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TV-Debatte in Frankreich: Macron und Le Pen beharken sich

+++ Acht Briefbomben in Athen gestoppt +++ Milliardär David Rockefeller mit 101 gestorben +++ Sechseinhalb Jahre Haft wegen Kindesmisshandlung +++ Berlin-Anschlag: Drei Verdächtige in Türkei gefasst +++ Tötungsdelikt in Berlin: Polizei fahndet mit Fotos +++ Die Nachrichten des Tages.

Die fünf Präsidentschaftskandidaten in Frankreich vor der TV-Debatte

Die fünf Präsidentschaftskandidaten in Frankreich vor der TV-Debatte (v.l.): Francois Fillon, Emmanuel Macron, Jean-Luc Malenchon, Marine Le Pen, Benoit Hamon

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 23.29 Uhr: Macron und Le Pen beharken sich in TV-Debatte in Frankreich +++

Mit einem heftigen Schlagabtausch zwischen dem unabhängigen Bewerber Emmanuel Macron und der Rechtspopulistin Marine Le Pen ist Frankreichs Präsidentschaftswahlkampf in die heiße Phase gestartet. Bei der ersten TV-Debatte der fünf aussichtsreichsten Kandidaten beharkten sich Le Pen und Macron unter anderem zur Frage des Islam und der hitzigen französischen Debatte um religiöse Symbole im öffentlichen Raum.

Gut einen Monat vor dem ersten Wahlgang am 23. April gelten Le Pen und Macron als klare Favoriten für den Einzug in die Stichwahl. Die Umfragen sagen Macron dafür derzeit einen klaren Sieg gegen Le Pen voraus, allerdings ist die Entscheidung vieler Wähler noch unsicher. Die Rechtspopulistin setzt auf Protektionismus und will ein Referendum über den EU-Austritt, Macron tritt dagegen für einen proeuropäischen, sozialliberalen Kurs an.

+++ 22.25 Uhr: Passagierflugzeug geht im Südsudan in Flammen auf +++

Im Südsudan ist ein Passagierflugzeug mit mehr als 40 Menschen an Bord nach der Landung auf dem Flughafen der nordwestlichen Stadt Wau in Flammen aufgegangen. Entgegen ursprünglichen Angaben soll es bei dem Unglück aber keine Toten gegeben haben, wie die UN-Mission im Südsudan mitteilte. Blauhelmsoldaten aus Nepal, Bangladesch und China hätten bei den Rettungs- und Bergungsarbeiten geholfen, hieß es. Die aus der Hauptstadt Juba kommende Maschine vom Typ Antonow-26 der Fluggesellschaft South Supreme Airlines war nach einer missglückten Landung in Brand geraten. Örtlichen Behörden zufolge wurden einige Menschen verletzt.

+++ 21.07 Uhr: Bulgarien verbittet sich Einmischung der Türkei in den Wahlkampf +++

Sechs Tage vor der Parlamentswahl in Bulgarien haben die Vorsitzenden der beiden größten Parteien der Türkei eine Einmischung in den Wahlkampf vorgeworfen. Ihre Partei lehne "die Einmischung eines anderen Landes" in die inneren Angelegenheiten Bulgariens "kategorisch" ab, sagte die Chefin der Sozialistischen Partei, Kornelia Ninowa. Die Wahlempfehlungen aus der Türkei an Angehörige der türkischen Minderheit in Bulgarien stellten aber eine "offene Einmischung" dar. "Diese Einmischung ist inakzeptabel", sagte auch der ehemalige Regierungschef Boiko Borissow, der die konservative Gerb-Partei anführt. Er rief aber zugleich zu "Diplomatie" im Verhältnis zu dem Nachbarland auf. Die Sozialisten und Borissows Gerb-Partei liefern sich in den Umfragen vor der vorgezogenen Parlamentswahl am Sonntag ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

+++ 20.58 Uhr: Milliarden Dollar an Schwarzgeld flossen mutmaßlich von Russland in die EU +++

Binnen weniger Jahre sind einem Zeitungsbericht zufolge mehr als 20 Milliarden Dollar (18,6 Milliarden Euro) dubioser Herkunft aus Russland in die EU geflossen. Die "Süddeutsche Zeitung" beziffert das mutmaßliche Schwarzgeld auf mindestens 20,7 Milliarden Dollar, es sei zwischen 2010 und 2014 aus Russland in die EU geflossen. Mithilfe undurchsichtiger Briefkastenfirmen in Großbritannien und mutmaßlich korrupter Richter in der Republik Moldau sei das Geld auf legale Konten im Westen transferiert und dort zum Einkauf im großen Stil benutzt worden, berichtete die Zeitung. Deutsche Unternehmen hätten davon kräftig profitiert. Die "Süddeutsche Zeitung" stützt ihren Bericht nach eigenen Angaben auf einen Datensatz von etwa 70.000 Überweisungen, der ihr selbst und internationalen Partnermedien vorliege. Die "SZ" konnte demnach 662 Fälle identifizieren, in denen Geld von Konten in Lettland genutzt worden sei, um in Deutschland Rechnungen zu bezahlen. Firmen oder Menschen aus Russland, der Ukraine oder Weißrussland hätten Produkte im Einzelhandel gekauft oder sich Waren liefern lassen. Die Bezahlung hätten immer die Briefkastenfirmen übernommen, heißt es in dem Bericht. 66,5 Millionen Dollar seien auf diesem Weg in den Büchern deutscher Unternehmen oder bei Privatpersonen gelandet.

