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Nächstes Leichenteil in Hamburg gefunden

Tod Oury Jallohs: Zweifel an bisheriger Version +++ DFB will auf kollektive Strafen für Fans verzichten  +++ Brand in Geflügelstall: Tausende Tiere sterben +++ Rom: Frau findet Beine im Müllcontainern +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Nach dem Fund diverser Leichenteile in Hamburg ermittelt die Polizei (Symbolbild)

Nach dem Fund diverser Leichenteile in Hamburg ermittelt die Polizei (Symbolbild)

Die News des Tages im stern-:

+++ 21.55 Uhr: Air-Berlin-Chef rechnet nicht mit Erhalt der Marke +++

Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann rechnet nicht damit, dass die Marke der insolventen Fluggesellschaft erhalten bleibt. "Aus heutiger Sicht ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Marke Air Berlin verschwindet", sagte Winkelmann den Zeitungen "Bild" und "B.Z.". Sein Unternehmen verhandle derzeit neben der Lufthansa mit mehr als zwei weiteren Airlines über den Kauf von Teilbereichen der Air Berlin. Konkrete Namen nannte Winkelmann nicht. Der Unternehmenschef zeigte sich optimistisch, dass der Großteil der rund 8000 Arbeitsplätze bei Air Berlin gerettet werden könne. "Wir kämpfen um jeden Job", sagte Winkelmann. Wichtig sei dem Unternehmen, dass die Mitarbeiter auch künftig in Deutschland beschäftigt würden.

 +++ 21.40 Uhr: Irans Oppositionsführer Karrubi tritt aus Protest in Hungerstreik +++

Der iranische Oppositionsführer Mehdi Karrubi ist aus Protest gegen seinen mehr als sechsjährigen Hausarrest in den Hungerstreik getreten. Das teilte sein Sohn Mohammad per Twitter mit. Der fast 80-jährige Karrubi fordere, dass die Sicherheitsagenten sein Haus verlassen und die Justiz ihm endlich einen fairen Prozess ermöglicht. Aus Solidarität mit Karrubi kündigten mehrere Iraner auf Twitter an, dass auch sie in den Hungerstreik treten würden. Zusammen mit dem ebenfalls unter Hausarrest stehenden Mir Hussein Mussawi gehört der Kleriker zu den führenden Regimekritikern im Iran. Als Anführer der "Grünen Bewegung" hatten die beiden dem damaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad bei der Präsidentschaftswahl 2009 Wahlfälschung vorgeworfen, auch dessen Wiederwahl erkannten sie nicht an. Wegen Anstiftung zu Straßenprotesten wurden er und Mussawi 2011 verhaftet. Seither stehen sie unter Hausarrest.

+++ 19.55 Uhr: Treffen von Frankreichs Première Dame sollen veröffentlicht werden +++

Frankreichs Präsidentengattin Brigitte Macron wird künftig offenlegen, mit wem sie sich in ihrer Rolle als Première Dame (First Lady) trifft. Ihre Treffen und Verpflichtungen würden auf der Webseite des Élyséepalastes veröffentlicht, sagte Brigitte Macron in einem Interview des Magazins "Elle", aus dem erste Auszüge veröffentlicht wurden. Eine "Charta der Transparenz" solle ihre Aufgaben und die ihr zur Verfügung gestellten Mittel darlegen. Präsident Emmanuel Macron hatte sich im Wahlkampf dafür ausgesprochen, der Ehefrau des Staatschefs einen "echten Status" zu geben. Das Vorhaben stieß allerdings auf Kritik: Eine Online-Petition gegen einen speziellen Status für die Frau des Staatspräsidenten wurde bereits mehr als 300.000 Mal unterstützt. 

+++ 19.06 Uhr: Muldenkipper stürzt in Lavagrube - Fahrer tödlich verletzt +++

In einer Lavagrube in der Eifel ist der Fahrer eines Muldenkippers bei einem Unfall ums Leben gekommen. Der 59-Jährige sei in der Grube zwischen Dohm-Lammersdorf und Hillesheim im Kreis Vulkaneifel rückwärts an eine Abbruchkante gefahren und habe sich dabei möglicherweise verschätzt, teilte die Polizei mit. Er fuhr über die Kante hinaus. Der Muldenkipper überschlug sich nach Angaben der Polizei mehrfach rückwärts und blieb zehn Meter tiefer auf dem Dach liegen. Bei dem Absturz wurde der Mann mehrfach im Führerhaus umhergeschleudert und tödlich verletzt. Die Rettungskräfte versuchten ihn vergeblich zu reanimieren.

