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Historischer Sieg: Islands Fußballer fahren erstmals zur Weltmeisterschaft

Bayerischer Rundfunk verteidigt "Tatort" +++ 13-Jährige stirbt durch Betonmischer +++ Gerangel um Kosten für Cannabis-Behandlungen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Historischer Sieg: Islands Fußballer fahren erstmals zur Weltmeisterschaft

Die Isländer machten die Qualifikation für die Endrunde 2018 in Russland mit einem 2:0 (1:0)-Pflichtsieg gegen Außenseiter Kosovo perfekt - im März gewannen die Nordeuropäer bereits 2:1 gegen Kosovo (hier im Bild)

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Die News des Tages im Überblick:

+++ 22.49 Uhr: Islands Fußballer fahren erstmals zur WM - Kroatien Gruppenzweiter +++

Islands Fußballer fahren erstmals in ihrer Geschichte zu einer Fußball-Weltmeisterschaft. Die Nordeuropäer machten die Qualifikation für die Endrunde 2018 in Russland mit einem 2:0 (1:0)-Pflichtsieg gegen Außenseiter Kosovo perfekt. Die Treffer für den EM-Viertelfinalisten gegen den Tabellenletzten der Gruppe I erzielten am Montagabend in Reykjavik Gylfi Sigurdsson vom FC Everton (40. Minute) und Johann Gudmundsson (68.).

In dem Dreikampf am 10. und letzten Spieltag sicherte sich Kroatien durch einen überraschenden 2:0 (0:0)-Erfolg in der Ukraine den zweiten Platz, der zur Teilnahme an der Relegation berechtigt. Der Hoffenheimer Andrej Kramaric war in Kiew der Mann des Abends: Er brachte die Gäste mit einem platzierten Kopfball (62.) in Führung und machte dann alles klar (70.). 

+++ 21.55 Uhr: Zwei UN-Soldaten bei Angriff auf Stützpunkt in Kongo getötet +++

Rebellen haben bei einem Angriff auf einen Stützpunkt der UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo (Monusco) zwei Blauhelmsoldaten getötet. Mehrere weitere UN-Soldaten seien bei der Attacke in der östlichen Provinz Nord-Kivu verletzt worden, teilte die Monusco mit. Die UN-Mission machte die von muslimischen Ugandern dominierte Rebellengruppe Alliierte Demokratischen Kräfte (ADF) für den Angriff verantwortlich. 

+++ 21.43 Uhr: BKA: Fahndung nach Mädchen "erfolgreich beendet" +++

Nur Stunden nach einer aufsehenerregenden Fahndung mit Fotos eines missbrauchten kleinen Mädchens haben die Ermittler nach eigenen Worten Opfer und Täter identifiziert. Das teilte das Bundeskriminalamt (BKA) über Facebook mit. Die Fahndung im Fall des schweren sexuellen Missbrauchs des zuvor unbekannten Kindes sei erfolgreich beendet. 

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung sei der Täter in Niedersachsen festgenommen worden. Die Ermittler waren am Montag mit Fotos eines Mädchens an die Öffentlichkeit gegangen, das sie auf ein Alter von vier bis fünf Jahren schätzten. Der bis dahin noch unbekannte Beschuldigte soll das Kind zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 mehrfach schwer sexuell missbraucht haben. Er soll Aufnahmen des sexuellen Missbrauchs hergestellt und diese anschließend auf einer kinderpornografischen Plattform im sogenannten Darknet verbreitet haben.

+++ 21.17 Uhr: Bahnstrecke Berlin-Hamburg noch bis 16. Oktober mit Umleitung +++

Nach dem schweren Sturm "Xavier" können Bahnreisende erst vom kommenden Montag an wieder ohne Umwege von Berlin nach Hamburg fahren. Die Strecke sei erst ab dem 16. Oktober wieder zweigleisig befahrbar, teilte die Deutsche Bahn mit.
Der Fernverkehr werde weiterhin über Stendal (Sachsen-Anhalt) und Uelzen (Niedersachsen) umgeleitet. In der Gegenrichtung von Hamburg nach Berlin rollen die Züge dagegen bereits seit Sonntag wieder auf der planmäßig vorgesehenen Strecke.

+++ 20.55 Uhr: Ein Toter bei erneuten Waldbränden in Portugal +++

Bei neuen Waldbränden in Portugal ist ein Mensch ums Leben gekommen. Nach einem Feuer in der Region Guarda im Norden Portugals entdeckte eine Polizeistreife die verbrannte Leiche eines 73-jährigen Mannes, wie die Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf den Zivilschutz berichtete. Ein weiterer Waldbrand loderte demnach in der Region Coimbra im Zentrum des Landes. Seit Freitag sind mehr als 600 Feuerwehrleute mit 180 Fahrzeugen, vier Löschflugzeugen und zwei Helikoptern im Kampf gegen die Flammen im Einsatz. In Portugal wüten in den Sommermonaten immer wieder Waldbrände, in diesem Jahr waren sie besonders verheerend.  

+++ 19.46 Uhr: Vorfall an Schule von Prinz George - Frau von der Polizei verwarnt +++

Weil sie unerlaubt auf das Gelände der Schule des britischen Prinzen George, 4, eingedrungen ist, ist eine Frau von der Polizei in London verwarnt worden. Das teilte Scotland Yard mit.

Der Vorfall ereignete sich bereits Mitte September, kurz nachdem Prinz George eingeschult wurde. Er geht in die private Schule Thomas's Battersea in London. Die 40-jährige Frau war zunächst wegen Verdachts auf Einbruchs festgenommen worden, zu einer Anklage kam es nicht. Der Fall hatte eine Debatte darüber ausgelöst, ob Prinz George in der privaten Schule ausreichend geschützt ist. Scotland Yard teilte mit, man arbeite weiterhin mit der Schule an den Sicherheitsmaßnahmen für George.

