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+++ Ticker +++

Unwetter ziehen über Deutschland - weiße Straßen in München

USA entsenden zweiten Flugzeugträger Richtung Nordkorea +++ Schweden stellt Ermittlungen gegen Assange ein +++ Chelsea Manning postet Foto nach Freilassung +++ Digital-Ticket bei der Bahn fällt durch +++  Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Der Frühling in München. P.S.: Im Hamburg scheint die Sonne.

Der Frühling in München. P.S.: In Hamburg scheint die Sonne.

Die aktuellen Nachrichten für Sie im Überblick.

+++ 22.24 Uhr: Mindestens 141 Tote bei Attacke auf lybischen Stützpunkt +++

Bei dem Angriff regierungstreuer Kämpfer in Libyen auf einen Stützpunkt rivalisierender Einheiten sind nach Angaben aus Armeekreisen mindestens 141 Menschen getötet worden. Bei den meisten Opfern handele es sich um Soldaten, die dem abtrünnigen General Chalifa Haftar angehörten, teilte ein Sprecher der Haftar-treuen Truppen mit. Weitere Opfer seien Zivilisten, die auf dem Stützpunkt arbeiteten oder sich in der Nähe aufhielten, überdies habe es standrechtliche Hinrichtungen gegeben.

+++ 20.37 Uhr: Palästinenser bei Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften verletzt +++

Dutzende Palästinenser sind am Freitag bei Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften nach palästinensischen Angaben verletzt worden. Der Rote Halbmond und das Gesundheitsministerium im Gazastreifen teilten mit, die Demonstranten, die sich mit hungerstreikenden Häftlingen solidarisierten, seien durch Tränengas, Gummigeschosse und scharfe Schüsse verletzt worden. Tausende Menschen demonstrierten in verschiedenen Teilen des von Israel besetzten Westjordanlandes sowie im abgeriegelten Gazastreifen, wie AFP-Journalisten berichteten. Hunderte Bewohner des Gazastreifens näherten sich laut Fotografen der Grenzabsperrung, die das Gebiet von Israel trennt. Sie schwenkten palästinensische Flaggen, warfen Steine und verbrannten Autoreifen.

+++ 19.14 Uhr: Vier Jungen bei Explosion in der Schweiz teils schwer verletzt +++

Eine Explosion hat an einem Holzhaus in der Schweiz nach Medienberichten vier Jungen verletzt - einige von ihnen schwer. Es soll sich um Jungen im Alter von zehn bis zwölf Jahren handeln. Passanten hätten die Jungen auf der Wiese vor dem Haus gefunden, meldete der Schweizer Rundfunk SRF. Der Zwischenfall ereignete sich nach diesen Angaben in Fehraltorf etwa 20 Kilometer östlich von Zürich. Die Polizei sei dort im Einsatz.

+++ 18.48 Uhr: Anthony Weiner bekennt sich in Sexaffäre schuldig +++

Der frühere US-Kongressabgeordnete Anthony Weiner hat sich schuldig bekannt, einer 15-Jährigen obszöne Texte geschickt zu haben. "Ich habe eine Krankheit, aber ich habe keine Entschuldigung", sagte der 52-jährige Weiner bei der Anhörung in einem US-Bundesgericht in New York. Weiner sei auf freiem Fuß, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ein Strafmaß soll am 8. September verkündet werden. Auf die fragliche Straftat stehen bis zu zehn Jahre Haft.

Die anzüglichen Textnachrichten hatten indirekt eine möglicherweise mitentscheidende Rolle im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 gespielt. Weiners damalige Ehefrau Huma Abedin war eine enge Vertraute der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton. Bei der Untersuchung von Weiners Computer war zufällig aufgefallen, dass Abedin E-Mails von Clinton auf Weiners Computer weitergeleitet hatte.

+++ 17.47 Uhr: Assange spricht von "wichtigem Sieg" +++

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat die Entscheidung der schwedischen Justiz als "wichtigen Sieg" bezeichnet. Das sagte Assange auf dem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London. Schweden hatte zuvor die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Assange überraschend fallengelassen. Der Australier lebt seit fast fünf Jahren im selbstgewählten Exil in der Botschaft, weil er eine Auslieferung befürchtet.

