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Mann pinkelt Kontoauszugsdrucker kaputt

Urteil nach G20-Krawallen: 31 Monate Haft +++ Sturm "Harvey": Trump ruft Katastrophenfall für Louisiana aus +++ Macron adoptiert Mischlingshund "Nemo" +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Kontoauszugdrucker

Kontoauszugsdrucker und Geldautomat in Köln

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Die Nachrichten des Tages im -Ticker:

+++ 22.45 Uhr: Facebook-Chef Zuckerberg heißt zweite Tochter willkommen +++

Mark Zuckerberg (33) und seine Frau Priscilla Chan (32) haben eine zweite Tochter bekommen. Der Facebook-Gründer verkündete die Ankunft von Töchterchen August in einem Facebook-Eintrag. Die Eltern hießen das Baby mit einem Brief willkommen, wie zuvor bei der Geburt von Töchterchen Maxima ("Max") Ende 2015.

Sie solle vor allem ihre Kindheit genießen, nach draußen gehen und spielen, an Blumen riechen und herumlaufen. Kindheit sei eine "magische" Zeit, schreiben die Eltern. Sie solle diese Zeit nicht damit verbringen, sich zu sehr um die Zukunft zu sorgen. Als Eltern wollten sie alles dafür tun, die Welt für alle Kinder zu einem besseren Ort zu machen.

+++ 22.15 Uhr: 87-Jähriger fährt nach Unfall lange weiter - am Ende auf der Felge +++

Ein 87 Jahre alter Autofahrer aus Ludwigshafen ist nach einem Unfall noch 30 Kilometer mit einem kaputten Reifen weitergefahren - am Ende auf einer blanken Felge. Nach mehreren Notrufen von Zeugen stoppte die Polizei den Mann im pfälzischen Frankenthal, wie ein Sprecher berichtete. "Von dem linken Vorderreifen war zu diesem Zeitpunkt nur noch die Felge vorhanden." Wie lange der Reifen da schon weg war, blieb zunächst unklar. Der Fahrer konnte dazu nur sagen, dass er sich ihn bei einer Autobahnbaustelle der A656 zwischen Heidelberg und Mannheim beschädigt habe. Was da genau passiert ist, konnte der 87-Jährige nicht weiter erhellen. Er habe heimfahren wollen. Die Beamten machten dem Plan jedoch einen Strich durch die Rechnung.

+++ 21.40 Uhr: Anwalt droht VW mit 5000 weiteren Klagen +++

In der Abgas-Affäre bei Volkswagen hat der Anwalt und frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) 5000 weitere Klagen gegen den Wolfsburger Konzern angekündigt. Sein Düsseldorfer Anwaltsbüro und eine Partnerkanzlei wollten die Schadenersatzklagen bis Jahresende für ihre Mandanten einreichen, sagte Baum dem Rechercheverbund von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR. Den Autobesitzern seien Fahrzeuge mit einer manipulierten Abgasreinigung geliefert worden.

Baum sagte, VW versuche sich in die Verjährung zu retten. Ab dem kommenden Jahr könnten die Kunden gegen die Händler keine Ansprüche mehr geltend machen, sondern nur noch gegen den Konzern selbst. Deshalb reichten die Kanzleien nun die Klagen gegen die Händler und den Konzern zugleich ein.

+++ 19.35 Uhr: Russland weitet Präsenz seiner Marine im Mittelmeer aus +++

Russland hat seine militärische Präsenz im Mittelmeer nahe seinem Marinestützpunkt in Syrien mit der Entsendung zweier neuer U-Boote ausgeweitet. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben die in Sankt Petersburg gebauten U-Boote Kolpino und Weliki Nowgorod jeweils 50 Crewmitglieder und sollen die dauerhafte russische Marinepräsenz im Mittelmeer verstärken. Russlands Marinestützpunkt befindet sich in der Küstenstadt Tartus im Nordwesten Syriens am östlichen Mittelmeer. Die U-Boote wurden den Angaben zufolge unter anderem mit neuen Navigationssystemen, Präzisionsraketen und Torpedos ausgestattet. Seit Beginn des russischen Militäreinsatzes im Bürgerkriegsland Syrien wurden bereits Kriegsschiffe, U-Boote und Flugzeugträger im Mittelmeer stationiert.

+++ 19.07 Uhr: IS bekennt sich zu Messerattacke in Dagestan +++

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat eine Messerattacke in der russischen Kaukasus-Republik Dagestan mit einem toten Polizisten für sich reklamiert. "Soldaten" des IS hätten die Tat in der Stadt Kaspijsk verübt, erklärte das Propagandaorgan Amaq nach Angabe der US-Organisation SITE, die islamistische Webseiten überwacht. Bei dem Angriff wurde den Behörden zufolge ein weiterer Polizist verletzt. Die beiden Angreifer wurden erschossen. Der Fernsehsender Rossija 24 hatte berichtet, einer der beiden Täter habe eine schwarze Dschihadistenflagge bei sich getragen. Auf den Messern wurde laut der Nachrichtenagentur Tass der IS-Schriftzug gefunden. In der mehrheitlich muslimischen Region Dagestan sind bewaffnete islamistische Aufständische mit Verbindungen zur IS-Miliz aktiv. Es gibt regelmäßig Opfer bei Angriffen auf Sicherheitskräfte und andere Behördenvertreter.

+++ 19.07 Uhr: Gabriel: Merkel will den Diesel ab 2030 verbieten +++

Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hat erneut davor gewarnt, wegen der Abgas-Affäre die Verbrennungsmotoren zu verteufeln. "Frau Merkel will ab 2030 den Diesel verbieten", sagte Gabriel bei einem Wahlkampf-Auftritt in seinem Wahlkreis im niedersächsischen Salzgitter. Es sei gefährlich, in der wichtigsten Industriebranche mal eben so eine Operation am offenen Herzen durchzuführen. Die Angestellten und Arbeiter bei VW dürften nicht die Zeche für das Versagen der Manager zahlen. Der schrittweise Umstieg auf Elektro-Autos sei zwar richtig. Aber es müsse allen klar sein, dass es dann nur noch 30, 40 Prozent der Arbeitsplätze bei den deutschen Autobauern geben werde, sagte der frühere Wirtschaftsminister. Die modernsten Diesel-Motoren seien viel sauberer und pusteten weniger Schadstoffe aus als Otto-Motoren. Gabriel lehnte Fahrverbote wegen erhöhter Stickoxid-Werte in Städten ab: "Nicht jeder kann sich ein neues Auto leisten."