+++ 18.15 Uhr: Tod Oury Jallohs: Zweifel an bisheriger Version +++

Im Fall des 2005 in einer Dessauer Polizeizelle bei einem Feuer gestorbenen Asylbewerbers Oury Jalloh weckt ein Gutachten einem Zeitungsbericht zufolge Zweifel an der Todesursache. Die Analyse eines vor einem Jahr von der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau durchgeführten Brandversuchs lasse fraglich erscheinen, dass Jalloh "tatsächlich an den Folgen des Brands gestorben sein kann", schrieb die "Welt". Die Zeitung berief sich dabei auf Justizkreise.

Die Staatsanwaltschaft will im Rahmen eines Todesermittlungsverfahrens die Umstände des Geschehens klären. Dazu gehört auch die Frage, ob möglicherweise Polizisten den 36-jährigen misshandelt und angezündet haben könnten. Er befand sich in Polizeigewahrsam in einer Zelle, wobei er an Händen und Füßen gefesselt auf einer Matratze lag. Das Landgericht Magdeburg hatte den damaligen Dienstleiter 2012 wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er Jalloh besser hätten überwachen müssen. Der Bundesgerichtshof bestätigte 2014 das Urteil, in dem davon ausgegangen wurde, dass der Mann aus Sierra Leone die Matratze selbst angezündet hatte. Dies wird von einer Jalloh-Gedenkinitiative schon seit langem bezweifelt. 

+++ 18.05 Uhr: Mutmaßlicher Messerstecher von Grafing schuldunfähig +++

Der mutmaßliche Messerstecher von Grafing ist nach Einschätzung eines Gutachters schuldunfähig. Zum Tatzeitpunkt habe der heute 28-Jährige unter einer Psychose gelitten, es habe eine Steuerungsunfähigkeit bei ihm vorgelegen, erläuterte der Experte am Landgericht München. Der Beschuldigte soll am 10. Mai 2016 am Bahnhof in Grafing (Bayern) Passanten mit einem Messer angegriffen haben. Dabei kam ein 56 Jahre alter Fahrgast ums Leben, drei weitere Männer wurden durch Messerstiche teils lebensgefährlich verletzt.

Da der 28-Jährige eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle, sollte er in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik untergebracht werden, riet der Gutachter in dem Mordprozess.

+++ 17.26 Uhr: Gehalt des "Air Berlin"-Chefs abgesichert +++

Die Gläubiger von "Air Berlin" müssen nach dem Insolvenzantrag um ihr Geld bangen. Der Chef der Fluggesellschaft, Thomas Winkelmann, hat diese Sorge nicht. Zur Absicherung der Verpflichtungen aus seinem bis Januar 2021 laufenden Vertrag gibt es eine Bankgarantie von bis zu 4,5 Millionen Euro. Darauf hat der Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, Michael Kunert, hingewiesen. Winkelmann hat laut dem jüngsten Geschäftsbericht für den Fall einer ordentlichen Kündigung Anspruch auf sein vertragliches Grundgehalt. Es liegt bei 950 000 Euro im Jahr und kann sich durch Boni verdoppeln.


+++ 17.21 Uhr: Nächstes Leichenteil in Hamburg gefunden +++

In Hamburg hat ein Passant erneut ein Leichenteil in einem Gewässer gefunden. Polizeibeamte bargen es aus der Billwerder Bucht im Stadtteil Rothenburgsort. Das Leichenteil werde jetzt im Rechtsmedizinischen Institut untersucht, teilte die Polizei mit.

Wahrscheinlich gehört das Teil zu rund einem Dutzend weiterer, die in den vergangenen Wochen an unterschiedlichen Orten aus Hamburger Gewässern geborgen wurden. Sie sollen zu einer 48-jährigen Frau gehören, die in der Stadt als Prostituierte tätig war. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

+++ 16.33 Uhr: Verschwundene Journalistin: Vorwurf gegen U-Boot-Eigentümer verschärft +++

Knapp eine Woche nach dem mysteriösen Verschwinden der schwedischen Journalistin Kim Wall verschärfen die Behörden in Dänemark ihren Vorwurf gegen verdächtigen U-Boot-Eigentümer. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 46-jährigen Dänen nun schwere fahrlässige Tötung vor, wie dänische Medien berichteten. Darauf stehe eine Höchststrafe von bis zu acht Jahren, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau. Zuvor hatte der Vorwurf fahrlässige Tötung gelautet.

