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Leiterin des Goethe-Instituts bei Attentat in Elfenbeinküste getötet

Mindestens 22 Menschen starben bei den Terror-Attacken auf Hotels in der Elfenbeinküste. Auch eine Frau aus Deutschland ist unter den Opfern. Sie war die Leiterin des dortigen Goethe-Instituts.

In diesem Hotel in der Elfenbeinküste starben mindestens 14 Menschen

Ein Blick auf das Hotel "Etoile du Sud" in Gran Bassam in der Elfenbeinküste. Auch hier wurden mehrere Menschen getötet.

Bei den Anschlägen auf drei Hotels in der Elfenbeinküste ist auch eine Deutsche getötet worden. Dies bestätigte Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Montag in Berlin. Insgesamt starben bei der Terrorserie in dem westafrikanischen Land am Sonntag mindestens 22 Menschen. Die Anschläge gehen vermutlich auf das Konto der Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI).

Steinmeier sagte: "Ich muss leider bestätigen, dass beim Anschlag in Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) auch eine deutsche Staatsangehörige ums Leben gekommen ist." Zugleich verurteilte er die Tat "auf das Schärfste". Im Kampf gegen den Terror müsse die internationale Gemeinschaft zusammenhalten. Zur Identität der getöteten Bundesbürgerin machte das Auswärtige Amt keine Angaben. Wie der stern erfuhr, handelt es sich um die Leiterin des dortigen Goethe-Instituts, Henrike Grohs.

Der ivorische Innenminister Ahmed Bakayoko hatte am Sonntag im lokalen Fernsehsender RTI von deutschen und anderen ausländischen Opfern gesprochen. Dafür, dass unter den Opfern mehrere Deutsche seien, gab es in Berlin keine Bestätigung. Unter den Toten ist auch ein Franzose. Mindestens 22 Menschen wurden verletzt.

Elfenbeinküste: Identität der Angreifer unbekannt

Mehrere bewaffnete Männer hatten am Sonntag in Grand-Bassam, rund 40 Kilometer südöstlich der Wirtschaftsmetropole Abidjan, das Feuer auf Hotelbesucher eröffnet. Bei den Anschlägen wurden nach Angaben der Behörden zwei Soldaten und sechs der Angreifer getötet. Die Identität der Angreifer konnte zunächst jedoch nicht festgestellt werden. Die Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb ist unter anderem in Mali, Marokko, Tunesien und Algerien aktiv. 

jek/DPA
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