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+++ Ticker +++

Kind bei Explosion in Südost-Türkei getötet - 15 Menschen verletzt

IS-Einnahmen um mehr als die Hälfte gesunken +++ 16-Jähriger sticht Mitschüler nieder +++  Geänderte Pkw-Maut laut internem Gutachten rechtswidrig +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 23.29 Uhr: Mindestens sechs Tote bei Schießereien im Norden von Mexiko +++

Im Norden von Mexiko sind bei Schießereien zwischen mutmaßlichen Bandenmitgliedern und Marineinfanteristen mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Bei einem ersten Schusswechsel in der Stadt Reynosa an der Grenze zu den USA seien zwei Verdächtige getötet worden, sagte der Staatsanwalt Irving Barrios im Radiosender Fórmula. Bei einem zweiten Gefecht seien vier weitere Verdächtige erschossen worden.

+++ 20.55 Uhr: Küstenwache beschlagnahmt über eine Tonne Kokain vor Costa Rica +++

Vor der Pazifikküste von Costa Rica hat die Küstenwache mehr als eine Tonne Kokain beschlagnahmt. Das Rauschgift sei in einem Boot entdeckt worden, teilte das Ministerium für öffentliche Sicherheit mit. Bei dem Einsatz seien zwei Kolumbianer und zwei Ecuadorianer festgenommen worden. Sie müssen sich wegen Drogenschmuggels verantworten.

+++ 20.32 Uhr: US-Senat bestätigt Trump-Kandidaten als Chef von Umweltbehörde +++

Der US-Senat hat den hochumstrittenen Kandidaten von US-Präsident Donald Trump für die Leitung der Umweltbehörde EPA bestätigt. Die Kongresskammer genehmigte mit 52 gegen 46 Stimmen die Nominierung des bisherigen Generalstaatsanwalts Scott Pruitt. Der 48-Jährige hatte die Behörde, die er künftig leiten wird, jahrelang mit Klagen bekämpft.

+++ 20.15 Uhr: Kind bei Explosion in Südost-Türkei getötet - 15 Menschen verletzt +++

Bei einem Autobombenanschlag im Südosten der Türkei ist am Freitag nach Behördenangaben ein zehnjähriges Kind getötet worden. Mindestens 17 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte das Büro des Gouverneurs der Provinz Sanliurfa mit. Zuvor hatte die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Gouverneur Güngör Azim Tuna berichtet, ein dreijähriger Junge sei getötet und 15 weitere Menschen verletzt worden. Die Autobombe wurde den Angaben zufolge per Fernbedienung gezündet. Sie ereignete sich in der Nähe eines Gebäudes in Viransehir, in dem Staatsanwälte wohnen.

Zunächst war unklar, wer für den Anschlag verantwortlich war. Die Provinz Sanliurfa liegt nahe der syrischen Grenze. In der Gegend gehen türkische Sicherheitskräfte gegen Anhänger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vor. Kurdenrebellen verüben in der Region und an anderen Orten in der Türkei immer wieder Anschläge auf Sicherheitskräfte.

    Justizminister Bekir Bozdag teilte über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit, die Türkei werde ihren "entschlossenen und effektiven Kampf gegen den Terror" fortsetzen.


+++ 20.04 Uhr: Durchbruch im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes +++

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder ist beigelegt. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, sollen die Beschäftigten dieses Jahr 2,0 Prozent mehr Gehalt bekommen und 2018 dann nochmals 2,35 Prozent, mindestens aber 75 Euro. Die Tarifkommissionen der Gewerkschaften müssen dem Kompromiss noch zustimmen.

+++ 19.13 Uhr: Hugh Jackman weinte bei Wolverine-Abschied +++

Beim Anschauen seines letzten Auftritts als Superheld in "Logan - the Wolverine" hat Hauptdarsteller Hugh Jackman (48) die eine oder andere Träne verdrückt. "Ich bin ganz ehrlich: Als ich den Film gesehen habe, war ich sehr nervös. Ich wusste, was für mich auf dem Spiel stand", sagte der Australier, wenige Stunden vor der Weltpremiere auf der Berlinale. "Es gab Momente, in denen ich geweint habe." Da habe er gedacht: "Ich liebe diese Figur." Sie sei ein Teil seiner selbst.