Die 30-jährigen Schwedin Kim Wall war zuletzt am Donnerstag gemeinsam mit dem Verdächtigen an Bord des privaten U-Boots "UC3 Nautilus" gesehen worden. Seitdem fehlt jede Spur von ihr. Das Schiff sank in der Nacht zu Freitag vor Kopenhagen. Die Polizei geht davon aus, dass der Verdächtige es absichtlich versenkte. Er selbst wurde gerettet und kam in Untersuchungshaft. Der Mann bestreitet die Vorwürfe. 


+++ 16.22 Uhr: Mutter fährt eigenes Kind an +++

Bei einem tragischen Unfall hat eine junge Mutter in Brandenburg ihr eigenes Kind mit dem Auto angefahren und schwer verletzt. Die 24-Jährige habe auf dem Parkplatz eines Autohauses in Brandenburg/Havel einen Defekt an der Beleuchtung demonstrieren wollen und dafür das Auto gestartet, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Dabei übersah sie, dass ein Mitarbeiter des Autohauses nach dem Parken einen Gang eingelegt hatte. Durch das Starten sprang der Wagen nach vorn und traf den dreijährigen Sohn der Fahrerin, der vor dem Auto stand. Das Kind geriet unter das Fahrzeug und wurde anschließend schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 16.00 Uhr: Brand in Geflügelstall: Tausende Tiere sterben +++

Beim Brand eines Geflügelstalls im nordrhein-westfälischen Delbrück sind 7500 Hühner verendet. Der Schaden wird auf rund eine halbe Million Euro geschätzt, wie die Polizei in Paderborn mitteilte. Als die von einer Augenzeugin alarmierte Feuerwehr am Brandort eintraf, war das Dach des Stalls bereits an mehreren Stellen durchgebrannt. Beim Löschen brach es dann komplett ein. "Die Tiere waren nicht mehr zu retten", berichtete die Polizei. Die Ursache des Feuers soll nun ein Brandexperte untersuchen.

+++ 14.40 Uhr: Niedersachsen verbietet Vollverschleierung an Schulen +++

Das Tragen einer Vollverschleierung ist an den Schulen in Niedersachsen künftig verboten. Eine entsprechende Änderung des Schulgesetzes hat der Landtag in Hannover einstimmig beschlossen.

Hintergrund ist der Fall einer aus religiösen Gründen vollverschleierten Schülerin aus Belm bei Osnabrück, die sich weigerte, ihren Nikab abzulegen. Der Fall hatte in der Landespolitik intensive Debatten ausgelöst. Die junge Frau hat mittlerweile ihren Abschluss gemacht und die Schule verlassen.

Im Gesetz heißt es nun, Schüler dürften mit ihrem Verhalten oder ihrer Kleidung nicht die Kommunikation im Schulleben erschweren. Eine aus religiösen Gründen getragene Vollverschleierung könne eine Erschwerung sein. 


+++ 14.51 Uhr: Menschen machen Fotos mit Baby-Delfin - bis er stirbt - +++

Hunderte Selfie-Fans haben an einem Strand in Südspanien den Tod eines Baby-Delfins verursacht. Als das winzige Säugetier in Ufernähe entdeckt worden sei, habe es für die anwesenden Sonnenanbeter kein Halten mehr gegeben, berichtete die Zeitung "ABC". Immer wieder sei der Delfin aus dem Wasser gehoben und herumgereicht worden, damit die Menschen mit ihm für Fotos posieren konnten, hieß es. Auch Kinder hätten ihn in den Arm genommen und ihm dabei versehentlich das zum Atmen nötige Blasloch zugedrückt. Kurze Zeit später sei der Delfin verendet. Der Vorfall, der im Internet wütende Kommentare von Tierfreunden nach sich zog, ereignete sich bereits vor einigen Tagen in Mojácar in der Provinz Almería.

+++ 14.13 Uhr: Trump lobt Koreas Machthaber +++

US-Präsident Donald Trump hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gelobt. "Er hat eine sehr weise und gut durchdachte Entscheidung getroffen", twitterte Trump. Er nannte dabei Nordkoreas vorerst zurückgestellte Pläne für einen Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam nicht beim Namen. Trump fügte hinzu: "Die Alternative wäre sowohl katastrophal als auch inakzeptabel gewesen!"


Es war die erste Reaktion Trumps auf die Ankündigung Kim Jong Uns. Dass die USA sich überhaupt lobend über Nordkorea äußern, kommt so gut wie nie vor.

