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Macron will "Einheit der Nation" wiederherstellen

Bombenentschärfung in Hannover+++ 85-Jähriger stirbt am Mount Everest+++  Boko Haram lässt Schülerinnen frei +++Die News des Tages im Überblick.

Macron gewinnt Frankreich-Wahl

Macron gewinnt Frankreich-Wahl

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 22.20 Uhr: US-Streitkräfte: IS-Anführer in Afghanistan getötet +++

Der Anführer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Afghanistan, Abdul Hasib, ist bei einem Angriff von afghanischen und US-Soldaten getötet worden. Die US-Streitkräfte bestätigten in einer Erklärung den Tod Hasibs und "mehrerer weiterer ranghoher Vertreter" sowie von 35 Kämpfern der Dschihadistenmiliz bei einem Angriff Ende April im Osten des Landes. Bei dem Einsatz waren auch zwei US-Soldaten ums Leben gekommen.

+++ 21.24 Uhr: Macron will "Einheit der Nation" wiederherstellen +++

Der neu gewählte französische Präsident Emmanuel Macron will die Spaltung des Landes überwinden. "Ich kenne die Wut, die Angst und die Zweifel" der Franzosen, sagte der 39-Jährige in Paris. Sein Ziel sei es, "die Einheit der Nation zu sichern" und die Bürger wieder mit Europa auszusöhnen. Macron hatte die Wahl mit mehr als 65 Prozent der Stimmen gewonnen.

+++ 21.10 Uhr: Rutte zum Wahlsieg Macrons: Eine pro-europäische Wahl +++

Der niederländische Regierungschef Mark Rutte hat dem künftigen französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu dessen Wahlsieg gratuliert. "Das französische Volk hat eine deutlich progressive und pro-europäische Wahl getroffen", sagte Rutte. Er freue sich auf das erste Treffen mit Macron und die künftige Zusammenarbeit. 

+++ 20.26 Uhr: Le Pen gratuliert dem neuen Präsidenten Macron +++

Die bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich unterlegene Rechtspopulistin Marine Le Pen hat Wahlsieger Emmanuel Macron gratuliert. Sie wünsche ihm "im übergeordneten Interesse des Landes" und angesichts der "gewaltigen Herausforderungen" Erfolg, sagte Le Pen am Sonntagabend vor Anhängern in Paris. Zugleich begrüßte sie ein "historisches und massives Ergebnis" für ihre Front National.

+++ 20.00 Uhr: Emmanuel Macron gewinnt Wahl in Frankreich +++

Der unabhängige Pro-Europäer Emmanuel Macron hat die Präsidentschaftswahl in Frankreich gewonnen. Der frühere Wirtschaftsminister setzte sich bei der Stichwahl am Sonntag klar gegen die rechtspopulistische EU-Gegnerin Marine Le Pen durch. Ersten Hochrechnungen zufolge kam der 39-jährige Mitte-Kandidat auf mehr als 65,5 Prozent. Die Front-National-Kandidatin landete entsprechend bei unter 35 Prozent. Mit ihrer Niederlage ist die Gefahr eines französischen EU-Austritts, eines "Frexit", gebannt.
Macron wird der jüngste Präsident in Frankreichs Geschichte. Die Nachfolge des scheidenden Staatschefs François Hollande wird er spätestens am kommenden Sonntag antreten. Macron plant sozialliberale Reformen in Frankreich und will die Zusammenarbeit in der EU und in der Eurozone vertiefen. Ob er auch eine Regierungsmehrheit bekommt, wird sich erst bei der Parlamentswahl im Juni entscheiden.


