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Gericht genehmigt Fußballern einen Fehlschuss pro Woche

250.000 Euro Ordnungsgeld oder sechs Monate Haft: Das droht einem Fußballverein, wenn mehr als einmal pro Woche ein Ball zum Nachbarn rüberfliegt. Der hatte erfolgreich geklagt. Die Fußballer sehen nun nur eine Lösung.

Fußball auf Kunstrasenplatz

Ein Fußball liegt dort, wo er hingehört: auf dem Platz und nicht in Nachbars Garten (Symbolbild)

Wegen eines ungewöhnlichen Rechtsstreits hat ein Fußballverein in Sachsen-Anhalt seinen Kunstrasenplatz gesperrt. Ein Nachbar hatte sich durch alle Instanzen bis zum Oberlandesgericht Naumburg geklagt, weil viele Bälle auf seinem Grundstück gelandet waren. Die Richter entschieden im November 2015, dass nicht mehr als durchschnittlich ein Ball pro Woche vom Fußballverein zum Nachbarn fliegen dürfe, erklärte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag.

Ansonsten drohten ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder bis zu sechs Monate Haft. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" über den Fall berichtet. Demnach protokollierte der klagende Nachbar über mehrere Jahre die fehlgeleiteten Bälle - und kam auf 135 im Jahr 2014. Das Ballfangnetz soll nun auf sechs Meter Höhe aufgestockt werden, kündigte ein Sprecher der Stadt an.

tkr/DPA
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