+++ 20.42 Uhr: Griechische Polizei fängt acht weitere Briefbomben ab +++

Griechische Sicherheitsexperten haben acht weitere explosive Briefe in Athen entdeckt und unschädlich gemacht. Unbekannte wollten die brisante Post an verschiedene Persönlichkeiten und Institutionen außerhalb Griechenlands schicken, hieß es aus Kreisen des Athener Bürgerschutzministeriums. Die Briefbomben seien "von der gleichen Sorte" wie die von vergangener Woche, sagte eine gut informierte Quelle des Ministeriums weiter. Sie wurden im Verteilerzentrum der griechischen Post im Norden Athens entdeckt, unschädlich gemacht und in Labors der griechischen Polizei zur weiteren Untersuchung gebracht, hieß es. Vergangenen Mittwoch war im Berliner Finanzministerium ein Päckchen mit explosivem Inhalt entdeckt und entschärft worden. Verantwortung dafür übernahmen griechische Linksautonome.

+++ 20.34 Uhr: Vater und Sohn tot in Hamburger Wohnung aufgefunden +++

In einer Wohnung in Hamburg sind die Leichen eines Mannes und seines Sohnes entdeckt worden. Über die Todesumstände und weitere Hintergründe konnte die Polizei nach Angaben einer Sprecherin noch nichts sagen. Zuvor hatte der Sender NDR 90,3 über den Fall berichtet. Experten der Mordkommission seien für Ermittlungen in die Wohnung im Stadtteil Rothenburgsort gefahren, sagte die Polizeisprecherin. Die Feuerwehr habe am Abend die Wohnung geöffnet und die Leichen entdeckt. Der Sohn soll neun Jahre alt gewesen sein, so die Polizeisprecherin.

+++ 19.24 Uhr: Viele Tote durch Autobombe in Bagdad +++

Bei einem Autobombenanschlag in einem hauptsächlich von Schiiten bewohnten Viertel im Süden der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 13 Menschen getötet und weitere 33 verletzt worden. Wie Sicherheitskreise und Augenzeugen berichteten, war das Sprengstoffauto in einer belebten Geschäftsstraße im Stadtteil Al-Amel geparkt und explodiert. Zuletzt hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bei einem Autobombenanschlag in Bagdad im Februar 45 Menschen in den Tod gerissen. Die sunnitischen IS-Extremisten betrachten Schiiten als Abtrünnige, die vom rechten Glauben abgekommen sind und greifen immer wieder Märkte, Restaurants und andere belebte Orte an.

+++ 18.52 Uhr: Zschäpe stellt weitere Befangenheitsanträge +++

Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe hat in schriftlicher Form außerhalb der Gerichtsverhandlung zwei weitere Befangenheitsanträge gegen Richter im NSU-Prozess gestellt. Damit sind derzeit drei Befangenheitsanträge Zschäpes offen. Einer richtet sich gegen einen Beisitzer, der zweite der neuen Anträge gegen den Vorsitzenden Richter Manfred Götzl. Ebenfalls gegen Götzl ging Zschäpe schon in der vorvergangenen Woche vor. Über diesen Antrag ist noch nicht entschieden. Eingereicht wurden die neuen Anträge Zschäpes von ihren drei Pflichtverteidigern Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm. Dabei ging es erneut um die Frist, die Richter Götzl für letzte Beweisanträge verfügte. Einer der Beisitzer hatte erklärt, er habe Götzls Verfügung "schriftlich verfasst". Gleichzeitig war dieser Richter dem Kollegium zugeteilt, das diese Woche über den bereits vor zwei Wochen gestellten Befangenheitsantrag gegen Götzl beraten sollte. Einer der neuen Anträge richtete sich gegen ihn.

+++ 18.44 Uhr: Tochter zum RTL-Dschungelcamp begleitet - Prozess gegen Lehrerin +++

Den Fall einer Lehrerin, die ihre Tochter zum RTL-Dschungelcamp nach Australien begleitet hatte, verhandelt kommende Woche das Amtsgericht Soltau. Der Frau wird der Gebrauch eines "unrichtigen Gesundheitszeugnisses" vorgeworfen, wie ein Sprecher des Landgerichts Lüneburg mitteilte. Die Staatsanwaltschaft lege der Angeklagten zur Last, ihrer Schule eine ärztliche Bescheinigung geschickt zu haben, der zufolge sie vom 7. bis 29. Januar 2016 arbeitsunfähig erkrankt sein sollte. Laut Anklage soll die Pädagogin die Bescheinigung mit wahrheitswidrigen Angaben gegenüber einer Ärztin erschlichen haben, um ihre Tochter begleiten zu können. Zuvor hatte sie vergeblich Urlaub beantragt. Das Gericht hat für den am Montag (27. März) beginnenden Prozess zunächst drei Termine angesetzt. Ein Urteil könnte am 3. April fallen. Der Frau drohen eine Geldstrafe oder bis zu ein Jahr Gefängnis. Sie wurde im Januar von der niedersächsischen Landesschulbehörde suspendiert.


