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+++ Ticker +++

Polizistin in Kopf geschossen - Schütze in geschlossene Psychiatrie eingewiesen

Oppositionspolitiker in Türkei zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt +++ US-Kongressabgeordneter wird angeschossen +++ Schreibfehler haben Terroralarm bei "Rock am Ring" ausgelöst +++ Die News des Tages.

Polizist Unterföhring

Ein Polizist am Tatort in Unterföhring

Die Nachrichten des Tages im -Newsticker.

+++ 19.29 Uhr: Mindestens zwei Tote bei starkem Erdbeben in Guatemala +++

Bei einem schweren Erdbeben sind in Guatemala mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Das Beben erschütterte in der Nacht zum Mittwoch den Westen des Landes, nach Behördenangaben verursachte es auch Sachschäden und Stromausfälle. Auswirkungen des Bebens, das eine Stärke von 6,9 hatte, waren im ganzen Land und bis nach Mexiko zu spüren. Das Erdbeben ereignete sich um 1.29 Uhr (Ortszeit) und hatte sein Epizentrum 156 Kilometer westlich von Guatemala-Stadt im Verwaltungsbezirk San Marcos, wie das Erdbebeninstitut mitteilte. Guatemalas Präsident Jimmy Morales teilte über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit, die Menschen sollten "Ruhe bewahren und wachsam sein, wegen möglicher Nachbeben". Guatemala wird immer wieder von Erdbeben erschüttert. Das Land befindet sich in einer Region, in der die Cocosplatte auf nordamerikanische Erdplatten trifft.

+++ 19.29 Uhr: Roaming-Gebühren im EU-Ausland fallen endgültig +++

Pünktlich zur Urlaubssaison fallen am Donnerstag die Roaminggebühren in der EU. Verbraucher können dann künftig zu ihrem Inlandstarif im EU-Ausland telefonieren, Kurznachrichten schreiben und das mobile Internet nutzen. Zusatzkosten dürfen die Anbieter lediglich bei Missbrauch erheben, also etwa dann, wenn jemand einen Mobilfunkvertrag günstiger im EU-Ausland abschließt, die SIM-Karte dann aber dauerhaft in Deutschland benutzt, um Geld zu sparen. Die Stiftung Warentest rät aber dennoch dazu, die Roaming-Regeln im eigenen Vertrag vor dem Start in den Urlaub zu prüfen. So gibt es etwa mehrere Anbieter, die sogenannte Community-Verbindungen, also Verbindungen zwischen Kunden desselben Anbieters, im Ausland anders abrechnen.

+++ 19.23 Uhr: Schießerei bei Paketdienst - mehrere Verletzte in San Francisco +++

Bei einer Schießerei in San Francisco sind mehrere Menschen verletzt worden. Die Schüsse fielen in einem Gebäude des Paketdienstes UPS, wie die Polizei mitteilte. Berichte über mögliche Todesopfer wurden zunächst nicht bestätigt. US-Medien zufolge soll es sich bei dem Schützen um einen Mitarbeiter des Paketdienstes handeln. Er sei verletzt worden, meldete der US-Sender KPIX.

+++ 18.49 Uhr: Bernie Sanders distanziert sich von dem Schützen von Alexandria +++

Der US-Senator Bernie Sanders hat sich in klaren Worten von dem Schützen distanziert, der einen US-Abgeordneten in der Nähe von Washington verletzt hatte. Gewalt sei niemals ein Mittel in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung, heißt es in einem Statement von Sanders, der sich für die Demokraten um die Präsidentschaft beworben hatte. Zuvor war bekannt geworden, dass der mutmaßliche Schütze, ein 66 Jahre alter Mann aus Illinois, sich im Vorwahlkampf für Sanders engagiert hatte. "Echten Wandel kann es nur durch gewaltfreies Handeln geben", heißt es in dem Statement. Alles andere sei nicht mit amerikanischen Werten vereinbar. Der Mann hatte mit Schüssen auf einem Baseball-Spielfeld in Alexandria im Bundesstaat Virginia mindestens vier Menschen verletzt, darunter den US-Abgeordneten Steve Scalise aus Louisiana. Anschließend wurde der Schütze von Polizeikugeln getroffen und erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

