ihr Konzert in Hannover nach einem schweren Unwetter ohne weitere Unterbrechungen zu Ende gespielt. Wegen heftiger Regenfälle und Blitzen war die Schau unter freiem Himmel unterbrochen worden. Rund 70.000 Fans mussten den Zuschauerraum verlassen und wurden in einer angrenzenden Messehalle untergebracht. Nachdem das Unwetter durchgezogen war, setzte die Band das Konzert fort. Weitere Unterbrechungen gab es nicht. Erst gegen 1 Uhr in der Früh verließ die Gruppe um Leadsänger Axl Rose die Bühne.

+++ 0.50 Uhr: US-Bürger wegen Selbstjustiz im "Pizzagate"-Fall verurteilt +++

Im Zusammenhang mit dem sogenannten "Pizzagate"-Fall hat ein US-Richter einen Mann zu vier Jahren Haft verurteilt, der bewaffnet den mutmaßlichen Sitz eines angeblichen Pädophilenrings in Washington gestürmt hatte. Damit blieb der Washingtoner Bundesrichter Ketanji Brown Jackson nur knapp unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Höchststrafe von fünf Jahren für Selbstjustiz. Der 28-jährige Edgar Welch war nach eigenen Angaben Ende vergangenen Jahres von North Carolina nach Washington gereist, um selbst in dem von erzkonservativen Medien propagierten Pizzagate-Fall zu "ermitteln". Die demokratische Rivalin des heutigen Präsidenten Donald Trump, Hillary Clinton, war im Wahlkampf von ihren Gegnern als Chefin eines Pädophilenrings bezeichnet worden, der sich in dem beliebten Pizzarestaurant in der Hauptstadt treffe. Welch hatte das Restaurant am 5. Dezember gestürmt und mit einem Gewehr um sich geschossen. Verletzt wurde niemand. Die Fake News über den Pädophilenring wurden unter anderem von dem Sohn des kurzzeitigen Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn verbreitet. Michael G. Flynn musste wegen der Weiterverbreitung der Falschmeldungen das Übergangsteam des designierten Präsidenten verlassen.

nik/DPA/AFP

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