+++ 18.33 Uhr: Islamist in Lippstadt festgenommen - Armbrust gekauft +++

Nach dem Kauf einer potenziell tödlichen Armbrust ist in Lippstadt ein Islamist festgenommen worden. Das sagte ein Sprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft. Medienberichten zufolge wurden bei der Durchsuchung seines Zimmers in einer Pension nahe Lippstadt Anleitungen zur Herstellung von Sprengstoff entdeckt sowie Unterlagen, die auf eine Nähe zur Terrorgruppe Islamischer Staat hindeuten. Der junge Mann soll aus dem Umfeld des Islamistenführers Abu Walaa stammen, in dem sich auch der Berlin-Attentäter Anis Amri bewegt haben soll. Der 21-Jährige soll bereits als Gefährder unter Beobachtung des Staatsschutzes gestanden haben. Wegen der Funde in seinem Zimmer, nicht aber wegen der Armbrust, sitze der Mann nun in Untersuchungshaft, berichteten Bild.de und "Westfälischer Anzeiger". Weil die Armbrust frei verkäuflich ist, konnte der 21-Jährige sie legal erwerben. Den Medienberichten zufolge erfolgte bislang noch nicht veröffentlichte Festnahme bereits am 10. Februar.

+++ 18.17 Uhr: Berliner hält Frau in Wohnung fest - vermutlich mit Waffe +++

In einer Mietwohnung in Berlin hat ein 63-Jähriger eine Frau in seine Gewalt gebracht. Möglicherweise werde die 61-Jährige mit einer Waffe bedroht, sagte ein Polizeisprecher.  Spezialeinsatzkräfte der Polizei waren vor Ort. Mit dem Mann solle verhandelt werden. Es werde versucht, Kontakt aufzunehmen. Bei der Polizei war ein Notruf wegen Bedrohung eingegangen, twitterte die Behörde. Das Gebiet rund um die Wohnung in Neukölln wurde abgesperrt.

+++ 18.14 Uhr: Neuer Chef: Berliner Großflughafen BER zu 87 Prozent vollendet +++

Der neue Großflughafen ist nach Berechnungen der Flughafengesellschaft Ende Februar zu 87 Prozent vollendet gewesen. Im Januar habe die Quote noch bei 82 Prozent gelegen, sagte der neue Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup vor dem BER-Sonderausschuss des Landtags. Man sei also weitergekommen. Die Gesellschaft arbeite daran, einen realistischen Zeitplan für die Inbetriebnahme vorzulegen. Das Ziel sei weiter das Jahr 2018. Man werde sich bemühen, so schnell wie möglich einen belastbaren Terminplan vorzulegen, sagte Lütke Daldrup. Gearbeitet wird unter anderem noch an der Sprinkleranlage und an den Türen. Bei den Türen gebe es deutliche Fortschritte, sagte der Flughafenchef. Die Eröffnung des Hauptstadtflughafens war bereits fünfmal verschoben worden. Nach einem Gutachten wackelt auch das neue Ziel 2018.

+++ 18.09 Uhr: Trump fällt in "Forbes"-Reichenliste zurück +++

Das Rätselraten um Donald Trumps Reichtum geht in die nächste Runde. Laut der neuesten Schätzung des Magazins "Forbes" ist das Vermögen des US-Präsidenten wegen Wertverlusten seiner Immobilien auf 3,5 Milliarden Dollar geschrumpft. Damit rutschte der 70-Jährige in der Liste der weltweit reichsten Menschen auf Rang 544 ab. In der Vorjahresausgabe hatte Trump noch mit 4,5 Milliarden Dollar Platz 324 belegt. Der New Yorker Geschäftsmann liegt seit Jahrzehnten im Clinch mit "Forbes", weil das Magazin sein Vermögen angeblich stets unterschätzt. Er selbst hatte es wiederholt mit mindestens zehn Milliarden Dollar angegeben. Laut "Forbes" zehrt vor allem der Abschwung am New Yorker Immobilienmarkt schon länger am Reichtum von Trump, der viel Geld in Gebäude wie den pompösen "Trump Tower" in Manhattan investiert hat.


+++ 16:58 Uhr: US-Milliardär David Rockefeller gestorben +++

Der Milliardär David Rockefeller ist tot. Der frühere Banker sei in seinem Haus nördlich von New York im Alter von 101 Jahren an Herzversagen gestorben, berichteten US-Medien unter Berufung auf einen Sprecher der Familie. Rockefeller war das letzte noch lebende Enkelkind des legendären Ölmagnaten John D. Rockefeller. Sein Vater war dessen einziger Sohn und Mutter Abby war eine Kunstmäzenin, die das Museum of Modern Art in New York mitgründete. Rockefellers Reichtum wurde vom "Forbes"-Magazin zuletzt auf rund 3,2 Milliarden Euro geschätzt.

Der Milliardär David Rockefeller ist gestorben (hier auf einer Veranstaltung 2015).

Der Milliardär David Rockefeller ist gestorben (hier auf einer Veranstaltung 2015).


+++ 16:41 Uhr: Polizei ermittelt gegen Rapper Kollegah +++

Nach einer augenscheinlichen Attacke des Rappers Kollegah auf einen Zuschauer hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Es liege der Anfangsverdacht einer gefährlichen Körperverletzung vor, sagte ein Polizeisprecher in Leipzig. Eine entsprechende Online-Anzeige, die am Wochenende einging, sei allerdings von einem Unbeteiligten gestellt worden. Die Anzeige stamme von einem Mann, der die Attacke in einem Internet-Video gesehen und sich danach an die Polizei gewandt hatte. Er sei nicht bei dem Konzert in Leipzig gewesen und stamme auch nicht aus Sachsen. In dem Video ist zu sehen, wie Kollegah am Samstag einen Mann aus dem Publikum auf die Bühne holt und dann anschließend schubst, schlägt und tritt. Zuvor hatte der Zuschauer augenscheinlich nach der Sonnenbrille des Rappers gegriffen. Der Geschädigte habe sich bislang nicht bei der Leipziger Polizei gemeldet, sagte der Sprecher. Der Musiker äußerte sich weiterhin nicht zu dem Vorfall.