+++ 18.15 Uhr: Dänemark verschärft Anti-Bettel-Gesetz +++

Das dänische Parlament hat ein schärferes Gesetz gegen aggressive Bettelei verabschiedet. Unter anderem sieht das von einer breiten Mehrheit beschlossene Gesetz Bettelverbote in Fußgängerzonen, vor Supermärkten, in Bahnhöfen, Zügen oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln vor. Mit dem Ende Juni in Kraft tretenden Gesetz will die Regierung vor allem Betteln durch Angehörige der Roma-Minderheit aus Osteuropa einen Riegel vorschieben. Die neuen Vorschriften verdoppeln das Strafmaß für Ersttäter auf zwei Wochen Gefängnis. Aggressive Bettler können nun auch ohne vorherige Verwarnung durch die Polizei verurteilt werden. Einen von der rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei eingebrachten Zusatz über die Abschiebung verurteilter Tätern lehnte das Parlament jedoch ab.

+++ 18.11 Uhr: Paragleiter entdecken mumifizierte Leiche +++

Zwei Paragleiter haben am Hohen Göll in Österreich die mumifizierte Leiche eines Vermissten aus Bayern entdeckt. Der Tote lag in rund 1800 Metern Höhe, wie die Polizei berichtete. Ein Polizeihubschrauber barg den Leichnam am Sonntag und flog ihn zur Gerichtsmedizin. Bei der Obduktion konnte nun geklärt werden, dass es sich um einen 23-Jährigen aus dem Landkreis Mühldorf am Inn handelte. Der Mann war am 1. Oktober von Schönau am Königssee aus mit zwei Begleitern auf einen Vorgipfel des Hohen Gölls aufgestiegen. Die beiden trennten sich dann von dem 23-Jährigen. Seither fehlte jede Spur von dem Mann. Suchaktionen auf bayerischer und auf Salzburger Seite blieben ohne Erfolg.

+++ 17.32 Uhr: Keine Hinweise auf Terror bei Schüssen auf US-Abgeordneten +++

 Im Fall des angeschossenen Kongressabgeordneten Steve Scalise haben die Ermittler bisher keine Erkenntnisse über einen terroristischen Hintergrund oder ein gezieltes Attentat. "Es ist zu früh, sich auf die eine oder andere Seite festzulegen", sagte der ermittelnde FBI-Beamte Tim Slater am Mittwoch in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia. Insgesamt seien fünf Menschen ins Krankenhaus gebracht worden, sagte der Leiter der Polizei in Alexandria, Mike Brown. Ob auch der Schütze darunter war, sagte er nicht.

Unterdessen berichtete die "Washington Post", dass es sich bei dem Schützen um einen 66 Jahre alten US-Amerikaner aus dem Staat Illinois handeln soll. Die Behörden bestätigten diese Angaben zunächst nicht.

+++ 17.14 Uhr: Gina-Lisa Lohfink darf Vergewaltigungsvorwürfe nicht wiederholen +++

 Gina-Lisa Lohfink darf laut Berliner Landgericht öffentlich nicht mehr ihre bisherigen Vergewaltigungsvorwürfe äußern.
Einem entsprechenden Vergleichsvorschlag des Gerichts habe auch die 30-Jährige zugestimmt, sagte eine Sprecherin. Einer der beiden Männer, gegen die sich die Vorwürfe richteten, hatte eine Unterlassungsklage eingereicht. Im Februar war der Schuldspruch gegen das Model wegen falscher Verdächtigungen im Revisionsverfahren vom Kammergericht bestätigt worden.

+++ 16.57 Uhr: Schütze von Unterföhrung in geschlossene Psychiartrie eingewiesen +++

Der Schütze vom S-Bahnhof Unterföhring ist in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden. Gegen ihn war zunächst Haftbefehl wegen versuchten Mordes beantragt worden. Aufgrund seines Zustandes sei nun zudem ein Unterbringungsbefehl erlassen worden, sagte ein Sprecher der Münchner Polizei am Mittwoch. Die Ermittlungen liefen weiter.

