Startseite

Israelische Reisende im Visier der Terroristen

Mangelnde Obhut: Während die Bürger in Israel Schutz durch strenge Sicherheitskontrollen genießen, werden sie im Ausland schnell zur Zielscheibe von Terroristen. Als Täter des Selbstmordanschlags in Burgas kommen für Israel nur die Hisbollah und Teheran infrage.

  Israelis leben auf Auslandsreisen gefährlich. Am Mittwoch sind bei einem Selbstmordanschlag in Burgas sieben israelische Touristen getötet worden.

Israelis leben auf Auslandsreisen gefährlich. Am Mittwoch sind bei einem Selbstmordanschlag in Burgas sieben israelische Touristen getötet worden.

Schon kurz nach dem blutigen Selbstmordanschlag auf israelische Touristen an der bulgarischen Schwarzmeerküste standen für Jerusalem die Verantwortlichen fest. Die israelische Führungsriege zeigte am Donnerstag einhellig mit dem Finger auf Teheran und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon. Israels Reaktion auf den Terror im Urlaubsort Burgas werde hart ausfallen. "Wir werden jedes Mördernest an jedem Ort aufspüren", kündigte Staatspräsident Schimon Peres vor Journalisten an.

Wie der israelische Geheimdienst dies anstellen will, ist allerdings noch unklar. "Wir müssen schlau vorgehen", sagte der stellvertretende Außenminister Danny Ajalon. "Wir dürfen nicht aus der Hüfte schießen."

Der neue Anschlag mit sieben Toten verdeutlicht das Dilemma Israels als Staat im Dauerkonflikt, dessen Bürger im Ausland besonders gefährdet sind. Israelis fahren gerne und oft in Urlaubsorte in aller Welt, können dort jedoch ins Visier von Terroristen geraten. Die israelischen Reisenden sind die weiche Flanke des jüdischen Staates und häufig nur schwer zu schützen. Der israelische Militärexperte Ron Ben-Jishai sagte am Donnerstag, die Sicherheitsvorkehrungen in Bulgarien seien nicht zu vergleichen mit jenen für israelische Touristen etwa in Deutschland. "Dort gibt es extra gesicherte Terminals für israelische Flüge", sagte Ben-Jishai.

Anschläge auf israelische Bürger mehren sich

Immer wieder gab es in den letzten Monaten versuchte Anschläge auf Israelis im Ausland: Vor knapp zwei Wochen konnte auf Zypern nach Hinweisen des israelischen Geheimdienstes ein Libanese mit schwedischem Pass festgenommen werden. Er soll auf der Insel einen Anschlag auf israelische Touristen vorbereitet haben.

Nach israelischen Angaben hat die libanesische Hisbollah-Miliz schon mehrfach versucht, den Mord an ihrem Militärchef Emad Mughnija zu rächen. Die pro-iranische Schiiten-Bewegung machte den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad für die Tat im Februar 2008 in Damaskus verantwortlich. In zahlreichen Fällen sei es aber gelungen, geplante Anschläge zu verhindern, etwa in der Türkei, Aserbaidschan, Thailand und in Kenia.

Angesichts des ungelösten Konflikts in Nahost und des Säbelrasselns zwischen Israel und dem Iran werden immer mehr Urlaubsorte für Israelis sehr ungemütlich. Früher galt vor allem die nahe gelegene Türkei als beliebtes Ziel für israelische Reisende. Seit der dramatischen Verschlechterung der Beziehungen zwischen den früheren Bündnispartnern in den vergangenen Jahren meiden jedoch die meisten Israelis Ausflüge in das Land am Bosporus. Als Ausweichmöglichkeit werden heute mehr Reise-Pakete nach Griechenland und überhaupt Europa angeboten.

Kein vollständiger Schutz für Israelis

Doch der Anschlag in Burgas zeigt, dass es nirgendwo vollständige Sicherheit für Israelis gibt. Mit Sonderflügen brachte die israelische Armee am Donnerstag zahlreiche Verletzte zurück in ihre Heimat. Israelische Polizeiermittler bemühten sich in Burgas um die Identifikation der schlimm zugerichteten Leichen.

"Es war ein schrecklicher Anblick", erzählt Josef Solomon von der israelischen Organisation Zaka, die nach solchen Anschlägen auch kleinste sterbliche Überreste einsammelt, damit die Toten vollständig begraben werden können. "Die Menschen waren kaum wiederzuerkennen - es ist wirklich sehr schwer, darüber zu sprechen."

Sara Lemel/DPA/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools