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Pat und Patachon machen jetzt zusammen Wahlkampf

Viele konservative US-Republikaner hätten gerne die Unterstützung von Sarah Palin gehabt. Doch bekommen hat sie Donald Trump. Für seinen Wahlkampf heißt das: Nun ist alles möglich - oder alles wird unmöglich.

Trump Palin Rede I

Sätze von ewiger Rätselhaftigkeit: "Das Establishment trägt seine politische Korrektheit wie Sprengstoffgürtel vor sich her" - Sarah Palin ist, wie Trump auch, nie um populistische Kampfphrasen verlegen.

Wer die Mimik des Donald J. Trump beobachtete, als Sarah Palin ihre Lobesrede auf ihn, den möglichen Präsidentschaftskandidaten hielt, geriet schnell ins Rätseln: Waren seine Grimassen nun Ausdruck eines zutiefst Geschmeichelten? Oder grämte er sich, weil er völlig ungewohnt in der Position des Zuhörers war? Oder versuchte er komische Miene zum seltsamen Spiel zu machen, angesichts der Dinge, die Palin da von sich gab? Vermutlich war es ein wenig von allem, aber nun ist es ohnehin zu spät, denn Sarah Palin, die ehemalige Gouverneurin von Alaska, unterstützt seit Dienstag ganz offiziell Donald Trump. Viele seiner Konkurrenten wollten Sarah, aber er hat sie bekommen und im Grunde hat nur zusammengefunden, was auch zusammengehört: wie Pat und Patachon - zwei Geisterfahrer Seit an Seit. Und die Frage ist nur, ob diese Partnerschaft nun auch Früchte trägt und falls ja, welche. 


Sicher ist: Sarah Palin hat nichts zu verlieren. Ihren Ruf als bizarr-rechtes Irrlicht wird sie nicht mehr los. Doch trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb gilt sie unter vielen erzkonservativen Republikanern als Heldin. Die Theorie von Trumps Beratern dürfte deswegen so aussehen: Palin mag zwar verrückt sein, aber sie ist immer für ein paar, vielleicht sogar die paar entscheidenden Stimmen gut. Bis vor Kurzem unterstützte sie noch Ted Cruz, wie sie ein Vertreter der Tea-Party-Bewegung innerhalb der Republikaner. Cruz wiederum liegt in den Umfragen halbwegs aussichtsreich hinter dem Immobilienmogul. Also luchst Palin dem Konkurrenten Stimmen ab und schanzt sie Trump zu. Selbst wenn es am Ende nur für einen Vorsprung von einem halben Prozentpunkt reicht - egal. Wenn es aber dick kommt und doof läuft, dann raubt die Ex-Gouverneurin dem Milliardär den allerletzten Rest Glaubwürdigkeit. 

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