Der 37-Jährige hatte tags zuvor am Bahnhof in Unterföhring im Münchner Speckgürtel einem Polizisten die Pistole entrissen und dessen Kollegin in den Kopf geschossen. Die 26-Jährige war weiter in Lebensgefahr. Auch zwei Passanten wurden verletzt, sie erlitten Schussverletzungen am Arm und am Bein.

+++ 16.16 Uhr: Russland schickt unbemannten Raumfrachter zur ISS +++

Sechs Monate nach dem Absturz eines unbemannten "Progress"-Raumfrachters hat Russland erneut einen Transporter des gleichen Typs auf den Weg zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Der "Progress"-Transporter sei um 11.20 MESZ "erfolgreich" an Bord einer Sojus-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abgehoben, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte. Der Frachter soll die ISS am Freitag mit mehr als zwei Tonnen Ausrüstung und Vorräten an Bord erreichen.

+++ 16.15 Uhr: Noch keine Einigung über britische Minderheitsregierung +++

Knapp eine Woche nach der Parlamentswahl in Großbritannien haben sich die Parteien noch nicht auf eine konservative Minderheitsregierung geeinigt. Zwar berichtete die BBC von einer nahenden Einigung der Konservativen mit der nordirischen DUP, doch die Regierung bestätigte dies vorerst nicht.
Damit hängt auch der Starttermin für die Brexit-Verhandlungen mit der Europäischen Union in der Luft. Premierministerin Theresa May bekräftigte nur allgemein, dass es nächste Woche losgehen soll.

+++16.11 Uhr: Oppositioneller Abgeordneter in der Türkei zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt +++

Der türkische Oppositionsabgeordnete Enis Berberoglu ist wegen eines Berichts der Zeitung "Cumhuriyet" über geheime Waffenlieferungen nach Syrien zu einer langen Haftstrafe verurteilt und verhaftet worden. Ein Gericht in Istanbul verurteilte den Abgeordneten der Republikanischen Volkspartei (CHP) zu 25 Jahren Gefängnis, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Er wurde direkt nach dem Urteil in Haft genommen.
Berberoglu wurde vorgeworfen, der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" Informationen über einen Waffenkonvoi des türkischen Geheimdiensts MIT für syrische Rebellen gegeben zu haben. Wegen des Berichts von Mai 2015 wurden bereits der frühere Chefredakteur Can Dündar und der Büroleiter der Zeitung in Ankara, Erdem Gül, zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Dündar lebt heute im Exil in Deutschland.

+++ 15.57 Uhr: Feuerwehr befreit Kleinkind aus überhitztem Auto +++

Die Feuerwehr hat ein Kleinkind in Nürnberg bei hohen Temperaturen aus einem verschlossenen Auto befreit, nachdem die Mutter den Schlüssel im Wagen liegen gelassen hatte. Wie die Feuerwehr mitteilte, hatte die 31-Jährige ihr zweieinhalb Monate altes Kind am Mittwoch in einen Kindersitz gesetzt, um ihr Auto zu beladen. Schlüssel und Handy legte sie auf den Beifahrersitz. Dabei wurde die automatische Zentralverriegelung aktiviert, alle Türen schlossen sich. 

+++ 14.45 Uhr: Verirrte Jugendliche nach drei Tagen in Pariser Katakomben gerettet +++

Nach drei Tagen sind zwei in den Katakomben von Paris verirrte Jugendliche gerettet worden. Die beiden 16- und 17-Jährigen wurden am Mittwochmorgen von Rettungskräften in dem unterirdischen Gangsystem gefunden, wie die Feuerwehr mitteilte. "Wir haben sie dank der Suchhunde gefunden", sagte ein Sprecher. Die Jugendlichen wurden mit Unterkühlungen ins Krankenhaus gebracht. Sie hatten sich in dem weitverzweigten Stollensystem verlaufen, das rund 20 Meter unter der französischen Hauptstadt liegt.

