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Die fiese Kehrseite des Frühlings

Frühlingsstürme stürzten die Ostküste der USA ins Chaos: Stromausfälle und Überschwemmungen legten den Verkehr lahm, in New York mussten 500 Flüge an drei Flughäfen gestrichen werden. Damit nicht genug: Jetzt soll auch noch Schnee kommen.

Während in Europa bereits der Sommer begonnen hat, wird der Osten der Vereinigten Staaten derzeit von den schwersten Winterstürmen seit fast 15 Jahren heimgesucht. Mindestens acht Menschen fielen den Unwettern der vergangenen Tage bereits zum Opfer. Entlang der Ostküste von den Neuenglandstaaten im Norden bis nach Florida im Süden kam es wegen heftiger Regenfälle vielerorts zu schweren Überschwemmungen. Der Nationale Wetterdienst rechnete für Montag mit bis zu 30 Zentimeter Neuschnee in den Bundesstaaten New York, Pennsylvania, Vermont und New Hampshire.

Neuengland unter Wasser

Flüge aus der Metropole sowie aus den Städten Boston, Newark und Philadelphia waren bis zu sechs Stunden verspätet. Die Fährverbindungen wurden wegen heftiger Stürme ebenfalls abgesagt. In New York gingen bis Sonntagabend gut 14 Zentimeter Regen nieder. Dies war für Mitte April die größte Niederschlagsmenge seit 1906, die damals nur 4,5 Zentimeter betrug, wie der Wetterdienst mitteilte.

Für die Küstengebiete Neuenglands erwarteten Experten Sturmböen mit Geschwindigkeiten von etwa 100 Kilometer pro Stunde: "Der Süden Neuenglands wird heute abend, Dienstag und Mittwoch wahrscheinlich von erheblichen Überschwemmungen heimgesucht werden", sagte Bill Simpson, Meteorologe vom Nationalen Wetterdienst. Auch warnten Experten vor einem Anschwellen der Flüsse in der Region. Die Bewohner rechnen mit bei steigender Flut außerdem mit hohen Brandungswellen.

Harte Bedingungen für Boston Marathon

Knapp 6000 Bewohner des Bundesstaates Vermont waren am Sonntagabend noch von der Stromversorgung abgeschnitten. Die Schlechtwetterfront hatte bereits am frühen Sonntagmorgen in Washington zu sintflutartigen Regenfällen geführt. Die 23.000 Läufer des für Montag geplanten Boston Marathons müssen mit den härtesten Wetterbedingungen in der 110-jährigen Geschichte der Veranstaltung rechnen. In South Carolina starb ein Mensch. In Florida gab es nördlich der Stadt Tampa Tornado-Warnungen.

Besonders gebeutelt war New York: Überschwemmte Straßen, Stromausfälle und Chaos auf den New Yorker Flughäfen sorgten für einen Verkehrskollaps. Im Central Park waren nach Angaben von Meteorologen am Sonntag bis Mitternacht (Ortszeit) 189 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen - so viel wie seit 1882 nicht mehr. Der Sturm führte auf vielen Flughäfen zu Verspätungen, auf dem John F. Kennedy Airport mussten die Passagiere bis zu sieben Stunden warten. Insgesamt wurden etwa 500 Flüge gestrichen. In New York und New Jersey mussten wegen der Wassermassen 20 Straßen gesperrt werden, in der Region gab es hunderte Verkehrsunfälle. 18.500 Haushalte in drei Bundesstaaten waren zeitweise ohne Strom. Es gab Berichte über mindestens drei Todesopfer infolge des Unwetters, in West Virginia werden zwei Menschen nach einer Sturzflut vermisst.

New York öffnete Notunterkünfte

Am frühen Montagmorgen war der Wind abgeflaut, der Regen hatte nachgelassen. "Glücklicherweise war der Sturm schwächer als vorausgesagt", erklärte New Yorks Bürgermeister Michael R. Bloomberg. Er forderte dennoch alle Pendler auf, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu fahren. "Es hätte schlimmer kommen können", sagte auch ein Sprecher des Nationalen Wetterdienstes der "New York Times". "Gott sei Dank ist kein Winter, sonst hätte es einen Schneesturm und Schwierigkeiten gegeben."

Die Stadtverwaltung öffnete neun Notunterkünfte, um sich auf etwaige Evakuierungen wegen Hochwassers einzustellen. Eine traditionelle Parade zum griechischen Unabhängigkeitstag auf der Fifth Avenue musste abgesagt werden. Mit steigender Flut wird über Nacht in Teilen von Long Island mit weiteren Überschwemmungen gerechnet. Rund 3.200 Mitglieder der Nationalgarde wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Zehntausende Haushalte in New York, Connecticut, New Jersey und North Carolina waren zumindest zeitweise ohne Strom. Allein aus Connecticut wurden 43.000 Stromausfälle gemeldet. Die Stürme galten als die schwersten seit Dezember 1992. Damals entstand ein Schaden in Höhe von mehreren Millionen Dollar.

DPA/DPA

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