+++ 17.09 Uhr: Unwetter mit Hagel: weiße Straßen in München +++

Ein heftiges Unwetter hat im Raum München für Hagel und starken Regen gesorgt. Bis zu drei Zentimeter große Hagelkörner seien herabgeprasselt, berichtete ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in München. In der bayerischen Landeshauptstadt waren Straßen kurzzeitig weiß, Regenrinnen liefen über. Binnen einer Viertelstunde seien zwölf Liter Regen gefallen, sagte der DWD-Experte. Das Wetter sei von süden her über München gezogen. Größere Schäden waren zunächst nicht bekannt.

+++ 16.56 Uhr: Groschek soll SPD-Chef in Nordrhein-Westfalen werden +++

Nach dem Rücktritt der scheidenden nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft vom Vorsitz der Landes-SPD will die Parteiführung den bisherigen Landesverkehrsminister Michael Groschek zum neuen Parteichef machen. Der Landesvorstand sprach sich für den 60-jährigen Politiker aus und will ihn bei einem Parteitag zur Wahl vorschlagen, wie Fraktionschef Norbert Römer mitteilte. Die Entscheidung fiel demnach einstimmig.

+++ 16.03 Uhr: Bestatterin soll Särge doppelt abgerechnet haben +++

Eine Bestatterin aus Salzgitter soll von Hinterbliebenen doppelt Geld für Särge kassiert haben. Durch diesen gewerbsmäßigen Betrug soll die Frau mehr als 130.000 Euro eingenommen haben. Im Landgericht Braunschweig begann der Prozess gegen die 41-Jährige, sie schwieg aber zu den Vorwürfen. Ihr Anwalt habe mitgeteilt, dass sie sich nicht äußern werde, sagte eine Gerichtssprecherin. Der Bestatterin wird vorgeworfen, von 2012 bis 2014 in 265 Fällen Geld für Einäscherungssärge verlangt zu haben. Der Betrag war aber bereits in einer Pauschale des Krematoriums enthalten, diese Information soll die Frau den Hinterbliebenen jedoch vorenthalten haben. Ein Urteil soll am 9. Juni fallen.

+++ 15.52 Uhr: Dreieinhalb Jahre Haft für Überfall mit Plastiktüte auf Fußgängerin +++

Wegen eines brutalen Überfalls auf eine Fußgängerin in Hamburg hat das dortige Landgericht einen 34-Jährigen zu drei Jahren und sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Es sei eine von sadistischen Zügen geprägte Tat gewesen, sagte die Vorsitzende Richterin. Sie deutete an, dass die Frau auch hätte sterben können. Nach Überzeugung der Strafkammer hatte der Angeklagte am vergangenen 3. November nach einem Streit mit seiner Verlobten beschlossen, eine andere Frau zu überfallen und zu quälen. Mit Latexhandschuhen und einer Plastiktüte ging er zum U-Bahnhof Farmsen und suchte sich die 37-Jährige als Opfer aus. Auf einem dunklen Weg versuchte er, ihr die Plastiktüte über den Kopf zu ziehen. Weil sie sich wehrte, schlug und verletzte er sie. Schließlich kamen Zeugen der Frau zu Hilfe.

+++ 14.35 Uhr: Haft für 80-Jährige wegen Totschlags mit Blumenvase +++

Das Landgericht Bremen hat eine 80 Jahre alte Frau wegen Totschlags zu acht Jahren Haft verurteilt. Das Gericht folgte damit weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die auf achteinhalb Jahre Gefängnis plädiert hatte. Der Seniorin wurde zur Last gelegt, dass sie im August vorigen Jahres eine Bekannte mit einer Blumenvase und einem Küchenmesser tödlich verletzte. Bei der Tat in einer Bremer Wohnung war Alkohol im Spiel. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert.

