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Verbrecher planten Diebstahl von Enzo Ferraris Leiche

Die italienische Polizei konnte ein bizarres Verbrechen verhindern: Mutmaßliche Gang-Mitglieder wollten den Sarg des Ferrari-Gründers Enzo Ferrari stehlen. Es wäre nicht der erste Diebstahl einer berühmten Leiche gewesen.

Enzo Ferrari starb 1988 im Alter von 90 Jahren

Enzo Ferrari starb 1988 im Alter von 90 Jahren

Eine italienische Drogen- und Waffenschmugglerbande hat versucht, sich eine neue Einnahmequelle zu erschließen. Rund 30 mutmaßliche Verbrecher sollen einen detaillierten Plan ausgearbeitet haben, um den Sarg des Ferrari-Gründers zu stehlen und anschließend Lösegeld von seiner Familie zu erpressen. Die Polizei konnte den Raub nach eigenen Angaben verhindern. 

Rund 300 Polizisten im Einsatz

Wie die Beamten nach den Festnahmen am Dienstag mitteilten, habe es bereits einen detaillierten Plan gegeben, wie der Sarg gestohlen, versteckt und die Familie kontaktiert werden sollte, berichtete die . Den Friedhof hatte die Gang demnach bereits inspiziert. Am Dienstagmorgen rückten dann jedoch rund 300 Polizisten zu Razzien aus und nahmen mehr als 30 Verdächtige fest. Die Bande war urspründlich wegen ihrer Schmuggelgeschäfte in Sardinien und Norditalien ins Visier der Ermittler geraten.

Ferrari war 1988 im Alter von 90 Jahren gestorben. Er ist auf einem Friedhof in Modena bestattet. Sein Sarg befindet sich hinter einer Marmorplatte in einer Gruft, die mit einer schweren Metallgittertür verschlossen ist.

Nicht die erste Sarg-Entführung

Die Entführung von Särgen, um Lösegeld zu erpressen, hat es in Italien in der Vergangenheit immer mal wieder gegeben. Besonders dramatisch war der der Leiche von Raffaele Bagni, dem kleinen Sohn von Ex-Fußballstar Salvatore Bagni, im Jahr 1992 - einen Monat nach dessen Unfalltod.

In der Schweiz gelang es 1978 zwei Männern, den Sarg Charlie Chaplins von einem Friedhof zu stehlen und von den Hinterbliebenen Lösegeld zu fordern. Die Täter wurden jedoch gefasst und die sterblichen Überreste des berühmten Stummfilm-Komikers erneut bestattet.

fri/AFP

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