+++ 19.02 Uhr: Mexiko registriert Migranten-Kinder in den USA +++

Mexikanische Konsulate in den USA haben damit begonnen, Kinder von Einwanderern zu registrieren. Für in Mexiko geborene Kinder könnten Geburtsurkunden ausgestellt werden, teilte das mexikanische Außenministerium mit. Hintergrund ist die Sorge vor einer Abschiebungswelle in den USA. Wie der Identitätsnachweis erfolgen soll, war zunächst unklar. Vor allem in ländlichen Regionen werden Kinder nach der Geburt häufig nicht offiziell registriert. Damit verfügen sie auch über keine Ausweispapiere.

+++ 18.19 Uhr: Einnahmen vom IS um mehr als die Hälfte zurückgegangen +++

Die Einnahmen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sind einer britischen Studie zufolge innerhalb von nur zwei Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Die Studie des Londoner King's College wird am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz vorgestellt. 2014 nahm der IS demnach geschätzt noch bis zu 1,9 Milliarden US-Dollar ein. 2016 waren es nur noch höchstens 870 Millionen Dollar.

+++ 18.17 Uhr: U2-Sänger warnt vor Abschottung gegenüber Afrika +++

U2-Sänger Bono hat die westliche Welt vor unabsehbaren Folgen durch den wachsenden Protektionismus und die Abschottung gegenüber Afrika gewarnt. "Ich sehe kein Meer, das groß genug ist und auch keine Mauer, die hoch genug ist, um uns diese Probleme fernzuhalten", sagte er bei der Münchner Sicherheitskonferenz. "Wenn Nigeria zerfällt, zerfällt Afrika. Wenn Afrika zerfällt, zerfällt Europa. Und wenn Europa zerfällt, hat die Welt ein Problem."

+++ 18.12 Uhr: US-Senator McCain: "Amerika nicht aufgeben" +++

Der einflussreiche US-Senator John McCain hat die Europäer zu Vertrauen in die US-amerikanische Führung aufgerufen. Ihm sei bewusst, dass in Europa die Sorge bestehe, die USA könnten die Führung der Welt abgeben, sagte der 80-jährige Republikaner bei der Münchner Sicherheitskonferenz. "Ja, es sind gefährliche Zeiten, aber sie dürfen Amerika nicht abschreiben - und wir sollten einander nicht abschreiben", sagte er. McCain gilt als schärfster Kritiker Trumps unter den Republikanern und hatte sich bereits im Wahlkampf von ihm distanziert.

+++ 17.51 Uhr: Pakistanische Sicherheitskräfte töten mehr als hundert Extremisten +++

Als Reaktion auf den blutigen Anschlag auf einen Schrein in Pakistan sind nach Behördenangaben mehr als hundert Extremisten getötet worden. Die Sicherheitskräfte hätten "mehr als hundert Terroristen" getötet, teilte die Armee mit. Weitere seien festgenommen worden. Pakistans Regierungschef Nawaz Sharif erklärte, Aufständischen würden "mit aller Kraft des Staates" bekämpft. Nach pakistanischen Armeeangaben laufen im ganzen Land mehrere Einsätze. Bereits in der Nacht zum Freitag hatte es nach Angaben eines Regierungsvertreters Razzien in mehreren Städten gegeben. Regierungschef Sharif und Generalstabschef Qamar Javed Bajwa besuchten die Stadt Sehwan in der südlichen Provinz Sindh, wo der Anschlag verübt worden war.

+++ 17.39 Uhr: Volkswagen ruft tausende Erdgasautos zurück +++

Volkswagen ruft in Deutschland 6300 weitere Erdgasautos wegen möglicher Schäden an den Gastanks in die Werkstätten. Betroffen seien die Erdgas-Modelle Caddy, Passat und Touran, die zwischen 2011 und 2014 gebaut wurden, teilte der Konzern mit. Es bestehe das Risiko, dass bei einer Prüfung der Gasanlage eine Korrosion unentdeckt bleibe und die Hülle des Gastanks dadurch mit der Zeit dünner werde. "Gastanks mit einer zu geringen Restwandstärke können bersten und so zu einer erheblichen Verletzungsgefahr mit Risiko für Leib und Leben führen", erklärte Volkswagen. Deshalb rufe das Unternehmen die Fahrzeuge "freiwillig und vorsorglich" zurück. Ihr Gastank soll demnach kostenlos gegen einen neuen mit "modernem Lacksystem" getauscht werden.

