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Geisterfahrer besuchte vor Unfall mehrere Lokale

Der Verursacher des Horror-Crashs auf der Autobahn bei Offenburg hinterließ keinen Abschiedsbrief. Die Polizei hält inzwischen eine Fahrt unter Alkohol- oder Drogenkonsum für möglich.

Der Verursacher des Horror-Crashs auf der Autobahn A5 nahe Offenburg ist nach neusten Erkenntnissen der Polizei womöglich unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gefahren. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 20-Jährige gezielt in die falsche Richtung gefahren ist. Dabei könnte es sich sogar um eine Mutprobe handeln. Auf einen Selbstmord gibt es nach Darstellung der Ermittler keine Hinweise. Ein Abschiedsbrief fehle.

Die Polizei konnte laut eigenen Angaben die letzten Stunden im Leben des Mannes genau nachvollziehen. Der Fahrer, der bei dem Unfall starb, verbrachte demzufolge den Abend und die Morgenstunden unmittelbar vor der Geisterfahrt in verschiedenen Lokalen. Deshalb schloss die Polizei nicht aus, dass er bei seiner Geisterfahrt am Sonntagmorgen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand. Außer dem Unfallfahrer starben fünf weitere Menschen.

Noch am Nachmittag hatte die Polizei erklärt, erste Erkenntnisse sprächen dafür, dass der 20-Jährige absichtlich gegen die Fahrtrichtung gefahren sei und sich eventuell habe umbringen wollen. "So einfach hat er es uns nicht gemacht", sagte der Chef der Offenburger Polizei, Reinhard Renter, laut dpa und meinte damit den Umstand, dass ein Abschiedsbriefe fehle. "Es gibt eine Vorgeschichte. Und dieser müssen wir jetzt nachgehen." Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben auch der Möglichkeit nach, dass es sich um eine Mutprobe gehandelt haben könnte.

Die Polizei setzte ein zehnköpfiges Team ein, die Rätsel um den schweren Unfall zu lösen. Die Beamten wollen weiter Freunde und Familie nach möglichen Motiven und Lebensumständen befragen. Renter erwartet langwierige Verhandlungen und rechnet damit, dass erst im kommenden Jahr ein Abschlussbericht vorgelegt werden könne. "In diesem Jahr wird das nichts mehr."

Bei dem Unfall waren fünf Menschen und der Geisterfahrer ums Leben gekommen. Der Unfallort sah aus wie ein Schlachtfeld. Überall sah man Leichenteile und Trümmer der Autowracks.

Ein Fahrfehler des jungen Mannes scheint eher unwahrscheinlich zu sein. Probleme mit der Verkehrsführung oder eine Baustelle bei der Autobahnauffahrt habe es nicht gegeben, sagte Polizeichef Renter. "Äußere Umstände, die den Fahrer verwirrt und in die falsche Spur gelenkt haben können, sind keine feststellbar." Es müsse davon ausgegangen werden, dass der 20-Jährige gezielt die falsche Richtung angesteuert habe.

Grund für die Geisterfahrt des 20-Jährigen unklar

Die Polizei konzentrierte sich auf das Umfeld des Unfallverursachers. Dies werde auch die Hauptaufgabe der kommenden Tage sein. Es gehe darum zu klären, warum der Mann auf der Autobahn in der falschen Richtung unterwegs war. Um dies herauszufinden, werde sein Leben durchleuchtet. "Es ist ein Puzzle, das wir zusammensetzen müssen", sagte der Polizeisprecher.

Gegen 6 Uhr am Sonntag waren ein voll besetzter VW Touran, der Richtung Süden fuhr, und der Wagen des Falschfahrers bei dichtem Nebel in Höhe des Parkplatzes Unditz frontal aufeinander. Der Geisterfahrer war sofort tot. Zwei junge Frauen und drei Männer wurden teilweise aus dem Touran herauskatapultiert. Alle fünf starben sofort an ihren schweren Verletzungen.

Bei dem Falschfahrer handelt es sich um einen 20-jährigen Mann aus dem Raum Offenburg, der alleine im Fahrzeug saß. Der ordnungsgemäß in Richtung Basel fahrende VW wurde von einem 30-Jährigen gesteuert. Der Fahrer sowie eine 23-jährige und eine 36-jährige Beifahrerin aus dem Raum Emmendingen kamen ums Leben. Die beiden weiteren Insassen sind noch nicht identifiziert.

tso/DPA/DPA

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