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Windhosen fordern weitere Menschenleben

Die Unwetter im Süden der USA nehmen kein Ende. Während in der schwer verwüsteten Stadt Joplin in Missouri noch immer nach Überlebenden gesucht wird und die Zahl der Opfer weiter steigt, hat ein neuer Tornado in Oklahoma weitere Menschenleben gekostet. US-Präsident Barack Obama will Joplin nach der Rückkehr von seiner derzeitigen Europareise am Sonntag besuchen.

Über die USA sind weitere Tornados hinweggezogen. Medienberichten zufolge wurden dadurch am Dienstag mindestens vier Menschen im Bundesstaat Oklahoma getötet. 60 Menschen wurden verletzt. Im benachbarten Bundesstaat Missouri hatte eine Serie von Tornados vor zwei Tagen eine Schneise der Verwüstung hinterlassen; insgesamt 73 Tornados waren am Wochenende über neun Bundesstaaten im Zentrum und im Norden der USA hinweggezogen. In Missouri starben nach jüngsten Angaben 122 Menschen bei dem tödlichsten Sturm in den USA seit mindestens 60 Jahren.

Eine neue Unwetterwarnung löste auch in der von einem Tornado schwer zerstörten Stadt Joplin in Missouri Angst aus. Bis in den frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) hinein wurden heftige Gewitterstürme mit der Möglichkeit neuer Tornados vorhergesagt.

In Joplin stieg die Zahl der Todesopfer durch den Tornado vom Sonntag (Ortszeit) auf 124. Es war der bisher tödlichste einzelne Wirbelsturm seit mehr als 60 Jahren. Insgesamt sind in diesem Jahr schon rund 500 Menschen in den USA durch Tornados ums Leben gekommen, allein mehr als 300 bei einer Serie von Stürmen in sechs Bundesstaaten Ende April.

Rettungsmannschaften suchten am Dienstag in den Trümmerbergen von Joplin weiter nach Überlebenden. Zahlreiche Menschen wurden noch vermisst. Aber die Hoffnungen sinken. Nachdem sich die Teams durch den leichteren Schutt gearbeitet haben, werden nun schwere Betonplatten zusammengestürzter größerer Gebäude gehoben - das macht die Bergung Überlebender zunehmend weniger wahrscheinlich. Der Tornado hatte in Joplin etwa 2000 Gebäude zerstört, nach Schätzungen wurde rund ein Drittel der Stadt dem Erdboden gleichgemacht.

US-Präsident Barack Obama will Joplin nach der Rückkehr von seiner derzeitigen Europareise am Sonntag besuchen.

ste/DPA/AFP/DPA

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