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Mindestens 21 Tote bei den Bränden in Kalifornien

Polizei probt erstmals Großeinsatz bei Terrorangriff mit Biowaffen +++ Mindestens 21 Tote bei den Bränden in Kalifornien +++ Toilettenmitarbeiter unterschlagen 30.000 Euro  +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Mindestens 21 Tote bei Bränden in Kalifornien

Ein Waldbrand wütet am in Napa County (USA) in der Nähe der Weinberge. Bei den verheerenden Wald- und Buschbränden im Norden Kaliforniens sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen

Die News des Tages im Überblick:

+++ 22.16 Uhr: Parlament in Italien billigt Teil der wichtigen Wahlrechtsreform +++

Unter heftigen Protesten einiger Parteien hat das italienische Parlament einen Teil einer umstrittenen Wahlrechtsreform gebilligt. Die Regierung von Paolo Gentiloni hatte die Abstimmung im Abgeordnetenhaus mit einem Vertrauensvotum verknüpft, um das Gesetz schneller durchzubringen. Am Donnerstag wird über weitere Teile abgestimmt. Anschließend muss der Entwurf noch vom Senat gebilligt werden. Die Reform ist für die nächste Parlamentswahl notwendig.

Vor allem die Fünf-Sterne-Protestpartei wehrt sich gegen das anvisierte Wahlrecht, weil es Koalitionen fördern soll, was die Partei aber generell ablehnt. Auch kritisiert sie die Verknüpfung mit einem Vertrauensvotum. In Italien muss bis spätestens Frühjahr 2018 gewählt werden. Da es nach einer gescheiterten Verfassungsreform von Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi kein übereinstimmendes Wahlrecht für Abgeordnetenhaus und Senat gibt, kämpfen die Parteien seit Monaten bitter um eine Reform.  

+++ 21.17 Uhr: Trump: Mehr als 20 Tote bei den Bränden in Kalifornien +++

Die Zahl der Toten bei den schweren Bränden im Norden Kaliforniens ist auf mindestens 21 Opfer angestiegen. Dies gaben die Behörden des Bundesstaates an der US-Westküste bekannt. Nach Schätzungen sind mindestens 3500 Häuser zerstört worden. Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown sprach von einem der größten und gefährlichsten Feuer, das den Staat viele Milliarden Dollar kosten werde.

Mehr als 8000 Feuerwehrleute kämpften in der Region nördlich der Metropole San Francisco gegen zahlreiche große Buschbrände. Betroffen war eine Fläche von rund 680 Quadratkilometer, also fast so groß wie Hamburg. In ganz Kalifornien brennen derzeit mehr als 22 Großfeuer.

+++ 20.52 Uhr: Trump: US-Regierung hat verschiedene Ansichten zu Nordkorea +++

In der US-Regierung existieren nach Worten von Präsident Donald Trump verschiedene Haltungen zum Umgang mit Nordkorea. Trump sagte im Weißen Haus, er höre zwar allen zu, am Ende sei er aber derjenige, der entscheide. Es könne sein, dass er in dieser Sache härter und stärker sei als die anderen, sagte Trump. Er werde am Ende entscheiden, was für die USA am besten sei, und was für die Welt am besten sei, sei dies doch ein Problem, das die ganze Welt angehe. Trump wird im November nach Asien reisen. Die Koreakrise wird diese Reise wesentlich bestimmen. Die Spannungen in der Region schaukeln sich seit Monaten hoch.


+++ 20.43 Uhr: Neues Anti-Terror-Gesetz in Frankreich vor dem Ziel +++

Frankreichs Parlament hat ein neues Anti-Terror-Gesetz auf die Zielgerade gebracht. Die Nationalversammlung billigte einen Kompromiss mit dem Senat, der zweiten Parlamentskammer. Dieser muss den erweiterten Konsequenzen für die Sicherheitsbehörden nun ebenfalls noch im Plenum zustimmen. Das Gesetz sieht vor, bestimmte Maßnahmen des seit 2015 geltenden Ausnahmezustands in abgeschwächter Form ins normale Recht zu übernehmen.

So könnte der Innenminister zwar keine Hausarreste gegen mutmaßliche Terror-Gefährder mehr verhängen. Den Betroffenen könnte aber vorgeschrieben werden, ihre Gemeinde nicht zu verlassen. Auch präventive Hausdurchsuchungen außerhalb von Justiz-Ermittlungen wären weiter möglich, allerdings nur nach Genehmigung eines Richters. Kritiker befürchten, die neuen Regeln könnten eine Art "permanenten Ausnahmezustand" schaffen. Die Pariser Regierung sieht die Verschärfung als Voraussetzung, um den Ausnahmezustand wie geplant am 1. November auslaufen zu lassen. 

+++ 20.28 Uhr: Picassos letztes Wohnhaus wird versteigert +++

Das letzte Wohnhaus des Künstlers Pablo Picasso wird am Donnerstag im südfranzösischen Grasse versteigert. Der Wert der Villa in Mougins nördlich von Cannes wird auf gut 20 Millionen Euro geschätzt. Das Haus ist derzeit im Besitz eines Niederländers, der es 2007 von Picassos Stieftochter Catherine Hutin-Blay gekauft hatte. Das Atelier Picassos ist noch weitgehend erhalten, umfasst aber keine Bilder mehr. Picasso verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in der Villa, bis er 1973 starb. Davor gehörte das Haus der anglo-irischen Familie Guinness. Der frühere britische Premierminister Winston Churchill verbrachte darin oft seine Ferien. 

+++ 19.45 Uhr: Deutsche Journalistin Tolu bleibt in der Türkei in Haft +++

Die in der Türkei angeklagte deutsche Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu bleibt in Haft. "Mesale bleibt in Haft", teilte die Vize-Vorsitzende der Linken-Fraktion im Bundestag, Heike Hänsel, der Nachrichtenagentur AFP mit. Hänsel beobachtet den Prozess in Istanbul. Ihren Angaben zufolge bleiben insgesamt sechs Angeklagte in Haft, acht weitere wurden freigelassen.

Tolu muss sich wegen "Mitgliedschaft in einer Terrororganisation" und "Terrorpropaganda" verantworten. Bei einer Verurteilung drohen ihr 15 Jahre Haft. Zum Auftakt ihres Prozesses hatte sie die gegen sie erhobenen Terrorismus-Vorwürfe am Mittwoch klar zurückgewiesen. Tolu war Ende April festgenommen worden und sitzt seitdem mit ihrem zweijährigen Sohn im Istanbuler Frauengefängnis Bakirköy hinter Gittern. 