+++ 17.26 Uhr: Reporter ohne Grenzen: Der Fall Yücel hat eine neue Qualität +++

Dass der deutsche Korrespondent Deniz Yücel in der Türkei in Polizeigewahrsam genommen wurde, ist nach Einschätzung von Reporter ohne Grenzen eine neue Stufe der Entwicklung. "Es gab bereits vorher Ausweisungen und Einreisesperren von Auslandskorrespondenten", sagte Geschäftsführer Christian Mihr. Aber es sei schon etwas anderes, wenn ein Korrespondent nun mit den gleichen Vorwürfen überzogen werde, wie viele türkische Kollegen. Yücels Anwälten wurde nach Angaben der "Welt" gesagt, dass gegen ihn wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, Terrorpropaganda und Datenmissbrauchs ermittelt werde. "Das ist schon eine neue Qualität, wenn gegen einen deutsch-türkischen Journalisten so vorgegangen wird", sagte Mihr. Yücel besitzt sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsbürgerschaft.


+++ 16.41 Uhr: Mexiko schließt Finanzierung der US-Grenzmauer aus +++

Mexiko will mit der neuen US-Regierung von Donald Trump einen konstruktiven Dialog führen. Eine finanzielle Beteiligung am Bau der geplanten Grenzmauer schließt das Land allerdings aus. "Unsere Botschaft an die Außenminister vieler befreundeter Staaten hier auf dem G20-Gipfel ist: Mexiko und die USA arbeiten zusammen", sagte der mexikanische Außenminister Luis Videgaray. "Unsere beiden Präsidenten haben sich auf einen konstruktiven Dialog verständigt." Die Beziehung zwischen den Nachbarn ist seit Trumps Amtsantritt äußerst angespannt. Der US-Präsident will an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen lassen, um illegale Einwanderung und Drogenschmuggel zu stoppen. Wegen des Streits um die Finanzierung des Megaprojekts war ein geplantes Treffen Trumps mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto geplatzt.

+++ 16.31 Uhr: Waffen-Narr hortet tonnenweise Munition und Waffen +++

Mehr als zweieinhalb Tonnen Waffen, Munition, und Munitionsteile hat ein Mann in Pinneberg in seinem Haus gehortet. Bei einer Durchsuchung des Gebäudes stellten Beamte nach eigenen Angaben vom Freitag neben 114 Schusswaffen rund 71.000 Schuss scharfe Munition sowie anderthalb Tonnen Hülsen und Projektile sicher. Außerdem beschlagnahmten sie bei der Durchsuchung am Donnerstag diverse Hieb- und Stichwaffen, Chemikalien zur Herstellung von Munition und Sprengstoffe im zweistelligen Kilogrammbereich, sowie Spezialwerkzeug zur Herstellung von Munition und umfangreiches Schriftmaterial, hieß es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Polizei und des Kreises Pinneberg.

Der 62-Jährige musste seinen Besitz herausgeben, da er die erforderliche Zuverlässigkeit nach dem Waffengesetz nicht mehr besitzt, hieß es. Dieser Umstand sei gerichtlich und unanfechtbar bestätigt. 

+++ 16.09 Uhr: Bewährungsstrafe für Erzieherin nach Tod eines Kindes +++

Das Amtsgericht Minden hat eine 38-jährige Erzieherin nach dem Tod eines Kleinkindes zu einer Haftstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Ein 16 Monate alter Junge in ihrer Kindertagesstätte in Porta Westfalica war im Juni 2015 in einen wenige Zentimeter hoch mit Wasser gefüllten Maurerkübel gefallen und ertrunken. Der Richter sah es als erwiesen an, dass die Leiterin der Tagesstätte ihre Sorgfalts- und Aufsichtspflicht verletzt hat. Mit dem Urteil schloss sich das Gericht der Forderung der Nebenkläger an. Die Staatsanwaltschaft hatte nur eine Geldstrafe für die Hartz-IV-Empfängerin gefordert. Die Verteidigung selbst hatte keinen Strafantrag gestellt und ließ offen, ob sie das Urteil annehmen wird.