+++ 16:24 Uhr: Sechseinhalb Jahre Haft wegen Kindesmisshandlung +++

Wegen schwerer Misshandlung und schwerer Körperverletzung seines kleinen Sohnes muss ein Vater aus Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Stralsund ging in seiner Urteilsbegründung davon aus, dass der 32-jährige Fachinformatiker das Kind zwischen dem Herbst 2014 und dem Sommer 2015 in mindestens 14 Fällen misshandelte, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Der Mann hatte sein Kind ab dem vierten Lebensmonat mehrfach so heftig geschüttelt, dass es einen Hirnschaden erlitt und inzwischen zu 70 Prozent schwerbehindert ist. Zu Beginn des Prozesses gestand er die Taten, die auch auf Videoaufnahmen von drei Überwachungskameras dokumentiert waren. Die Kameras hatten der Angeklagte und die Mutter des Kindes in der gemeinsamen Wohnung installiert, um sich gegenseitig zu beweisen, dass sie jeweils für die schwere Erkrankung ihres Kindes nicht verantwortlich sind. Die auf der Festplatte eines Computers gespeicherten Aufnahmen schaute sich die Mutter jedoch erst im Sommer 2016 an - ein Jahr nach der Trennung vom Vater des Kindes.

+++ 14.41 Uhr: Bill Gates bleibt reichster Mann der Welt +++

Microsoft-Mitgründer Bill Gates ist weiterhin der reichste Mann der Welt. Laut dem US-Magazin "Forbes" führt der 61-Jährige das vierte Mal in Folge die alljährliche Rangliste der Milliardäre an - und zum 18. Mal in 22 Jahren. "Forbes" gab das geschätzte Vermögen des einstigen Softwareunternehmers, der sich heute in einer philanthropischen Stiftung engagiert, mit 86 Milliarden Dollar (rund 80 Milliarden Euro) an. Auf Platz zwei kam der US-Investor Warren Buffet, er lag allerdings mit 75,6 Milliarden Dollar deutlich hinter Gates. Buffet löste auf Platz zwei den Spanier Amancio Ortega ab. Der 80-jährige Gründer der Textilfirma Inditex, zu der etwa die Modekette Zara gehört, kam mit von 71,3 Milliarden Dollar auf Platz vier. Überholt wurde Ortega auch von Amazon-Chef Jeff Bezos. Der 53-jährige Gründer des Internet-Versandhändlers landete mit einem geschätzten Vermögen von 72,8 Milliarden Dollar auf dem dritten Platz der Rangliste. Der erst 32 Jahre alte Facebook-Chef Mark Zuckerberg kam mit 56 Milliarden Dollar auf den fünften Platz.

+++ 14.39 Uhr: 62-Jähriger Trainer wegen Verdachts des Missbrauchs von Kindern in Haft +++

Im schwäbischen Böblingen ist ein Mann wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Kindern verhaftet worden. Der langjährige Trainer eines Sportvereins kam am Sonntag auf Anordnung des Haftrichters am Amtsgericht Stuttgart in Untersuchungshaft, wie die Polizei in Ludwigsburg mitteilte. Die Beamten hatten eigens eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, nachdem sich die Mutter eines elfjährigen Jungen an die Polizei gewandt hatte.

Demnach wird der 62-Jährige nun verdächtigt, über einen längeren Zeitraum hinweg in mehreren Fällen Kinder sexuell missbraucht zu haben, zu denen er als langjähriger Trainer eines Sportvereins Kontakt hatte. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Manns beschlagnahmte die Polizei umfangreiches Beweismaterial.

+++ 14.34 Uhr: Merkel fordert von Erdogan Ende der Nazi-Vergleiche +++

Kanzlerin Merkel hat den gegen sie gerichteten Nazi-Vorwurf des türkischen Präsidenten Erdogan zurückgewiesen. "Mein Satz, dass die Nazi-Vergleiche vonseiten der Türkei aufhören müssen, gilt. Und zwar ohne wenn und aber", sagte die CDU-Chefin in Hannover nach einem Treffen mit Japans Ministerpräsidenten Shinzo Abe. Leider hätten die Nazi-Vergleiche nicht aufgehört. Die Bundesregierung werde nicht zulassen, dass jedes Tabu falle ohne Rücksicht auf das Leid der Opfer des Nationalsozialismus, sagte Merkel.

Die Kanzlerin verwies auf eine Verbalnote des Auswärtigen Amtes vor wenigen Tagen. Darin habe Berlin unmissverständlich mitgeteilt, dass Auftritte türkischer Politiker in Deutschland nur stattfinden könnten, wenn sie auf der Grundlage der Prinzipien des Grundgesetzes erfolgen. Andernfalls behalte sich die Bundesregierung eine Überprüfung der Genehmigung für die Wahlkampfauftritte vor. Erdogan hatte Merkel am Sonntag erstmals persönlich "Nazi-Methoden" vorgeworfen.