+++ 19.40 Uhr: Djisselbloem will im Januar als Chef der Eurogruppe abtreten +++

Die Nachfolge des scheidenden Eurogruppen-Chefs Jeroen Dijsselbloem wird nach seinen Worten im Dezember entschieden.
Er wolle sein Mandat bis Januar erfüllen, sein Nachfolger solle aber bereits beim Treffen der Euro-Finanzminister am 4. Dezember bestimmt werden, sagte Dijsselbloem in Luxemburg. Die Euro-Finanzminister gaben seiner Aussage zufolge dafür ihre Zustimmung.

Kandidaten könnten zwei Wochen vor dem Treffen im Dezember nominiert werden, sagte Dijsselbloem weiter. Zuletzt war etwa der französische Ressortchef Bruno Le Maire als möglicher Nachfolger gehandelt worden. 

+++ 18.58 Uhr: May: Bereiten uns auf Brexit ohne Abkommen mit der EU vor +++

Die britische Regierung trifft Vorbereitungen für einen EU-Austritt ohne ein Abkommen über die künftigen Beziehungen mit Brüssel. Das sagte Premierministerin Theresa May im britischen Parlament. Obwohl es "fundamental" im Interesse Londons liege, dass die Verhandlungen erfolgreich seien, sei es die Verantwortung der Regierung "für alle Eventualitäten vorzusorgen", so May.

Die Brexit-Gespräche in Brüssel sind am Montag in die fünfte Runde gestartet. Sie verlaufen äußerst zäh. Für diese Woche steht nur ein sehr dünnes Verhandlungsprogramm auf der veröffentlichten Tagesordnung.

 

+++ 18.57 Uhr: Robert Menasse erhält den Deutschen Buchpreis 2017 +++

Der Österreicher Robert Menasse erhält den Deutschen Buchpreis 2017 für den Roman ""Die Hauptstadt". Das gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandel in Frankfurt bekannt.

+++ 18.42 Uhr: Dutzende Tote Nilpferde im Okavango-Fluss entdeckt +++

In Namibia und in Botsuana sind Dutzende tote Nilpferde im Fluss Okavango entdeckt worden. Eine Untersuchung der Ursache laufe noch, doch seien die Tiere vermutlich an einer Milzbrand-Infektion (Anthrax) gestorben, erklärte die Regierung von Botsuana. Die Bevölkerung solle die Kadaver nicht anfassen, ein Verzehr sei hoch gefährlich. Die namibische Zeitung "New Era" berichtete, dass allein im relativ kleinen namibischen Bereich des Okavango über 100 tote Nilpferde gefunden worden seien. Was genau zu dem ungewöhnlichen Massensterben der Flusspferde geführt hat, blieb zunächst unklar. Der Milzbrand-Erreger findet sich vor allem in stehenden Gewässern, Überschwemmungsgebieten und Sümpfen.

+++ 18.27 Uhr: Bericht: Schavan soll Adenauer-Stiftung übernehmen +++

Die derzeitige Botschafterin Deutschlands beim Vatikan, Annette Schavan, soll einem Medienbericht zufolge im Frühjahr 2018 Vorsitzende der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung werden. Schavan habe das Angebot der Rückkehr nach Berlin aus Reihen der CDU erhalten, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf Parteikreise.

Die gebürtige Rheinländerin Schavan war von 2005 bis 2013 Bundesbildungsministerin und gab dieses Amt nach Aberkennung ihres Doktortitels auf. Kurz darauf wurde sie Vertreterin Deutschlands beim Vatikan. Schavan könnte nun Nachfolgerin von Hans-Gert Pöttering werden, der seit Ende 2009 Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung ist. Bei der thematischen Neuaufstellung der Volksparteien sollen dem Bericht zufolge zukünftig die entsprechenden Stiftungen verstärkt Hilfe leisten.

+++ 18.05 Uhr: US-Umweltminister kündigt Abschaffung des Klimaplans von Obama an +++

Die US-Regierung wird den Klimaplan von Ex-US-Präsident Barack Obama beenden. US-Umweltminister Scott Pruitt sagte im US-Bundesstaat Kentucky, er werde am Dienstag in Washington einen Gesetzentwurf zur Abschaffung des sogenannten Clean-Power-Plan der Vorgängerregierung unterzeichnen. Der "Clean Power Plan" von Obama sah vor, den Kohlendioxidausstoß von Kraftwerken bis 2030 um 32 Prozent unter das Niveau des Jahres 2005 zu senken.

+++ 17.34 Uhr: "Jahrhundert-Überfall" auf Geldtransporter vereitelt +++

Sie sollen einen "Jahrhundert-Überfall" mit Kalaschnikows auf einen Geldtransporter in Rheinland-Pfalz ausgeheckt haben. Aber noch rechtzeitig ließ die Polizei in Italien und Deutschland einen Ring Krimineller hochgehen, die Überfälle auf Geldtransporter oder Banken planten oder bereits begangen hatten. Bei der Operation "Last Day" (Letzter Tag) wurden mehrere Verdächtige in Italien festgenommen, einer auch in Rheinland-Pfalz, wie die italienische und die deutsche Polizei mitteilte.

Laut italienischen Medien wollten die Räuber im Raum Andernach zuschlagen und mit Sturmgewehren einen gepanzerten Transporter mit "mehreren Millionen" überfallen. Während ihrer Ermittlungen zu anderen Überfällen in Süditalien habe die Polizei im Mai von dem Plan in Deutschland Wind bekommen, hieß es unter anderem in der Zeitung "Corriere della Sera". 