+++ 14.04 Uhr: Unwetter ziehen über Deutschland - schwerer Unfall auf A2 +++

Starkregen hat in Sachsen-Anhalt Überschwemmungen verursacht und einen schweren Unfall ausgelöst. Auf der Autobahn 2 kippte ein Lastwagen mit etwa 2000 lebenden Enten, Gänsen und Hühnern um. Wie die Polizei in Magdeburg mitteilte, waren an dem Unfall auch zwei Autos beteiligt. Dabei wurde eine Frau leicht verletzt. Der Unfall wurde nach Polizeiangaben von starkem Regen und Aquaplaning ausgelöst. Zwar sei die linke Fahrbahn wieder frei, die Bergung des Lastwagens jedoch noch nicht abgeschlossen. Wie viele der Vögel verendeten, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Außerdem musste die Feuerwehr wegen des starken Regens im Altmarkkreis mehrere Keller leer pumpen. Auch in vielen anderen Teilen Deutschlands werden Unwetter erwartet.

+++ 12.40 Uhr: CDU und FDP in NRW vereinbaren Koalitionsverhandlungen +++

Fünf Tage nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben CDU und FDP die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen vereinbart. Die Gespräche sollen nach Zustimmung durch die Landesvorstände in der kommenden Woche beginnen, wie CDU-Landeschef Armin Laschet und der FDP-Vorsitzende Christian Lindner mitteilten. Bei einer Einigung hätte eine schwarz-gelbe Koalition eine Einstimmenmehrheit im Düsseldorfer Landtag.

+++ 12.23 Uhr: 54-Jähriger verbrennt sich auf Münchner Marienplatz +++

Mitten auf dem Münchner Marienplatz hat sich ein 54-jähriger Mann selbst verbrannt. Der Mann sei in der Nacht zum Freitag mit seinem Auto in das Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt gefahren, habe sich dort vor dem Rathaus mit mehreren Litern Benzin überschüttet und selbst angezündet, teilte die Polizei mit. Passanten hätten zwar noch die Flammen gelöscht, der Mann sei aber kurz darauf in einer Klinik gestorben.

Zum Motiv der Tat konnte die Polizei zunächst noch keine Angaben machen. Der Mann habe mit einem Filzstift mehrere Parolen auf sein Auto geschrieben. Zu deren Inhalt machten die Ermittler zunächst keine Angaben. Ein Fremdverschulden sei auszuschließen.

+++ 12.00 Uhr: Freund mit Kreissäge getötet - mehr als zwölf Jahre Haft für Studentin +++

Weil sie ihren Freund mit einer Handkreissäge umgebracht hat, ist eine Studentin zu zwölf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht München sprach die 32-Jährige am Freitag des Totschlags an ihrem damaligen Lebensgefährten schuldig. Damit folgte das Gericht dem Plädoyer der Verteidigerin, die im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft keine lebenslange Freiheitsstrafe wegen heimtückischen Mordes gefordert hatte. Nach Überzeugung des Gerichts hat die Angeklagte den Mann Ende 2008 in Haar bei München beim Sexspiel mit der Kreissäge getötet.

+++ 11.33 Uhr: Zweiter US-Flugzeugträger patrouilliert nahe koreanischer Halbinsel +++

Inmitten wachsender Spannungen im Konflikt mit Nordkorea schicken die USA nach Medienberichten einen zweiten Flugzeugträger zu Patrouillenfahrten in die Gewässer nahe der koreanischen Halbinsel. Die "USS Ronald Reagan" werde sich voraussichtlich gemeinsam mit der "USS Carl Vinson" an Übungen im Westpazifik beteiligen, berichteten der US-Sender CNN und die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Auf längere Sicht sei geplant, dass die "Ronald Reagan", deren Heimathafen Yokosuka in Japan ist, die "Carl Vinson" in der Region ablöse, berichtete CNN unter Berufung auf Beamte des Pentagons.

Nach neuen Raketentests Nordkoreas hatten die USA Ende April als Demonstration der Stärke zum zweiten Mal in diesem Jahr die "Carl Vinsson" in die Region entsendet. Nach Angaben der US-Marine gibt es seit Jahren Doppeleinsätze von Flugzeugträgern im westlichen Pazifik.

Nordkorea hatte am vergangenen Sonntag erneut eine Mittelstreckenrakete getestet und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen. 


+++ +++ 11.11 Uhr: Schwedische Ermittlungen gegen Assange werden eingestellt +++

Nach siebenjährigen Ermittlungen stellt die schwedische Staatsanwaltschaft das Vergewaltigungsverfahren gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange ein. Staatsanwältin Marianne Ny habe beschlossen, die Ermittlungen nicht weiterzuführen, erklärte die Staatsanwaltschaft in Stockholm. Assange lebt seit 2012 im Exil in der ecuadorianischen Botschaft in London, weil er seine Auslieferung an die schwedische Justiz befürchtetet.