+++ 14.12 Uhr: Scherz über Bombe auf thailändischem Flug - Teenager droht Haft +++

Ein 14-Jähriger hat in einem thailändischen Flugzeug einen Witz über eine Bombe gemacht - nun drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft. Der Junge sei beim Einsteigen in die Maschine einer Billigairline von Bangkok nach Chiang Rai am Sonntag nach seinem Ticket gefragt worden, sagte der stellvertretende Polizeisprecher Krisana Pattanacharoen. Da er demnach in beiden Händen Taschen hielt, bat er einen Flugbegleiter, in seiner Jackentasche nach dem Ticket zu greifen. Dann habe er gesagt: "Achtung, ich habe eine Bombe".

Dem Jungen werde vorgeworfen, in einem Flugzeug mit falschen Informationen Panik geschürt zu haben, sagte die Sprecherin. Dies könne mit drei bis fünf Jahren Haft bestraft werden. Da er minderjährig sei, könne das Urteil allerdings geringer ausfallen. Einem Sprecher des internationalen Flughafens in Bangkok zufolge wurde nach dem Kommentar des Jungen die Maschine evakuiert und durchsucht. Eine Bombe sei nicht gefunden worden. Es sei zu einer knapp fünfstündigen Verzögerung gekommen.

+++ 14.08 Uhr: Soli-Aktion für inhaftierten Yücel auf Leipziger Buchmesse +++

Für den inhaftierten Journalisten Deniz Yücel planen mehrere Verlage eine Solidaritäts-Aktion auf der Leipziger Buchmesse (23. bis 26. März). Verschiedene Lesungen sollen jeweils mit einem Text von Yücel eröffnet werden, wie der Verbrecher Verlag mitteilte. "Wir wollen vor den großen Leseveranstaltungen auf der Messe und an jedem Tag zeigen, dass man Deniz Yücel und all die anderen in der Türkei inhaftierten Journalistinnen und Journalisten nicht mundtot machen kann", hieß es. Weitere Veranstalter seien eingeladen, sich zu beteiligen. Die Aktion ist eine Fortsetzung einer Lesung am 15. März in Berlin, auf der Freunde, Kollegen und prominente Unterstützer die Freilassung des Journalisten gefordert hatten. Yücel sitzt in der Türkei in Untersuchungshaft. Ihm werden Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Volksverhetzung vorgeworfen.

+++ 13.54 Uhr: Rutte schließt Zusammenarbeit mit Wilders aus +++

Zu Beginn der Gespräche über eine Regierungsbildung in den Niederlanden hat Ministerpräsident Mark Rutte erneut eine Zusammenarbeit mit dem Rechtspopulisten Geert Wilders ausgeschlossen. Dessen Partei für die Freiheit (PVV) komme als Koalitionspartner nicht in Frage, sagte Rutte am Montag in Den Haag.

Ruttes rechtsliberale Partei VVD will mit der christdemokratischen CDA und der linksliberalen D66 zusammenarbeiten. Für eine stabile Mehrheit braucht sie aber mindestens drei Partner. Wilders forderte dagegen, an den Verhandlungen beteiligt zu werden. Es sei "undemokratisch", wenn seine Partei ignoriert werde. Die meisten Parteien hatten eine Koalition mit der PVV ausgeschossen. Ruttes bisheriger sozialdemokratischer Koalitionspartner will nach dramatischen Verlusten in der Opposition bleiben.

+++ 13.31 Uhr: Al Bano im Krankenhaus: "Der liebe Gott will mich noch nicht +++

Der italienische Schlagerstar Al Bano (73, "Felicità") ist zu einer Routineuntersuchung ins Krankenhaus gekommen. Weil ihm im Dezember bei einer Herz-OP zwei Stents eingesetzt worden seien, müsse das wie vorgesehen kontrolliert werden, sagte sein deutscher Tourveranstalter Ralf Seßelberg . Es handle sich entgegen anderslautenden Berichten nicht um einen Notfall. "Al Bano sagt, der liebe Gott will mich noch nicht haben. Macht Euch keine Sorgen", zitierte ihn Seßelberg. Der Sänger, der mit bürgerlichem Namen Al Bano Carrisi heißt, sei im süditalienischen Bari im Krankenhaus. 

+++ 12.52 Uhr: Flüchtlinge entscheiden sich laut Studie häufig gegen Berufsausbildung +++

Viele Flüchtlinge wollen laut einer Studie lieber mit Helfertätigkeiten schnell Geld verdienen als erst einmal eine Lehre zu machen. Damit steige das Risiko, dass sie im Niedriglohnsektor verharren, warnte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln in . "Man muss aufpassen, dass sich das nicht verfestigt", sagte die Ausbildungsexpertin des arbeitgebernahen Instituts, Regina Flake. Es sei notwendig, mehr für die duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule zu werben, Ausbildungsbetriebe besser zu beraten und die berufsbezogene Sprachförderung weiter auszubauen.

Nach der Umfrage unter rund 1000 Unternehmen hat jeder vierte Betrieb in den vergangenen drei Jahren beschäftigt, im Handwerk jeder dritte. Häufig handele es sich dabei um Praktika. Neun von zehn dieser Firmen sähen die Flüchtlinge als Bereicherung und würdigen ihre Motivation und Einsatzbereitschaft. Ebenso viele betrachteten jedoch die mangelnden Deutschkenntnisse als Hindernis. Drei Viertel der befragten Unternehmen sähen noch Nachholbedarf bei Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.