+++ 17.24 Uhr: Berner Staatsanwaltschaft prüft Vergewaltigungsanzeige gegen Polanski  +++

Die Staatsanwaltschaft im Schweizer Kanton Bern wird sich mit der neuen Anzeige wegen Vergewaltigung gegen den französisch-polnischen Regisseur Roman Polanski befassen. Die Ankläger im Berner Oberland prüften nun, ob der Fall aus dem Jahr 1972 verjährt sei, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Prüfung ist nötig, weil die Gesetze zu sexuellen Übergriffen, vor allem bei Minderjährigen, sich in der Zwischenzeit mehrfach geändert haben, wie ein Staatsanwalt vergangene Woche erläutert hatte. Seinerzeit hatte eine Deutsche in der Schweiz Anzeige gegen Polanski erstattet. Der Regisseur habe sie als 15-jährige in seinem Haus in Gstaad im Kanton Bern vergewaltigt.

+++ 17.22 Uhr: Razzia wegen Betrugsverdacht bei niedersächsischen Landeschef Hampel +++

Wegen Betrugsvorwürfen hat die Lüneburger Staatsanwaltschaft die Privatwohnung des niedersächsischen AfD-Chefs Armin-Paul Hampel sowie die Landesgeschäftsstelle seiner Partei durchsuchen lassen. Die Razzia stehe im Zusammenhang mit einem im April 2017 durch eine Strafanzeige ausgelöstem Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts des Betrugs, teilte die Behörde dazu mit. Es deutete sich allerdings bereits eine teilweise Entlastung Hampels an.

+++ 17.11 Uhr: Bauern bangen wegen Regens teils um bessere Kartoffelernte +++

Die deutschen Bauern erwarten in diesem Jahr eine bessere Kartoffelernte, müssen wegen zu viel Regens aber teils um Erträge bangen. Besonders im Norden sind viele Felder derzeit nicht befahrbar, wie der Bauernverband am Montag in Berlin mitteilte. Auch das Einlagern bereite dann Schwierigkeiten. Bundesweit würden nun 11,3 Millionen Tonnen Kartoffeln erwartet und damit fast fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erträge seien aber regional unterschiedlich.

+++ 16.58 Uhr: Weiterer AfD-Politiker tritt in Mecklenburg-Vorpommern zurück +++

Ein weiterer Spitzenpolitiker der AfD in Mecklenburg-Vorpommern hat der rechtspopulistischen Partei den Rücken gekehrt. Am Montag legte der Beisitzer im Landesvorstand, Michael Bertram, sein Amt nieder. "Der Gesamtzustand des Landesverbandes ist besorgniserregend", heißt es in einer schriftlichen Erklärung Bertrams. Viele Funktionsträger der AfD seien mittlerweile so weit nach rechts gerückt, dass ein Unterschied zur NPD kaum noch erkennbar sei. "Viele Kreisverbände sind rechts unterwandert", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Einen Austritt aus der AfD ziehe er in Erwägung und werde darüber in den nächsten Wochen entscheiden.

+++ 16.43 Uhr: Bayerischer Rundfunk verteidigt seinen "Tatort" +++

Pornodreharbeiten und Gruppensex - aus Sicht des Bayrischen Rundfunks hat der "Tatort: Hardcore" aus München am Sonntagabend im Ersten polarisiert. "Ich kann durchaus verstehen, dass man sich über Pornografie empört", sagte die zuständige Redakteurin Stephanie Heckner in einem Interview mit dem eigenen Sender. Rund 20 Zuschauer äußerten sich negativ beim BR, in den Medien waren die Reaktionen unterschiedlich. "Das, was da stattfindet, ist in vielen Teilen und Praktiken empörend und auch ekelhaft", sagte Heckner weiter. "Was ich nicht verstehe, ist, dass man sich darüber empört, dass es im "Tatort" thematisiert wird. Pornografie ist millionenfach im Netz präsent und wird millionenfach genutzt. Und das alles ist für Kinder leicht zugänglich. Darüber sollte man nicht schweigen."

Der Sender verwies darauf, dass es von Anfang an eine enge Abstimmung zwischen der "Tatort"-Redaktion und der BR-Jugendschutzbeauftragten gegeben habe, die auch in der abschließenden Beurteilung des Films zu der Einschätzung führte, dass der Film für Jugendliche ab zwölf Jahren geeignet sei und somit für eine Ausstrahlung um 20.15 Uhr.

"Tatort"-Folge "Hardcore": Darum warf der "Tatort" einen Blick hinter die Kulissen der Porno-Branche
Tatort

Der am Sonntag ausgestrahlte "Tatort" aus München befasst sich mit einem ganz speziellen Milieu: Die Folge "Hardcore" wirft einen Blick hinter die Kulissen der Pornobranche. Eine Pornodarstellerin wird ermordet aufgefunden - die Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec, l.), und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) übernehmen den Fall.

+++ 16.25 Uhr: Finnlands Präsident wird mit 69 Jahren Vater +++

Der finnische Präsident Sauli Niinisto und seine Frau Jenni Haukio erwarten ihr erstes Kind. Niinisto ist bereits 69 Jahre alt - seine zweite Frau Haukio ist 40. Das Baby werde im Februar auf die Welt kommen, teilte das Büro des Präsidenten mit. Das Paar habe in den vergangenen Jahren viele Rückschläge hinnehmen müssen. In der sensiblen Anfangszeit der Schwangerschaft habe man daher noch nichts gesagt. Niinisto hat bereits zwei Söhne von seiner ersten Frau, die 1995 bei einem Autounfall starb. Er tritt bei den Wahlen im kommenden Jahr für eine zweite Amtsperiode an.

+++ 16.02 Uhr: 13-jährige Radfahrerin stirbt bei Unfall mit Betonmischer +++

Tragischer Verkehrsunfall im Ruhrgebiet: Ein 13-jähriges Mädchen ist in Mülheim an der Ruhr von einem Betonmischer tödlich verletzt worden. Der Lastwagenfahrer übersah die junge Radfahrerin offenbar beim Abbiegen, wie die Polizei in Essen mitteilte. Das Kind wurde an der Unfallstelle reanimiert, erlag aber wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Die 13-Jährige war laut Polizei mit einem gleichaltrigen Mädchen im Stadtteil Heißen auf einem kombinierten Fuß- und Radweg unterwegs, als sie von dem Betonmischer erfasst wurde. Das zweite Kind blieb unverletzt, erlitt aber wie der Fahrer einen Schock. Ein Notfallseelsorger nahm Kontakt mit den Angehörigen des Opfers auf. Auch die Rettungskräfte wurden fachmännisch betreut.