+++ 14.39 Uhr: Laut Studie ist Gewalt Problem in deutschen Pflegeheimen +++

Deutsche Pflegeheime müssen sich einer Untersuchung zufolge stärker dem Problem von Gewalt im Umgang mit Pflegebedürftigen stellen. Knapp die Hälfte (47 Prozent) von 250 befragten Pflegedienstleitungen und Qualitätsbeauftragten aus stationären Einrichtungen sehen in Konflikten, Aggression und Gewalt in der Pflege eine besondere Herausforderung, wie die vom Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) veröffentlichte Studie ergab.

14.18 Uhr: US-Kongressabgeordneter in den USA durch Schüsse verletzt +++

Bei einer Schießerei in der Nähe von Washington ist ein republikanischer Kongressabgeordneter verletzt worden. Der Abgeordnete Steve Scalise sei bei der Schießerei auf einem Sportgelände in die Hüfte getroffen worden, berichtete sein Fraktionskollege Mo Brooks im Fernsehsender CNN. Nach seinen Angaben wurden noch mindestens drei weitere Menschen von Kugeln getroffen. Dabei handele es sich um zwei Polizisten und einen Beschäftigten des Kongresses. Die örtliche Polizei bestätigte eine Schießerei. Der Täter sei "wahrscheinlich festgenommen worden".


+++ 13.14 Uhr: Mann bei Flut-Hilfe von Wassermassen fortgerissen +++

Bei einer Hilfsaktion nach Überschwemmungen in Frankreich ist ein Mann von den Wassermassen fortgerissen worden. Der Landwirt wollte mit seinem Traktor einem älteren Betroffenen in einem überschwemmten Haus zur Hilfe eilen, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Dabei wurde der Traktor am Dienstagabend vom schnell ansteigenden Wasser mitgerissen. Die Feuerwehr setzte bei der Suche nach dem 27-Jährigen unter anderem einen Hubschrauber ein. Die Suche verlief zunächst aber ergebnislos. Das Unglück ereignete sich in der Gemeinde Le Brignon in der ostfranzösischen Auvergne. In der Region war es nach heftigen Stürmen zu Überschwemmungen gekommen. Das Unwetter verursachte in mehreren Gemeinden schwere Schäden, die Feuerwehr musste zu Dutzenden Einsätzen ausrücken.

+++ 12.50 Uhr: Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor exzessiver Handynutzung +++

Pünktlich zur Urlaubszeit fallen am Donnerstag in der EU die Roaminggebühren - das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) warnt aber trotzdem vor einer exzessiven Nutzung von Handys. Zwar konnte in Studien bislang "kein Zusammenhang zwischen Handynutzung einerseits und gesundheitlichen Auswirkungen andererseits" nachgewiesen werden, wie das BfS am Mittwoch mitteilte. Dennoch könnten derzeit "noch keine abschließenden Aussagen zu Langzeitwirkungen" gemacht werden. Dazu sei die Mobilfunktechnologie zu jung.

Das BfS empfahl einen sorgsamen Umgang mit den Geräten - egal ob im Urlaub oder zuhause. So sollte wenn möglich das Festnetz genutzt oder zumindest ein Headset verwendet werden, wenn mit dem Handy telefoniert wird. Auf diese Weise verringert sich der Abstand zwischen Körper und Gerät und damit die Aufnahme der Strahlung. Besser seien außerdem Textnachrichten statt Telefonate. Beim Kauf sollten Verbraucher auf den sogenannten SAR-Wert eines Handys achten, wie das Bundesamt weiter empfahl. Die spezifische Absorptionsrate (SAR) beschreibt die Energie, die in einer bestimmten Zeit vom Körper aus einem elektromagnetischen Feld aufgenommen und in Wärme umgewandelt wird.