+++ 12.36 Uhr: London wird Brexit am 29. März beantragen +++

Die britische Premierministerin Theresa May will am 29. März die offizielle Erklärung für den Austritt Großbritanniens aus der EU gemäß Artikel 50 des Lissabon-Vertrags abgeben. Das teilte ein Regierungssprecher mit. Damit wird der seit Monaten erwartete Schritt erst nach dem EU-Jubiläumsgipfel am in Rom und kurz vor Ablauf der Frist unternommen.

+++ 12.30 Uhr: Polizei kleidet nach Notruf Kleinkind neu ein +++

Mit der Kleidung seines eigenen Sohns hat ein Polizist in Bayern ein hilfloses Kleinkind versorgt. Sanitäter hatten den 15 Monate alten Jungen in Vilshofen gefunden, als sie zu einem Drogenkonsumenten mit Atemnot gerufen wurden. In dessen vermüllter Wohnung gab es nach Polizeiangaben weder Essen noch Kleidung für den kleinen Sohn des 24-Jährigen.

Einer der Beamten, der selbst einen etwa gleichaltrigen Jungen hat, holte demnach Nahrungsmittel und Kleidung bei sich zu Hause ab. Später übergab die das Kind der in München lebenden Mutter. Der 24 Jahre alte Vater hatte am Sonntag mit einem Kumpel Drogen genommen. Als er Atemnot bekam, rief der Freund den Rettungsdienst. Die Männer wurden wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt.

+++ 12.22 Uhr: Weihnachtsmarkt-Anschlag: Drei Verdächtige in Istanbul gefasst +++

Die türkische Polizei hat im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt drei Verdächtige am Istanbuler Flughafen Atatürk festgenommen. Sie würden verdächtigt, in Verbindung zum Attentäter gestanden zu haben, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Festnahmen seien schon vergangene Woche erfolgt. Die drei Verdächtigen seien deutsche Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln. Bereits früher hatten die türkischen Behörden in der Küstenstadt Izmir einen Mann wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Amri festgenommen.

Der Tunesier Anis Amri hatte am 19. Dezember einen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert. 12 Menschen wurden getötet, rund 50 verletzt.

+++ 11.39 Uhr: Verdächtige Briefsendungen: Erste Entwarnung in Hamburg +++

Nach dem Auftauchen von verdächtigen Briefsendungen in verschiedenen Hamburger Gerichten gab es in zumindest einem Fall Entwarnung: Der Brief am Zivilgericht am Sievekingplatz, der zuerst untersucht wurde, enthielt nach Angaben der Polizei nur Zucker. Die verdächtigen Briefsendungen waren am Morgen am Amtsgericht Bergedorf, Blankenese, Barmbek, Altona und an einem Finanzamt entdeckt worden. "Da der erste Brief, der untersucht wurde, Zucker enthielt, gehen wir davon aus, dass auch von den anderen Sendungen keine ernsthafte Gefahr ausgeht", sagte eine Sprecherin. Nach und nach sollten alle Sendungen untersucht werden. Die Feuerwehr war am Zivilgericht mit einem Großaufgebot und Atemschutzgeräten im Einsatz.

Auch in anderen Bundesländern waren bei mehreren Justizbehörden in den vergangenen Wochen Briefe mit weißem Pulver eingegangen. Auch dieses Pulver stellte sich als ungefährlich heraus.

+++ 11.06 Uhr: Wirtschaftsweise heben Konjunkturprognose für 2017 an +++

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr leicht angehoben. Die fünf Weisen rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt 2017 um 1,4 Prozent steigen wird, wie sie soeben mitteilten. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als beim bisherigen Gutachten vom November.

+++ 11.03 Uhr: CDU-Abgeordnete rät Erdogan zu Entschuldigung bei Merkel +++

Die Nazi-Vorwürfe des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel kommen nach Einschätzung der CDU-Bundestagsabgeordneten Cemile Giousouf bei vielen Migranten nicht gut an. "Seine bodenlosen Anschuldigungen" beeindruckten die in Deutschland lebenden Türkeistämmigen nicht, sagte die Integrationsbeauftragte der Unionsfraktion in Berlin. "Im Gegenteil, viele finden die unverschämten Anfeindungen nur noch peinlich. Sie schaden dem Image der Deutsch-Türken und unserem Zusammenleben." An die Adresse des türkischen Präsidenten sagte Giousouf: "Wenn Erdogan noch einen Rest Anstand hat, entschuldigt er sich bei unserer Kanzlerin."

Erdogan hatte Merkel am Wochenende persönlich "Nazi-Methoden" vorgeworfen. Zuvor hatte es wegen Wahlkampfauftritten von Ministern der türkischen Regierungspartei AKP in Deutschland Spannungen gegeben. In der Türkei stimmen die Wähler am 16. April über eine Verfassungsreform ab, die Erdogans Machtbefugnisse erweitern würde.

+++ 10.44 Uhr: Zugedröhnte BMW-Arbeiter legen Fließband lahm +++

Völlig betrunken und bekifft haben zwei Arbeiter die Produktion des BMW-Werks in München lahmgelegt. Die beiden Männer hatten nach BMW-Angaben reichlich Alkohol getrunken und zudem einen Joint mit einer synthetischen Kräutermischung geraucht. Vor Ende ihrer Spätschicht kollabierten die beiden, Kollegen riefen den Notarzt. Das Fließband stand für 40 Minuten still. Es sei das erste Mal gewesen, dass die Produktion aufgrund von Alkohol oder Drogen gestoppt werden musste. "Der Schaden beläuft sich auf einen mittleren fünfstelligen Betrag", sagte der Sprecher über den Vorfall Anfang März.