+++ 19.03 Uhr: New York verschärft Anti-Raucher-Gesetze +++

Die Millionenmetropole New York sagt Rauchern verschärft den Kampf an: Der Mindestpreis für eine Schachtel Zigaretten werde auf 13 Dollar (10,90 Euro) erhöht, teilte Bürgermeister Bill de Blasio mit. Das sind 2,50 Dollar mehr als bisher. Außerdem werde die Zahl der Verkaufslizenzen für Tabakprodukte um 50 Prozent zusammengestrichen. In Gebäuden mit mehr als drei Wohnungen muss zusätzlich künftig eine Vereinbarung zum Rauchen in den Wohnungen getroffen werden, in Gemeinschaftsräumen und Fluren ist es bereits verboten. De Blasio hofft, dass der Anteil der Raucher in New York von derzeit gut 14 Prozent auf 12 Prozent im Jahr 2020 sinkt. Das wäre beinahe nur ein halb so großer Anteil wie im Jahr 2002. 

+++ 18.30 Uhr: In Rom wird nachts das Wasser knapp +++

Einwohner von Italiens Hauptstadt müssen sich wegen der extremen Trockenheit auf nächtliche Wasserengpässe einstellen. Von September an wird der Wasserdruck in Rom und dem nahegelegenen Fiumicino in den Nachtstunden reduziert, wie der Wasserversorger Acea mitteilte. Als Folge davon könnte Leitungswasser in oberen Etagen von Wohnhäusern und einigen Gebieten, wo die Wasserversorgung am schwierigsten sei, knapp werden. Die Einschränkungen sollen mindestens einen Monat in Kraft bleiben. Seit Juni gibt es Warnungen vor einer Wasserkrise in Rom. In diesem Jahr liegt die Regenmenge um 70 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahre. Einige Brunnen sind derzeit trockengelegt.

 +++ 18.27 Uhr: Vater schneidet Kind die Haare - Polizeieinsatz +++

Der neue Haarschnitt eines Kindes hat in Baden-Württemberg einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Beamten mitteilten, hatte ein Nachbar am Sonntag gemeldet, dass er sich Sorgen mache, weil ein kleiner Junge in Gaggenau seit 15 Minuten schreie. Als die Polizei anrückte, stellte sich heraus, dass das Geschrei einen harmlosen Hintergrund hatte: Der Vater schnitt dem Vierjährigen die Haare - was dem Sohn gar nicht gefiel. Grund für den lautstarken Widerstand gab es den Beamten zufolge aber nicht: Die neue Frisur habe gut ausgesehen.

+++ 17.57 Uhr: Chiles Staatschefin will Homo-Ehe legalisieren +++

Die chilenische Staatschefin Michelle Bachelet hat dem Parlament einen Gesetzentwurf vorgelegt, der Homo-Ehen heterosexuellen Ehepaaren gleichstellt. Auch sollen homosexuelle Paare zur Adoption von Kindern berechtigt werden. Die Bezeichnung "Mann und Frau" bei der Beschreibung der Ehepartner soll im Gesetzbuch durch den Begriff "zwei Menschen" ersetzt werden. "Wir wollen, dass diejenigen, die ihr Leben teilen möchten, es mit voller Freiheit, Stolz und Freude auf der von ihnen gewählten Art machen können", sagte Bachelet. Es gebe keinen Grund, allen Menschen ihre Gleichberechtigung zu verweigern. Der konservative Ex-Präsident Sebastián Piñera erklärte dem Sender Radio Concierto, er sei gegen jegliche Diskriminierung und für die Gleichberechtigung der Homo-Paare, doch sei die Ehe naturgemäß nicht mit einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft zu verwechseln.

+++ 17.48 Uhr: Familienvater im Staffelsee starb natürlichen Todes +++

Der im oberbayerischen Staffelsee gestorbene Schwimmer ist nicht ertrunken, sondern hatte gesundheitliche Probleme. Das ergab eine Obduktion, wie die Polizei mitteilte.

Der 48-Jährige hatte am Samstag zusammen mit seiner Frau vom Strandbad in Uffing zu einer wenige Hundert Meter entfernten Insel schwimmen wollen. Seine beiden neun Jahre alten Zwillingssöhne begleiteten den Mann auf einem Stehpaddelbrett. "Auf dem Rückweg hatte der Familienvater plötzlich Probleme und wurde ohnmächtig", teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Ehefrau hielt ihren Mann über Wasser, bis die Wasserwacht kam. Er starb aber wenig später im Krankenhaus.

+++ 17.43 Uhr: "Ehe für alle" - Bundesweites Software-Problem +++

Das Gesetz zur Ehe für alle tritt am 1. Oktober in Kraft - doch die Standesämter können die Eheschließung homosexueller Paare zu diesem Zeitpunkt noch nicht registrieren. Grund sind Software-Mängel: In den Personenstandsregistern aller deutschen Standesämter könne die gleichgeschlechtliche Ehe erst ab dem 1. November 2018 richtig erfasst werden, teilte die Berliner Innenverwaltung mit. Erst dann sei es möglich, die zwingenden Bezeichnungen "Ehemann/Ehefrau" anders darzustellen oder auch wegzulassen.

Bislang kann die Software nicht zwei Männer oder zwei Frauen als Paar eintragen. Somit muss ein Partner formal mit einem falschen Geschlecht registriert werden. Die Lösung, die vom Bundesinnenministerium rechtlich erarbeitet und vom jeweiligen Anbieter der Software umgesetzt werden müsse, stehe noch nicht fest, erklärte die Innenverwaltung.

Die Tücken bei den Formalien behindern aber demnach nicht, dass Schwule und Lesben vom 1. Oktober an richtig heiraten oder ihre Lebenspartnerschaft entsprechend umwandeln können. Es können Anträge gestellt und Unterlagen eingereicht werden. 

+++ 17.33 Uhr: Mann pinkelt Kontoauszugsdrucker kaputt +++

Erneut hat ein Mann in einen Kontoauszugsdrucker in Niedersachsen gepinkelt und damit fürs Erste unbrauchbar gemacht. Der Unbekannte habe in den Ausgabeschacht des Geräts in Braunschweig uriniert und dabei die Elektronik beschädigt, teilte die Polizei mit. Bankangestellte hatten das Ergebnis am Montagmorgen entdeckt. Der Schaden wird auf mehrere Hundert Euro geschätzt. Bereits im Februar war ein Kontoauszugsdrucker im niedersächsischen Celle kaputt gepinkelt worden. Dort musste das Gerät komplett ausgetauscht werden. Die Videoaufzeichnung einer Überwachungskamera hatte gezeigt, wie ein Mann auf den Drucker pinkelte. Als Täter wurde später ein amtsbekannter Obdachloser identifiziert.