+++ 12.35 Uhr: Schütze von Unterföhring schweigt zur Tat +++

Der Schütze vom S-Bahnhof in Unterföhring nahe München hat sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Das sagte der Präsident des Münchner Polizeipräsidiums, Hubertus Andrä, am Mittwoch. Der 37-Jährige hatte am Vortag bei einer Kontrolle einem Polizisten die Pistole entrissen und dessen Kollegin in den Kopf geschossen. Die Verletzungen der 26-Jährige seien weiterhin lebensbedrohlich und ernst, sagte Andrä. Angehörige und Kollegen würden umfangreich betreut. Der Täter wurde ebenfalls angeschossen. Der genaue Ablauf der Tat muss Andrä zufolge noch geklärt werden.

+++ 12.25 Uhr: Schleierfahndung erlaubt Polizei anlasslose Kontrollen +++

Die Polizei darf in fast allen Bundesländern Menschen auch ohne konkreten Anlass oder Verdacht kontrollieren. Diese sogenannte Schleierfahndung wurde erstmals 1995 in Bayern eingeführt. Sie dient der Gefahrenabwehr, weshalb die Polizei etwa an sogenannten gefährlichen Orten Identitäten feststellen oder in einigen Bundesländern auch "mitgeführte Sachen" bis hin zu Autos ansehen oder durchsuchen darf. Für die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität darf die Bundespolizei im Grenzgebiet bis zu einer Tiefe von 30 Kilometern kontrollieren. Die Schleierfahndung wurde nach Aufhebung der innereuropäischen Grenzkontrollen verstärkt, ist aber rechtlich umstritten. In drei Ländern ist sie nicht zulässig - in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bremen.

+++ 12.21 Uhr: Überfall auf eigene Bank: Mehr als drei Jahre Haft für Filialleiter +++

Weil er als Filialleiter den Überfall auf seine eigene Bank eingefädelt hat, muss ein 32-Jähriger für drei Jahre und fünf Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Hannover verurteilte den Bankkaufmann wegen schweren Raubes. Sein gleichaltriger Freund und Komplize, der die Tat vor knapp einem Jahr ausführte, erhielt eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und zehn Monaten. Damit blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Männer hatten insgesamt 367 500 Euro erbeutet, ein großer Teil der Beute tauchte nicht mehr auf. Strafmildernd wirkten dem Vorsitzenden Richter zufolge unter anderem die Geständnisse der nicht vorbestraften Angeklagten. Zudem könne das Gericht nicht widerlegen, dass der Freund des Filialleiters bei dem Überfall nur eine nicht geladene Gaspistole sowie die Attrappe einer Handgranate dabei hatte.

+++ 11.57 Uhr: Schreibfehler haben Terroralarm bei "Rock am Ring" ausgelöst +++

Schreibfehler bei den Namen zweier Aufbauhelfer haben den Terroralarm beim Musikfestival "Rock am Ring" ausgelöst. "Die Namen der Verdächtigen waren falsch geschrieben, wiesen aber eine phonetische (klangliche) Ähnlichkeit mit den realen Schreibweisen auf", sagte der Präsident des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamts (LKA), Johannes Kunz, der Mainzer "Allgemeinen Zeitung". Die Polizei habe zuvor nur die Mitarbeiter der eingesetzten Sicherheitsfirmen überprüft, solle das aber in Zukunft vor Großveranstaltungen auf freiwilliger Basis auch bei Aufbauhelfern tun. Mit Blick auf die Schreibfehler forderte Kunz, "dass uns künftig frühzeitig Personaldokumente vorgelegt werden müssen". 

+++ 11.24 Uhr: Pflanzliche Produkte dürfen nicht "Butter" oder "Milch" heißen +++

Rein pflanzliche Produkte dürfen grundsätzlich nicht als "Milch", "Rahm", "Butter" oder "Käse" vermarktet werden. Diese Begriffe sind nach EU-Recht tierischen Produkten vorbehalten, wie am Mittwoch der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied. (Az: C-422/16) Er verwarf damit die Werbung der deutschen Firma TofuTown. Das Unternehmen mit Sitz in Wiesbaum im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz vertreibt rein pflanzliche Produkte unter Bezeichnungen wie "Tofubutter", "Pflanzenkäse" oder "Veggie-Cheese". Dagegen klagte der Verband Sozialer Wettbewerb, das Landgericht Trier legte den Streit dem EuGH vor.