+++ 10.30 Uhr: Hells-Angels-Prozess startet ein Jahr nach Schüssen in Frankfurt +++

Rund ein Jahr nach Schüssen in der Frankfurter Innenstadt hat der Prozess gegen ein Mitglied der Hells Angels begonnen. Vor dem Landgericht Frankfurt wurde jetzt die Anklage verlesen. Diese lautet auf versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung. Der zur Tatzeit 56 Jahre alte Angeklagte soll einer von zwei Schützen sein, die am Nachmittag des Himmelfahrtstages 2016 auf einem belebten Platz auf einen Geländewagen geschossen haben.

Am Steuer des Wagens saß damals ein 41-Jähriger, der vorher nach einem Streit aus dem Rockerclub ausgeschlossen worden war. Es wurde daher über eine mögliche Racheaktion spekuliert. Der 41-Jährige sowie ein 20-Jähriger auf dem Rücksitz wurden schwer verletzt. Eine Frau auf dem Rücksitz blieb unverletzt. Das Gericht betonte mit Blick auf die Unverletzte, dass neben den angeklagten Vorwürfen auch versuchter Totschlag in Betracht komme. Der damals 38 Jahre alte mutmaßliche Komplize des Angeklagten ist noch immer auf der Flucht.

+++ 10.22 Uhr Sieben Sportplatz-Schläger von Jülich zu Haftstrafen verurteilt +++

Ein halbes Jahr nach dem Überfall auf ein Fußballspiel, bei dem Spieler und Zuschauer in Jülich bei Aachen zusammengeprügelt wurden, sind sieben Täter zu Haftstrafen verurteilt worden. Drei Angeklagte erhielten wegen gefährlicher Körperverletzung Haftstrafen von bis zu drei Jahren und drei Monaten. Bei vier weiteren Angeklagten wurden die Strafen zur Bewährung ausgesetzt. Ein Angeklagter wurde von den Richtern freigesprochen. Die Männer mit türkischen Wurzeln hatten laut Anklage die vermeintliche Ehrverletzung eines Freundes rächen wollen. Bei der Attacke hatten sie es demnach auf einen deutsch-libanesischen Spieler abgesehen, dabei aber auch andere Spieler und Zuschauer getreten und geprügelt, selbst als sie schon am Boden lagen. Zehn Menschen wurden verletzt.


+++ 10.13 Uhr: Kartellamt billigt Zusammenarbeit von Edeka und Budnikowsky +++

Das Bundeskartellamt hat die geplante Zusammenarbeit zwischen der regionalen Hamburger Drogeriemarktkette Budnikowsky und dem Einzelhandelskonzern Edeka freigegeben. Die Kooperation könne vor allem auf der Einkaufsseite strukturelle Nachteile von Budnikowsky gegenüber den Wettbewerbern dm und Rossmann verringern und damit dem Wettbewerb zugutekommen und den Verbrauchern nutzen, teilte die Behörde in Bonn mit.

Edeka und Budnikowsky wollen ein Gemeinschaftsunternehmen für die Beschaffung, Verwaltung und Logistik von Budnikowsky gründen. Der Betrieb der 181 Filialen im Großraum Hamburg soll in der Hand des Familienunternehmens bleiben. Edeka will mit dem so erworbenen Knowhow zudem eine eigene Drogeriekette in Deutschland aufziehen und damit gegen Rossmann und dm antreten.

+++ 10.07 Uhr: Messerangriff im Mailänder Hauptbahnhof - Terror ausgeschlossen +++

Ein Polizist und zwei Soldaten sind im Mailänder Hauptbahnhof von einem 20-Jährigen mit einem Messer angegriffen und verletzt worden. Der junge Mann habe das Messer unvermittelt gezückt und die Beamten attackiert, als diese ihn bei einer Routinekontrolle nach seinem Ausweis gefragt hätten, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Die Ermittler vermuten, dass es sich nicht um eine spontane Aggression handelte, schlossen Terrorismus als Tatmotiv aber aus, wie Ansa unter Berufung auf die Polizei in Mailand weiter meldete.