+++ 17.09 Uhr: Urteil nach G20-Krawallen: 31 Monate Haft für zwei Flaschenwürfe +++

Nach den Ausschreitungen in Hamburg im Umfeld des G20-Gipfels ist ein 21-jähriger Niederländer vom Amtsgericht Hamburg zu 31 Monaten Haft verurteilt worden - ohne Bewährung. Das Urteil geht weit über die Forderungen der Staatsanwaltschaft hinaus, die 21 Monate Haft gefordert hatte. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

Die Anklage warf dem Verurteilten vor, während einer Versammlung im Schanzenviertel am 6. Juli zwei leere Glasflaschen auf einen Polizisten geworfen und sich seiner Festnahme widersetzt zu haben. Der Berliner Beamte habe durch den Angriff kurz einen Schmerz gefühlt, sei jedoch nicht verletzt worden, sagte er während der Verhandlung.

Der Angeklagte habe sich des schweren Landfriedensbruchs, der gefährlichen Körperverletzung, des besonders schweren Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und des Widerstands schuldig gemacht, so der Richter.

Die Verhandlung fand unter großen Sicherheitsvorkehrungen statt, weil sich Unterstützer des 21-Jährigen vor und im Gerichtsgebäude zusammengefunden haben.


+++ 16.40 Uhr: Zwei Jahre Haft für Holocaust-Leugnerin +++

Die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck ist am Landgericht Verden zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden - wegen Volksverhetzung. In dem Berufungsverfahren hatte die Staatsanwaltschaft zuvor zweieinhalb Jahre Haft gefordert, wie die Gerichtssprecherin mitteilte. Die Verteidigung der 88-Jährigen wollte einen Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, eine Revision beim Oberlandesgericht möglich.

Haverbeck wurde schon mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilt. Nach ihrer Ansicht wurden im Konzentrationslager Auschwitz keine Menschen vergast. Aus Sicht der Verteidigung sind ihre Äußerungen durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt. 

+++ 16.29 Uhr: Mehr als 2000 Ermittlungsverfahren nach G20-Gipfel +++

Die Hamburger Polizei ermittelt wegen mutmaßlicher Straftaten von G20-Gegnern in mehr als 2000 Fällen. Das zeigen interne Zahlen der Sonderkommission "Schwarzer Block", die dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorliegen. Ein Polizeisprecher bestätigte auf Nachfrage den Umfang der Ermittlungen. 

Die Statistik mit dem Stichtag 22. August umfasst dem Bericht zufolge vom 1. Januar bis Ende Juli 2036 Straftaten. Aus den Daten gehe jedoch nicht hervor, wie viele Taten es an den Gipfeltagen am 7. und 8. Juli gegeben haben soll. Die meisten Delikte beträfen Sachbeschädigung mit 575 Fällen, gefährliche Körperverletzung (330 Fälle) und Landfriedensbruch (303). Dann folgten besonders schwere Fälle von Landfriedensbruch (126) und Brandstiftung (123). In 45 Fällen gehe es um Widerstand gegen Polizeibeamte.


+++ 16.25 Uhr: Urteil: Abmahnung nach Fußballschauen auf der Arbeit legitim +++

Arbeitnehmer dürfen während ihrer Arbeitszeit nicht auf ihrem Computer fernsehen. Selbst wenn sie nur für eine halbe Minute in ein Fußballspiel hineinschauen, rechtfertigt dies eine Abmahnung, wie das Arbeitsgericht Köln entschied. (Az: 20 Ca 7940/16) Das Gericht wies damit einen Mitarbeiter eines Automobilzulieferers ab. Weil er während der Arbeitszeit ferngesehen hatte, hatte sein Arbeitgeber ihn abgemahnt. Eine solche Abmahnung kann - etwa im Wiederholungsfall - eine spätere Kündigung erleichtern.

Mit seiner Klage verlangte der Arbeitnehmer daher, die Abmahnung aus seiner Personalakte zu entfernen. Vor dem Arbeitsgericht Köln hatte er damit aber keinen Erfolg. Zwei Zeugen hätten bestätigt, dass der Arbeitnehmer auf seinem dienstlichen Computer "jedenfalls für einen Zeitraum von 30 Sekunden" ein Fußballspiel angesehen und während dieser Zeit daher nicht gearbeitet habe. Das reiche als Grund für eine Abmahnung aus.

+++ 16.15 Uhr: Zehn Tote bei Autobombenanschlag in Bagdad +++

Bei einem Anschlag mit einer Autobombe sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens zehn Menschen getötet worden.
Mindestens 23 Menschen seien verletzt worden, hieß es am Montag aus Sicherheitskreisen und Krankenhäusern. Unter den Opfern seien auch Polizisten. Die Bombe explodierte demnach auf einem belieben Markt im Schiitenviertel Sadr City im Osten Bagdads. Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich im Internet zu der Tat und sprach von 34 Toten. Der IS verübt im Irak immer wieder Anschläge auf schiitische Bürger und Pilger und greift in Bagdad Märkte, Restaurants oder religiöse Zusammenkünfte an.

+++ 15.25 Uhr: Festnahmen wegen Kannibalismus-Verdacht +++ 

Ermittler in Südafrika sind einem grausigen Kannibalismus-Fall auf der Spur: Fünf Verdächtige wurden einem Richter vorgeführt, wie die Justiz mitteilte. Der Fall war ins Rollen gekommen, als einer von ihnen vor wenigen Tagen mit einem abgetrennten menschlichen Bein und einer Hand auf einer Polizeiwache erschien und erklärte, er habe "genug davon, Menschenfleisch zu essen", wie die Polizei mitteilte. Seine Aussage führte dann zur Festnahme von vier weiteren Verdächtigen. Die Justiz beschuldigt die Verdächtigen aus dem Ort Escourt in der Provinz KwaZulu-Natal formell des Mordes, der Verschwörung zum Mord und des Besitzes von Leichenteilen. Für Kannibalismus gibt es im südafrikanischen Strafrecht keinen eigenen Paragraphen.

Bei einem der Verdächtigen soll es sich um eine Art Zauber-Heiler gehandelt haben, möglicherweise steht der Fall in Zusammenhang mit Hexerei-Praktiken. Die Opfer wurden nach Polizeiangaben noch nicht identifiziert, auch war noch unklar, wie lange die Männer sich von Menschenfleisch ernährt haben.