Der stellte nun fest, dass nach EU-Recht "die Bezeichnung 'Milch' grundsätzlich allein Milch tierischen Ursprungs vorbehalten ist". Gleiches gelte auch für Milcherzeugnisse wie "Rahm", "Sahne", "Butter", "Käse" und "Joghurt". Davon gebe es nur wenige konkret festgelegte Ausnahmen, insbesondere für den englischen Begriff "cream", der neben "Sahne" oder "Rahm" auch "Creme" bedeutet.

+++ 11.09 Uhr: Kommissionsbericht: Sexueller Missbrauch in Familien oft geduldet +++

Bei sexuellem Missbrauch in der Familie bekommen Kinder oft keine oder erst spät Hilfe, weil vor allem Mütter nicht eingreifen. Diese sind zwar auch Täterinnen, aber vorwiegend Mitwissende, wie aus dem am Mittwoch vorgelegten Zwischenbericht der unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hervorgeht. In den wenigsten Fällen glauben demnach Mütter ihren Kindern und schützen sie vor weiterem Missbrauch. Gründe für das Dulden des Missbrauchs seien zum Beispiel Abhängigkeiten, Ohnmachtserfahrungen oder Gewalt in der Partnerschaft, erklärte die Kommission. Dazu kämen auch die Angst vor einem Verlust des Partners oder der gesamten Familie sowie eigene Missbrauchserfahrungen.

Die Kommission hatte im Mai 2016 die Arbeit aufgenommen. Sie untersucht sämtliche Formen von sexuellem Kindesmissbrauch in der Bundesrepublik und in der DDR. Es meldeten sich bislang rund tausend Betroffene sowie weitere Zeugen bei der Kommission, von denen etwa 200 angehört wurden. Zusätzlich gingen 170 schriftliche Berichte ein. Bei rund 70 Prozent der Betroffenen fand laut der Kommission der Missbrauch in der Familie oder im engeren sozialen Umfeld statt.

+++ 10.20 Uhr: Weit mehr als hundert Tote bei Monsunregen in Bangladesch und Indien +++

Nach verheerenden Erdrutschen in Bangladesch ist die Zahl der Toten auf mindestens 137 gestiegen. Am stärksten betroffen war der Bezirk Rangamati, wo bislang hundert Leichen geborgen wurden, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Die Opferzahl könne noch weiter steigen, da Rettungseinsätze in den zum Teil schwer zugänglichen Orten noch liefen. Mehr als 4000 Menschen, deren Häuser zerstört worden waren, kamen in Notunterkünften unter.

+++ 10.06 Uhr: Japans Walfänger stechen erneut in See +++

Japan lässt die Harpunen nicht ruhen: Ungeachtet internationaler Proteste sind die Walfänger des Landes erneut in See gestochen - offiziell zu Forschungszwecken. Zwei Schiffe legten vom Hafen der westlichen Walfangstadt Shimonoseki ab und nahmen Kurs Richtung Nordwest-Pazifik, wie japanische Medien meldeten. Ihnen wird das Mutterschiff "Nisshin Maru" nachfolgen. Auf der diesjährigen Abschussliste stehen 43 Zwergwale und 134 Seiwale. Die Jagd auf die Meeressäuger wird bis Ende September dauern. Nach einer Untersuchung der Wale - beispielsweise ihres Mageninhalts - wird ihr Fleisch für den Verzehr verkauft. 