+++ 16.08 Uhr: Maskierter Räuber überfällt 13-Jährige an Wohnungstür +++

Ein 13-Jähriges Mädchen ist von einem Räuber an der Tür ihrer elterlichen Wohnung in Heidelberg überfallen und gefesselt zurückgelassen worden. Sie kam nach Angaben der Polizei im baden-württembergischen Mannheim gerade aus der Schule und schloss die Tür der Wohnung in einem Hochhaus auf, als der schwarz maskierte Täter sie plötzlich attackierte.

Nachdem der Mann das Kind in die Wohnung geschoben und dort gefesselt hatte, durchsuchte er Schränke und Schubladen. Die Tat ereignete sich den Beamten zufolge bereits am Donnerstag.

Der Täter entkam mit einem kleineren Möbeltresor, in dem sich ein größerer Geldbetrag befand. Das Mädchen konnte sich nach einiger Zeit selbst von den Fesseln befreien und seine Mutter anrufen, die bei der Arbeit war. Diese verständigte sofort die Polizei.

+++ 15.35 Uhr: 16-Jähriger sticht Mitschüler im Gymnasium nieder +++

Ein 16-jähriger Gymnasiast hat nach Polizeiangaben einen Mitschüler bei einem Streit mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Die beiden waren innerhalb ihrer Schule in Soest aneinandergeraten - warum, versucht die Kriminalpolizei noch herauszufinden. Das 17 Jahre alter Opfer wurde in eine Klinik gebracht und sofort operiert. Der jugendliche Täter wurde festgenommen, das Messer sichergestellt, wie die Polizei weiter berichtete. Mehrere Augenzeugen wurden noch in der Schule von Seelsorgern betreut.

+++ 14.20 Uhr: 120.000 Liter Gülle ausgelaufen +++

Rund 120.000 Liter Gülle sind in Schleswig-Holstein aus einem geborstenen Tank ausgelaufen. Dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Da der Tank an einem der höchsten Punkte des Ortes Strenglin steht, verteilte sich die Gülle weiträumig. Auch die Kanalisation war betroffen. Am Nachmittag sollten Gräben, Straßen und Grundstücke gespült werden, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Warum der auf einem Privatgrundstück stehende Behälter zerbarst, stand zunächst nicht fest.

+++ 14.08 Uhr: Höcke erwartet Scheitern von AfD-Ausschlussverfahren +++

Der vom Parteiausschluss bedrohte Thüringer AfD-Chef Björn Höcke rechnet nicht damit, die AfD verlassen zu müssen. "Die Juristen, die mich beraten, sagen mir: Der Versuch, mich auszuschließen, ist chancenlos", sagte Höcke dem "Spiegel". Kritik übte Höcke an Vorstandschefin Frauke Petry. "Die Botschaft an die Partei ist angekommen: Wer die Gunst der Vorsitzenden verspielt hat, wird fallen gelassen." Der Bundesvorstand hatte zu Wochenbeginn beschlossen, gegen den 44-Jährigen, der als Rechtsaußen in der AfD gilt, ein Parteiausschlussverfahren einzuleiten.

+++ 13.44 Uhr: Sahnelikör am Steuer getrunken +++

Mit der Sahnelikör-Flasche an den Lippen ist ein 52 Jahre alter Autofahrer nahe Rheinfelden an der Grenze zur Schweiz angehalten worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Beamter den Wagen des Mannes am Donnerstagabend mit einem Lasermessgerät anvisiert und ihn dabei beobachtet, wie er am Steuer Bier und Sahnelikör trank. Ein Atemtest ergab, dass der 52-Jährige mit etwa zwei Promille Alkohol unterwegs war. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

+++ 13.09 Uhr: Verfassungsschutz in Sachsen hat AfD-Anhänger im Blick +++

Anhänger der AfD in Sachsen sind im Visier des dortigen Verfassungsschutzes. "In Sachsen hat der Verfassungsschutz einzelne Personen mit AfD-Bezug im Fokus", sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU) der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe). Sie stünden aber nicht wegen ihrer Parteimitgliedschaft unter Beobachtung, sondern wegen "Aktivitäten in der rechtsextremen Szene". Zuletzt war verstärkt debattiert worden, die AfD vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Anlass dafür war eine umstrittene Rede des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke zum Holocaustgedenken. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) betonte kürzlich, dass die AfD "als Ganzes" kein Beobachtungsobjekt sei, dies für einzelne Mitglieder aber durchaus gelten könne.


