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Schüler klaut Handy mit Nacktfotos - und die Lehrerin wird gefeuert

Ein Schüler klaut das Handy seiner Lehrerin und entdeckt darauf Nacktbilder. Doch statt den Schüler zu bestrafen, muss die Lehrerin ihren Schreibtisch räumen. Jetzt äußerte sich die Lehrerin.

Ein Schüler nahm das Smartphone von Leigh Anne Arthur, entdeckte Nacktbilder seiner Lehrerin - und sie verlor ihren Job.

Ein Schüler nahm das Smartphone von Leigh Anne Arthur, entdeckte Nacktbilder seiner Lehrerin - und sie verlor daraufhin ihren Job.

Stellen Sie sich vor, Sie vergessen Ihr Auto abzuschließen und lassen auf dem Beifahrersitz ihr Portemonnaie liegen. Ein Dieb bekommt das mit, klaut Ihre Geldbörse, wird erwischt - und Sie bekommen am Ende den ganzen Ärger ab. Die Begründung: Sie sind ja selbst schuld, wenn Sie Privateigentum ungesichert in der Öffentlichkeit herumliegen lassen. Klingt absurd? Stimmt. Und trotzdem ist es einer Lehrerin in den USA ganz ähnlich passiert.

Die 33-jährige Leigh Anne Arthur ließ ihr - ungesichertes - Smartphone im Klassenzimmer liegen. Als sie kurz den Raum verließ, stahl einer ihrer Schüler (16) das Gerät. "Er öffnete meine Bildergalerie und fand unangemessene Bilder von mir. Er machte mit seinem Smartphone Bilder davon und erzählte jedem in der Klasse, dass er das Bild schicken würde, wenn man es nur wollte", sagte Arthur dem US-Sender "WKRN". Zuvor warnte der Schüler sie mit den Worten: "Dein Tag der Abrechnung ist gekommen." 

Schule gibt der Lehrerin die Schuld

Doch statt den Schüler für den dreisten Diebstahl zu bestrafen, drehte Schulrektor David Eubanks den Spieß um - und beschuldigte die Lehrerin, dem Schüler das pornografische Material überhaupt zugänglich gemacht zu haben. Sie entgegnet, gar nicht gewusst zu haben, dass sich die Bilder auf dem Telefon befinden. Dennoch legte ihr die Schulleitung nahe, ihre Lehrtätigkeit zu beenden. Kurz darauf folgte Arthur der Aufforderung und quittierte nach 13 Jahren an der Union County den Dienst.

Was Arthur aber am meisten ärgert: "Dass meine Privatsphäre verletzt wurde, scheint niemanden zu interessieren. Das läuft einfach nur falsch", sagte sie "WKRN". Den Regeln des Schulbezirks zufolge müsste der Schüler eigentlich der Schule verwiesen werden - das sei ihres Wissens bislang aber noch nicht geschehen.

Eine Nachricht hat sie noch für den Schüler: "Ich vergebe dir. Das macht es aber nicht besser. Was geschehen ist, ist geschehen, und ich hoffe, du hast deine Lektion gelernt. Und ich hoffe, dass du aus dem Fehler gelernt hast und dass du eines Tages eine Frau hast, die du wie ein Goldstück behandelst, und dass du willst, dass ihr so etwas nicht eines Tages passiert."

Unterstützung und Bedrohung

Der Fall sorgt für viel Wirbel in ihrer Heimatstadt. Mehrere Eltern und Schüler fordern, dass Arthur wieder unterrichten darf - mittlerweile haben mehr als 1300 Menschen die Petition unterzeichnet (Stand: Mittwochnachmittag). Doch nicht überall bekommt Arthur Unterstützung: Vier Fotos, die von ihrem Telefon gestohlen wurden, lagen ausgedruckt in ihrem Briefkasten, auf der Rückseite stand eine Drohnachricht. Die Polizei ermittelt in dem Fall.

cf

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