+++ 16.42 Uhr: Prognosen sehen Emmanuel Macron bei Frankreich-Wahl klar in Führung +++

Mehrere Umfragen sehen den Pro-Europäer Emmanuel Macron bei der französischen Präsidentenwahl laut belgischen Medienberichten klar in Führung. Nach Zahlen von vier Umfrageinstituten liege der sozialliberale Macron mit mehr als 60 Prozent deutlich vor der Rechtspopulistin Marine Le Pen, meldete die Zeitung "Le Soir" am Sonntagnachmittag. Es handele sich um Umfragen vom Wahltag, aber nicht um Hochrechnungen.

Wie und von welchem Institut die Umfragen durchgeführt wurden und wie viele Menschen befragt wurden, schrieb das Blatt nicht. Der Rundfunksender RTBF zitierte eine Prognose, wonach Macron auf 62 bis 64 Prozent kommen könnte.

 +++ 14.18 Uhr: Doch keine Bahnstrecken in Hannover von Bombenräumung betroffen +++

Der Hauptbahnhof Hannover kann während einer geplanten Bombenentschärfung nun doch von Zügen der Deutschen Bahn angefahren werden. Nach Angaben eines Bahnsprechers und der Stadt Hannover wurde die Bahnstrecke freigegeben, so dass der Hauptbahnhof wieder normal genutzt werden könne. Fahrgäste sollen aber weiterhin auch an den Ersatzhaltestellen ein-, aus- und umsteigen können. Ursprünglich hatten Züge den Hauptbahnhof umfahren sollen, der ein wichtiges Drehkreuz im Fernverkehr ist.

+++ 13.59 Uhr: Fahranfänger rast mit 190 Sachen durch Hamburg +++

Ein Fahranfänger ist mit 190 Stundenkilometern durch Hamburg gerast. Er wurde am Samstag bei erlaubten 80 Stundenkilometern von Zivilpolizisten in Bergedorf erwischt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Dem 25-jährigen Raser drohen nun 1200 Euro Strafe, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg.

+++ 13.12 Uhr: Weltweit längste Hängeseilbrücke für Fußgänger im Harz eröffnet +++

Die weltweit längste Hängeseilbrücke für Fußgänger ist im Harz eröffnet worden. Das frei schwebende Teil des Bauwerks ist 458 Meter lang und schwebt 100 Meter über dem Staubecken der Rappbodetalsperre, wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtete.

Die Gesamtlänge des Bauwerks gibt der Betreiber der Brücke in der Stadt Oberharz am Brocken mit 483 Metern an. Die Brücke schlägt damit die bislang längste Hängeseilbrücke im russischen Sotschi, die 439 Meter lang ist.

Der Laufsteg über Gitterroste wird von einem 1,30 Meter hohen Geländer gesäumt und ist seitlich durch Edelstahlnetze verschlossen - und nach Betreiberangaben daher ohne weitere Sicherheitsausrüstung begehbar. Das Ticket für eine Hin- und Rücktour über Drehkreuze kostet demnach sechs Euro.

+++ 11.13 Uhr: Wassermotorräder kollidieren mit Boot - zwei Tote +++

Im Hafen von Kopenhagen ist ein kleines Freizeitboot von einem oder mehreren Wassermotorrädern angefahren worden. Wie die Polizei mitteilte, kamen die beiden Amerikanerinnen, die das Boot gemietet hatten, dabei ums Leben. Eine Frau starb noch am Abend, die zweite in der Nacht zum Sonntag im Krankenhaus. Fünf weitere Menschen wurden verletzt. Gegen acht Fahrer wird nun ermittelt. Sie waren mit hoher Geschwindigkeit in dem innerstädtischen Fahrwasser unterwegs, obwohl es nicht für Wassermotorräder zugelassen ist. Nach dem Zusammenstoß hatten einige von ihnen die Flucht ergriffen.