+++ 10.25 Uhr: Zwangsräumung eskaliert - Bewohner verunglückt tödlich +++

Bei einer eskalierten Zwangsräumung in Tübingen ist der Bewohner eines Einfamilienhauses am Morgen tödlich verunglückt. Beim Versuch, über den Balkon zu klettern, sei er abgestürzt, teilte ein Polizeisprecher in Baden-Württemberg mit. Zuvor soll der Mann das Gebäude in Brand gesetzt haben. Außerdem soll er in Richtung eines Ordnungsamtsmitarbeiters geschossen haben. Der Mitarbeiter blieb unverletzt. Die Feuerwehr ist noch damit beschäftigt, den Brand zu löschen.

+++ 9.49 Uhr: Verdächtige Briefsendungen an drei Hamburger Gerichten +++

An drei Hamburger Gerichten sind am Morgen verdächtige Briefsendungen eingegangen. Am Amtsgericht Bergedorf, am Amtsgericht Hamburg Zivilgericht und am Amtsgericht Hamburg Blankenese seien "verdächtige Briefsendungen" entdeckt worden, teilte die Polizei mit. "Was die Briefsendungen enthalten, können wir noch nicht sagen", so eine Sprecherin. Es werde jetzt vor Ort entschieden, ob die Schreiben dort geöffnet werden können oder nicht. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Ähnliche Fälle gab es bereits in den vergangenen Monaten in mehreren Bundesländern.

+++ 9.08 Uhr: Bartsch fordert von SPD Absage an große Koalition +++

Der Linke-Vorsitzende Dietmar Bartsch hat vor einer erneuten großen Koalition nach der Bundestagswahl im September gewarnt. "Deshalb habe ich Martin Schulz aufgefordert, deutlich zu sagen: Ich gehe nicht in ein Kabinett Merkel. Das hat selbst Peer Steinbrück gemacht", sagte Bartsch am Montagmorgen im Deutschlandfunk. "Ich finde, dass das eine Erwartung ist, die man erfüllen kann." Schulz war am Sonntag auf einem SPD-Parteitag mit 100 Prozent der Stimmen zum neuen Parteivorsitzenden gewählt worden.

Bartsch forderte zudem von Schulz und den Sozialdemokraten noch vor der Wahl wichtige Gesetze umzusetzen. Als ein Beispiel nannte er die Abschaffung von sachgrundlosen Befristungen von Arbeitsverträgen. "Hier muss er Farbe bekennen und auch klar sagen, was jetzt gegebenenfalls im Bundestag noch entschieden werden kann", sagte Bartsch.

+++9.02 Uhr: Bochum will "schnellste Stadt Deutschlands" werden +++

Bochum soll die erste "Gigabitcity" Deutschlands werden: Bis Ende 2018 soll fast jeder Haushalt in der Stadt Zugang zu superschnellem Internet haben. "Wir werden die schnellste Stadt Deutschlands", sagte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Das ehrgeizige Ziel soll heute auf der IT-Messe Cebit in Hannover verkündet werden.

Bei der "Gigabitcity" arbeiten die Stadt, die Stadtwerke und der Kabelnetzbetreiber Unitymedia zusammen; Bund und Land sollen den Netzausbau laut Zeitung mit knapp sechs Millionen Euro fördern. Bochum hat knapp 194.000 Haushalte. Bis Ende kommenden Jahres sollen 95 Prozent von ihnen superschnelles Internet haben, wie Eiskirch de Zeitung sagte.

+++ 8.39 Uhr: Katy Perry hat als Teenager gegen Homosexualität gebetet +++

Seit ihrem Hit "I kissed a Girl and I Liked It" im Jahr 2008 gilt US-Sängerin Katy Perry (32) als Verfechterin der Rechte homosexueller Menschen. Doch sie sei nicht immer so tolerant gewesen, wie sie bei einer Gala der Bürgerrechtsgruppe "Human Rights Campaign" am Wochenende erklärte: Als Pfarrerstochter habe sie in ihrer Jugend in "Jesus-Camps" gegen Homosexualität gebetet, erklärte Perry, nachdem sie den "National Equality Award" für ihren Einsatz für sexuelle Vielfalt und Gleichberechtigung erhalten hatte.

Ihre Sicht auf die Welt habe sich geändert, als sie Menschen traf, die ganz anders gewesen seien als sie selbst und die es ihr ermöglicht hätten, aus ihrer "Blase" auszubrechen. "Ich stehe hier als echter Beweis dafür, dass es nicht wichtig ist, wo du herkommst, sondern wo du hingehst", erklärte Perry. Echter Wandel könne gelingen, "wenn wir unseren Geist öffnen und unsere Herzen weich werden lassen". Sie könne nun nicht mehr länger still sitzen, fügte die Musikerin hinzu: "Ich muss aufstehen für das, was sich für mich richtig anfühlt und das sind Gleichheit und Gerechtigkeit für alle. Punkt."