+++ 15.20 Uhr: Sturm "Harvey": Trump ruft Katastrophenfall für Louisiana aus +++

Wegen des Sturms "Harvey" hat US-Präsident Donald Trump auch für den Bundesstaat Louisiana den Katastrophenfall ausgerufen. Das Weiße Haus verkündete die Entscheidung, auf deren Grundlage Bundesmittel zur Behebung von zu erwartenden Sturmschäden freigegeben werden können. Zuvor hatte Trump bereits den Katastrophenfall für den Bundesstaat Texas ausgerufen, der bislang am stärksten von den Sturmfolgen betroffen ist.


+++ 15.19 Uhr: Macron adoptiert Mischlingshund "Nemo" +++

Neues Haustier in der Machtzentrale: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist auf den Hund gekommen. Der zuletzt in Beliebtheitsumfragen abgestürzte Staatschef adoptierte einen Hund aus einem Tierheim und taufte ihn auf den Namen "Nemo", wie aus dem Élysée-Palast bestätigt wurde. Der Name sei eine Hommage an die Figur des U-Boot-Kapitäns Nemo aus dem Jules-Vernes-Roman "20 000 Meilen unter dem Meer", berichtete der französische Nachrichtensender BFMTV. Es handele sich bei dem schwarzen Tier um einen Mischling von Griffon und Labrador. 

+++ 15.12 Uhr: Verheerender Waldbrand in Bulgarien +++

Ein Großbrand hat in Bulgarien 1600 Hektar Wald entlang der Fernstraße nach Griechenland vernichtet. Die Brandherde im Südwesten des Balkanlandes konnten auch am Montag, dem fünften Tag in Folge, nicht unter Kontrolle gebracht werden. Wegen starker Winde spitzte sich die Lage weiterhin zu: 19 Menschen mussten aus einem kleinen Dorf, Wlachi, dringend in Sicherheit gebracht werden, wie das bulgarische Staatsradio berichtete. Bei Temperaturen über 30 Grad galt in zwölf Teilen Bulgariens die höchste Feuerwarnung. Das unzugängliche Terrain im Pirin-Gebirge erschwerte die Löscharbeiten. Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz. Zur Ursache des Brandes wird ermittelt. Fahrlässiges Verhalten eines Hirten wird nicht ausgeschlossen. Die Waldbehörde im Südwesten Bulgariens sprach von einer "regelrechten Umweltkatastrophe" infolge des Großbrands.

+++ 15.03 Uhr: Gelangweilt in den Ferien: Schüler fordert früheren Schulstart vom Ministerium +++

Die Sommerferien in Estland können manchmal lang und öde sein. Ein estnischer Schüler sehnte in der drei Monate langen Ferienpause jedenfalls den Schulstart herbei - und schrieb Ende Juli einen Brief an das Bildungsministerium in Tallinn. "Ich, Aleksander, wünsche, dass die Schule am 1. August 2017 beginnen würde, da ich absolut nichts zu tun habe", schrieb er in krakeligen Großbuchstaben.


In ihrer gemeinsam mit dem Schülerbrief auf Facebook veröffentlichten Antwort erinnerte Bildungsministerin Mailis Reps - selbst sechsfache  Mutter - den Schüler an all die Dinge, die er im Sommer unternehmen könnte. Der Beginn des Schuljahrs könne jedoch nur dann geändert werden, "wenn die Mehrheit der Kinder und Mütter und Väter das wollen und dem zustimmen", schrieb sie.

+++ 15.00 Uhr: Kampf gegen Plastiktüten - in Kenia droht Gefängnis +++

Mit einem drakonischen Gesetz bannt Kenia im Kampf gegen eine zunehmende Vermüllung die Herstellung, Nutzung und Einfuhr von Plastiktüten. In dem ostafrikanischen Land drohen nach einem am Montag in Kraft getretenen Gesetz bei Verstößen Geldstrafen von bis zu 32 000 Euro oder bis zu vierjährige Haftstrafen. Dem UN-Umweltprogramm (UNEP) zufolge wurden in Kenia bisher pro Tag geschätzt rund 100 Millionen Plastiktüten allein von Supermärkten ausgegeben. Die Hersteller von Plastiktüten haben über ihren Verband vergeblich versucht, ein Urteil gegen den Bann zu erwirken.

+++ 14.48 Uhr: Münchener Studenten gewinnen Hyperloop-Wettbewerb +++

Münchener Studenten haben einen Wettbewerb des Raumfahrtunternehmens SpaceX zum geplanten Hochgeschwindigkeits-Verkehrsmittel Hyperloop gewonnen. Auf 324 Stundenkilometer beschleunigte ihre Transportkapsel in einer 1,25 kilometerlangen Teströhre, wie die Studentenorganisation "Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt" (WARR) mitteilte. Die WARR ist an der Technischen Universität München angesiedelt.

Der Hyperloop ist eine Vision von Tesla-Gründer und SpaceX-Chef Elon Musk, der auch den Wettbewerb initiiert hatte: In Kapseln sollen Menschen per Unterdruck mit Schallgeschwindigkeit durch Röhren von Stadt zu Stadt reisen. Musk nannte die Fahrt der Münchner Kapsel "unglaublich" und veröffentlichte ein Video der Fahrt durch die Röhre auf Twitter.


+++ 14.45 Uhr: Dagestan: Polizist stirbt bei Messerattacke +++

Bei einer Messerattacke in der russischen Kaukasus-Republik Dagestan ist ein Polizist getötet worden. Ein weiterer Beamter sei bei dem Angriff verletzt worden, teilte das regionale Untersuchungskomitee mit. Die beiden Angreifer seien an einer Tankstelle in der Stadt Kaspijsk erschossen worden. Der TV-Sender Rossija 24 berichtete, einer der beiden Täter habe eine schwarze Dschihadistenflagge bei sich getragen. Auf den Messern wurde laut der Nachrichtenagentur Tass der Schriftzug der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gefunden.

In der mehrheitlich muslimischen Region Dagestan sind bewaffnete islamistische Aufständische mit Verbindungen zur IS-Miliz aktiv. Es gibt regelmäßig Opfer bei Angriffen auf Sicherheitskräfte und andere Behördenvertreter.