+++ 11.12 Uhr: Bauarbeiter von Straßenwalze überrollt – tot +++

Ein 78 Jahre alter Bauarbeiter ist im bayerischen Erding von einer Straßenwalze überrollt und tödlich verletzt worden. Nach Polizeiangaben hatte ein Kollege den Mann mit der Walze erfasst, als er bei Bauarbeiten auf einem Gehweg rückwärts fahren wollte. Der Mann erlitt schwere Kopfverletzungen. Für ihn kam jede Hilfe zu spät, er starb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer der Walze und sein Kollege, die den Unfall mit ansehen mussten, kamen ins Krankenhaus. Die genaue Unfallursache war zunächst unklar.

+++ 7.04 Uhr: Studie: Glutenverzicht nützt dem Herz nichts +++

Ein freiwilliger Verzicht auf Gluten, das in Weizen und weiteren Getreidearten enthaltene Klebereiweiß, bringt keine Vorteile für die Herzgesundheit. Das geht aus Gesundheits- und Ernährungsdaten von rund 110.000 Amerikanern über 24 Jahre hinweg hervor. US-Forscher stellten die Metaanalyse jetzt im "British Medical Journal" vor.

Sie hatten gesunde, nicht an Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie) leidende Teilnehmer nach deren Gluten-Konsum in fünf Gruppen eingeteilt und deren Herzgesundheit betrachtet. "Sogar in der Gruppe mit dem niedrigsten Gluten-Konsum gab es dieselben Raten an koronarer Herzerkrankung wie in der Gruppe mit dem höchsten Konsum", so Mitautor Andrew Chan von der Harvard School of Medicine.

"Gluten ist selbstverständlich schädlich für Menschen mit Zöliakie", betont Autor Benjamin Lebwohl (Columbia University). Aber durch populäre Diätbücher glaubten viele Menschen, dass eine Gluten-arme Diät für jeden gesund sei. Wer aber auf Vollkorn-Produkte verzichte, laufe auch Gefahr, gleichzeitig deren schützenden Effekt vor Herzerkrankungen zu verlieren.

+++ 6.04 Uhr: 50.000 Menschen müssen in Hannover ihre Häuser verlassen +++


Wegen einer Bombenentschärfung müssen rund 50.000 Menschen in Hannover ab 9 Uhr ihre Wohnungen und Häuser in einem dicht besiedelten Gebiet verlassen. Auf einem Baugelände im Stadtteil Vahrenwald wurden zunächst 13 Blindgänger vermutet, an fünf Punkten hatte sich der Verdacht nach Sondierungsarbeiten erhärtet.

Am frühen Nachmittag soll mit dem Bergen und Entschärfen der vermuteten Bomben begonnen werden. Die Aktion kann bis in den Abend dauern. Zum ersten Mal bietet die Stadt auch ein Kultur- und Sportprogramm für die Betroffenen an. Museumsführungen, Kinofilme für Kinder und ein Spielenachmittag für Senioren sind geplant. Bereits am Freitag waren erste Bewohner von Alten- und Pflegeheimen vorübergehend umgezogen.

Auch Bahnreisende müssen sich auf Behinderungen einstellen. Sie dürften zum Teil länger unterwegs sein oder müssen zusätzlich umsteigen. Ab dem frühen Nachmittag halten praktisch alle über Hannover fahrenden IC- und ICE-Züge nicht mehr im Hauptbahnhof, sondern stoppen bei Ersatzhalten in Wolfsburg, Lehrte, Wunstorf und Hannover Messe/Laatzen. Auch im Bahn-Regionalverkehr müssen sich die Fahrgäste auf Umsteigen einstellen.

+++ 04.49 Uhr: Stromnetzausbau kommt langsam in Gang +++

Der für die Energiewende dringend nötige Stromnetzausbau kommt nach jahrelangen Verzögerungen langsam in Gang. Das geht aus dem Bericht hervor, den der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, in Bonn präsentieren will. Es bleibt aber dabei, dass die drei großen neuen Nord-Süd-Stromautobahnen zur Versorgung Bayerns und Baden-Württembergs bis zur Abschaltung der letzten deutschen Atomkraftwerke 2022 noch nicht fertig sein werden. Für die Versorgung Süddeutschlands und zur Sicherheit der Stromnetzstabilität in kritischen Phasen werden deshalb noch jahrelang erhebliche Kapazitäten an Reservekraftwerken gebraucht.