+++ 9.32 Uhr: Australien muss Rekordentschädigung für Asylbewerber in Zwangslager zahlen +++

Asylbewerber in einem Zwangslager der australischen Behörden in Papua Neuguinea sollen eine Rekordentschädigung erhalten. Ein getroffener Vergleich sieht vor, dass die australische Regierung sowie Sicherheitsunternehmen 70 Millionen australische Dollar (rund 47 Millionen Euro) an die Betroffenen zahlen. Der Betrag soll unter den mehr als 1900 auf der Insel Manus seit 2012 festgehaltenen Asylbewerbern aufgeteilt werden. Hintergrund war eine Sammelklage, bei der Entschädigungen für mutmaßliche Leiden angesichts der schlechten Bedingungen in dem Camp gefordert wurden. Durch den Vergleich wurde ein öffentlicher Prozess gegen die australische Regierung und die Sicherheitsunternehmen abgewendet. Anwälte sprachen nach der Einigung vom größten jemals getroffenen Vergleich zu einer Menschenrechtsklage in der Geschichte Australiens.

+++ 9.17 Uhr: Mindestens vier Tote bei Kämpfen zwischen Taliban in Südafghanistan +++

Bei mutmaßlichen Auseinandersetzungen zwischen zwei Taliban-Fraktionen sind in der südafghanischen Provinz Helmand mindestens vier Kämpfer getötet worden. Der Sender Tolo TV berichtete von fünf Toten. Nach Angaben eines Polizeisprechers aus der Provinz, Abdul Salam, war im Gereschk-Bezirk eine Autobombe explodiert. Sie habe sich gegen einen Taliban-Kommandeur gerichtet, der eine Splitterfraktion unter Mullah Mohammed Rassul unterstütze. 

+++ 7.40 Uhr: Zustand der angeschossenen Polizistin unverändert ernst +++

Die in bei München angeschossene Polizistin schwebt weiterhin in Lebensgefahr. Nach Angaben eines Polizeisprechers hat sich der Zustand der 26 Jahre alten Beamtin in der Nacht weder verbessert noch verschlechtert.

Die Frau war am Dienstag von einem Schuss in den Kopf getroffen worden. Ein 37 Jahre alter Randalierer hatte am S-Bahnhof Unterföhring bei einer Rangelei mit einem Polizisten die Dienstwaffe des Streifenbeamten an sich gerissen und geschossen. Dabei traf er die junge Polizistin, auch zwei unbeteiligte Reisende erlitten Treffer in Arm und Bein. Der 37 Jahre alte Täter wurde ebenfalls verletzt. Gegen ihn erging Haftbefehl wegen versuchten Mordes.

+++ 7.14 Uhr: Tillerson: Palästinenser wollen Zahlungen an Familien von Attentätern einstellen +++

Die Palästinensische Autonomiebehörde hat nach Angaben von US-Außenminister zugesagt, den Familien von Selbstmordattentätern künftig kein Geld mehr zu zahlen. Er selbst und auch US-Präsident Donald Trump hätten mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bei dessen Besuch in Washington Anfang Mai über das Thema gesprochen, sagte Tillerson bei einer Anhörung im US-Senat. Inzwischen sei er darüber informiert worden, dass die Palästinenser ihre "Politik" geändert hätten.

+++ 4.51 Uhr: Unbekannte stehlen Motorrad nach Unfall mit Schwerverletztem +++

Erst schwer gestürzt, dann auch noch bestohlen: Ein 18-jähriger Mann ist bei einem Unfall auf einer Bundesstraße im Rheingau-Taunus-Kreis schwer verletzt worden - Diebe klauten später seine zerstörte Maschine am Straßenrand. Der junge Mann war am Dienstagabend wegen zu hoher Geschwindigkeit in einer Kurve von der Straße abgekommen, wie die Polizei mitteilte. Er fuhr rund 70 Meter über den Grünstreifen und wurde schließlich in den Wald geschleudert. Der Mann kam in ein Krankenhaus. Sein stark beschädigtes stellten die Beamten an den Fahrbahnrand, wo es die Verwandten abholen sollten. Doch als sie am späten Abend kamen, war das Gefährt weg. Die Polizei geht davon aus, dass es mit Hilfe eines Kleinlastwagens gestohlen wurde.