+++ 15.32 Uhr: Tschechische Feuerwehr rettet 300-Kilo-Frau aus Wohnung +++

Eine extrem übergewichtige Patientin hat in Tschechien für einen komplizierten Einsatz der Feuerwehr gesorgt. Um die 300 Kilogramm schwere Frau aus ihrer Wohnung zu retten, hätten die Einsatzkräfte die Eingangstür verbreitern und dabei Teile des Mauerwerks einreißen müssen, teilte eine Feuerwehrsprecherin in Pardubice (Pardubitz) mit. Vor dem Haus sei ein Baum gefällt worden, um den Weg für einen Gabelstapler freizumachen, hieß es weiter. Aus Feuerwehrschläuchen sei eine Trage improvisiert worden. Ein Spezialkrankenwagen habe die Frau dann ins Krankenhaus gebracht. Der Einsatz habe sechs Stunden gedauert und neben Sanitätern 20 Feuerwehrleute beschäftigt.

+++ 15.23 Uhr: 14 Migranten in Audi A6 eingepfercht +++

Die Polizei in Mazedonien hat nahe der Grenze zu Griechenland ein mit 14 Migranten aus Pakistan vollgepacktes Auto gefunden. Der Audi A6 mit gestohlenen Kennzeichen parkte am Sonntagabend an einer Straße wenige Kilometer vom Grenzübergang Bogorodica entfernt, wie der staatliche TV-Sender MRT berichtete. Der Fahrer habe fliehen können, hieß es. Die Pakistaner wurden den Angaben zufolge in ein Aufnahmezentrum in die 140 Kilometer nordwestlich gelegene Hauptstadt Skopje gebracht.

Mazedonien lag auf der Balkanroute, über die 2015 und Anfang 2016 insgesamt mehr als eine Million Menschen nach Westeuropa zogen. Seit März 2016 ist sie geschlossen. Doch nach wie vor versuchen Flüchtlinge und Migranten, über den Balkan in wohlhabende Länder der EU zu gelangen. Oftmals nehmen sie dafür die Hilfe von Schleppern in Anspruch.

+++ 15.08 Uhr: Polizei birgt völlig vernachlässigten Pflegepatienten aus Haus in Brandenburg +++

Einen unterernährten und dehydrierten Pflegepatienten hat die Polizei aus einem Haus im brandenburgischen Hohen Neuendorf geborgen. Wie die Beamten in Neuruppin mitteilten, wurde ein Nachbar des 62-Jährigen am Freitag auf dessen laute Schreie aufmerksam. Er rief daraufhin die Polizei, der sich in dem Haus ein schreckliches Bild bot. "Revierpolizisten stellten fest, dass der Pflegebedürftige nicht reden und laufen kann und in einem sehr schlechten Gesundheitszustand ist", erklärten die Beamten. Das Haus sei unbeheizt und stark verschmutzt gewesen. Eine Notärztin ließ den Mann "aufgrund von Unterernährung, Unterkühlung und Dehydrierung sofort ins Krankenhaus einweisen".

Der Mann hatte den Angaben zufolge die höchste Pflegestufe und hätte durch seine beiden im Haus lebenden Brüder und einen Pflegedienst gepflegt werden sollen, wie die Polizei weiter mitteilte. "Inwieweit die Verantwortlichen der Pflege nachkamen, wird nun im Rahmen eines Verfahrens wegen Misshandlung Schutzbefohlener überprüft", hieß es.

+++ 15 Uhr: Tom Petty nach seinem plötzlichen Tod wieder oben in den Charts +++

Wenige Tage nach seinem unerwarteten Tod ist der US-Rocksänger Tom Petty wieder ganz oben in den Charts: Sein Album "Greatest Hits" von 1993 stieg auf Platz zwei der Billboard-Liste, wie der Branchendienst Nielsen Music erklärte. Damit zogen die Verkäufe im Vergleich zur Vorwoche um rund 2230 Prozent an.

Getoppt wird Petty, der am vergangenen Montag mit 66 Jahren starb, nur von dem kanadischen Country-Star Shania Twain. Die Sängerin brachte mit "Now" ihr erstes Album seit 15 Jahren heraus, in dem sie unter anderem ihre Scheidung und Probleme mit ihrer Stimme verarbeitete.

+++ 14.57 Uhr: Ex-Nationalspieler Aogo will zwei Prozent seines Gehalts spenden +++

Ex-Nationalspieler Dennis Aogo vom VfB Stuttgart will künftig zwei Prozent seines Gehalts an soziale Projekte spenden. Damit beteiligt sich der 30-Jährige an der Aktion "Common Goal", an der bereits die beiden Fußballprofis Mats Hummels und Serge Gnabry mit jeweils einem Prozent ihres Jahresgehalts teilnehmen. "Wir wissen, dass wir in einer privilegierten Situation sind. Wir wissen aber auch, dass es vielen da draußen nicht so gut geht wie uns", sagte der Linksverteidiger. "Dieses Projekt ist vielleicht auch eine Möglichkeit, sich einander wieder etwas anzunähern."

Der Spanier Juan Mata von Manchester United hatte die Aktion Anfang August ausgerufen. Dahinter steht die Organisation Streetfootballworld, die nach eigenen Angaben 120 Fußballprojekte für benachteiligte junge Menschen in 80 Ländern unterstützt. Aogo möchte künftig vor allem benachteiligten Kindern helfen, "den Weg in eine bessere Gesellschaft zu finden". Er hofft, dass sich noch weitere Fußballprofis an der Aktion beteiligen werden. "In der Bundesliga sind wir jetzt zu dritt. Es werden meines Wissens nach noch einige interessante Spieler und Trainer folgen. Am Ende sind wir nur stark in der Gemeinschaft", sagte er.