Kim hatte nach Beratungen mit seinen Generälen über die Angriffspläne gesagt, er wolle das "dumme und blöde Verhalten der Yankees" noch etwas beobachten. Die erheblichen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA hatten daraufhin ein wenig nachgelassen, begleitet auch von diplomatischen Bemühungen und Druck Chinas. Trump hatte Nordkorea zuletzt mit "Feuer und Wut" gedroht und damit vor dem Hintergrund der atomaren Bewaffnung beider Länder für große Unruhe gesorgt.

+++ 14.10 Uhr: Bundesanwaltschaft klagt mutmaßlichen Schweizer Spion an +++

Wegen des Verdachts des Ausspionierens deutscher Steuerfahnder hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen mutmaßlichen Schweizer Agenten erhoben. Die Karlsruher Behörde wirft dem 54-Jährigen geheimdienstliche Agententätigkeit vor, wie sie mitteilte. Daniel M. soll zwischen Juli 2011 und Februar 2015 im Auftrag eines Schweizer Nachrichtendienstes die Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen ausgespäht haben. Er soll den Auftrag gehabt haben, nur lückenhaft vorhandene persönliche Daten deutscher Steuerfahnder zu vervollständigen. Das habe eine Strafverfolgung und Befehle zur Festnahme von Steuerfahndern ermöglicht, die am Ankauf von Bankdaten beteiligt gewesen waren. Außerdem soll Daniel M. eine Quelle in der Finanzverwaltung platziert haben, deren Identität aber noch unklar ist. Der Mann sitzt seit seiner Festnahme am 28. April in Untersuchungshaft.

+++ 14.01 Uhr: Bundespolizei geht mit Razzia in fünf Bundesländern gegen Schleusernetzwerk vor +++

Mit einer Razzia in fünf Bundesländern ist die Bundespolizei gegen ein Schleusernetzwerk vorgegangen, das Migranten illegal auf dem Luftweg in die Europäische Union gebracht haben soll. Etwa 160 Einsatzkräfte durchsuchten 15 Wohnungen in Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Thüringen, wie die ermittelnde Bundespolizei im sächsischen Pirna mitteilte. Dabei beschlagnahmten die Beamten neben zahlreichen Beweismitteln auch knapp 80.000 Euro. Die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wiesbaden richten sich den Angaben zufolge gegen einen irakischen Hauptbeschuldigten im Alter von 34 Jahren und weitere 17 irakische, syrische und deutsche Staatsangehörige. Der Hauptbeschuldigte soll als Organisator Einschleusungen von meist syrischen und irakischen Flüchtlingen per Flugzeug von der Türkei über Griechenland in EU-Staaten in die Wege geleitet haben, vornehmlich nach Deutschland.

+++ 13.48 Uhr: Eurosport zeigt Bundesliga auch für Amazon-Kunden +++

Eurosport hat einen weiteren Vertriebsweg für seine Live-Übertragungen der Fußball-Bundesliga gefunden. Das vor allem aus den Freitagsspielen bestehende Pay-TV-Paket wird auch für Amazon-Kunden zugänglich sein. Das kündigte der Sender an. Die 40 von Eurosport erworbenen Punktspiele werden nicht über Sky abgespielt. Zwischen dem Pay-TV-Marktführer und der Eurosport-Mutter Discovery ist zwei Tage vor Saisonstart noch immer keine Lösung erzielt worden. "Wir sind in Gesprächen, aber es gibt keine Einigung", sagte Susanne Aigner-Drews, Deutschland-Chefin von Discovery. Eurosport zeigt 30 Erstliga-Spiele am Freitag. Dazu gehört auch das Eröffnungsspiel an diesem Freitag, das parallel ohne Zusatzzahlung im ZDF läuft. Im Eurosport-Paket sind zudem fünf Spiele am Sonntag (13.30 Uhr) und fünf am Montag (20.30 Uhr) enthalten. Die Übertragungen laufen über das Internet mittels des Eurosport-Players, bei der Satelliten-Plattform HD+ und über Amazon.