+++ 19.32 Uhr: Brände in Kalifornien: Mindestens 3500 zerstört +++

Bei den schweren Bränden im Norden Kaliforniens sind Schätzungen zufolge mindestens 3500 Häuser zerstört worden. Das teilten die Behörden des Bundesstaates an der US-Westküste mit. Feuerwehrleute kämpften in der Region nördlich der Metropole San Francisco gegen 22 große Waldbrände. Betroffen war eine Fläche von rund 680 Quadratkilometer, also fast so groß wie Hamburg. Mindestens 17 Menschen kamen ums Leben. Allein im Bezirk Sonoma County starben elf Menschen. Die Sicherheitskräfte fürchteten weitere Todesopfer, da noch zahlreiche Menschen vermisst wurden. Die Brände hatten sich bei starken Winden rasch ausgebreitet.

+++ 19.21 Uhr: 13 Jahre Haft für 28-Jährigen wegen Tötung von ehrenamtlicher Flüchtlingshelferin +++

Zehn Monate nach dem tödlichen Messerangriff auf eine 22-Jährige im münsterländischen Ahaus hat das Landgericht Münster einen der Tat angeklagten 28-Jährigen zu 13 Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Nach Ansicht des Gerichts tötete der aus Nigeria stammende Mann die ehrenamtliche Flüchtlingshelferin im Februar mit 22 Messerstichen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Mordmerkmale wie Heimtücke oder niedere Beweggründe, wie von der Staatsanwaltschaft angeklagt, konnte das Gericht nicht feststellen.
Der Asylbewerber und sein späteres Opfer sollen laut Ermittlungen vor der Tat eine wenige Tage dauernde Beziehung unterhalten haben. Der zur Tatzeit 27-Jährige soll demnach die Vorstellung nicht ertragen haben, dass sich die Frau einem anderen Mann zuwenden könnte. Der Angeklagte wurde nach der Tat in der Schweiz festgenommen. Im Prozess plädierte die Staatsanwaltschaft auf lebenslange Haft wegen Mordes. Die Nebenklage schloss sich an, das Gericht folgte dem jedoch nicht.

+++ 19.11 Uhr: Italienische Behörden decken großangelegten Handel mit Sondermüll auf +++

Die italienischen Behörden haben einen landesweiten Unternehmerring zerschlagen, der im großen Stil Sondermüll ins Ausland verkauft hat. Die Küstenwache habe sieben Menschen verhaftet und Millionen von Euro beschlagnahmt, die durch den An- und Verkauf von Industrieabfällen erwirtschaftet worden seien, teilten die Behörden mit. Demnach wurden ganze Containerladungen illegalen Sondermülls über die Hafenstädte Civitavecchia, Livorno, La Spezia und Genua verschifft. Erzielt wurden damit Jahresumsätze von bis zu 46 Millionen Euro.

Die Verantwortlichen verschifften hauptsächlich mit PCB kontaminierte Metalle - polychlorierte Biphenyle sind giftig und potenziell krebserregend. Mithilfe von gefälschten Bescheinigungen verkaufte der Unternehmerring den Müll wie behandelte und sofort verwendbare Rohstoffe weiter. Abnehmer für die giftigen Abfälle fand er in China, Indonesien und Pakistan.

+++ 19.05 Uhr: Putin spricht mit deutschen Wirtschaftslenkern +++

Kremlchef Wladimir Putin spricht am Donnerstag in Sotschi mit deutschen Wirtschaftslenkern über die Lage im Russland-Geschäft. Die deutsche Delegation wird vom Vorsitzenden des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Wolfgang Büchele, angeführt. Vertreten sind unter anderem die Dax-Unternehmen Siemens und Linde sowie der weltgrößte Gips-Konzern Knauf und andere Großinvestoren, aber auch der Ostsee-Pipeline-Bauer Nord Stream.

Nach mehreren Jahren Rückgang legt der bilaterale Wirtschaftsaustausch derzeit wieder zu. Allerdings bereiten die EU-Sanktionen gegen Russland wegen des Konflikts in der Ukraine den deutschen Firmen Probleme. Vor etwa drei Monaten war zudem bekanntgeworden, dass Siemens Gasturbinen geliefert hatte, die entgegen anderslautender Verträge auf die von Russland annektierte ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim gebracht wurden.

+++ 19 Uhr: Madrid stellt Katalanen Ultimatum +++

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hat der Regionalregierung Kataloniens Medienberichten zufolge zwei Ultimaten für die kommende Woche gestellt. Bis Montag solle Regionalregierungschef Carles Puigdemont die von Rajoy bereits gestellte Frage beantworten, ob er bei seiner Rede am Vorabend die Unabhängigkeit der Region erklärt habe, berichtete die Zeitung "El Mundo" unter Berufung auf Regierungskreise. Ähnliche Informationen hatte auch die Zeitung "La Vanguardia".

+++ 8.14 Uhr: Zehntausende Angehörige von Flüchtlingen bemühen sich um Familiennachzug +++

Zehntausende Angehörige von in Deutschland lebenden Flüchtlingen bemühen sich derzeit um einen Familiennachzug. Aktuell lägen bei den Auslandsvertretungen in der Region um Syrien rund 70.000 Terminbuchungen von Syrern und Irakern für entsprechende Visa vor, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin.

+++ 16.34 Uhr: Isländisches "Einhorn" entgeht dem Schlachter +++

Ein Schafsbock, dessen Hörner zu einem zusammengewachsen sind, hat es in Island zu Berühmtheit gebracht. Das Tier mit dem Namen Einhyrningur (Einhorn) sollte eigentlich geschlachtet werden, weil es für die Zucht zu schwach ist. Großer Protest hat das verhindert. Nun haben sich die Besitzer in Skaftárhreppur entschieden, das Schaf für einen guten Zweck zu versteigern. Das berichtete die isländische Zeitung "Morgunblaðið". Der Widder war zum ersten Mal um Weihnachten herum in den Bergen gesichtet worden. Offenbar war er von seiner Herde getrennt worden und deshalb nicht ins Winterquartier gekommen. Ein Schaf mit nur einem Horn war auch für die Bauern in Island ein Unikum und so wurde das "Einhorn" zum Dorfgespräch. Weil die Besitzer keine Verwendung für den Schafsbock haben, wollte der Zoo in Reykjavik ihn gern übernehmen. Doch die Veterinärvorschriften verbieten, dass das Tier seine Schutzzone verlässt. Nun hoffen die Besitzer, dass ein anderer Bauer in der Region das Einhorn ersteigert. 

+++ 16 Uhr: Spanien Regierungschef geht hart mit Barcelona ins Gericht +++

Zur Stunden hält Mariano Rajoy, Ministerpräsident Spanien, eine Rede über die Unabhängigskeitsbestrebung von Katalonien. Möglicherweise wird er der Region den Autonomiestatus aberkennen. Zwar wirft er der dortigen Regierung Rechtsbruch vor, bietet ihr aber auch einen "Dialog" an. Deutlich kritisierte er aber das verfassungswidrige Referendum. Dabei hatten sich die Katalanen sehr klar für eine Unabhängigkeit gestimmt, allerdings hatten nur knapp 45 Prozent der Bevölkerung teilgenommen. Rajoy wirft der Regionalregierung zudem vor, bei der Abstimmung grundlegende demokratische Verfahren ignoriert zu haben. "Irregulär und intransparent" sei der Urnengang gewesen, so Rajoy. Der Regierungschef fordert die Spanier zu einem friedvollen Zusammenleben auf.

+++ 16.03 Uhr: Selbstmordattentäter attackieren Polizei und Markt in Damaskus +++

Mehrere Selbstmordattentäter haben sich nach Angaben der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana im Zentrum der Hauptstadt Damaskus in die Luft gesprengt. Zwei Angreifer hätten ihre Sprengstoffgürtel vor einer Polizeistation gezündet, berichtete die Agentur unter Berufung auf das syrische Innenministerium.

Ein dritter Attentäter habe eine Bombe am Eingang eines Marktes gezündet. Demnach sollen bei den Anschlägen neben den drei Attentätern eine weitere Person getötet und sechs verletzt worden sein. Vor zehn Tagen waren bei ähnlichen Anschlägen im Stadtteil Al-Midan bereits 16 Menschen getötet worden.

+++ 15.29 Uhr: Mann wegen Löwen-Selfies festgenommen +++

Wegen Selfies mit einem Löwen ist ein junger Mann in Frankreich festgenommen worden. Die Polizei fand in einer leerstehenden Wohnung im Großraum Paris einen kleinen Löwen, den sich der 24-Jährige nach eigenen Worten "geliehen" hatte, um die Bilder zu machen, wie die Staatsanwaltschaft von Bobigny mitteilte. Die Beamten fingen das halbverhungerte Tier mit Hilfe einer Stange und eines Lassos ein und übergaben es einer Tierschutzorganisation. Der Mann wurde wegen "unerlaubter Tierhaltung" festgenommen.

Die Ermittler kamen ihm auf die Schliche, weil er die Löwen-Selfies in sozialen Netzwerken verbreitete. Sie erklärten, er mache "gerne von sich Reden", und sein Ego verleite ihn zu "unvernünftigen Dingen". Wie er an den Löwen kam, ist bisher unbekannt

+++ 15.20 Uhr: Fahrerloser Minibus soll bis Ende Oktober in Bayern fahren +++

Im niederbayerischen Kurort Bad Birnbach soll bis Ende Oktober nach Angaben der Bahn erstmals in Deutschland ein fahrerloser Bus im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden. Das teilte die Deutsche Bahn, die das Projekt leitet, am Mittwoch in Berlin mit. Den genauen Starttermin nannte das Unternehmen nicht.

Es geht um den elektrischen Minibus EZ10 der französischen Firma Easysmile mit sechs Steh- und sechs Sitzplätzen. Er soll mit Tempo 20 zwischen dem Bahnhof, dem Ortszentrum und der Therme von Bad Birnbach pendeln. Die Bahn hatte das Vorhaben bereits Ende April vorgestellt.

+++ 14.54 Uhr: Norwegens Polizei gleicht Madsens DNA mit alten Fällen ab +++

Die norwegische Polizei hat ihre dänischen Kollegen um DNA-Proben des U-Boot-Bauers Peter Madsen gebeten. Ein Kriposprecher sagte der norwegischen Nachrichtenagentur NTB, man wolle das genetische Profil des Mannes mit ungeklärten Fällen in Norwegen abgleichen. Auch die schwedische Polizei will die DNA des mordverdächtigen dänischen Erfinders Peter Madsen mit Spuren aus ungelösten Mordfällen in Schweden vergleichen.

Madsen wird verdächtigt, die schwedische Journalistin Kim Wall an Bord seines selbstgebauten U-Bootes getötet zu haben. Er selbst sprach von einem Unfall. Am Samstag waren in den Gewässern vor Kopenhagen weitere Teile ihrer zerstückelten Leiche gefunden worden. Madsens Anwältin teilte am Mittwoch mit, ihr Mandant wolle nicht mehr mit der Polizei reden.

+++ 14.34 Uhr: Zuckerberg entschuldigt sich für VR-Ausflug nach Puerto Rico +++

Facebookgründer Mark Zuckerberg hat sich für den als geschmacklos kritisierten virtuellen Ausflug in das von einem Hurrikan verwüstete Puerto Rico entschuldigt. Er habe demonstrieren wollen, wie man mit virtueller Realität zeigen könne, was in anderen Teilen der Welt passiert. Außerdem habe er über Facebooks Hilfe beim Wiederaufbau berichten wollen. Das sei nicht ausreichend deutlich geworden, schrieb Zuckerberg in einem Kommentar zu dem VR-Video. Er entschuldige sich bei allen, die das beleidigt habe.

Zuckerberg hatte sich mithilfe seines Virtual-Reality-Headsets Oculus Rift auf eine virtuelle Reise begeben, auch auf die von einem Hurrikan verwüstete Karibikinsel. Er sprach dabei mit einer Mitarbeiterin über Facebooks neue Partnerschaft unter anderem mit dem amerikanischen Roten Kreuz - vor dem Hintergrund überfluteter und zerstörter Straßen.

+++ 14.10 Uhr: Ex-Guantanamo-Häftling Kurnaz fordert von Muslimen Signal gegen Terror +++

Der ehemalige Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz hat die in Deutschland lebenden Muslime aufgerufen, sich deutlicher von islamistischem Terrorismus zu distanzieren. "Wo sind sie, die hier lebenden Türken oder Marokkaner oder Tunesier, die diesen Terror laut verurteilen?", heißt es in einem von Kurnaz in der "Zeit" veröffentlichten Appell. Wo ist der Aufstand der Muslime, die in Deutschland leben? Was ist los mit euch? Das ist unser Gott, dessen Name beschmutzt wird. Und vor allem: Das ist unser Land!"

Kurnaz forderte junge Flüchtlinge und Migrantenkinder auf: "Schaut euch mal um in diesem Land. Seht, wie gut es euch geht", erklärte er. Es gebe Staaten, in denen es keine Schulen gebe, keine festen Arbeitsverhältnisse, keine Regeln und Gesetze. "Hier bei uns aber weiß jeder, wie er im Leben etwas erreichen kann", so Kurnaz. "Dir kann hier nichts wirklich Schlimmes passieren." Der in Bremen geborene Deutsch-Türke saß bis 2006 fünf Jahre unschuldig im US-Gefangenenlager Guantanamo.

+++ 14.09 Uhr: Geistesgegenwärtiger Arbeiter rettet Azubi das Leben +++

Durch seine Geistesgegenwart hat ein Arbeiter im baden-württembergischen Achern einem Lehrling wahrscheinlich das Leben gerettet. Auf einer vier Meter hohen Leiter stehend stieß der Auszubildende bei Arbeiten mit Hammer und Meißel auf ein stromführendes Kabel, wie die Polizei in Offenburg mitteilte. Der 54-jährige Arbeiter erkannte die Situation und reagierte blitzschnell: Er zog dem Jugendlichen die Leiter unter den Füßen weg. Damit war der Kontakt zum Stromkabel unterbrochen. Zugleich fing der 54-Jährige den Jugendlichen bei dessen metertiefem Sturz ab. Nach ersten Erkenntnissen kam der Lehrling mit leichteren Verletzungen davon. Er wurde aber zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 13.56 Uhr: Grieche zieht Zusage für AfD-Wahlparty zurück +++

Die AfD Niedersachsen feiert ihre Wahlparty zur Landtagswahl doch nicht in einem griechischen Restaurant. "Der Betreiber der Gaststätte hat auf Grund massiven Drucks seine Zusage zurückgenommen", teilte die Partei der Deutschen Presse-Agentur mit. Beide Seiten hätten sich geeinigt, die Feier nicht bei ihm stattfinden zu lassen, sagte der Restaurantchef, der aus dem Irak stammt, der DPA.

Gegründet wurde die AfD vor allem aus Widerstand gegen Finanzhilfen, die dazu gedacht waren, den griechischen Staat vor der Pleite zu retten. Außerdem spricht sich die Partei gegen "Multi-Kulti in Deutschland" aus. Einige AfD-Politiker warnen vor einem "Austausch" der deutschen Bevölkerung durch Zuwanderer.

+++ 13.25 Uhr: Europarat erhöht Druck auf Aserbaidschan +++

Der Druck des Europarats auf Aserbaidschan wegen der Menschenrechtslage in dem Land nimmt zu. Die Parlamentarische Versammlung der Staatenorganisation forderte in Straßburg die Freilassung von politischen Gefangenen und die Sicherstellung einer unabhängigen Justiz. Im Europarat läuft derzeit bereits ein Verfahren gegen das Land, weil es sich weigert, ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte umzusetzen. Die Straßburger Richter hatten Aserbaidschan 2014 wegen der aus ihrer Sicht politisch motivierten Inhaftierung des Oppositionsführers Ilgar Mammadov verurteilt. Aserbaischan lässt Mammadov dennoch nicht frei. Das nun eingeleitete Verfahren, das zum ersten Mal angewendet wird, könnte zu einem Ausschluss aus dem Europarat, dem 47 Länder angehören, führen.

+++ 12.28 Uhr: Rajoy verlangt Klarheit über Unabhängigkeitserklärung +++

Im Konflikt um die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien hat der spanische Ministerpräsident die separatistische Regionalregierung aufgefordert,  die verfassungsmäßige Ordnung zu respektieren. Diese Mahnung gilt als Vorstufe für die Anwendung des Artikels 155 der spanischen Verfassung, wonach die Zentralregierung eine Regionalregierung entmachten kann, wenn diese die Verfassung missachtet. Rajoy verlangte, der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont solle erklären, ob er mit seinen unverständlichen Aussagen am Dienstagabend vor dem Regionalparlament die einseitige Unabhängigkeit ausgerufen habe oder nicht.

+++ 12.14 Uhr: Polizei probt erstmals Großeinsatz bei Terrorangriff mit Biowaffen +++

Mit einer in Deutschland bislang einmaligen Übung hat die in Berlin den Großeinsatz bei einem Terroranschlag mit biologischen Waffen geprobt. Bei dem Test mit 300 Beteiligten ging es besonders um die Zusammenarbeit der Landes- und Bundespolizei sowie der Seuchenexperten vom Robert-Koch-Institut und den Gesundheitsämtern. Beteiligt waren auch das Spezialeinsatzkommando GSG 9 und die Feuerwehr. Die dreitägige Übung hatte mit Vorbereitungen am Dienstag begonnen; der Teil mit dem simulierten Zugriff auf eine Wohnung von Terroristen spielte sich heute Morgen auf einem Polizeiübungsgelände ab.

+++ 12.08 Uhr: Nervenstarker Kiosk-Räuber bedient nichtsahnenden Kunden +++

Während eines Überfalls auf einen Kiosk in Frankfurt am Main hat der Räuber einen nichtsahnenden Kunden bedient und ihm auch ordnungsgemäß das Wechselgeld ausgehändigt. Der etwa 30-jährige Täter bedrohte gestern zunächst eine Verkäuferin in dem Kiosk mit einer Schere und Pfefferspray, wie die Polizei heute mitteilte. Noch während der Kriminelle die Kasse plünderte, betrat dann der Kunde den Laden. Prompt schlüpfte der offenbar nervenstarke Täter in die Rolle des Verkäufers, gab dem Mann die gewünschten Zigaretten und auch noch das Wechselgeld zurück. Erst als der vermeintliche Kioskmitarbeiter mitsamt Beute den Laden verließ, wurde der Kunde stutzig - und von der Verkäuferin über den Überfall aufgeklärt. Der Kunde nahm zwar sofort die Verfolgung des Räubers auf. Der Unbekannte konnte jedoch wenig später im Getümmel der Innenstadt untertauchen.

+++ 12.02 Uhr: Sex mit minderjähriger Ehefrau laut indischem Gericht Vergewaltigung +++

In Indien soll Sex mit einer minderjährigen Ehefrau künftig als bestraft werden. Das Oberste Gericht des Landes erklärte in der Hauptstadt Neu Delhi eine Ausnahme im indischen Gesetz für verfassungswidrig, wonach ein Mann mit einer Minderjährigen Geschlechtsverkehr haben darf, solange sie mit ihm verheiratet und mindestens 15 Jahre alt ist. Der Kläger Vikram Srivastava gab das Urteil vor Journalisten am Gerichtsgebäude bekannt. Eine Anzeige einer minderjährigen Ehefrau wegen Vergewaltigung soll demnach bis zu einem Jahr nach der Tat möglich sein.

Frauen unter 18 und Männer, die jünger als 21 sind, dürfen nach indischem Gesetz nicht heiraten. Dennoch werden Kinderehen in vielen Teilen des Landes arrangiert, die Praxis ist tief in Kultur verwurzelt. Die Zahlen gingen nach einer Studie vom letzten Jahr allerdings zuletzt deutlich zurück: Demnach hatten rund 27 Prozent der Frauen im Alter zwischen 20 und 24 Jahren in Indien bereits vor ihrem 18. Geburtstag geheiratet. Laut einer früheren Studie waren es zehn Jahre zuvor noch gut 47 Prozent gewesen.