+++ 14.52 Uhr: Razzia bei niedersächsischem AfD-Landeschef Hampel +++

Wegen Betrugsvorwürfen hat die Lüneburger Staatsanwaltschaft die Privatwohnung des niedersächsischen AfD-Chefs Armin-Paul Hampel sowie die Landesgeschäftsstelle seiner Partei durchsuchen lassen. Die Razzia stehe im Zusammenhang mit einem im April 2017 durch eine Strafanzeige ausgelöstem Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts des Betrugs, teilte die Behörde dazu mit. Zu den Details der Tatvorwürfe und den Durchsuchungsergebnissen machte sie keine Angaben. Der 60-jährige frühere ARD-Journalist Hampel ist zugleich auch Mitglied im AfD-Bundesvorstand. Bei der Bundestagswahl zog er über die Landesliste seiner Partei in den Bundestag ein. Betroffen von der Razzia durch Polizisten waren demnach Hampels Privatanschrift im Landkreis Uelzen sowie die niedersächsische AfD-Zentrale in Lüneburg. Hampel sei bei den Maßnahmen nicht angetroffen worden und habe bislang noch nicht zu den Vorwürfen gehört werden könnten, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter.

+++ 14.32 Uhr: Juso-Chefin Uekermann tritt ab +++

Die Juso-Bundesvorsitzende Johanna Uekermann zieht sich von der Spitze der SPD-Nachwuchsorganisation zurück. "Ich trete nach vier Jahren nicht noch einmal als Juso-Chefin an", sagte sie dem "Spiegel". Als Nachfolger bewirbt sich der bisherige Vize Kevin Kühnert aus Berlin. Der SPD-Nachwuchs hat rund 70.000 Mitglieder. Uekermann, die von ihrer Partei in Bayern auf einen aussichtslosen Listenplatz für den Bundestag gesetzt worden war, will nun beim Parteitag im Dezember für den SPD-Bundesvorstand kandidieren. Die 30-Jährige hatte ihren großen Moment, als sie Ende 2015 bei einem Parteitag den damaligen SPD-Chef Sigmar Gabriel mit kritischen Bemerkungen zu einem Schlagabtausch provozierte. Gabriel bekam bei seiner Wiederwahl nur 74 Prozent - der Anfang vom Ende seiner siebeneinhalbjährigen Zeit an der SPD-Spitze.

+++ 14.16 Uhr: Ankläger schwächen Vorwürfe gegen Anton Schlecker etwas ab +++

Im Bankrottprozess gegen den Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker hat die Staatsanwaltschaft ihre Vorwürfe etwas abgeschwächt. Man gehe inzwischen davon aus, dass Schlecker erst Ende 2010 klar gewesen sei, dass die Zahlungsunfähigkeit drohte, sagten die Ankläger vor dem Stuttgarter Landgericht. Zuvor waren sie davon ausgegangen, dass Schlecker schon Ende 2009 das Unheil kommen sah und trotzdem Firmenvermögen an seine Familie verschob. Der Zeitpunkt ist ein Knackpunkt in dem Prozess: Je später er angesetzt wird, desto besser für Schlecker und seine Kinder. Die Insolvenzanmeldung erfolgte erst im Januar 2012.

+++ 13.47 Uhr: Air Berlin - Ende Oktober kein Flugverkehr mehr möglich +++

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin wird voraussichtlich Ende Oktober den Flugbetrieb einstellen müssen. Im laufenden Insolvenzverfahren sei ein eigenwirtschaftlicher Flugverkehr unter dem Airline-Code AB "nach gegenwärtigem Erkenntnisstand spätestens ab dem 28. Oktober nicht mehr möglich", heißt es in einem Brief des Unternehmens an seine Mitarbeiter. Der Flugverkehr der nicht insolventen Töchter Niki und LG Walter werde weitergeführt.

Vorstandschef Thomas Winkelmann und der Generalbevollmächtigte im Insolvenzverfahren, Frank Kebekus, erinnerten in dem Brief daran, dass die vereinbarte Exklusivität der Verkaufsverhandlungen mit Lufthansa und Easyjet an diesem Donnerstag enden werde. "In wenigen Tagen werden wir mehr wissen", hieß es zum Stand der Gespräche. Nicht jeder Air-Berlin-Mitarbeiter werde bei den Käufern eine neue Anstellung finden. Deshalb sollte sich jeder aktiv auf dem Arbeitsmarkt umschauen.

+++ 13.15 Uhr: Kiew vermutet russische Auftraggeber bei Mord an Ex-Duma-Abgeordneten +++

 Im Mord an einem russischen Ex-Abgeordneten hat die Ukraine nach eigener Darstellung die Hintermänner ermittelt. Auftraggeber sei ein ehemaliger Lebensgefährte der damaligen Ehefrau Woronenkows gewesen, teilte Generalstaatsanwalt Juri Luzenko am Montag in Kiew mit. Luzenko behauptete, der Verdächtige habe den Mord in Zusammenarbeit mit dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB ausführen lassen. Der frühere russische Parlamentarier Denis Woronenkow war im März in Kiew auf offener Straße erschossen worden.

Der russische Politiker war kurz vor dem Mord in das Nachbarland geflohen und hatte den ukrainischen Pass erhalten. In seiner Zeit in der Duma hatte er unter anderem auch für die russische Einverleibung der Halbinsel Krim gestimmt. Der mutmaßliche Täter wurde von einem Leibwächter angeschossen und starb später im Krankenhaus. Der Mann hatte vorher in einem der nationalistischen Freiwilligenbataillone gedient, die im Osten des Landes gegen von Russland unterstützte Separatisten kämpfen.

+++ 12.58 Uhr: Amnesty nennt Vorwürfe gegen Steudtner "absurd" +++

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die Vorwürfe gegen die in der Türkei angeklagten Menschenrechtler als "absurd" bezeichnet. Die Anklage gegen den deutschen Amnesty-Mitarbeiter Peter Steudtner und zehn weitere Aktivistin "belegt erneut die Versuche der politischen Instrumentalisierung des türkischen Justizsystems", sagte der Chef von Amnesty Deutschland, Markus Beeko, in Berlin. Er forderte die sofortige Freilassung der Inhaftierten. "Jeder einzelne Tag in Haft ist einer zu viel."

+++ 12.36 Uhr: Mutmaßlicher Reichsbürger bestreitet Schuss auf Polizisten +++

Im Prozess gegen einen mutmaßlichen Reichsbürger vor dem Landgericht Halle hat der Angeklagte den Vorwurf des versuchten Mordes an einem Polizisten bestritten. Zum Auftakt am Montag bezeichnete Adrian U. die Anklage gegen ihn als widerrechtlich. Vor Verhandlungsbeginn sagte er auf die Frage einer Journalistin: "Ich habe eine Waffe in der Hand gehalten, ich habe aber zu keinem Zeitpunkt geschossen."
Dem Angeklagten wird versuchter Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstößen gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Der ehemalige Mister Germany soll im August 2016 bei der Zwangsräumung seines Hauses in Reuden in Sachsen-Anhalt auf einen Beamten einen Sondereinsatzkommandos (SEK) geschossen haben.

+++ 11.55 Uhr: Jamaika-Sondierungen beginnen nächste Woche Mittwoch +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat FDP und Grüne für Mittwoch nächster Woche zu getrennten Sondierungsgesprächen für eine Jamaika-Koalition eingeladen. Am folgenden Freitag sei dann ein gemeinsames Treffen von Union, FDP und Grünen geplant, sagte die CDU-Vorsitzende bei einer Pressekonferenz mit CSU-Chef Horst Seehofer in Berlin.

Für Zündstoff dürfte dabei die unionsinterne Verständigung auf eine Flüchtlings-Zielmarke sorgen. CDU und CSU hatten sich am Sonntagabend auf das Ziel verständigt, maximal 200 000 Flüchtlinge pro Jahr aufzunehmen. Der Kompromiss sieht aber Ausnahmen für Sondersituationen vor. Außerdem bekennen sich CDU und CSU ausdrücklich zum Recht auf Asyl im Grundgesetz und zur Genfer Flüchtlingskonvention.

Die Grünen sehen die Einigung kritisch. Der Kompromiss enthalte "Punkte, die wir bisher klar abgelehnt haben", darunter die Festlegung sicherer Herkunftsländer und Abschiebeeinrichtungen, sagte die Parteivorsitzende Simone Peter im WDR. Zudem wolle die Union die verschiedenen Flüchtlingsgruppen gegeneinander ausspielen. 

+++ 11.53 Uhr: US-Forscher Richard Thaler bekommt Nobelpreis für Wirtschaft +++

Der Nobelpreis für Wirtschaft geht in diesem Jahr an den US-Forscher Richard H. Thaler. Das teilte die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie am Montag in Stockholm mit.


+++ 10.47 Uhr: Kind missbraucht und gefilmt - Öffentlichkeitsfahndung nach Täter +++

Wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern fahnden Staatsanwaltschaft und Bundeskriminalamt (BKA) mit Bildern des Opfers nach einem unbekannten Tatverdächtigen. Der Beschuldigte soll im Zeitraum von Oktober 2016 bis Juli 2017 das etwa vier bis fünf Jahre alte Kind mehrfach schwer sexuell missbraucht, den Missbrauch gefilmt und auf einer kinderpornografischen Plattform im Darknet verbreitet haben, wie es in einer Mitteilung heißt. BKA und die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt gehen davon aus, dass der Missbrauch in Deutschland stattfand. Die bisherigen aufwendigen Fahndungsmaßnahmen hätten nicht zur Identifizierung des äußerst vorsichtig agierenden Tatverdächtigen geführt, von dem keine Bild- und Videoaufnahmen vorlägen. Deswegen habe das Amtsgericht Gießen nun eine Öffentlichkeitsfahndung mit Bildaufnahmen des Opfers angeordnet. Laut Mitteilung liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass das Opfer weiterhin dem Zugriff des Tatverdächtigen ausgesetzt ist, so dass ein fortgesetzter sexueller Missbrauch nicht auszuschließen sei.

+++ 10.25 Uhr: AfD findet Unionseinigung im Streit um Flüchtlingspolitik unzureichend +++

Die AfD hat den von CDU und CSU ausgehandelten Kompromiss in der Flüchtlingspolitik als unzureichend kritisiert. Die Einigung sei ein "komplettes Weiter so im Asylchaos", erklärte Fraktionschef Alexander Gauland. Es bleibe alles beim Alten, "jeder kann zu uns kommen, legal oder illegal spielt dabei weiterhin keine Rolle". Die Grenzen würden auch nach diesem Kompromiss offenbleiben. "Das Wort Obergrenze fällt in keinem Satz", kritisierte Gauland. Es sollten zwar maximal 200.000 Menschen aus humanitären Gründen nach Deutschland kommen dürfen, allerdings sei diese Zahl "nicht nur willkürlich und viel zu hoch festgelegt". Sie sei auch "pure Augenwischerei", weil trotzdem niemand an der Grenze zurückgeschickt werden solle.

+++ 10.18 Uhr: Polizei zerschlägt in Italien und Rheinland-Pfalz Bankräuber-Ring +++

Die italienische Polizei hat mit Hilfe der Behörden in Rheinland-Pfalz einen Ring mutmaßlicher Krimineller zerschlagen, der Banküberfälle und Überfälle von Geldtransportern begangen oder geplant haben soll. In Deutschland sei zunächst eine Person festgenommen worden, die Operation "Last Day" sei aber noch im Gange, sagte ein italienischer Polizeisprecher. Der Koblenzer Oberstaatsanwalt Rolf Wissen bestätigte eine Razzia und die Festnahme eines Mannes in der Nacht auf Montag im Raum Neuwied und Andernach. Dabei seien auch elektronische Geräte wie etwa Handys als Beweismittel sichergestellt worden. In Italien waren laut Polizei unter anderem die Provinzen Salerno, Foggia, Neapel und Verona betroffen. Die Polizei habe "kriminelle Taten mit größerer Bedeutung" aufgedeckt und andere verhindert, hieß es in einer Mitteilung.

+++ 9.59 Uhr: Japanische Forscher züchten medizinischen Wirkstoff in Hühnereiern +++

uf der Suche nach günstigen medizinischen Wirkstoffen im Kampf gegen schwere Krankheiten wie Krebs haben japanische Forscher das Hühnerei als Zuchtlabor entdeckt. Den Wissenschaftlern vom Nationalen Institut für Industriewissenschaften und Technologie in der Region Kansai gelang es, Hennen genetisch so zu verändern, dass sie Eier mit dem Protein Beta-Interferon legen, wie die "Yomiuri Shimbun" am Montag berichtete. Die Forscher pflanzten demnach zunächst Gene, die Beta-Interferon produzieren, in Zellen ein, aus denen Hühnersperma wird. Mit diesen Zellen wurden Eier befruchtet, um Hennen zu züchten, die dieses Gen tragen. Die Vögel legen nun Eier, die Beta-Interferon enthalten.

+++ 9.29 Uhr: Gericht in Sarajevo spricht bosnischen Ex-Kommandeur Naser Oric frei +++

Ein Gericht in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo hat den früheren Kommandeur der bosnischen Muslime in Srebrenica, Naser Oric, freigesprochen. Der 50-Jährige hatte sich wegen der Ermordung von drei Kriegsgefangenen während des Bosnienkriegs (1992-1995) verantworten müssen. Oric gilt vielen bosnischen Muslimen als Kriegsheld, weil er während des Kriegs die Verteidigung der Stadt Srebrenica organisierte. 

+++ 8.49 Uhr: Rodelbahn im Sauerland nach schwerem Unfall geschlossen +++

Nach dem schweren Unfall in einem Freizeitpark im Sauerland bleibt die Sommerrodelbahn nach Angaben des Betreibers mindestens bis zum Wochenende gesperrt. "Wir werden diese Woche nutzen, um den genauen Hergang des Unfalls zu analysieren", sagte der Geschäftsführer des Fort Fun Abenteuerlandes, Andreas Sievering. Auf der Rodelbahn "Trapper Slider" in Bestwig war einem Zwölfjährigen während der Fahrt am Samstag ein Teil seines Beines abgetrennt worden. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft werde ein Gutachter nach einer möglichen Ursache suchen. "Wenn wir einen schnellen Termin erhalten, wird das nicht länger als einen Tag dauern", sagte Sievering. Der Unfall ist nicht der erste auf einer Sommerrodelbahn in NRW - und auch nicht in diesem Freizeitpark. Unter anderem verunglückte im Juni 2000 auf einer heute nicht mehr existierenden Sommerrodelbahn ebenfalls im Fort Fun ein siebenjähriger Junge.

+++ 8.42 Uhr: Wanderer aus Deutschland stirbt bei Bergunfall in Frankreich +++

Ein 48-jähriger Deutscher ist am Sonntag beim Wandern in Frankreich tödlich verunglückt. "Er wollte nur ein Foto machen oder sich fotografieren lassen", erklärten Rettungskräfte. Demnach verlor der Mann dabei den Halt und stürzte vor den Augen seiner Familie 30 Meter tief von einer Klippe. Die Wanderer befanden sich in der Nähe des Dorfes Montclus im südfranzösischen Département Gard. Die Gegend ist für ihre schöne Landschaft bekannt und bei Touristen sehr beliebt.

+++ 8.02 Uhr: Schiff für dritten Castor-Transport in Neckarwestheim abgelegt +++

Im baden-württenbergischen Neckarwestheim hat am Montagmorgen ein für den dritten Atommüll-Transport auf dem Neckar vorgesehenes Transportschiff abgelegt. Der Schubverband sei gegen 7.00 Uhr in Richtung des stillgelegten Atomkraftwerks Obrigheim gestartet, teilte der Energiekonzern EnBW mit. Dort sollen drei Castor-Behälter mit ausgedienten Brennelementen auf das Schiff verladen werden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur könnte der Schubverband bereits am Mittwoch wieder zum etwa 50 Kilometer entfernten Zwischenlager am Kernkraftwerk Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) zurückfahren. Am 28. Juni hatte EnBW den bundesweit ersten Transport auf einem Fluss mit hoch radioaktivem Müll von Obrigheim nach Neckarwestheim geschickt. Bei seinen bisherigen Fahrten wurde der Schubverband von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet. Insgesamt sind fünf Transporte mit je drei Castoren geplant.

+++ 7.56 Uhr: FDP-Vize nennt Unions-Kompromiss "Basis" für Gespräche +++

Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat den zwischen CDU und CSU vereinbarten Kompromiss in der Flüchtlingspolitik als "erste Basis" für Koalitionsgespräche bezeichnet. Dass die Unionsparteien überhaupt "wieder miteinander sprechen", sei "schon mal die erste Basis" und die Voraussetzung, überhaupt in Gespräche über eine Jamaika-Koalition gehen zu können, sagte Strack-Zimmermann im ZDF-"Morgenmagazin". "Die Basis ist gelegt, wir werden uns auf Konsolidierungsgespräche einlassen." Kritisch äußerte sich Strack-Zimmermann über die Zahl von 200.000 Menschen, die laut dem am Sonntagabend erzielten Unions-Kompromiss pro Jahr maximal nach Deutschland kommen sollen. "Eine Zahl ist einfach gegriffen worden", sagte die FDP-Vizechefin. "Wir werden uns, was das Asylrecht betrifft, immer auf dem Boden des Rechtsstates bewegen. Wer hier Asyl beantragt, hat das Recht darauf." Die FDP werde sich auch "immer weiter um Flüchtlinge, die vor Krieg und Terror davonrennen" kümmern. Diese müssten, wenn wieder Frieden herrsche, aber auch wieder "nach Hause" begleitet werden.