+++ 13.32 Uhr: Mehr als 35 Millionen Fipronil-Eier allein nach Niedersachsen geliefert+++

Allein nach Niedersachsen sind nach Angaben des Landesagrarministers 35,3 Millionen Eier geliefert worden, die möglicherweise mit Fipronil belastet waren. Dies gehe aus Daten des EU-Schnellwarnsystems hervor, sagte Christian Meyer im Landtag. Außerdem seien aus Niedersachsen knapp 17 Millionen Eier geliefert worden, die im Verdacht stehen, mit dem Insektizid belastet zu sein. Dabei handelt es sich sowohl um Eier aus Verdachtsbetrieben in den Niederlanden als auch um Eier aus vier niedersächsischen Legehennenbetrieben, in denen Fipronil nachgewiesen wurde. Das Ausmaß des Fipronil-Skandals sei damit größer als vom Bundesagrarministerium behauptet. Das Ministerium hatte erklärt, es sei davon auszugehen, dass "rund 10,7 Millionen möglicherweise mit Fipronil belastete Eier aus den Niederlanden nach Deutschland geliefert worden sind".

+++ 12.47 Uhr: Huhn brütet Entenküken aus +++

Weil Enten im baden-württembergischen Altheim keine Ambitionen auf das Brüten der eigenen Eier hatten, hat kurzerhand ein Huhn namens Emma geholfen. Fast 30 Tage hegte Emma die Eier und musste ebenso lange auf das Schlüpfen der Laufenten-Küken warten. "Offenbar hat sie Muttergefühle und den Enten machte das nichts aus. Sie haben sowieso keine Lust auf's Brüten", sagte Besitzerin Marina Gehweiler in Altheim.

Die vier Kleinen akzeptieren das Huhn demnach als Mutter und laufen ihm ständig hinterher. Emma zeigt den kleinen Enten, wie sie Würmer fangen können - obwohl Enten lieber Schnecken mögen, wie Gehweiler sagte. Auf dem Hof leben neben den vier Küken fünf Laufenten - zwei Männchen und drei Weibchen - sowie zwei Hühner. Ein Hahn sei aus Rücksicht auf die Nachbarn nicht dabei, sagte Gehweiler.

+++ 12.30 Uhr: Elf Jahre Haft für Apolda-Brandstifter +++

Zwei Männer starben, eine Frau wurde schwer verletzt: Der sogenannte Brandstifter von Apolda muss für elf Jahre hinter Gitter. Die Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der 33-Jährige im Januar 2017 im Streit seine damalige Lebensgefährtin anzündete. Das Landgericht Erfurt sprach den Angeklagten der schweren Körperverletzung, fahrlässigen Brandstiftung und fahrlässigen Tötung in zwei Fällen schuldig. Die Frau lebte gemeinsam mit dem Mann in einem Heim für sozial Schwache im thüringischen Apolda. Das Feuer legte das gesamte Haus in Schutt und Asche. Zwei Menschen kamen ums Leben, die Frau wurde schwer verletzt. 

+++ 11.46 Uhr: Daniel Craig bleibt nach eigener Aussage 007 +++

Lang wurde spekuliert, jetzt hat er es selbst bestätigt: Daniel Craig wird erneut James Bond darstellen. Auf eine entsprechende Frage des Moderators Stephen Colbert in dessen "The Late Show" antwortete der 49-Jährige kurz und klar mit: "Ja." Ende Juli hatten britische und amerikanische Medien berichtet, dass Craig nach den Filmen "Casino Royale", "Ein Quantum Trost", "Skyfall" und "Spectre" auch im 25. Bond-Abenteuer die Hauptrolle übernehmen soll. Offiziell bestätigt wurde das nicht. Angeblich solle dem Schauspieler eine Gage von umgerechnet 90 Millionen Euro angeboten worden sein.

+++ 11.21 Uhr: "Flixbus" macht jetzt auch Bahn +++

Zweite Chance für den privaten Fernzug-Anbieter "Locomore": Die Züge zwischen Berlin und Stuttgart sollen von Donnerstag nächster Woche an wieder fahren. Das tschechische Unternehmen "Leo Express" übernimmt den Zugbetrieb, der deutsche Fernbusanbieter "Flixbus" den Fahrkartenverkauf, wie beide gemeinsam mitteilten. "Locomore" hatte im Mai ein halbes Jahr nach dem Start wegen Insolvenz den Zugbetrieb eingestellt.

"Wir glauben an das Produkt 'Locomore'", betonte "Leo-Express"-Chef Peter Köhler. "Flixbus"-Geschäftsführer André Schwämmlein zeigte sich überzeugt, durch die Integration in das eigene Busnetz über die "Flixbus"-Plattform genug Kunden zu finden, um die Bahn-Verbindung nachhaltig betreiben zu können. 