+++ 7.26 Uhr: Mann in Australien beim Fischen offenbar von Krokodil getötet +++

In Australien ist ein Mann beim Fischen offenbar von einem Krokodil getötet worden. Die Leiche des vermissten 35-Jährigen wurde in einem Gewässer vor Innisfail im Bundesstaat Queensland gefunden, wie die Polizei mitteilte. Erste Ermittlungen legten nahe, dass der Mann von einem rund vier Meter langen Krokodil getötet wurde. Die Behörden seien nun auf der Suche nach dem Tier, hieß es. Der Mann war am Sonntag als vermisst gemeldet worden, nachdem sein leeres Boot und seine herumschwimmende Harpune entdeckt worden waren, auf der noch ein Fisch aufgespießt war. Die Zeitung "Cairns Post" berichtete unterdessen vom Angriff eines Krokodils am Sonntag auf ein Polizeiboot, bei dem es sich um dasselbe Tier handeln könnte.

+++ 7.03 Uhr: Nach Tötungsdelikt: Polizei fahndet mit Foto nach dringend Tatverdächtigem +++

Berlin Fahndung

Der dringend Tatverdächtige (l.), gefilmt von der Überwachungskamera eines Spätkaufs in Berlin

Nach einem Brand war in einer Wohnung in der Pücklerstraße im Berliner Stadtteil Kreuzberg eine tote Frau gefunden worden. Das Obduktionsergebnis ergab, dass die 41-Jährige Opfer eines Tötungsdeliktes wurde. Jetzt fahndet die Berliner Polizei mit Fotos nach einem dringend tatverdächtigen Mann. Er habe im Rahmen der bisherigen Ermittlungen als letzter Begleiter der Frau identifiziert werden können. Darüber hinaus sei der auf den Fotos abgebildete Mann vom Innenhof der Pücklerstraße aus als Flüchtender identifiziert worden. Der Abgebildete soll am Tattag zeitweise eine Schiebermütze getragen haben. Darüber hinaus seien Spuren des unbekannten Tatverdächtigen gesichert worden. Er spreche sehr gutes Englisch und stamme nach eigenen Angaben aus Belgien.

+++ 6.31 Uhr: Betrunkene setzen in Vietnam zwei Dörfer unter Wasser +++

Aus einer Schnapslaune heraus haben drei Männer in Vietnam zwei Dörfer unter Wasser gesetzt. Die betrunkenen Männer drangen nach Angaben der Polizei morgens um 2 Uhr in den Kontrollraum eines Staudamms ein und öffneten dort ein Ventil. Auf die beiden Dörfer Son Nguyen und Suoi Bac im Süden des südostasiatischen Landes ergossen sich daraufhin insgesamt zwei Millionen Kubikmeter Wasser. Durch die Fluten wurden unter anderem 15 Tonnen Zuckerrohr vernichtet, wie die vietnamesische Nachrichtenagentur VNA berichtete. Der Sachschaden wird auf umgerechnet mehr als 12.500 Euro geschätzt. Nach Angaben der Bezirksverwaltung ist noch nicht klar, wie die drei Männer für den Vorfall, der sich bereits am Mittwoch vergangener Woche ereignete, zur Rechenschaft gezogen werden.

+++ 3.49 Uhr: Kim Kardashian bedankt sich bei französischer Polizei +++

Die US-Realitydarstellerin Kim Kardashian hat sich nach einem Raubüberfall in Paris bei der französischen Polizei bedankt. "An die französische Polizei, danke für Eure schwierige und unglaubliche Arbeit", schrieb die Ehefrau von US-Rapper Kanye West im Kurzmitteilungsdienst Twitter. Der Überfall auf Kardashian in der Nacht zum 3. Oktober hatte weltweit Schlagzeilen gemacht. Als Polizisten verkleidete Räuber hatten den Realitystar am Rande der Pariser Fashion Week in einer Luxusresidenz ausgeraubt. Sie fesselten und knebelten Kardashian und sperrten sie im Badezimmer ein. Dann flohen sie mit ihrer Beute: einem vier Millionen Euro teuren Ring und einer Schatulle mit Schmuck im Wert von fünf Millionen Euro.

+++ 1.08 Uhr: Zweiter Abgang bei Fahrdienstvermittler Uber +++

Die Turbulenzen beim Fahrdienst-Vermittler Uber vertreiben einen Hoffnungsträger aus der Chefetage: Die Nummer zwei hinter Chef Travis Kalanick verlässt das Unternehmen nach weniger als einem Jahr. Der Top-Manager Jeff Jones, der auf dem Posten eines Präsidenten unter anderem für die Entwicklung von Mitfahrangeboten zuständig war, zeigte sich zum Abgang verärgert.

"Es ist klar, dass die Überzeugungen und Ansätze, die meine Karriere bestimmt haben, nicht vereinbar sind mit dem, was ich bei Uber gesehen und erlebt habe", erklärte Jones dem Tech-Blog "Recode". Er kam zum umstrittenen Fahrdienst-Vermittler vom US-Handelsgiganten Target, wo er Marketingchef war. Kalanick versuchte im Gegenzug, eine Verbindung herzustellen zwischen dem Abgang von Jones und seiner Suche nach einer rechten Hand auf einem neu geschaffenen Geschäftsführer-Posten. Nach dieser Ankündigung "kam Jeff zu der schweren Entscheidung, dass er seine Zukunft nicht bei Uber sieht", schrieb der Gründer und Chef in einer unter anderem von Bloomberg veröffentlichten E-Mail an die Mitarbeiter.

tim/wue/mad/dho/DPA/AFP

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