+++ 14.03 Uhr: Vater stirbt in See - Obduktion angeordnet +++

Nach dem tragischen Tod eines Familienvaters im oberbayerischen Staffelsee soll eine Obduktion die Todesursache klären. Das Ergebnis werde noch im Laufe des Nachmittags erwartet, hieß es bei der Kriminalpolizei Weilheim.

Der 48-Jährige wollte am Samstag zusammen mit seiner Frau vom Strandbad in Uffing zu einer wenige Hundert Meter entfernten Insel schwimmen. Seine beiden neun Jahre alten Zwillingssöhne begleiteten den Mann auf einem Stehpaddelbrett. "Auf dem Rückweg hatte der Familienvater plötzlich Probleme und wurde ohnmächtig", teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Ehefrau hielt ihren Mann über Wasser, bis die Wasserwacht kam. Er starb aber wenig später im Krankenhaus.

+++ 13.40 Uhr: Indien: Guru soll wegen Vergewaltigungen zehn Jahre in Haft +++

Der indische Sektenführer Gurmeet Ram Rahim Singh ist wegen der Vergewaltigung zweier Anhängerinnen zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Rohtak verkündete das Strafmaß gegen den Guru, der bereits am Freitag schuldig gesprochen worden war. Bei gewaltsamen Protesten seiner Anhänger waren anschließend Dutzende Menschen getötet worden. Klägeranwalt Utsav Singh Bains kündigte an, das Urteil anzufechten. Er werde eine längere Haftstrafe und eine Ausweitung der Ermittlungen beantragen. Es gebe mindestens 48 weitere Vergewaltigungsopfer, sagte Bains der Nachrichtenagentur AFP.

Nach dem Urteil gegen Singh waren am Freitag in Panchkula zehntausende Unterstützer des Gurus auf die Straße gegangen, die Proteste schlugen in Gewalt um. Laut wurden dabei 38 Menschen getötet. In Rohtak galten am Montag aus Angst vor weiteren Ausschreitungen strenge Sicherheitsvorkehrungen.

+++ 13.29 Uhr: Außenminister Gabriel reist überraschend in die USA +++

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel () bricht am Abend überraschend nach Washington auf, um seinen Amtskollegen Rex Tillerson zu treffen. In dem kurzfristig vereinbarten Gespräch soll es nach Angaben des Auswärtigen Amts um den Nato-Einsatz in Afghanistan, den Atom-Streit mit Nordkorea, die Sanktionen gegen Russland, das Atom-Abkommen mit dem Iran und die Lage in dem von seinen Nachbarländern isolierten Golf-Emirat Katar gehen.

Für ist es die dritte USA-Reise seit seinem Amtsantritt vor sieben Monaten. Er wird diesmal auch den früheren Außenminister Henry Kissinger zu einem Gespräch über Abrüstung treffen. 

+++ 12.42 Uhr: Weiter Empörung über Gauland-Äußerung +++

Mit seinen Schimpftiraden auf die stellvertretende SPD-Vorsitzende Aydan Özoguz hat AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland in den sozialen Netzwerken viel Empörung ausgelöst. "Die Entgleisung von Gauland gegenüber Özoguz ist widerlich", schrieb SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz auf Twitter. "Wir müssen alles dafür tun, dass solche Rassisten nicht in den Bundestag kommen."

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann ergänzte: "Gauland redet wie ein Nazi. Die AfD ist eine Schande für Deutschland."

Auch seitens des Koalitionspartners gab es deutliche Worte: "Gauland will eine Deutsche mit türkischen Wurzeln, die Mitglied der Bundesregierung ist, "entsorgen". Das nennt man Rassismus", schrieb CDU-Generalsekretär Peter Tauber auf Twitter.

Der AfD-Mann hatte beim Wahlkampf im thüringischen Eichsfeld Interview-Aussagen von Özoguz aus dem Mai kommentiert. Die SPD-Politikerin hatte damals gesagt, eine spezifisch deutsche Kultur sei, jenseits der Sprache, nicht zu identifizieren. "Ladet sie mal nach Eichsfeld ein, und sagt ihr dann, was spezifisch deutsche Kultur ist", rief Gauland seinen Zuhörern zu. "Danach kommt sie hier nie wieder her, und wir werden sie dann auch, Gott sei Dank, in Anatolien entsorgen können".

+++ 12.39 Uhr: Leiche in Tirol entdeckt: ein seit vier Jahrzehnten vermisster Deutscher? +++

An einem Gletscher in Tirol ist womöglich die Leiche eines seit vier Jahrzehnten vermissten Deutschen gefunden worden. Ein Bergführer habe die bereits stark mumifizierte Leiche am Alpeiner Ferner im Bezirk Innsbruck-Land entdeckt, teilte die österreichische Polizei nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Nach Angaben der Ermittler war ein deutscher Bergsteiger 1974 in dem Gebiet verschollen. Eine Obduktion soll nun klären, ob es sich tatsächlich um den damals 36-Jährigen handelt.
Bei der Bergung der Leiche wurden auch ein Eispickel, ein Messer und eine Geldbörse gefunden. Ein in dem Portemonnaie aufbewahrtes Dokument konnte zunächst nicht entziffert werden.

+++ 11.49 Uhr: Frankreich: Betrunkener Lkw-Fahrer fährt mit 15 km/h über Autobahn +++

Mit nur 15 Stundenkilometern ist ein betrunkener Lastwagenfahrer über eine französische Autobahn gefahren. Die von einem Autofahrer alarmierte Polizei stoppte den Lkw rund 30 Kilometer östlich von Paris, wie die Behörden am Sonntagabend mitteilten. Bei einem Alkoholtest wurden mehr als zwei Promille gemessen. In der Fahrerkabine befanden sich zudem mehrere Alkoholflaschen.

Der 52-jährige Fahrer aus Litauen wurde in Polizeigewahrsam genommen und einem Richter vorgeführt. Dieser verurteilte ihn zu 450 Euro Geldstrafe. Der Führerschein des Fahrers wurde für sechs Monate eingezogen.


+++ 11.30 Uhr: Messerstecher von Turku gab bei Einreise falsche Identität an +++

Der Marokkaner, der bei einer Messerattacke in Turku zwei Frauen erstochen und acht weitere Menschen verletzt hat, hat bei seiner Einreise nach Finnland eine falsche Identität angegeben. Wie das zuständige Gericht der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, heißt der Mann Abderrahman Bouanane und ist 22 Jahre alt.

Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass sein Name Abderrahman Mechkah lautet und er 18 Jahre alt ist. Bouanane hatte sich zuvor monatelang in Deutschland aufgehalten. Ihm wird zweifacher Mord und Mordversuch in acht Fällen mit terroristischer Absicht vorgeworfen. Der Mann hatte die Angriffe vom 18. August gestanden, nicht aber die Tötungsabsicht. Mit ihm sitzen drei weitere Männer wegen Beihilfe in Untersuchungshaft.

+++ 11.05 Uhr: Gaswolke an englischer Küste: 150 Menschen im Krankenhaus +++

Eine mysteriöse Gaswolke hat an der britischen Kanalküste bei Hunderten Menschen brennende Augen und gereizte Atemwege verursacht. Etwa 150 Menschen wurden am Sonntagabend in einem Krankenhaus in der Küstenstadt Eastbourne behandelt, nachdem sie am Strand mit dem Gas in Kontakt gekommen waren. Das teilte die Polizei in der südenglischen Grafschaft East Sussex mit. Sie ging davon aus, dass noch Hunderte weitere Menschen betroffen waren. Die gesundheitlichen Auswirkungen seien jedoch hauptsächlich geringfügig.

Aus welchem Gas die Wolke bestand, war zunächst nicht bekannt. Auch die Ursache für die Gaswolke blieb noch unklar. Angenommen wird, dass sie vom Meer her kam. Bei ähnlichen Zwischenfällen in der Vergangenheit habe sich eine Fabrik in Frankreich als Ursprung herausgestellt, sagte ein Polizeisprecher der BBC. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um einen einmaligen Vorfall handelte, mit einem erneuten Auftreten werde nicht gerechnet. Am Montag, einem Feiertag in Großbritannien, waren die Strände wieder geöffnet.

+++ 10.50 Uhr: Amoklauf von München: Waffenhändler gesteht vor Gericht +++

Der mutmaßliche Lieferant der Tatwaffe für den Münchner Amoklauf hat ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er räume alle ihm von der Staatsanwaltschaft vorgeworfenen Waffenverkäufe ein, ließ der Angeklagte Philipp K. durch seinen Verteidiger vor dem Landgericht München I erklären. K. werden mehrere Waffenverkäufe vorgeworfen - darunter auch der Verkauf der Waffe, mit welcher der Amokläufer David S. vor gut einem Jahr neun Menschen erschoss.

+++ 10.38 Uhr: Terrorverdacht: Durchsuchungen bei Rechten in Mecklenburg-Vorpommern +++

Wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat hat die Bundesanwaltschaft Wohnungen und Büros von zwei Verdächtigen in Mecklenburg-Vorpommern durchsuchen lassen. Sie sollen sich unter anderem Munition für legal beschaffte Waffen besorgt haben, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Hintergrund soll sein, dass die Beschuldigten die Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik Deutschlands für verfehlt halten.

Als Folge dieser Politik sollen die Beschuldigten laut Bundesanwaltschaft "eine Verarmung der privaten und öffentlichen Haushalte sowie eine Zunahme von Anschlägen und sonstigen Straftaten bis hin zum Zusammenbruch der staatlichen Ordnung befürchtet haben". Deshalb hätten sie sich mit Lebensmitteln sowie Munition eingedeckt. Zudem sollen sie den "von ihnen befürchteten Krisenfall als Chance gesehen haben", Menschen aus dem linken politischen Spektrum festzusetzen und mit den Waffen zu töten. Dazu sollen sie bereits eine Liste mit Namen angelegt haben. Einer der beiden Verdächtigen ist dem Schweriner Innenministerium zufolge Polizeibeamter in Ludwigslust.


+++ 10.13 Uhr: Patientenmörder Niels H. soll 84 weitere Menschen getötet haben +++

Der verurteilte Patientenmörder Niels H. soll 84 weitere Menschen umgebracht haben. Das gaben Ermittler in Oldenburg bekannt. Der heute 40-jährige ehemalige Krankenpfleger musste sich vor Gericht bereits für sechs Taten auf der Delmenhorster Intensivstation verantworten und sitzt derzeit in Haft.


+++ 9.57 Uhr: Griechenland: Zakynthos sucht die Brandstifter +++

Neue Brandherde halten die Bewohner und die Feuerwehr auf der griechischen Insel Zakynthos den dritten Tag in Folge in Atem. Nachdem die bisherigen Waldbrände am Sonntag erfolgreich in Schach gehalten werden konnten, seien seither an drei neuen Stellen weitere Brände aufgeflammt, teilte die griechische Feuerwehr mit. Insgesamt kämpften die Helfer an acht verschiedenen Feuerfronten. Die Besatzung eines Hubschraubers beobachtete den Angaben zufolge aus der Luft zwei Männer, die neue Brände legten. Über ihre Identität ist noch nichts bekannt.

Bewohner der Insel sagten im griechischen Fernsehen, die Brandhölle sei die schlimmste Katastrophe seit vielen Jahren. Wie groß die verbrannten Flächen und der entstandene Schaden sind, könne noch nicht abgeschätzt werden. Das Dorf Mariés im Nordwesten der Insel sollte von Sonntagabend an evakuiert werden, weil das Feuer immer näher rückte - aber die meisten Bewohner weigerten sich, ihre Häuser zu verlassen.

+++ 9.50 Uhr: China: Tote und Vermisste nach Erdrutsch +++

Bei einem Erdrutsch in China sind mindestens zwei Mensch ums Leben gekommen. 25 weitere werden vermisst, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Demnach ereignete sich das Unglück in Bijie, das zur südwestchinesischen Provinz Guizhou gehört. Häuser von 34 Familien seien von Geröll und Schlamm getroffen worden. Rettungskräfte zogen vier Menschen lebend aus den Trümmern, zwei weitere konnten nur noch tot geborgen werden. Sommer-Regenfälle lösen in vielen Teilen Chinas immer wieder schwere Überschwemmungen und Erdrutsche mit vielen Opfern aus.

+++ 9.42 Uhr: Kanadas oberster Militär nimmt an Gay-Pride-Parade teil +++

Kanadas oberster militärischer Befehlshaber, General Jonathan Vance, hat an der Seite von Regierungschef Justin Trudeau an der Gay-Pride-Parade in der Hauptstadt Ottawa teilgenommen. Vance hatte vor dem Umzug am Sonntag (Ortszeit) erklärt, dass er seine Solidarität mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) bekunden wolle. Er versicherte zugleich, dass sie in der Armee willkommen seien.

Im Gegensatz dazu hatte Donald Trump am Freitag das Pentagon angewiesen, künftig keine Transgender mehr in die Streitkräfte des Landes aufzunehmen. Der Rekrutierungsstopp tritt der Direktive zufolge am 23. März 2018 in Kraft. Trump überließ dem Pentagon die Entscheidung darüber, ob Transgender, die bereits in der Armee dienen, aus der Truppe ausscheiden müssen.

+++ 9.19 Uhr: Drei Rentnerinnen sterben bei Autounfall +++

Bei einem schweren Autounfall in der Nähe von Münster sind drei Rentnerinnen ums Leben gekommen. Die 74, 76 und 83 Jahre alten Frauen starben am Sonntag nach einem Frontalzusammenstoß auf einer Landstraße bei Billerbeck, wie die Polizei in Coesfeld mitteilte. Bei dem Unfall wurden zudem drei Menschen schwer verletzt.

Eine 69-jährige Autofahrerin war am Sonntagnachmittag aus ungeklärter Ursache mit ihrem Wagen in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn gekommen und mit dem Auto der drei Rentnerinnen zusammengeprallt. Die drei Frauen wurden in dem Wagen eingeklemmt und erlitten dabei tödliche Verletzungen. Die 69-Jährige und ihr 71 Jahre alter Ehemann wurden schwer verletzt. Ein 47-jähriger Mann geriet mit seinem Wagen ebenfalls in den Unfall und wurde dabei verletzt.

+++ 8.27 Uhr: Südkorea: Samsung-Erbe legt Berufung gegen Haft ein +++

Nach seiner Verurteilung zu einer fünfjährigen Haftstrafe hat der Erbe des südkoreanischen Samsung-Imperiums, Lee Jae Yong, Berufung eingelegt. Sein Anwalt legte Widerspruch ein, wie das zentrale Bezirksgericht in Seoul auf seiner Website mitteilte. Auch die Staatsanwaltschaft hatte angekündigt, in Berufung zu gehen. Sie hatte zwölf Jahre Haft für den Großunternehmer gefordert.

Der 49-jährige Lee war am Freitag unter anderem wegen Bestechung, Unterschlagung von Gesellschaftsvermögen und Meineids schuldig gesprochen worden. Das Verfahren gegen Lee steht in Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre um frühere Präsidentin Park Geun Hye.

+++ 7.57 Uhr: Afghanistan: Mindestens 13 Tote bei Anschlag auf Militärkonvoi +++

Bei einem doppelten Bombenanschlag der radikalislamischen Taliban auf einen afghanischen Militärkonvoi sind in Südafghanistan mindestens 13 Menschen getötet worden. Mindestens 16 Menschen seien verletzt, sagte ein Mitglied des Rats der Provinz Helmand, Rasia Balutsch. Am späten Sonntagabend hätten die Taliban im Nawa-Bezirk unter einem Fahrzeug der Armee zuerst eine Mine detoniert. Dann, als die anderen Fahrzeuge anhielten, um zu helfen, sei ein Selbstmordattentäter mit einem Kleinbus voller Sprengstoff in die Gruppe von Soldaten gefahren.

Der Sprecher der Provinz, Omar Swak, sprach von 19 Verletzten, unter ihnen Zivilisten. Es war bereits der zweite Autobombenanschlag in einer Woche. Nur wenige Tage zuvor hatte ein weiterer sieben Menschen getötet. Die Taliban kontrollieren mindestens 80 Prozent von Helmand.

+++ 7.26 Uhr: Polizei kennt 562 Mafiosi in Deutschland +++

Die italienische Mafia hat in den vergangenen zehn Jahren einem Bericht zufolge stärker in Deutschland Fuß gefasst. Derzeit lebten 562 der Polizei bekannte Angehörige der vier größten italienischen Mafia-Clans in Deutschland, berichtete die "Bild"-Zeitung am Montag unter Berufung auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag. Dies seien vier Mal so viele wie 2008 mit damals 136 bekannten Mafia-Mitgliedern.

Die größten in Deutschland vertretenen Mafia-Clans sind demnach die N'drangheta aus Kalabrien mit 333 Mitgliedern und die Cosa Nostra aus Sizilien mit 124. Seit 2008 gab es laut dem Bericht in Deutschland 102 Ermittlungsverfahren gegen Mafiosi. Die Polizei stellte seither 5,6 Millionen Euro illegale Gewinne sicher.

+++ 6.04 Uhr: USS John S. McCain: Zehn Leichen geborgen +++

Nach einem Zusammenstoß eines US-Kriegsschiffs mit einem Öltanker vor Singapur vergangene Woche hat die US-Marine die Leichen aller zehn vermissten Seeleute geborgen. Wie sie mitteilte, fanden Taucher die Überreste der Vermissten im beschädigten Teil des Zerstörers "USS John S. McCain".

Die "McCain" kollidierte vergangenen Montag acht Kilometer östlich des Stadtstaats Singapur nahe dem Eingang zur Straße von Malakka mit dem Tanker. Die Meerenge zwischen Indonesien und Malaysia ist mit mehr als 2000 Schiffen pro Tag eine der meistbefahrensten Schifffahrtsrouten der Welt. Nach ihrem Zusammenprall mit einem liberianischen Tanker war der hintere Backbordbereich des US-Zerstörers schwer beschädigt.


+++ 4.32 Uhr: Deutlich weniger Flüchtlinge erreichen Italien +++

In den Sommermonaten Juli und August ist die Zahl der , die in Italien über das Mittelmeer angekommen sind, deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr erreichten allein in diesem Monat knapp 90 Prozent weniger Flüchtlinge die italienische Küste, wie aus Zahlen des italienischen Innenministeriums hervorgeht. Bis zum 25. August kamen 2932 Migranten in Italien an, im Jahr zuvor waren es 21 294 Flüchtlinge.

Die libysche Küstenwache führt den Rückgang vor allem auf intensivere Kontrollen im Mittelmeer zurück. Experten gehen jedoch davon aus, dass der Rückgang auch mit dem Aufkommen einer neuen bewaffneten Gruppe in Libyen zu tun haben könnte, die die Schmuggler am Ablegen hindert.

+++ 3.39 Uhr: Japan: Polizist klaut auf Wache Geldbörse +++

Ungewöhnlicher Diebstahl in Japan: Ein Polizist hat eine als Fundsache abgegebene Geldbörse auf einer Wache mitgehen lassen. Als ein alter Mann nach einer Fahrt im Bus bemerkte, dass er sein Portemonnaie verloren hat, erkundigte er sich bei der Busgesellschaft, wie japanische Medien berichteten. Jemand hatte die Geldbörse mit umgerechnet 300 Euro Bargeld gefunden und - wie meist in solchen Fällen in Japan üblich - der Busfirma ausgehändigt. Diese teilte dem Mann mit, man habe das Portemonnaie bei einer Wache vor dem Bahnhof Tokio abgegeben. Dort aber war sie nicht. Bald darauf stellte sich heraus, dass ein Wachmann die Börse genommen hatte. Er wurde festgenommen. 