+++ 11.33 Uhr: DFB will Fans nicht mehr kollektiv bestrafen +++

Der Deutsche Fußball-Bund will in Zukunft auf sogenannte Kollektivstrafen für Fans verzichten und damit in dem Streit um die zunehmenden Fan-Ausschreitungen in einigen Stadien auf die Anhänger zugehen. "Bis auf Weiteres" wolle man "keine Sanktionen wie die Verhängung von Blocksperren, Teilausschlüssen oder Geisterspielen mehr", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel in einer Erklärung. Der DFB empfehle dem Kontrollausschuss, "bis auf Weiteres darauf zu verzichten, Strafen zu beantragen, die unmittelbare Wirkung auf Fans haben, deren Beteiligung an Verstößen gegen die Stadionordnung nicht nachgewiesen ist".

Verbände wie der DFB und die Deutsche Fußball Liga auf der einen sowie Teile der sogenannten Ultra-Bewegung auf der anderen Seite stehen sich seit Monaten unversöhnlich gegenüber. Die Unterbrechung des Pokalspiels zwischen Hansa Rostock und Hertha BSC (0:2) am Montagabend hatte die Debatte um Fankrawalle in Deutschland wieder einmal erhitzt. "Wir wollen ein Zeichen setzen, um gemeinsam in den Dialog einzutreten", sagte Grindel in seiner Erklärung. Der DFB-Präsident lud Ultra-Vertreter ein, sich mit dem DFB, seiner Arbeitsgruppe Fankulturen sowie anderen Fan-Organisationen an einen Tisch zu setzen. Voraussetzung dafür: "Der Verzicht auf Gewalt. Wir müssen im Dialog Vertrauen aufbauen, Missverständnisse ausräumen und gemeinsam klare Linien und Grenzen festlegen", sagte Grindel.

+++ 10.22 Uhr: Nach drei Tagen: Obama bricht Twitter-Rekord +++

Ein Twitter-Eintrag Barack Obamas nach den gewaltsamen Ausschreitungen in der US-amerikanischen Stadt Charlottesville hat innerhalb kürzester Zeit alle Like-Rekorde gebrochen. Das teilte Twitter mit. Der ehemalige US-Präsident hatte ein berühmt gewordenes Zitat des früheren südafrikanischen Präsidenten und Anti-Apartheid-Kämpfers Nelson Mandela wiedergegeben: "Niemand hasst von Geburt an jemanden aufgrund dessen Hautfarbe, dessen Herkunft oder dessen Religion." Der Eintrag wurde bis zum Mittwochmorgen mehr als 2,9 Millionen Mal gelikt.

+++ 10.15 Uhr: Rom: Frau findet Beine im Müllcontainer +++

 Eine Frau hat in Rom die Beine einer Leiche in einem Müllcontainer gefunden. Vom Rest des leblosen Körpers fehlte zunächst jede Spur, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Ermittler gingen demnach davon aus, dass es sich um die Beine einer Frau handelte. Den grausigen Fund machte die Frau bereits am Dienstagabend im nördlichen Stadtteil Parioli, als sie den Abfall durchsuchte. Eine eingesetzte Mordkommission wollte Videokameras in der Umgebung auswerten, um zu ermitteln, wer die Beine in den Container geworfen hat.

+++ 9.45 Uhr: Zoll findet drei Kilo Schlangenköpfe +++

Drei Kilogramm verwesende Schlangenköpfe hat der Zoll in Bayern aus dem Verkehr gezogen. Wie das Hauptzollamt München mitteilte, stießen Beamte des Zollamts Garching-Hochbrück beim Röntgen eines Pakets aus Nigeria auf "undefinierbare Gegenstände". Daraufhin sei die Sendung geöffnet worden. "Beim Öffnen schlug den Beamten schon ein extremer Verwesungsgeruch entgegen - dabei kamen die Schlangenköpfe zum Vorschein, die zum Verzehr gedacht waren", erklärte der Zoll. Die aus tierseuchenrechtlichen Gründen nicht einfuhrfähigen Köpfe wurden demnach umgehend vernichtet.