+++ 12.42 Uhr: Spanische Infantin Cristina in Korruptionsprozess freigesprochen +++

Die spanische Infantin Cristina ist Medienberichten zufolge vom Vorwurf der Beihilfe zum Steuerbetrug freigesprochen worden. Das meldeten die Zeitung "El País" und das spanische Fernsehen unter Berufung auf das zuständige Gericht in Palma de Mallorca. Ihr Ehemann, der ehemalige Handball-Profi Iñaki Urdangarin, wurde demnach schuldig gesprochen und zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn wegen der Veruntreuung von sechs Millionen Euro Steuergeldern angeklagt. Zudem wurden ihm Betrug, Geldwäsche und Urkundenfälschung vorgeworfen. Der Prozess war nach mehr als fünf Monaten im vergangenen Juni zu Ende gegangen.


+++ 12.09 Uhr: Mutmaßlicher Schütze in Offenbach festgenommen +++

Der Mann, der im Verdacht steht, in Offenbach eine 40 Jahre alte Frau auf offener Straße erschossen zu haben, wurde im Stadtteil Lauterborn festgenommen. Das teilte die Polizei auf Twitter mit. Es soll sich um einen 32-jährigen Offenbacher handeln. "Nach ersten Erkenntnissen kannten sich die Frau und der Beschuldigte", heißt es. Die genauen Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar.


+++ 11.57 Uhr: Schwedische Polizei deckt Kinderporno-Ring auf +++

Ermittler in Schweden haben acht Männer wegen des Verdachts auf den Besitz und die Verbreitung von Kinderpornografie verhaftet. Einer der Männer wird auch der Vergewaltigung eines Minderjährigen verdächtigt. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, sollten vier von ihnen später dem Haftrichter vorgeführt werden. Einer der Männer sei nach einem Verhör wieder freigelassen worden. Um sie zu überführen, hatten die Ermittler Telefongespräche abgehört.

"Sie haben über verschärften sexuellen Missbrauch und starke Gewalt gegen Kinder gesprochen", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Bei Razzien an verschiedenen Orten in Schweden hatte die Polizei am Mittwoch und Donnerstag nach Informationen der Zeitung "Dagens Nyheter" Beweise gesichert. Der Zeitung zufolge sollen die Männer zwischen 50 und 70 Jahre alt sein.

+++ 10.36 Uhr: Skifahrer aus Hessen von Pistenraupe erfasst und getötet +++

Vor den Augen seiner beiden Kinder ist ein 57-jähriger Skifahrer in Österreich von einer Pistenraupe überrollt und getötet worden. Nach Angaben der Polizei war der Mann aus dem hessischen Wetteraukreis mit seiner Tochter, 21, und seinem Sohn, 25, im Skigebiet Silvretta Arena in Tirol unterwegs. Auf einem breiten, flachen Stück am Ende eines Steilhangs fuhr das Trio hinter der Pistenraupe her. Nach ersten Erkenntnissen überholte zunächst der Sohn das Fahrzeug, sein Vater wollte ihm folgen. Dabei wurde er aus unbekannter Ursache von der Pistenraupe erfasst und erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch am Unfallort starb. Seine Kinder wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut.

+++ 10.19 Uhr: Schlagerstar Karel Gott wieder im Krankenhaus +++

Der tschechische Schlagerstar Karel Gott ist erneut ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der 77-Jährige sei wegen eines akuten Darmverschlusses operiert worden, teilte seine Sprecherin mit. Er befinde sich bereits seit Montag in der Prager Klinik, habe die Operation gut überstanden und müsse sich noch einige Tage erholen. Karel Gott kämpfte in letzter Zeit mit einer ganzen Reihe von Gesundheitsproblemen. Erst im November war er wegen starker Rückenschmerzen operiert worden. Im vorigen Jahr hatte er nach mehreren Operationen und einer Chemotherapie seinen Lymphdrüsenkrebs überstanden.