Die bisherigen Erkenntnisse deuten demnach vielmehr daraufhin, dass sich die Gewalt gegen die Kontrollen richtete. Der Mann sei den Ordnungskräften bereits wegen Drogendelikten - auch am Hauptbahnhof - bekannt gewesen. Der Angreifer wurde nach der Attacke festgenommen. Der Polizist und die Soldaten kamen mit Schnittverletzungen ins Krankenhaus, ihr Zustand sei "nicht besorgniserregend". Einer von ihnen sei bereits wieder entlassen worden.

+++ 9.18 Uhr: Männer verstecken sich nach Unfallflucht auf Misthaufen +++

Zwei junge Männer haben sich in Baden-Württemberg nach einem Unfall auf einem Misthaufen versteckt. Die Polizeibeamten konnten sie dort mit Unterstützung von Diensthunden allerdings recht bald aufspüren, wie die Polizei in Freiburg mitteilte. Kurz nach Mitternacht hatten Zeugen lautes Reifenquietschen und einen Knall gemeldet. Die Polizisten entdeckten daraufhin einen Wagen, der sich mehrfach überschlagen hatte.

Es stellte sich heraus, dass das Auto zuvor gestohlen worden war. Nach intensiver Fahndung durch Einsatzkräfte der Polizei und einer Hundestaffel wurden die beiden flüchtigen Autoinsassen auf einem Misthaufen entdeckt. Gegen den 21-jährigen Fahrer wird nun wegen mehrerer Verkehrsstraftaten und wegen Autodiebstahls ermittelt. Der 18-jähriger Beifahrer befand sich auf freiem Fuß.

+++ 9.16 Uhr: Chinesische Kampfjets fangen laut Medienberichten US-Militärflugzeug ab +++

Zwei chinesische Kampfjets haben einem Medienbericht zufolge ein US-Militärflugzeug über dem Ostchinesischen Meer abgefangen. Das US-Flugzeug vom Typ WC-135 Constant Phoenix sei auf einer Routinemission in internationalem Luftraum unterwegs gewesen, berichtete NBC News unter Berufung auf US-Vertreter. Die WC-135 ist ein sogenanntes Schnüffelflugzeug, das die Atmosphäre auf atomare Strahlung prüft.

Die Besatzung des US-Flugzeugs habe das chinesische Vorgehen als "unprofessionell", aber nicht gefährlich eingestuft, berichtete NBC. Das Verhalten werde Peking gegenüber auf "angemessenen diplomatischen Kanälen" angesprochen.

+++ 8.13 Uhr: Whistleblowerin Chelsea Manning postet erstes Porträt nach Entlassung +++

Die Whistleblowerin Chelsea Manning, 29, hat ein erstes Porträt von sich nach der Freilassung aus der US-Militärhaft veröffentlicht. "Okay, also hier bin ich", schrieb sie auf Twitter zu dem Foto, das sie mit Kurzhaarschnitt und rotem Lippenstift zeigt. 

Manning, die vor ihrer Geschlechtsumwandlung Bradley hieß, saß knapp sieben Jahre lang in Haft und war am Mittwoch wieder auf freien Fuß gekommen. 2013 war sie zu 35 Jahren Haft unter anderem wegen Spionage verurteilt worden. Sie hatte einen großen, geheimen Datenfundus aus der US-Armee an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergegeben.
Darunter war Material, das unter anderem schwere Verfehlungen von US-Soldaten zeigte. Der frühere US-Präsident Barack Obama, dessen Regierung für eine strenge Linie gegen Whistleblower stand, verkürzte die Haft kurz vor Ende seiner Amtszeit.

+++ 06.57 Uhr: Große Mehrheit in Umfrage gegen Digital-Ticket der Bahn +++

Die Bürger halten bislang nicht viel von den Plänen der Bahn zum Ersatz traditioneller Fahrkarten durch Digital-Tickets auf dem Smartphone. In einer Emnid-Umfrage für das Magazin "Focus" sprachen sich 68 Prozent gegen die Neuerung aus. Nur 27 Prozent waren dafür. Besonders ablehnend äußerten sich Frauen. Sie wollten zu 73 Prozent bei der bekannten Bahnfahrkarte bleiben.