+++ 8.54 Uhr: Autofahrer fährt "mit der Tür ins Haus" +++

Ein Autofahrer ist bei einem Unfall in Baden-Württemberg im wahrsten Wortsinn mit der Tür ins Haus gefahren. Der 73-Jährige verlor am Dienstagabend in Wiesloch die Kontrolle über seinen Wagen und fuhr mitten in den Eingang eines Mehrfamilienhauses, wie die Mannheimer Polizei mitteilte. Dort kam das Auto zum Stehen - nachdem es den kompletten Hauseingang samt Eingangstür und Briefkästen demoliert hatte. "Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt", hieß es im Polizeibericht. Der Fahrer gab demnach an, wegen seines leichten Schuhwerks vom Pedal abgerutscht zu sein. Der Mann hatte laut Polizei allerdings auch Alkohol getrunken - seinen Führerschein musste er abgeben

"Mit der Tür ins Haus" - Crash in Mannheim

"Mit der Tür ins Haus" - Crash in Mannheim


+++ 8.51 Uhr: Tragödie auf Kreta: Eltern wollen Kinder retten - und ertrinken +++

Beim Versuch, zwei seiner Kinder vor dem Ertrinken zu retten, ist ein Elternpaar an der Küste von Kreta selbst ums Leben gekommen. Die Küstenwache bestätigte, dass die beiden 35-jährigen Griechen ertrunken sind. Das Drama geschah am Dienstagabend am beliebten kretischen Strand von Geropotamos bei Rethymno, hieß es. Die genauen Umstände des Unglücks würden untersucht, teilte die Küstenwache weiter mit. Griechische Medien berichteten übereinstimmend, die Opfer hätten beobachtet, dass zwei ihrer vier Kinder im Meer waren und um Hilfe riefen. Sie sprangen sofort ins Wasser und versuchten, sie zu retten. Dabei seien sie aber beide ertrunken. Andere Badende hätten dann die zwei Kinder gerettet. Für die Frau und dem Mann kam dagegen jede Hilfe zu spät. Am Dienstagabend gab es an zahlreichen Stränden in der Ägäis wegen starker Nordwinde starken Wellengang. Besonders im Norden Kretas kann dieser Wellengang mit Verwirbelungen des Meerwassers sehr gefährlich werden, erläuterten Meteorologen.       

+++ 7.52 Uhr: Air-Berlin-Insolvenz: Ryanair beschwert sich bei Kartellbehörden +++

Der irische Billigflieger Ryanair hat nach eigenen Angaben Kartellbeschwerde gegen eine mögliche Übernahme der Fluglinie Air Berlin durch Lufthansa eingereicht. Ryanair habe beim Bundeskartellamt und bei der EU-Wettbewerbskommission Beschwerde eingelegt - wegen des "offensichtlichen Komplotts" zwischen der deutschen Regierung, Lufthansa und Air Berlin, teilte das Unternehmen mit.

"Diese künstlich erzeugte Insolvenz ist offensichtlich aufgesetzt worden, damit Lufthansa eine schuldenfreie Air Berlin übernehmen kann und dies widerspricht sämtlichen Wettbewerbsregeln von Deutschland und der EU", teilte der Billigflieger auf seiner Homepage mit. Auch die Bestimmungen zu staatlichen Beihilfen würden ignoriert.


+++ 7.21 Uhr: Studie: Melbourne bleibt lebenswerteste Stadt der Welt +++

Die australische Millionenmetropole Melbourne bleibt einer Studie zufolge die lebenswerteste Stadt der Welt. In der alljährlichen Untersuchung des britischen Nachrichtenmagazins "The Economist" kam Australiens zweitgrößte Stadt am Mittwoch bereits zum siebten Mal in Folge auf Platz eins. Als einzige deutsche Stadt unter den Top Ten schaffte es Hamburg auf Platz zehn.

Für die Rangliste werden jedes Jahr verschiedene Werte von insgesamt 140 Städten miteinander verglichen. Gemessen wird unter anderem, wie es in Sachen Gesundheitswesen, Kultur, Umwelt, Bildung und Infrastruktur steht. Einbezogen wird zum Beispiel aber auch, wie groß die Gefahr von Terroranschlägen ist.

+++ 5.40 Uhr: Heftige Gewitter über Hamburg und Bremen +++

Über die Hansestädte und Bremen sind am Dienstagabend heftige Gewitter gezogen. Die Rettungskräfte waren stundenlang im Dauereinsatz. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gab es in den frühen Morgenstunden aber nicht. In Bremen setzte starker Regen etliche Keller unter Wasser. Es habe am Abend fast 70 Einsätze gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher. "60 Keller waren vollgelaufen." In einigen Fällen seien auch Äste abgebrochen. In einer einzigen Straße gab es 35 Einsätze. Auch einige Straßen standen kurzzeitig unter Wasser. Eine Eisenbahnunterführung konnte nicht mehr durchfahren werden. Der Abwasserbetrieb Hansewasser registrierte bis zu 25 Liter, die pro Quadratmeter innerhalb einer Viertelstunde fielen. Das entspreche rund der Hälfte der durchschnittlichen Regenmenge eines Monats.