+++ 11.52 Uhr: 104-Jährige aus brennendem Mehrfamilienhaus gerettet +++

Eine 104-Jährige ist in der Nacht aus einem brennenden Mehrfamilienhaus gerettet worden. Die Frau blieb laut bei dem Kellerbrand in Viersen in Nordrhein-Westfalen unverletzt, kam aber in ein Krankenhaus. "Wir wollten sie in dem hohen Alter bestens versorgen", sagte ein Sprecher am Morgen. "Wir haben ihr ein schönes Zimmer organisiert." Die Frau habe in den kommenden Tagen Geburtstag. Das Haus, in dem 59 Menschen gemeldet sind, war wegen des Feuers im Keller evakuiert worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Die Kriminalpolizei will nun klären, ob es sich um Brandstiftung handelt. In dem Gebäude seien in der Vergangenheit bereits Feuer ausgebrochen, bei denen Brandstiftung als Ursache vermutet wurde.

+++ 11.39 Uhr: Passagier stirbt auf Emirates-Flug von Dubai nach München +++

Ein Passagier ist an Bord eines Emirates-Flugs von Dubai nach München gestorben. Wegen des medizinischen Notfalls musste die Maschine gestern außerplanmäßig in Kuwait landen, wie ein Emirates-Sprecher heute erklärte. Der Passagier sei sofort nach der Landung medizinisch versorgt worden. "Leider hat ein Notarzt vor Ort den Tod feststellen müssen", teilte der Sprecher mit. Die Maschine habe anschließend den Flug EK49 in die bayerische Hauptstadt fortgesetzt. Laut "Bild"-Zeitung handelt es sich bei dem Passagier um ein sieben Jahre altes Mädchen.

+++ 11.18 Uhr: Klimawandel macht "Nemo" zu schaffen +++

Die Erwärmung der Weltmeere macht auch Clownfischen zu schaffen. Nach einer neuen Studie geraten die Fische - bekannt aus dem Film "Findet Nemo" - in Stress und pflanzen sich weniger fort, wenn die See-Anemonen ausbleichen, mit denen sie in enger Gemeinschaft zusammenleben. Als wichtigste Ursache für das Ausbleichen der Anemonen gelten die steigenden Wassertemperaturen. Clownfische leben in enger Symbiose mit Anemonen, deshalb werden sie auch Anemonenfische genannt. Die Anemonen bieten ihnen mit ihren giftigen Nesselzellen Schutz davor, von anderen Fischen gefressen zu werden. Als Gegenleistung säubern die Clownfische die Tentakeln und wedeln auch Sauerstoff heran, wenn der im Wasser knapp wird.

+++ 11.15 Uhr: Tierschützer dringen in Stall ein und bleiben straffrei +++

Drei Tierschützer, die in einen Schweinestall eingedrungen sind und Missstände gefilmt haben, bleiben nach einer Entscheidung des Landgerichts Magdeburg straffrei. Damit wurde ein Urteil des Amtsgerichts Haldensleben mit Freisprüchen von vor einem Jahr bestätigt und eine Berufung der Staatsanwaltschaft Magdeburg verworfen. Die Angeklagten hätten das Tierwohl zum Ziel gehabt. Dies sei in Gefahr gewesen, sagte Richter Ulf Majstrak. "Sie haben genau das getan, was nötig war und was als mildestes Mittel zur Verfügung stand." Wenn staatliche Organe ihre Arbeit nicht so machten, wie es sein sollte, sei das Eingreifen der Bürger nötig.

Die beiden Männer und eine Frau waren im Sommer 2013 in die Tierzuchtanlage in der Gemeinde Burgstall (Sachsen-Anhalt) gegangen, um dort die Haltungsbedingungen zu filmen. In der Anlage mit mehr als 60.000 Tieren waren unter anderem Kastenstände deutlich kleiner als gesetzlich vorgeschrieben.

+++ 11.05 Uhr:  Zahl der Internetnutzer wächst weiter +++

Neun von zehn Deutschen gehen einer repräsentativen Umfrage zufolge mittlerweile regelmäßig oder gelegentlich ins Internet. Nach einer Untersuchung im Auftrag von ARD und ZDF ist die Zahl der Onlinenutzer im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Millionen auf rund 62,4 Millionen Menschen gestiegen. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 89,8 Prozent. Täglich seien rund 50,2 Millionen Menschen online, heißt es in der Studie. Der Zuwachs sei unter anderem auch auf eine geänderte Abfrage zurückzuführen.

Zugenommen habe gegenüber 2016 auch die durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer: um 21 auf 149 Minuten. Männer seien gut zwei Stunden online (2:05 Stunden), Frauen fast drei Stunden (2:55). Die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen verbringt der Studie zufolge mehr als viereinhalb Stunden am Tag im Netz (4:34).

+++ 10.57 Uhr: "Reichsbürger"-Prozess: Ex-Mister-Germany lehnt Gericht "komplett ab" +++

Im Prozess gegen einen sogenannten Reichsbürger wegen versuchten Mordes hat der Angeklagte einen Befangenheitsantrag gestellt. "Ich lehne das Gericht komplett ab", sagte der 42-Jährige zur Begründung vor dem Landgericht Halle. Es sei für ihn nicht zuständig. Das Gericht wies den Antrag als unzulässig zurück. In seiner weitschweifigen Rede in emotional aufgeladener Atmosphäre beschimpfte der Angeklagte - Ex-Mister-Germany Adrian Ursache - die Prozessbeteiligten als Verbrecher.

Ursache soll bei der gerichtlich angeordneten Zwangsräumung seines Hausgrundstücks im August 2016 in Reuden im Burgenlandkreis auf einen SEK-Beamten geschossen und dabei auf den Kopf des Polizisten gezielt haben. Die Staatsanwaltschaft rechnet den Beschuldigten der Reichsbürgerbewegung zu. Diese lehnt die Existenz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland ab und wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

+++ 10.33 Uhr: Eltern mit Axt und Messer attackiert - Jugendlicher verurteilt +++

Wegen einer lebensgefährlichen Axt- und Messerattacke auf seine Eltern muss ein 19-Jähriger dauerhaft in die Psychiatrie. Die Jugendkammer des Kieler Landgerichts sah es als erwiesen an, dass der junge Mann aus Wut und Hass versucht habe, seine Eltern zu töten. Auslöser war offenbar ein Streit mit seinem Bruder über das zu langsame Internet. Der Angeklagte sei aufgrund einer schweren Persönlichkeits- und Bewusstseinsstörung zur Tatzeit nur vermindert steuerungs- und schuldfähig gewesen, sagte der Richter. Die Gewaltattacken wertete das Gericht als versuchten Totschlag. Die Staatsanwältin hatte sie als versuchten Mord eingestuft.

Der junge Mann aus dem Kreis Segeberg griff laut Gericht am 20. März seine Mutter in der Küche hinterrücks mit einer Axt an und verletzte sie lebensgefährlich am Kopf. Ein weiterer Axthieb traf den Bruder ins Bein. Ihm und dem Vater gelang es, den 19-Jährigen in dessen Zimmer einzusperren. Dabei stach der Sohn den Angaben zufolge mehrfach mit einem Messer den Vater in Brust und Bauch und verletzte auch ihn lebensgefährlich.

+++ 10.15 Uhr: Prozess gegen deutsche Journalistin Tolu in Türkei gestartet +++

Mehr als fünf Monate nach ihrer Festnahme in der Türkei hat der Prozess gegen die inhaftierte deutsche Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu begonnen. Die 33-Jährige muss sich vor einem Gericht in der Stadt Silivri westlich von Istanbul verantworten. Sie gehört zu einer Gruppe von 18 Angeklagten, denen Terrorpropaganda und Mitgliedschaft in der linksextremen MLKP vorgeworfen wird. Nach Angaben von Tolus Anwältin Kader Tonc drohen ihrer Mandantin bis zu 20 Jahre Haft.

Berlin fordert die Freilassung Tolus und mindestens zehn weiterer Deutscher, die in der Türkei derzeit aus politischen Gründen inhaftiert sind. Namentlich bekannt sind Tolu, der "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel und der Menschenrechtler Peter Steudtner.

+++ 10.03 Uhr: Türkisches Gericht verurteilt US-Reporterin zu Haftstrafe +++

Eine Reporterin des "Wall Street Journals" ist in der wegen Terrorpropaganda zu zwei Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Wie die US-Zeitung berichtete, wurde Ayla Albayrak wegen eines Artikels aus dem Jahr 2015 über den Konflikt zwischen der türkischen Regierung und der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Südosten des Landes verurteilt. Alybarak hat die finnische und türkische Staatsbürgerschaft und hält sich nach Angaben ihrer Zeitung derzeit in New York auf. Sie wolle Einspruch gegen das Urteil einlegen. Das WSJ bezeichnete die Vorwürfe als haltlos und das Urteil als völlig unangebracht.

+++ 10.01 Uhr: Rajoy berät mit Ministern über weiteres Vorgehen in Katalonienkrise +++

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy ist mit seinen Ministern zusammengekommen, um über die nächsten Schritte im Streit um das nach Unabhängigkeit strebende Katalonien zu beraten. Bei der außerordentlichen Sitzung in Madrid soll nach Medienberichten auch über eine mögliche Anwendung des Artikels 155 der Verfassung debattiert werden. Demnach kann die Zentralregierung eine Regionalregierung entmachten, wenn diese die Verfassung missachtet.

Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont hatte gestern Abend vor dem Regionalparlament in Barcelona die Ausrufung der Unabhängigkeit von Spanien angekündigt. Er legte den Abspaltungsprozess aber "für einige Wochen" auf Eis, um einen Dialog mit der Zentralregierung einzuleiten. Das Gesprächsangebot war allerdings schon kurz danach von Madrid abgewiesen worden.

+++ 9.15 Uhr: Toilettenmitarbeiter unterschlagen mindestens 30.000 Euro +++

Zwei Mitarbeiter einer Toilettenanlage am Münchner Hauptbahnhof sollen mindestens 30.000 Euro unterschlagen haben. Ein 62-Jähriger und seine 56-jährige Lebensgefährtin wurden am Montag festgenommen, wie die Bundespolizei in München heute mitteilte. Beide sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Der Tatverdächtige soll aus Automaten von Bahnhofstoiletten Münzgeld in Höhe von mehreren zehntausend Euro unterschlagen haben. Gegen seine Lebensgefährtin wird wegen Mittäterschaft ermittelt.

Aufgeflogen war die Sache, nachdem ein elektronisches Zählwerk in die Klo-Automaten eingebaut worden war. Dabei fiel auf, dass zwischen November 2016 und Anfang Oktober 2017 rund 30.000 Euro nicht verrechnet wurden. Der Betreiber der Bahnhofstoiletten ermittelte zunächst auf eigene Faust und informierte dann die Bundespolizei über den Verdacht.

+++ 9.07 Uhr: CDU-Spitzenkandidat Althusmann tanzt manchmal durchs Wohnzimmer +++

Der niedersächsische CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann liebt das Tanzen. Er entspanne gerne nach öffentlichen Terminen zu Hause mit Ehefrau Iris, sagte er der "Bunten": "Manchmal fangen wir auch an, im Wohnzimmer zu tanzen - nur wir zwei. Ihr Lebensmotto lautet: Ich möchte durch mein Leben tanzen. Das ist auch meines geworden", sagte der CDU-Politiker, der um das Amt des Ministerpräsidenten kämpft. Am Sonntag sind Landtagswahlen. "Leichtigkeit und gute Laune tun gut, deshalb tanze ich auch ein bisschen im Video bei meinem Wahlkampfsong, hüftsteif bin ich nicht."

+++ 9.06 Uhr: Haftbefehl wegen Mordes nach Überfall auf Rentnerpaar +++

Nach dem tödlichen Überfall auf ein älteres Ehepaar in einem Frankfurter Wohnhaus ist gegen die drei mutmaßlichen Täter Haftbefehl erlassen worden. Gegen sie wird wegen Mordes, schweren Raubs und Körperverletzung ermittelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Bei dem Überfall am Montagabend im Flur eines Hauses war ein 78-Jähriger tödlich verletzt worden, seine Frau erlitt schwere Verletzungen.

Dem Ehepaar gehört ein Schmuckgeschäft. Die Männer attackierten laut Polizei die betagten Opfer und fesselten sie. Hilfeschreie und Lärm machten Nachbarn aufmerksam, die die Polizei riefen. Drei Tatverdächtige wurden daraufhin festgenommenen. Sie sollen aus Osteuropa stammen und zwischen 19 und 25 Jahren seien.

+++ 8.58 Uhr: Eminem rappt Trump die Meinung +++

US-Rapper Eminem ("The Real Slim Shady") hat Donald Trump hart angegriffen: "Was wir jetzt im Office haben, ist ein Kamikaze, der wahrscheinlich einen nuklearen Holocaust verursachen wird", rappt Eminem in einem Beitrag für die Verleihung der  BET Hiphop Awards in Miami in der vergangenen Woche, die heute ausgestrahlt werden soll. In einem Parkhaus rappt sich Marshall Mathers, wie der 44-Jährige bürgerlich heißt, viereinhalb Minuten lang ohne Beat den Frust von der Seele. Er beschimpft Trump und wirft ihm unter anderem vor, von den echten Problemen wie den jüngsten Naturkatastrophen oder dem Attentat in Las Vegas abzulenken. "All diese furchtbaren Tragödien - und er ist gelangweilt und löst lieber einen Twitter-Streit mit den Packers aus", rappt Eminem mit Blick auf die Auseindaresetzung des US-Präsidenten auf Twitter über den antirassistischen Protest zahlreicher amerikanischer Sportler, unter anderem vom Footballteam Green Bay Packers.

Auch an seine eigenen Anhänger hat Mathers eine klare Botschaft: "Jeder Fan von mir, der auch einer seiner Unterstützer ist: Ich zeichne eine Linie in den Sand." Man könne entweder auf seiner Seite stehen oder auf der von Trump. "Und wenn du dich nicht entscheiden kannst, wen du lieber auf deiner Seite hast oder zu wem zu stehen solltest, tu ich das für dich."

+++ 8.26 Uhr: +++ Atommülltransport auf dem Neckar unterwegs +++

Auf dem Neckar in Baden-Württemberg ist erneut ein Atommülltransport mit hochradioaktiven Brennelementen unterwegs. Ein mit drei Castoren beladener Schubverband habe am Morgen gegen 5.35 Uhr im stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim abgelegt und fahre nun in das Zwischenlager am Meiler Neckarwestheim, wie der Energiekonzern EnBW in Karlsruhe mitteilte. In den Castorbehältern befinden sich verbrauchte Brennelemente aus dem früheren Kernkraftwerk Obrigheim.

Es ist bereits der dritte Atommülltransport zwischen den beiden Kraftwerksstandorten Neckarwestheim und Obrigheim. Schon im Juni und September hatte es zwei Transporte gegeben. Die Gemeinde Neckarwestheim hatte erfolglos versucht, die Fahrten vor Gericht zu stoppen. Die Polizei begleitet den Transport. Atomkraftgegner haben Proteste angekündigt. Das Bündnis Neckar castorfrei rief zu einer Mahnwache in Gundelsheim auf.

+++ 7.55 Uhr: Australisches Gericht erkennt nicht abgesandte SMS als gültiges Testament an +++

Ein australisches Gericht hat die nicht abgeschickte Handynachricht eines Verstorbenen an seinen Bruder als gültiges Testament anerkannt. In der SMS, die mit einem Smiley geschmückt war, hatte der Mann kurz vor seinem Suizid seine Frau und den gemeinsamen Sohn enterbt und das Erbe dem Bruder hinterlassen. Allerdings hatte er die SMS nie abgeschickt, weswegen die Witwe gegen die Erbregelung klagte. Die Richterin in Brisbane wies die Klage zurück. "Die informelle Natur des Texts ist kein Hindernis, ihn als ausreichenden Ausdruck der Testamentsabsicht des Verstorbenen anzuerkennen", so ihr Urteil. Diese Absicht sei erkennbar, auch wenn die SMS nie abgeschickt wurde. In dem Urteil berücksichtigte die Richterin auch den Umstand, dass der Verstorbene ein schlechtes Verhältnis zu seiner Ehefrau und fast keinen Kontakt zu seinem Sohn hatte.

In der SMS an den Bruder, die nach dem Suizid des Mannes vor einem Jahr auf seinem Handy gefunden wurde, heißt es: "Du bekommst alles, was ich habe, mein Haus und meine Pensionsansprüche." Über seine Frau schrieb er: "Sie ist wieder zu ihrem Ex zurück. Ich bin fertig." Die Nachricht schließt mit den Worten "mein Testament" - gefolgt von einem Smiley.

+++ 5.05 Uhr: Nordkoreanische Hacker sollen US-Angriffspläne geklaut haben  +++

Nordkoreanische Hacker haben angeblich möglicherweise hunderte von vertraulichen Militärdokumenten aus Südkorea gestohlen. Unter den Dokumenten hätten sich auch ein geheimer Einsatzplan der südkoreanischen und US-Streitkräfte für die Beseitigung von Nordkoreas Führung um Machthaber Kim Jong Un im Ernstfall und Informationen über militärische Einrichtungen befunden, berichtet "The Korea Times" unter Berufung auf den Abgeordneten Rhee Cheol Hee von der regierenden Demokratischen Partei Koreas. Der Hackerangriff soll bereits im September 2016 erfolgt sein.

Die Attacke war den Angaben zufolge weit umfangreicher, als das Verteidigungsministerium in Seoul zugegeben habe. Die Behörde hatte laut der "Korea Times" im Mai zwar eingeräumt, dass ihr Computernetz Ziel eines Hackerangriffs gewesen sei, doch sei der Datenklau demnach "nicht ernsthaft" gewesen. Rhee selber habe sich bei seinen Angaben auf Informanten des Ministeriums berufen.

+++ 5.02 Uhr: Mindestens 13 Tote bei Kämpfen in mexikanischem Gefängnis +++

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen in einem Gefängnis im Norden Mexikos sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 25 Gefangene wurden bei den Kämpfen verletzt, acht davon schwer, wie die Behörden mitteilten. Die Polizei brachte die Haftanstalt Cadereyta im Bundesstaat Nuevo León wieder unter Kontrolle. Im Fernsehen waren Rauchsäulen über dem Gefängnis zu sehen.

In die Auseinandersetzungen waren offenbar Angehörige von zwei verfeindeten Banden verwickelt. Zunächst hätten etwa 40 Insassen einen Mithäftling getötet und verbrannt, sagte ein Sprecher der Sicherheitskräfte. Später hätten sich rund 250 Gefangene an den Kämpfen beteiligt. Daraufhin seien Polizisten in das Gefängnis eingedrungen und hätten das Feuer eröffnet. In Mexikos Justizvollzugsanstalten kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen. Viele Gefängnisse werden von kriminellen Gangs kontrolliert.

+++ 3.50 Uhr: 70.000 Syrer und Iraker wollen Angehörigen nach Deutschland folgen +++

Rund 70.000 Syrer und Iraker bemühen sich derzeit um einen Familiennachzug zu Verwandten in Deutschland. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Auswärtigen Amt. Demnach liegen an den zuständigen deutschen Auslandsvertretungen in Beirut, Amman, Erbil, Ankara, Istanbul und Izmir in dieser Zahl Terminanfragen für einen Familiennachzug zu syrischen und irakischen Schutzberechtigten vor. Von Anfang 2015 bis Mitte 2017 erteilte das Außenamt bereits rund 102.000 Visa zum Familiennachzug für Syrer und Iraker. Auf Basis der Terminbuchungen und bisheriger Werte schätzt das Ministerium, dass bis 2018 etwa 100.000 bis 200.000 weitere hinzukommen könnten. Die Linke-Politikerin Ulla Jelpke sprach von einer überschaubaren Zahl und forderte, den Familiennachzug nicht weiter einzuschränken.

+++ 3.35 Uhr: Argentinien schafft WM-Qualifikation für Russland 2018 +++

Dank eines überragenden Lionel Messi hat der zweifache Weltmeister Argentinien ein peinliches Scheitern abgewendet und die Qualifikation für die Fußball-WM 2018 in Russland geschafft. Beim 3:1 in Ecuador erzielte Messi nach frühem Rückstand alle drei Tore (11., 19. und 61. Minute). Neben dem schon qualifizierten Brasilien löste zudem Uruguay als Zweiter vor Argentinien das WM-Ticket. Chile ist nich in Russland dabei.

+++ 2.53 Uhr: Ehefrau trennt sich nach Vergewaltigungsvorwürfen von Hollywood-Mogul Weinstein +++

Die Ehefrau des jetzt auch unter Vergewaltigungsvorwürfen stehenden Hollywoodproduzenten Harvey Weinstein hat sich von ihrem Mann getrennt. Eine entsprechende Erklärung gab Georgina Chapman gegenüber dem Magazin "People" ab. Das Magazin "New Yorker" hatte zuvor berichtet, drei Frauen beschuldigten den 65-Jährigen der Vergewaltigung. In den vergangenen Tagen war Weinstein bereits der sexuellen Belästigung beschuldigt worden, woraufhin ihn sein eigenes Filmstudio gefeuert hatte.

Der Tycoon soll Frauen versprochen haben, ihnen im Gegenzug für sexuelle Gefälligkeiten bei ihrer Filmkarriere zu helfen. Unter den mutmaßlichen Opfern sind die bekannten Schauspielerinnen Ashley Judd und Rose McGowan. Manche Vorfälle reichen laut "New York Times" fast drei Jahrzehnte zurück. Mit mindestens acht Frauen habe er sich außergerichtlich geeinigt. 

+++ 1.34 Uhr: Zahl der Waldbrandopfer in Kalifornien steigt +++

Die Zahl der Toten bei den verheerenden Wald- und Buschbränden im Norden Kaliforniens hat sich auf mindestens 15 erhöht. Das bestätigten Vertreter der Feuerwehr. Den Angaben zufolge kamen neun Menschen in Sonoma County ums Leben. Zwei starben im Napa County, drei im Mendocino County und einer im Yuba County. Dutzende Menschen wurden verletzt, viele wurden auch in der Nacht zum Mittwoch weiterhin vermisst. 20.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Bei starken Winden hatte sich mehr als ein Dutzend Brände ausgebreitet. Feuerwehrchef Ken Pimlott bezifferte die Zahl der aktiven Feuer am Dienstag (Ortszeit) auf 15. Weit mehr als 2000 Gebäude sind abgebrannt. "Es ist die reine Zerstörung", sagte Pimlott. Mehr als 400 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. Dazu kommen nach Angaben von CNN etwa 4000 Ersthelfer, Freiwillige und Militärs.

+++ 1.25 Uhr: Deutschland verfehlt Klimaschutzziele offenbar klarer als angenommen +++

Deutschland verpasst einem Medienbericht zufolge sein selbst gestecktes Klimaschutzziel deutlicher als gedacht. Offiziell werden 40 Prozent weniger CO2-Ausstoß bis 2020 im Vergleich zu 1990 angestrebt. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete nun unter Berufung auf interne Berechnungen des Bundesumweltministeriums, ohne "Nachsteuerung" sei bis 2020 bestenfalls ein Minus von 32,5 Prozent zu erwarten; schlimmstenfalls würden die Emissionen nur um 31,7 Prozent sinken. "Eine Zielverfehlung in einer solchen Größenordnung wäre für die Klimaschutzpolitik Deutschlands ein erheblicher Rückschlag", heißt es der Zeitung zufolge in einem ihr vorliegenden Ministeriumspapier. Im Projektionsbericht 2017 der Bundesregierung gehen Experten von einem Korridor zwischen 33,7 und 37,5 Prozent aus. Dem "SZ"-Bericht zufolge sind der Hauptgrund für die Zielverfehlung die weiterhin hohen Emissionen bei der Stromerzeugung.

+++ 1.05 Uhr: Dobrindt zweifelt an Einigung mit Grünen +++

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt ist skeptisch hinsichtlich des Zustandekommens einer Jamaika-Koalition. "Eine Schnittmenge zwischen den Wahlprogrammen der Grünen und der Unionsparteien ist fast nicht vorhanden", sagte Dobrindt der Funke Mediengruppe. Ein erfolgreicher Abschluss von Koalitionsverhandlungen sei absolut offen. "Im Augenblick sind wir weit weg davon." Die Grünen müssten akzeptieren, dass ihre Chance darin bestehe, einer bürgerlichen Regierung von CDU, CSU und FDP beizutreten. Er fügte hinzu: "Wir werden keine linken Spinnereien dulden."

Dobrindt reagierte auch auf die Kritik grüner Politiker am Unionskompromiss zur Zuwanderung. Wenn die Grünen jetzt die Vereinbarungen von CDU und CSU kritisierten, "lehnen sie in Wahrheit doch die Begrenzung der Zuwanderung nach Deutschland ab". Der CSU-Landesgruppenchef betonte, die Beschlüsse der Union müssten wesentlicher Bestandteil eines Koalitionsvertrags sein: "Wir gehen nur in eine Koalition, die sicherstellt, dass unkontrollierte Zuwanderung nach Deutschland nicht mehr möglich ist."

+++ 00.08 Uhr: Sibel Kekilli: Steinmeier - nicht Erdogan - ist mein Präsident +++

Die aus der Serie "Game of Thrones" und früher auch aus dem Kieler "Tatort" bekannte Schauspielerin Sibel Kekilli (37) kritisiert die Einstellung vieler Türken in Deutschland. "Ich werde so oft gefragt: "Du, was geht denn in deinem Land ab?", oder: "Was ist denn mit deinem Präsidenten los?" - Ich antworte: "Mein Präsident ist Frank-Walter Steinmeier. Was soll mit ihm los sein?"", sagte Kekilli dem Magazin "Glamour". "Viele Deutschtürken, die hier leben, machen den Fehler, dass sie sagen: "Mein Präsident ist der in der Türkei!" Mein Land aber ist Deutschland. Und darum möchte ich auch nicht dauernd die Türkin spielen müssen."

In einer neuen ZDF-Thrillerserie mit dem Titel "Bruder - Schwarze Macht" spielt Kekilli jedoch eine Deutschtürkin. Sie stellt eine Polizistin dar, die sich gut in Deutschland integriert hat und ihren Bruder davon abbringen will, sich zu radikalisieren.

mad/tyr/fs/DPA/AFP

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