Karel Gott hat im Laufe seiner Karriere nach Schätzungen mehr als 30 Millionen Tonträger verkauft. Bekannt ist er für Lieder wie "Biene Maja", "Einmal um die ganze Welt" und "Für immer jung". Seinen ersten Auftritt hatte er im Jahr 1957 bei einem Amateurwettbewerb. Zuletzt stand er in einer kleinen Serie von Kammerkonzerten mit befreundeten Sängerinnen und Sängern auf der Bühne. Im Oktober sang er beim ARD-"Schlagerboom" in der Dortmunder Westfalenhalle.

+++ 9.58 Uhr: Frau in Offenbach erschossen - Großfahndung nach dem Täter +++

In Offenbach ist eine 40 Jahre alte Frau mitten auf der Straße erschossen worden. Das teilte die Polizei Südosthessen mit. Kurz nach 8 Uhr hätten Zeugen gemeldet, dass eine Frau am Boden liege und ein Mann auf sie geschossen habe. Der Täter flüchtete in einem dunklen Kleinwagen. Die Polizei fahndet nach dem 30 bis 40 Jahre alten Mann und bittet Zeugen, sich unter der Rufnummer 06980981232 zu melden.

+++ 9.03 Uhr: Streit um Klingelstreiche endet in Prügelei unter Nachbarn +++

Ein Streit um Klingelstreiche ist in Erfurt in Handgreiflichkeiten unter Nachbarn ausgeartet. Eine 35-Jährige beschwerte sich zunächst am Donnerstagabend bei ihrer Nachbarin über Klingelstreiche von deren Kindern, wie eine Polizeisprecherin nun mitteilte. Die 28 Jahre alte Mutter schlug der Frau daraufhin mit der Faust ins Gesicht und zog sie an den Haaren. Die 35-Jährige flüchtete. Kurze Zeit später klingelte der Mann der 28-Jährigen bei der Frau und beschimpfte sie. Die 35-Jährige rief ihrerseits ihren Mann zu Hilfe. Dieser wurde ebenfalls geschlagen. Zudem packte der aufbrausende Angreifer die Kinder des Paares und biss sie. Die aggressiven Eltern müssen sich nun wegen Körperverletzung verantworten. Die angegriffene Familie wurde medizinisch versorgt.

+++ 8.43 Uhr: Griechen heben Milliarden ab +++

Die griechischen Bürger haben seit Jahresbeginn mehr als 2,7 Milliarden Euro von ihren Bankkonten abgehoben. Ursache: Neue Diskussionen im In- und Ausland über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Die Bankeinlagen der Griechen sind seit Ende Dezember von 131,8 Milliarden Euro auf 129,09 Milliarden Euro Mitte Februar gefallen. Viele Menschen halten ihr Erspartes in Truhen, Safes und unter ihren Matratzen versteckt. Dies ergibt sich aus Informationen aus Kreisen des Verbandes der griechischen Banken, die am Freitag in der griechischen Presse veröffentlicht wurden.

Griechenland kämpft seit Jahren gegen hohe Schulden. Im Sommer stehen erneut Rückzahlungen in Milliardenhöhe an. Ohne finanzielle Unterstützung droht dem Land die Zahlungsunfähigkeit.    

+++ 8.19 Uhr: Südkoreanische Reederei Hanjin offiziell Pleite +++

Die südkoreanische Reederei Hanjin ist bald Geschichte. Ein Gericht in Seoul erklärte das Unternehmen offiziell für pleite - damit wird es abgewickelt. Die Entscheidung war erwartet worden, nachdem ein Gutachten für das Gericht Anfang des Monats festgestellt hatte, dass eine Abwicklung von Hanjin mehr bringen werde als der Weiterbetrieb.

Die einst größte Reederei Südkoreas und Nummer sieben weltweit hat einen gigantischen Schuldenberg angehäuft. Beim Antrag von Hanjin auf Gläubigerschutz im vergangenen August wurde die Summe auf 5,05 Milliarden Euro beziffert. Seither musste das Unternehmen den Großteil seiner Besitztümer rund um die Welt verkaufen und die meisten der 1500 Mitarbeiter entlassen. Es handelt sich um die bislang größte Firmenpleite im Seetransportwesen. Die Branche steckt wegen der schwächelnden Weltwirtschaft und Überkapazitäten in einer tiefen Krise.

