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Wilderer töten britischen Piloten, der sie im Helikopter verfolgte

Zehntausende Elefanten werden jedes Jahr von Wilderern getötet, um an das wertvolle Elfenbein zu gelangen. Ein britischer Pilot wollte die illegale Jagd in Tansania verfolgen. Als die Wilderer ihn entdeckten, schossen sie auf ihn.

Die Elefantenpopulation in Afrika ist aufgrund von Wilderern stark zurückgegangen.

Der Handel mit Elfenbein boomt: Die Elefantenpopulation in Afrika ist aufgrund von Wilderern stark zurückgegangen. 

Ein britischer Pilot ist beim Abschuss seines Hubschraubers durch Wilderer in Tansania getötet worden. Roger Gower habe am Freitag ein Tierreservat am Rande des Serengeti-Nationalparks überflogen, um die illegale Jagd auf Elefanten zu dokumentieren, teilte die US-Naturschutzorganisation Friedkin Conservation Fund mit. Die Wilderer hätten auf die Helikopter geschossen und den Piloten tödlich verwundet.

Wie der britische "Telegraph" berichtete, schaffte es der Pilot noch, seinen Helikopter zu landen. Er sei jedoch gestorben, bevor Rettung eintraf. Gower unterstützte demnach lokale Ranger bei ihrer Suche nach Wilderern, nachdem ein toter Elefant gefunden worden war.

Das Außenministerium in London bestätigte den Tod eines britischen Staatsbürgers in dem ostafrikanischen Land. Laut einem Bericht des "Daily Telegraph" hatte Gower seinen Job als Buchhalter in London aufgegeben, um sich zum Piloten ausbilden zulassen. 

Schwarzmarkt-Handel mit Elfenbein boomt

Der internationale Handel mit Elfenbein wurde 1989 durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES verboten. Doch die Schwarzmarktpreise für Elfenbein sind in den vergangenen Jahren derart gestiegen, dass die Jagd auf Elefanten ein lukratives Geschäft für Wilderer geworden ist.

Zehntausende Elefanten werden jedes Jahr für den illegalen Handel getötet. Die Elefantenpopulation in Afrika ist deshalb in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Der Großteil des Elfenbeins geht nach China. Viele Reiche sehen in dem "weißen Gold" eine Wertanlage.

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Etwa 30.000 afrikanische Elefanten werden jedes Jahr abgeschlachtet - aus Gier nach Elfenbein. Das geht zum größten Teil nach China. Milizen und Terroristengruppen fördern das blutige Geschäft, denn das Geld aus dem Handel hält sie am Leben.

kis/AFP/DPA
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