+++ 3.34 Uhr: Stier nimmt Stierkampf-Gegner auf die Hörner +++

Den Einsatz eines Stierkampf-Gegners für den Tierschutz hat ein Stier in Frankreich wenig zu schätzen gewusst. Das Tier nahm den Aktivisten am Sonntag in einer Stierkampfarena im südfranzösischen Carcassonne auf die Hörner, nachdem dieser gemeinsam mit einer Mitstreiterin in die Stierkampfarena gesprungen war. Der Polizei zufolge erlitt der etwa dreißigjährige Mann eine "lange, aber nicht tiefe" Wunde. Er habe "großes Glück" gehabt.

Der Mann wurde zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus eingeliefert. Seine Begleiterin blieb bei der Protestaktion unverletzt. Sie wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen. Zuvor hatten zwei weitere Aktivisten in der Stierkampfarena ein Transparent enthüllt, auf dem sie "Stoppt Stierkämpfe" forderten. Stierkämpfe sind in den meisten Gegenden Frankreichs verboten, für einige Regionen im Süden des Landes gelten aber Ausnahmeregelungen.

+++ 3.05 Uhr: Österreich: Polizei will überlebenden Bergsteiger bald befragen +++

Nach dem Tod von fünf Mitgliedern einer Seilschaft aus Bayern im Salzburger Land will die Polizei den einzigen Überlebenden zum Hergang des Bergdramas befragen. Ein 75-jähriger Bergsteiger der sechsköpfigen Gruppe überlebte schwer verletzt und wurde nach Salzburg geflogen. Er werde befragt, sobald er ansprechbar sei, sagte dort ein Polizeibeamter am Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur. Ein Arzt des Krankenhauses sagte, der Zustand des Verletzten sei stabil.

+++ 2.52 Uhr: Neugeborenees in Hauseinfahrt ausgesetzt +++

Die Bewohnerin eines Hauses in Panketal in Brandenburg (Landkreis Barnim) hat in ihrer Einfahrt am Sonntagabend ein neugeborenes Baby gefunden und die Polizei alarmiert. Das Mädchen war unterkühlt und die Nabelschnur nicht richtig abgetrennt, wie die Polizei am frühen Montagmorgen mitteilte. Das Baby wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen und suchte das Gelände rund um das Haus unter anderem mit Spürhunden ab. Die genauen Umstände blieben aber zunächst unklar.

+++ 2.51 Uhr: 6000 Haie an Bord eines Schiffes entdeckt +++

An Bord eines vor den Galápagos-Inseln gestoppten Schiffes aus China haben die Behörden mehr als 6000 Haie entdeckt, darunter auch vom Aussterben bedrohte Arten. Auf der 98 Meter langen "Fu Yuan Yu Leng 999" hätten sich 6623 Haie befunden, teilte die Nationalparkverwaltung des zu Ecuador gehörenden Pazifik-Archipels am Sonntag mit.

Das chinesische Schiff war Mitte August gestoppt worden, als es illegal vor der als Weltnaturerbe eingestuften Inselgruppe kreuzte. Haiflossen gelten in Asien als Delikatesse. Die 20 Besatzungsmitglieder der "Fu Yuan Yu Leng 999" wurden in Untersuchungshaft genommen und müssen sich nun vor Gericht verantworten. Das ecuadorianische Recht sieht für die Zerstörung von geschützter Flora und Fauna Haftstrafen zwischen einem und drei Jahren vor

+++ 2.33 Uhr: Hochwasser in Texas: Trump reist ins Flutgebiet +++

Die durch Sturzregen ausgelöste Flutkatastrophe in Südtexas spitzt sich weiter zu. Nach Angaben von Gouverneur Greg Abbott waren am Sonntag massive Rettungsaktionen mit Hunderten Booten und Dutzenden Helikoptern im Gange, um Menschen aus ihren überfluteten Häusern oder von Hausdächern zu bergen. Besonders betroffen ist die Millionenmetropole Houston. Behörden sprechen von einer Katastrophe von epischen Ausmaßen in der Stadt. US-Präsident Donald Trump will am Dienstag das vom Wirbelsturm "Harvey" heimgesuchte Flutgebiet besuchen, wie das Weiße Haus mitteilte.

+++ 2.15 Uhr: Bericht: Migranten überweisen Milliarden in Heimatländer +++

In Deutschland arbeitende Migranten haben im vergangenen Jahr nach einem Zeitungsbericht rund 4,2 Milliarden Euro an ihre Familien in den Herkunftsländern überwiesen. Das seien fast 700 Millionen Euro mehr als 2015 gewesen und so viel wie nie seit der Wiedervereinigung, schreibt die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Daten der Bundesbank. Danach nehmen seit Jahren insbesondere Überweisungen in osteuropäische EU-Mitgliedstaaten stark zu. Die Geldtransfers in das Bürgerkriegsland Syrien sei von 18 auf 67 Millionen Euro gestiegen. Das mit Abstand meiste Geld schickten ausländische Arbeitnehmer nach wie vor in die Türkei. Die Summe liege seit Jahren nahezu konstant bei mehr als 800 Millionen Euro.

+++ 0.01 Uhr: Guatemala: Präsident darf UN-Korruptionsermittler nicht ausweisen +++

Guatemalas Präsident Jimmy Morales ist vorerst mit dem Versuch gescheitert, den obersten UN-Korruptionsermittler auszuweisen. Das Oberste Gericht hob die Ausweisungsorder des Präsidenten gegen UN-Kommissionschef Iván Velásquez am Sonntag in einer Eilentscheidung auf. Morales hatte den UN-Ermittler zuvor zur "unerwünschten Person" erklärt, nachdem dieser Ermittlungen gegen ihn eingeleitet hatte. Im Zusammenhang damit enthob der Präsident auch den Außenminister Guatemalas seines Postens.

Der kolumbianische Jurist Velásquez leitet die von der UNO 2006 gegründete Internationale Kommission gegen die Straflosigkeit in Guatemala (Cicig), die Korruption und andere kriminelle Machenschaften in dem zentralamerikanischen Land aufdecken soll.

tkr/wue/DPA/AFP

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