+++ 7.25 Uhr: Midnight Oil vor Comeback +++

Die australische Rockband Midnight Oil steht 15 Jahre nach ihrer Auflösung vor dem Comeback. Die Musiker um Leadsänger Peter Garrett kündigten in Sydney eine neue Welttournee unter dem Titel "The Great Cycle Tour 2017" an. Auftakt ist im April in Brasilien. In Deutschland wird die Band in Köln, Berlin und Frankfurt zu sehen sein. In ihrem Heimatland wollen die "Oils" erst im Herbst wieder gemeinsam auf der Bühne stehen.

Die Band hatte Ende der 1980er-Jahre mit Hits wie "Blue Sky Mine" oder "Beds are Burning" auch international großen Erfolg. 2002 löste sie sich auf. Garrett machte dann Karriere in der Politik. Zwischenzeitlich saß er er in seinem Heimatland als Umweltminister im Kabinett. Die Band kündigte an, sich auch politisch wieder einmischen zu wollen. Garrett sagte: "Es ist superdeprimierend, wenn man darüber nachdenkt, wie wenig Fortschritte wie gemacht haben." Durch Leute wie US-Präsident Donald Trump, die Front-National-Vorsitzende Marine Le Pen und AfD-Chefin Frauke Petry sei die Welt "gefährlich aufgehitzt" geworden, heißt es in einem Statement. Schlagzeuger und Gründungsmitglied Rob Hirst verwies zugleich darauf, Midnight Oil habe mit einem "gefährlichen Frischling" als US-Präsident Erfahrung. Bei ihrer letzten US-Tournee sei gerade George W. Bush ins Amt gekommen.

+++ 7.04 Uhr: Forscher präsentieren "perfekten Mund" +++

Wie sieht der "perfekte" Mund einer weißen Frau aus? US-Forscher haben nach eigenen Angaben eine Antwort darauf gefunden. Sie zeigten Hunderten Probanden Frauenporträts mit computer-veränderten Lippenformen und ließen sie die attraktivsten Gesichter auswählen. Das Ergebnis beschreibt das Team um Natalie Popenko von der University of California (Irvine) im Fachjournal "Jama Facial Plastic Surgery": Münder, deren Unterlippe doppelt so groß ist wie die Oberlippe, werden als besonders schön empfunden. Zugleich ist der ideale Mund demnach etwa um die Hälfte größer als im Originalgesicht und nimmt von der Fläche her knapp zehn Prozent des unteren Gesichtsdrittels ein. Deutsche Experten bewerten den Nutzen der Studie unterschiedlich.

+++ 6.06 Uhr: Biathlon-Chef hält Show-Wettkämpfe in der Wüste für möglich +++

Biathlon-Chef Anders Besseberg hält Show-Wettkämpfe in der Wüste in Zukunft für denkbar. "Alles ist möglich. Man muss nur die Augen offen halten - auch für neue Dinge", sagte Anders Besseberg, der Präsident des Weltverbandes IBU, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) auf die Frage, ob er sich einen Showwettkampf in der Skihalle von Dubai vorstellen könne. Auch den jährlichen Biathlon-Schauwettkampf im Stadion auf Schalke kurz vor dem Jahreswechsel verteidigte Besseberg gegen Kritik: "In dieser Zeit haben wir eine Pause in den Wettbewerben, und es ist eine Ausnahme."

+++ 5.34 Uhr: Archäologe gräbt "Republik Freies Wendland" aus +++

Der Archäologe Attila Dézsi will die Überreste der "Republik Freies Wendland" ausgraben. Atomkraftgegner hatten das Hüttendorf aus Protest im Mai 1980 in der Nähe von Gorleben im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen errichtet. Den dortigen Salzstock hatte der damalige Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) am 22. Februar 1977 als Standort für ein Endlager unter anderem für hoch radioaktiven Atommüll vorgeschlagen. Nach 33 Tagen wurde die Siedlung von Polizei und Bundesgrenzschutz geräumt.

