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Papst Franziskus erlaubt Verhütung

Besonders zeitgemäß ist das katholische Verbot künstlicher Verhütung ohnehin nicht. Dass Papst Franziskus diesbezüglich eine Ausnahme erwägt, kommt trotzdem einer Sensation gleich.

Papst Franziskus über Verhütung

Gruß vom Papst: Franziskus hat sich überraschend zum Thema Verhütung geäußert

Papst Franziskus hält Schwangerschaftsverhütung für vom Zika-Virus bedrohte Frauen für akzeptabel - sie sei das "kleinere Übel", sagte das Oberhaupt der Katholischen Kirche bei einer Pressekonferenz im Anschluss an seinen Mexiko-Besuch während des Rückflugs. Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Schlimmer wäre für den Papst demnach eine Abtreibung, die nicht in Betracht gezogen werden dürfe. Es gebe einen klaren moralischen Unterschied zwischen Abtreibung und Verhütung. Der Schwangerschaftsabbruch bleibe immer ein "absolutes Übel".

Das von Mücken übertragene Zika-Virus, das sich vor allem in Südamerika rasch ausbreitet, steht im Verdacht, bei Babys Entwicklungsstörungen zu verursachen. Vor allem in Brasilien wurden zuletzt vermehrt Babys mit zu kleinen Köpfen geboren. So besteht die Gefahr, dass sich das Gehirn nicht richtig entwickeln kann und Schäden erleidet.

Papst Franziskus: "Donald Trump ist kein Christ"

Zuvor hatte Papst Franziskus bei seiner Mexiko-Reise den Vorschlag von US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump zum Bau einer Mauer an der US-Grenze zum Nachbarstaat Mexiko scharf kritisiert. "Eine Person, die daran denkt, Mauern statt Brücken zu bauen, ist nicht christlich. Das ist nicht das Evangelium", sagte der Argentinier laut Vatikan-Mitteilung am Donnerstag auf dem Rückflug von seiner Mexiko-Reise nach Rom.

Er wolle sich nicht in die US-amerikanische Politik einmischen, erklärte das katholische Kirchenoberhaupt. "Ich sage nur, dieser Mann ist kein Christ, wenn er solche Dinge sagt. Dann muss man schauen, ob er das so gesagt hat oder nicht." Trump hatte sich im Vorwahlkampf in den USA als Bewerber für die Kandidatur der konservativen Republikaner unter anderem für einen strikteren Umgang mit Einwanderern aus Mexiko stark gemacht.

Trump nannte die Aussagen des Papstes schändlich. Er sei von Mexikos Regierung irregeleitet worden. "Der Papst hat nur eine Seite der Geschichte gehört, sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung. "Er sieht weder die Verbrechen noch den Drogenhandel noch den schlechten Einfluss der aktuellen Politik auf die US-Wirtschaft."

Er fügte hinzu: "Wenn der Vatikan vom IS angegriffen wird, was das Ziel der Terrormiliz ist, wird sich der Papst noch wünschen und dafür beten, dass Donald Trump Präsident ist."

tim
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