Die in Hamburg rückte am Dienstagabend zu fast 150 wetterbedingten Einsätzen aus. "Es ging hauptsächlich um Wasser in Kellern und Wasser auf Straßen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am frühen Mittwochmorgen. Der Schwerpunkt der Einsätze lag im Süden der Stadt. "Insgesamt war das aber nichts Dramatisches. Das hatten wir schon viel schlimmer", sagte der Sprecher. 

+++ 4.28 Uhr: Millionenschaden bei Feuer auf Gestüt - Großeinsatz für Retter  +++

Ein Großbrand auf dem Gestütshof St. Johann in Baden-Württemberg hat einen Schaden von rund zwei Millionen Euro angerichtet. Eine denkmalgeschützte Lagerhalle, in der 100 Tonnen Getreide lagen, brannte in der Nacht zum Mittwoch nieder, wie die Polizei am Morgen mitteilte. "Als die Feuerwehr eintraf, brannte es schon lichterloh", sagte ein Polizeisprecher.

Die Rettungskräfte fuhren mit einem Großaufgebot nach St. Johann - eine kleine Gemeinde in der Nähe von Reutlingen. Der Feuerwehr gelang es, die angrenzenden Ställe vor den Flammen zu schützen. Mitarbeiter des Gestüts brachten 30 Hengste in sichere Gebäude. Es wurden keine Menschen oder Tiere verletzt. Wie es zu dem Feuer kam, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Die Kripo ermittelt.

+++ 1.34 Uhr: "Bild": Mehr Abschiebungen kurzfristig gestoppt +++

Abschiebungen per Flugzeug werden einem Medienbericht zufolge immer häufiger in letzter Minute abgebrochen. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Bundesinnenministeriums berichtete, wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 387 Abschiebungen kurzfristig gestoppt. Das seien 71,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2016, als 226 Rückführungen kurzfristig abgesagt wurden. In 186 Fällen wehrten sich laut "Bild" die Betroffenen heftig gegen den Rücktransport. 61 meldeten sich kurzfristig krank und waren nicht transportfähig. In 113 Fällen weigerten sich die Flugzeugbesatzungen, den Passagier an Bord zu nehmen. 27 Betroffene konnten schließlich nicht abgeschoben werden, weil ihre Herkunftsländer plötzlich die Aufnahme verweigerten.

+++ 1.13 Uhr: Griechenland bittet EU im Kampf gegen Brände um Hilfe +++

Griechenland hat am Dienstag die EU um Unterstützung im Kampf gegen die schweren Waldbrände gebeten. Wegen der Gefahren durch die Brände habe die Regierung in Athen um Aktivierung des EU-Zivilschutz-Mechanismus gebeten, sagte Feuerwehrsprecherin Stavroula Malliri. Demnach hofft Griechenland auf die Unterstützung durch vier Löschflugzeuge des Typs CL-415, die in wenigen Sekunden 6000 Liter Wasser abwerfen können.
Allein seit Sonntag sind im ganzen Land 146 neue Brände ausgebrochen, von denen die meisten bis Dienstag allerdings wieder weitgehend unter Kontrolle waren. Sorgen bereiteten den Behörden aber drei große Brände an der Küste in der Nähe von Athen, im Westen der Halbinsel Peloponnes sowie auf der Ferieninsel Zakynthos im Ionischen Meer. Starke Winde fachten sie am Dienstag weiter an.

+++ 0.45 Uhr: Über 30 Tote nach Anschlägen in Nigeria befürchtet +++

Bei einem doppelten Selbstmordanschlag in sind am Dienstag nach ersten Medienberichten mindestens 20, möglicherweise über 30 Menschen getötet worden. Zwei Selbstmordattentäter hatten in Konduga im Nordosten des Landes ihre Sprengstoffwesten auf einem belebten Markt gezündet. Die Rettungsarbeiten und die Bergung der Opfer dauerten in der Nacht zum Mittwoch an.

Am Abend seien an anderer Stelle am Stadtrand von Konduga zwei weitere Sprengsätze von Selbstmordattentätern gezündet worden. Dazu lagen vorerst keine näheren Angaben vor. Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen. Die Region wird von der Terormiliz Boko Haram kontrolliert.

tim/wue/DPA/AFP

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