"Es ist ein wichtiger Ort der Demokratie-Geschichte der Bundesrepublik", erklärte Dézsi, der seine Doktorarbeit darüber schreiben will. Der 28-Jährige bekam dafür ein zweijähriges Stipendium der Universität Hamburg. Der Ort sei bedeutsam auch für die Wende in der Energiepolitik, betonte Dézsi. "Das ist kulturelles Erbe der Menschen." Die sogenannte zeitgeschichtliche Archäologie gebe es hierzulande erst seit rund zehn Jahren.

+++ 5.06 Uhr: Auch geänderte Pkw-Maut laut Gutachten europarechtswidrig +++

Die Pkw-Maut verstößt laut einem Bundestagsgutachten gegen EU-Recht - trotz der von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mit Brüssel vereinbarten Änderungen. Für sich genommen seien die Maut und die geplante Maut-Entlastung für inländische Autofahrer bei der Kfz-Steuer nicht diskriminierend, heißt es in der Studie des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags im Auftrag der Grünen. Die gebotene Gesamtbetrachtung spreche aber dafür, dass die Kombination "eine mittelbare Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit" zu Lasten von Straßennutzern aus anderen Mitgliedstaaten bewirke. Diese nach EU-Recht verbotene Diskriminierung lasse sich auch "nicht auf unionsrechtlich anerkannte Rechtfertigungsgründe stützen", heißt es in der Analyse.

Das Bundeskabinett hatte Ende Januar Änderungen an den seit 2015 geltenden Mautgesetzen auf den Weg gebracht. Sie setzen einen von Dobrindt und der EU-Kommission gefundenen Kompromiss um, mit dem Brüssel grünes Licht für die Maut geben will. Dobrindt weist rechtliche Zweifel an seinem Maut-Modell zurück und stützt sich dafür inzwischen auch auf die Position der EU-Kommission.

+++ 3.00 Uhr: ICE bei Frankfurt entgleist +++

Ein leerer ICE ist in Frankfurt am Main gegen einen Prellbock gefahren und entgleist. Verletzt wurde niemand, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn am frühen Freitagmorgen sagte. Dabei entstand Sachschaden. Der Zug sollte im ICE-Werk im Stadtteil Griesheim gewartet und für den nächsten Einsatz ausgestattet werden, hieß es.

Experten prüfen nun vor Ort, wie es nun weitergeht. Der Unfall werde den morgendlichen S-Bahn-Verkehr beeinflussen, sagte der Sprecher. Wie es dazu kam, war zunächst unklar.

+++ 0.34 Uhr: Bildungsexperten wollen Schulnoten abschaffen +++

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat sich für die Abschaffung von Schulnoten ausgesprochen. "Zensuren sind nicht objektiv. Wir müssen weg von den Noten, hin zu individuellen Berichten, weil sie den persönlichen Lernfortschritten der Kinder viel gerechter werden", sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe der "Bild". Der Verzicht auf Noten sollte "nicht nur in Grundschulen, sondern in allen Schultypen praktiziert werden". Es sei wissenschaftlich bewiesen, dass Berichte besser seien.

Die Schüler in Deutschland hatten bei den jüngsten internationalen Vergleichstest relativ mäßig abgeschnitten. Die Präsidentin des Bayrischen Lehrerverbandes (BLLV), Simone Fleischmann, sprach sich ebenfalls dafür aus, Schulnoten auch in höheren Klassenstufen durch Lernentwicklungsgespräche zu ersetzen, weil dies motivierender sei. "Wir müssen umdenken in unserem Bildungssystem, dazu brauchen wir eine umfassende Bewertung von Menschen", sagte Fleischmann der Zeitung. Kritik kam dagegen von der Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz (KMK), Susanne Eisenmann (CDU): "Schule muss leistungsorientiert sein. Deshalb gehören auch Noten zur Leistungsmessung dazu." Eine große Mehrheit der Deutschen stimmt Eisenmann zu. Einer Umfrage des Kölner Meinungsforschungsinstituts YouGov vom vergangenen September zufolge halten drei von vier Deutschen Schulnoten weiterhin für sinnvoll - im Osten (81 Prozent) sogar noch mehr als im Westen (74 Prozent).

mad/kis/DPA/AFP
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