+++ 4.37 Uhr: Geschworene im Cosby-Prozess vertagen ihre Beratungen auf Mittwoch +++

Im Missbrauchsprozess gegen die US-Fernsehlegende Bill Cosby haben sich die zwölf Geschworenen auch am zweiten Tag ihrer Beratungen nicht auf ein Urteil einigen können. Die sieben Männer und fünf Frauen der Jury vertagten ihre Beratungen auf Mittwoch, wie das Gericht in Norristown im Bundesstaat Pennsylvania mitteilte.

+++ 2.13 Uhr: Farc-Rebellen in Kolumbien geben mehr als die Hälfte ihrer Waffen ab +++

Die Farc-Rebellen in Kolumbien haben nach eigenen Angaben mehr als 60 Prozent ihrer Waffen an UN-Vertreter übergeben. Die Entwaffnung gehe "sehr schnell" voran, erklärte Präsident Juan Manuel Santos anlässlich einer Zeremonie im Ort La Elvira im Norden . Die restlichen Waffen sollen nun bis zum 20. Juni in den 26 Entwaffnungszonen im ganzen Land  übergeben werden. Die Entwaffnung der Farc-Guerilla ist Teil des historischen Friedensabkommens vom vergangenen Jahr. Das nach vierjährigen Verhandlungen besiegelte Abkommen beendete den jahrzehntelangen Konflikt zwischen den linksgerichteten Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc) und der Regierung.

+++ 2.03 Uhr: Ronaldo weist Vorwurf des Steuerbetrugs zurück +++

Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat den Vorwurf der Steuerhinterziehung zurückgewiesen. Das Lissaboner Unternehmen Gestifute seines Managers Jorge Mendes teilte mit, es habe niemals Unterschlagung gegeben. Es sei klar, dass der Spieler nicht versucht habe, Steuern zu umgehen. Die für Wirtschaftsdelikte zuständige Staatsanwaltschaft hatte zuvor beim Gericht in Madrid Anzeige gegen den Torjäger erstatte. Er wurde der Steuerhinterziehung in Höhe von gut 14,76 Millionen Euro beschuldigt. Dem 32-jährigen Portugiesen drohe wegen insgesamt vier Steuervergehen eine Mindesthaftstrafe von bis zu sieben Jahren sowie eine Geldstrafe von mindestens 28 Millionen Euro, schätzte der Verband der Steuerexperten des spanischen Finanzministeriums.

+++ 1.20 Uhr: "Dieb"-Tattoo auf der Stirn - Ärzte als letzte Hoffnung +++

Weil er angeblich ein Fahrrad klauen wollte, wurde ein 17-jähriger Brasilianer auf der Stirn zwangstätowiert - jetzt wollen Ärzte in einer Klinik in São Paulo versuchen, es zu entfernen. Dem Mann wurde mit schwarzer Farbe der Schriftzug "Eu sou ladrão e vacilão" über die gesamte Stirnpartie tätowiert - übersetzt: "Ich bin ein Dieb und ein Trottel". Wie das Portal "O Globo" berichtete, ist der Mann aktuell in einer Klinik, auch um wegen Alkohol- und Drogenproblemen behandelt zu werden. Zudem soll es einen Eingriff geben, um den Schriftzug operativ zu entfernen.  

+++ 1.19 Uhr: Panamas Ex-Präsident bleibt nach Festnahme in den USA vorerst in Haft +++

Panamas Ex-Präsident Ricardo Martinelli bleibt nach seiner Festnahme in den USA vorerst in Haft. Wie die Justizbehörden im Bundesstaat Florida mitteilten, wurde Martinelli am Dienstag einem Richter entführt. Dieser ordnete zunächst eine Woche Untersuchungshaft an. Bei einer weiteren Anhörung am 20. Juni soll dann entschieden werden, ob eine Freilassung auf Kaution in Frage kommt. Martinelli war am Montagabend in seinem Haus nahe Miami festgenommen worden. Ihm droht die Auslieferung an Panama, wo er sich wegen Korruption und der Bespitzelung politischer Gegner vor Gericht verantworten soll.

fin/DPA/AFP

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