+++ 6.15 Uhr: Grüne: Unions-Einigung nur "Formelkompromiss" +++

halten die Einigung von CSU und CDU auf eine Begrenzung des Flüchtlingszuzugs nicht für tragfähig. "Die Einigung atmet den Geist eines Formelkompromisses, über den beide wissen, dass er nicht länger halten muss, als bis zum ersten Gespräch mit FDP und Grünen", sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Die "eintägige Krisensitzung" am Sonntag habe gezeigt, dass die Einheit der Schwesterparteien vor der Bundestagswahl nur eine Inszenierung gewesen sei. Immerhin hätten sie damit einen ersten Schritt getan, um verhandlungsfähig zu werden. Ein Formelkompromiss überbrückt sprachlich unterschiedliche Standpunkte, ohne den Konflikt tatsächlich zu lösen. Die Unionsparteien hatten sich nach jahrelangem Streit über eine Flüchtlings-Obergrenze geeinigt und sich auf das Ziel verständigt, maximal 200.000 Flüchtlinge pro Jahr aufzunehmen. Der Kompromiss beinhaltet eine Ausnahme für Sondersituationen. 

Die Grünen haben vor der Wahl eine Obergrenze für den Fall einer Regierungsbeteiligung ausgeschlossen. FDP und Grüne warten auf den Beginn von Sondierungsgesprächen mit der Union. "Es wäre gut gewesen, wenn CDU und ihren Selbstfindungsprozess schon vor der Bundestagswahl gestartet hätten, dann hätten die Wähler über diesen Formelkompromiss auch mit abstimmen können", sagte Göring-Eckardt.

+++ 5.44 Uhr: Neues Cannabis-Gesetz: Gerangel um Kosten für Behandlungen +++

Gut ein halbes Jahr nach der Freigabe von auf Rezept in Deutschland hakt es noch bei der Abrechnung der stark gestiegenen Hanf-Therapien. Hersteller von Cannabis-Wirkstoffen kritisieren, die gesetzlichen Krankenkassen würden nicht alle Kosten übernehmen. "Es gibt Anlaufschwierigkeiten", sagt Marla Luther, Deutschland-Chefin der Firma Tilray. Die Ablehnungsquote der Kassen bei Cannabis-Therapien liege bei geschätzten 50 Prozent. Auch Michael Popp, Vorstandsvorsitzender des bayerischen Produzenten Bionorica, bemängelt eine noch "eher zurückhaltende Kostenerstattung" bei den verschriebenen Arzneien. Die Wirksamkeit von Cannabis ist bisher nicht vollends erforscht. Darauf berufen sich die gesetzlichen Krankenkassen.

+++ 5.07 Uhr: Zugstrecke zwischen Hamburg und Berlin zunächst nur eingleisig befahrbar +++

Die direkte Bahnverbindung zwischen Berlin und ist vier Tage nach dem Sturm "Xavier" seit Montagmorgen wieder frei - allerdings nur in eine Richtung. Bis der Bahnverkehr ohne Umleitungen wieder in beide Richtungen regulär verlaufe, könne es "noch mehrere Tage dauern", sagte ein Bahn-Sprecher. Von Hamburg nach Berlin können Pendler nun wieder auf direktem Wege fahren. Andersherum leitet die Bahn weiter über Stendal und Uelzen um, was für den Fahrgast eine Verzögerung von etwa einer Stunde bedeutet.

Allein auf der Strecke zwischen den beiden größten deutschen Städten habe es auf einer Länge von mehr als 40 Kilometern "massive  Beschädigungen" gegeben, teilte die Bahn mit. Deutlich schwerer scheinen die Schäden auf dem Abschnitt von nach Hamburg ausgefallen zu sein, weil sich die Arbeiten dort weiter hinziehen.  Insgesamt habe Sturm "Xavier", der vergangenen Donnerstag vor allem über Nord- und Ostdeutschland tobte, rund 1000 Kilometer der Bahninfrastruktur beschädigt.

+++ 5 Uhr: Erneut Aufmarsch von Rechtsradikalen in Charlottesville +++

In Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia hat es am Wochenende erneut einen Aufmarsch von Rechtsradikalen gegeben. Wie die Polizei mitteilte, zogen die Teilnehmer des Protestzuges mit Fackeln durch die Stadt. Der Aufmarsch vom Samstagabend sei allerdings mit rund 50 Teilnehmern deutlich kleiner gewesen als im August, als eine solche Demonstration in Gewalt umgeschlagen war. Zwischenfälle gab es demnach am Wochenende nicht. Bei der gewalttätigen Demonstration rechter Gruppen für den Erhalt eines Denkmals für einen Südstaatengeneral war Mitte August eine Gegendemonstrantin getötet worden, als ein mutmaßlicher Neonazi mit einem Auto in die Menge fuhr. US-Präsident Donald Trump war im In- und Ausland kritisiert worden, weil er nach dem rechtsextremen Aufmarsch zunächst undifferenziert von Gewalt auf "vielen Seiten" gesprochen hatte. Während der Bürgermeister von Charlottesville, Mike Singer, die Demonstranten vom Wochenende als "unerwünscht" bezeichnete, kündigten die Veranstalter an, sie würden wiederkommen.

jen/fs/DPA/AFP

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