+++ 4.41 Uhr: 85-Jähriger stirbt bei Rekordversuch am Mount Everest +++

Beim Versuch, den Rekord als ältester Bezwinger des Mount Everest zurückzuerobern ist ein 85-Jähriger am höchsten Berg der Welt gestorben. Der nepalesische Ex-Soldat Min Bahadur Sherchan starb im Basislager des Mount Everest, wie ein Beamter des nepalesischen Tourismusministeriums berichtete.

Sherchan hatte im Jahr 2008 im Alter von 76 Jahren den Rekord als ältester Mensch auf dem Mount Everest aufgestellt. Fünf Jahre später brach der damals 80 Jahre Japaner Yuichiro Miura seinen Rekord. Vor seinem neuerlichen Anlauf zum Gipfelsturm hatte Sherchan AFP im Februar gesagt, ihm gehe es nicht darum, Miura zu übertrumpfen, sondern seinen eigenen Rekord zu brechen.

Derzeit halten sich hunderte Bergsteiger am Fuße des Mount Everest auf, um sich an die Höhenluft zu gewöhnen. Während des kurzen jährlichen Zeitfensters zum Bezwingen des Berges - üblicherweise sind die Wetterbedingungen Mitte Mai am günstigsten - wollen fast 750 Menschen den Aufstieg wagen.

+++ 4.40 Uhr: Bob-Olympiasieger Holcomb mit 37 Jahren tot aufgefunden +++

Der frühere Bob-Olympiasieger Steven Holcomb aus den USA ist tot. Die Leiche des 37-Jährigen wurde in seinem Zimmer im Olympischen Trainingszentrum in Lake Placid (US-Bundesstaat New York) gefunden, wie das Olympische Komitee des Landes mitteilte. Die Todesursache wurde nicht genannt.

Holcomb nahm für sein Land an drei aufeinanderfolgenden Olympischen Winterspielen teil und gewann 2010 in Vancouver als Pilot des Viererbobs mit seiner Mannschaft die Goldmedaille - die erste eines US-Teams in dieser Disziplin seit 1948. Bei den Winterspielen in Sotschi holte er 2014 jeweils Bronze im Zweier- und Viererbob.

+++ 2.47 Uhr: Nigerianische Boko-Haram-Miliz lässt 82 entführte Schülerinnen frei +++

Gut drei Jahre nach ihrer Entführung aus einer Schule im nigerianischen Chibok sind 82 Mädchen von der islamistischen Terrormiliz Boko Haram freigelassen worden. Das Büro von Präsident Muhammadu Buhari bestätigte auf Twitter entsprechende Medienberichte: "Nach langwierigen Verhandlungen haben unsere Sicherheitsdienste diese Mädchen zurückgeholt, im Austausch für einige von den Behörden festgehaltene Boko-Haram-Verdächtige." Die freigelassenen Mädchen sollen demnach an diesem Sonntag in die Hauptstadt Abuja gebracht und von Buhari empfangen werden.

Im April 2014 hatte Boko Haram 276 überwiegend christliche Schülerinnen aus Chibok im instabilen Nordosten des Landes verschleppt. Etwa 50 von ihnen gelang kurz danach die Flucht. Die Entführung der Schülerinnen sorgte international für Entsetzen. Im Internet entwickelte sich rasch eine Solidaritätskampagne für die Freilassung der Mädchen. Viele Prominente, darunter die damalige US-First-Lady Michelle Obama, unterstützten die Kampagne "Bring Back Our Girls" (BBOG, Bringt unsere Mädchen zurück). Rund 50 der etwa 270 Mädchen konnten damals noch im Wirrwarr der Entführung fliehen.

kng/DPA/AFP

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