Bahn-Chef Richard Lutz hatte am Wochenende angekündigt, mittelfristig den klassischen Fahrschein auf Papier durch digitale Tickets auf dem Smartphone zu ersetzen. Emnid befragte für die Erhebung insgesamt 1004 Bürger.

+++ 6.20 Uhr: Bundestag gewährt Kindern von Samenspendern Recht auf Wissen um Herkunft +++

Wer durch eine Samenspende gezeugt wurde, hat künftig einen gesetzlichen Anspruch auf Wissen um seine Abstammung. Der verabschiedete in der Nacht zu Freitag ein Gesetz zur Einrichtung eines bundesweiten Samenspenderregisters. Dort werden Daten zu Samenspendern und Empfängerinnen gespeichert und 110 Jahre aufbewahrt. Nach Inkrafttreten des Gesetzes im kommenden Jahr kann jeder, der vermutet, durch Samenspende gezeugt worden zu sein, einen Antrag auf Auskunft aus dem Zentralregister stellen.

+++ 6.10 Uhr: 2000 Jahre alte Zeugnisse in Gefahr +++

Zähne und sogar Haarsträhnen haben sich über 2000 Jahre erhalten. Die Mumien im Universitätsmuseum von Sanaa sind ein wertvoller archäologischer Schatz. Doch ob sie die nächsten Monate überdauern werden, ist ungewiss. Die Kämpfe im Jemen drohen auch die Zeugnisse der Geschichte des Landes zu zerstören."Selbst unsere Mumien sind vom Krieg betroffen", sagt Abdulrahman Dscharallah, der die archäologische Fakultät der in der Hauptstadt leitet. "Die Mumien brauchen ein geeignetes und kontrolliertes Raumklima und regelmäßige Pflege, zum Beispiel müssen sie alle sechs Monate desinfiziert werden."

Doch meist fehlt der Strom, um die Mumien zu klimatisieren. Und auch an den nötigen Chemikalien mangelt es, weil die Häfen blockiert sind. "Manche Mumien haben zu faulen begonnen, und wir haben damit zu tun, den Gestank unter Kontrolle zu bringen", sagt Dscharallah.

+++ 5.30 Uhr: Wähler im Iran stimmen über künftigen Präsidenten ab +++

Im hat die Wahl des nächsten Präsidenten begonnen. Der moderate Amtsinhaber Hassan Ruhani bewirbt sich um eine zweite Amtszeit, um seinen Kurs der Öffnung und Entspannung fortsetzen zu können. Ruhanis konservativer Herausforderer Ebrahim Raisi präsentiert sich dagegen als Verteidiger der Armen und Arbeitslosen und wirbt für eine "Widerstandswirtschaft" und eine "Diplomatie der Stärke". Die Wahllokale öffneten um 08 Uhr (Ortszeit; 05.30 Uhr MESZ) und sollten um 18 Uhr schließen.

+++ 4.46 Uhr: USA verhängen Sanktionen gegen Venezuelas höchste Richter +++

Die USA haben gegen acht Richter des Obersten Gerichtshofes von Venezuela Sanktionen verhängt. Darunter ist auch der Präsident des Gerichtshofes, Maikel Moreno, teilte das US-Wirtschaftsministerium in Washington mit. Der Gerichtshof hatte vor einigen Wochen dem Parlament sämtliche Befugnisse entzogen, seine Entscheidung aber später wieder korrigiert.

+++ 4.06 Uhr: Fahrer vom Times Square stand möglicherweise unter Drogeneinfluss +++

Der Autofahrer, der am New Yorker Times Square mit hohem Tempo über den Gehweg gerast ist und dabei eine Frau tötete und 22 weitere Menschen verletzte, stand möglicherweise unter Einfluss von Drogen. Der 26-jährige Richard Rojas, ein Ex-Soldat der US-Marine aus dem Stadtteil Bronx, habe möglicherweise eine als "K2" oder "Spice" bekannte Droge konsumiert, die auch als synthetisches Marihuana bezeichnet wird. Das berichteten die TV-Sender CBS und "NY1" unter Berufung auf Strafverfolger.

ivi/AFP/DPA

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