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Nach Nacktbild-Klau bei Lehrerin: Jetzt wird der Schüler angeklagt

Ein Schüler klaut das Handy seiner Lehrerin, auf dem er Nacktbilder von ihr findet. Die Lehrerin verliert daraufhin ihren Job. Doch jetzt hat der Fall auch für den 16-jährigen Teenager Konsequenzen.

Von Christoph Fröhlich

Ein Schüler nahm das Smartphone von Leigh Anne Arthur, entdeckte Nacktbilder seiner Lehrerin - und sie verlor ihren Job.

Ein Schüler nahm das Smartphone von Leigh Anne Arthur, entdeckte Nacktbilder seiner Lehrerin - und sie verlor daraufhin ihren Job.

Dieser Fall sorgte in den USA für mächtig Wirbel: Ein Schüler klaut das Handy seiner Lehrerin und entdeckt darauf Nacktbilder. Mit seinem Smartphone sichert er sich die Bilder und erzählt in der Klasse herum, dass er jedem die Bilder schicken würde, der sie haben wolle. Der Lehrerin droht er: "Dein Tag der Abrechnung ist gekommen." Die 33-jährige Leigh Anne Arthur ist verletzt und gedemütigt. Doch statt den Schüler zu bestrafen, gibt der Rektor der Lehrerin die Schuld. Weil sie dem Schüler pornografisches Material zur Verfügung gestellt haben soll, legt ihr die Schulverwaltung die Kündigung nahe. Nach 13 Dienstjahren räumte Arthur vergangene Woche ihren Schreibtisch. Auf den Fall angesprochen sagte Arthur gegenüber dem Sender "WKRN": "Dass meine Privatsphäre verletzt wurde, scheint niemanden zu interessieren. Das läuft einfach nur falsch."

Jetzt wird der Schüler angeklagt

Doch jetzt scheint sich das Blatt zu wenden: US-Medien melden, dass der 16 Jahre alte Schüler, der die Nacktbilder gestohlen hat, angeklagt werden soll. Der Teenager habe gegen den "Computer Crime Act" verstoßen und sich des Voyeurismus in einem besonders schweren Fall strafbar gemacht, erklärte Union Police Chief Sam White dem TV-Sender "WSPA". "Wenn du 16 bist, reicht es nicht mehr, dass es einem nur leid tut." Das Handy des Teenagers habe zudem ebenfalls sexuelle Bilder enthalten, fügte White hinzu.

David Eubanks, Rektor der Union High School, steht auch nach den jüngsten Entwicklungen zu seiner Entscheidung, die Lehrerin zur Kündigung bewegt zu haben. "Zu den wichtigsten Pflichten einer Lehrerin gehört die Aufsicht der Schüler", heißt es in einem Statement, dass Eubanks veröffentlicht hat. "Alle Aussagen und Beweisen deuten darauf hin, dass die Lehrerin zum Zeitpunkt der Tat nicht da war, wo sie hätte sein sollen … weitere Beweise zeigen zudem, dass Schüler regelmäßig das Handy mit der Erlaubnis der Lehrerin nutzten."

Arthur entgegnete, dass nur ein Schüler ihr Telefon benutzt habe - und der war ihr Neffe und hatte sowohl von Arthur als auch seiner Mutter die Erlaubnis, das Telefon zu nutzen. Der Schüler, der die Nacktbilder klaute, hatte demnach keinesfalls die Erlaubnis das Handy zu benutzen.  Das Smartphone der Lehrerin war nicht durch eine PIN oder ein Passwort gesichert. 

Petition fordert Comeback der Lehrerin

Mehrere Eltern und Schüler fordern, dass Arthur wieder unterrichten darf - mittlerweile haben mehr als 1500 Menschen eine entsprechende Online-Petition unterschrieben.

In einem Interview sagte Arthur dem 16-jährigen Schüler, der ihr Leben ruinierte: "Ich vergebe dir. Das macht es aber nicht besser. Was geschehen ist, ist geschehen, und ich hoffe, du hast deine Lektion gelernt. Und ich hoffe, dass du aus dem Fehler gelernt hast und dass du eines Tages eine Frau hast, die du wie ein Goldstück behandelst, und dass du willst, dass ihr so etwas nicht eines Tages passiert."


cf

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